Und wir Europäer schauen einfach nur zu und reden, aber wirklich eine Einheit bekommen wir auch nicht hin. Fühlt sich gerade nach einer echt schlimmen Welt an in der wir leben.
Der Rechtsruck der überall zu beobachten ist und nach Grenzen und Isolierung schreit, lässt leider nicht mehr zu. Diese Entwicklung wird durch den Rechtspopulismus stark verlangsamt. Manchmal sogar verhindert und am liebsten würden sie eine freie Weltanschauung in der Europa zusammensteht im Keim ersticken. Das wird natürlich nicht passieren. Aber wir sind auch noch lange nicht das Europa, dass wir jetzt gerne wären und auch sein müssten. Aktuell schaffen es die Rechtspopulisten ihrem jeweiligen Volk einzureden, dass man besser dran wäre, wenn man wieder alleine unter sich ist. Was natürlich völliger Blödsinn ist und man mit Anschlägen wie in Marburg Menschen mit weniger Horizont erfolgreich eingetrichtert bekommt.
Aber wenn sich das Weltgeschehen weiter in die Richtung entwickelt, in das es zu gehen scheint, dann werden viele Länder Europas Großmächten alleine gegenüberstehen. Keine Ahnung was das bedeutet, weil für mich persönlich die Nato nicht nur bröckelt, sondern etwas ist woran momentan wahrscheinlich (oder leider) nur die Skandinavier glauben, aber viele Optionen gibt es dann nicht. Entweder man wehrt sich (ohne Aussicht auf Erfolg, so wie die Ukraine) oder man ergibt sich. In Deutschland haben wir alleine 20% und mehr Menschen, die nichts dagegen haben, wenn sich die USA politisch einmischt, aber gleichzeitig auch kein Problem damit hätten, in Zukunft russisch zu sprechen. Gut, die meisten von denen können das schon. Ist aber jetzt nichts, dass ich wollen würde und werde.
Deswegen sage ich nicht, dass die Welt schlimm ist. Sie ist im Umbruch, aber gleichzeitig auch voller Chancen.

