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Der Ukrainekrieg

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das kommt halt auch drauf an was man unter Sieg und Niederlage einstuft.
Im Vorfeld war es sicherlich so, dass Putin die ganze Ukraine einnehmen wollte, Kiew erobern, Regierung stürzen, Stellvertreter einsetzen oder sowas in der Art. Das sehe ich jetzt aktuell so nicht kommen.

Hingegen sagt Selenskyj er würde kein Gebiet abgeben und die Krim auch noch zurückhaben wollen.
Das sehe ich hingegen auch nicht wirklich kommen. Klar, Russland kommt nicht in großen Schritten vorwärts, zuürckerobern können die Ukrainer aber jetzt auch nichts.
 
Das kommt halt auch drauf an was man unter Sieg und Niederlage einstuft.
Im Vorfeld war es sicherlich so, dass Putin die ganze Ukraine einnehmen wollte, Kiew erobern, Regierung stürzen, Stellvertreter einsetzen oder sowas in der Art.

Genau so ist es. Das war das (Haupt-)kriegsziel Russlands am 24 Februar 2022: Die Einnahme Kiews, der Sturz der Regierung Selenskyj, die Einsetzung einer pro-russschen Marionettenregierung und damit das Ende einer pro-westlichen, pro-EU, pro NATO Ukraine.

Erreicht Russland dieses Ziel nicht, hat es den Krieg verloren, so einfach ist das.

Gegengleich war das (Haupt-)kriegsziel der Ukraine seit dem Beginn der russischen Invasion die Verteidigung ihrer Existenz als souveräner Staat und die Verhinderung der Einnahme ihrer Hauptstadt, der Absetzung der Regierung Selenskyj und der Einsetzung einer pro-russschen Marionettenregierung.

Erreicht die Ukraine dieses Ziel, hat die Ukraine den Krieg gewonnen.
 
Die Frage ist am Ende ja eher auch, wieviel kriegsfähige Männer die Ukraine noch hat. Sofern sie hier noch genug Personal an die Front bekommen, kann das noch ein sehr langer Krieg für Russland werden. Ich denke Unterstützung werden sie auch weiterhin - in welchem Maße auch immer bekommen. Und verteidigen ist grundsätzlich leichter wie angreifen. Sehen wir ja den ganzen Krieg. Nur wenn du niemanden mehr hast der verteidigen kann wird es schwer. Kann ich überhaupt nicht abschätzen. Das dürfte für beide Länder am Ende noch die wichtigste Resource werden.
 
Sofern der politische Wille in Kiew da ist, auch mit restriktiven Maßnahmen Männer (und Frauen?) einzuziehen, solange werden der Ukraine nicht die Soldaten ausgehen. Dafür sind die Verluste an der Front nicht hoch genug, bei weitem nicht.

Wenn es stimmt, dass die Verluste Russlands zur Ukraine bei 3:1 liegen und Russland monatlich 30.000 Soldaten verliert, dann dürfte die Ukraine um die 10.000 Soldaten verlieren inkl. Verwundeter, von denen ein guter Teil wieder in den aktiven Dienst zurückkehren kann. Es müssten monatlich allein 20.000-25.000 Ukrainer 18 werden, und es sind noch lange nicht alle Ukrainer eingezogen worden, zum Beispiel niemand unter 25.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hab von 3000 Soldaten/Tag bei den Russen gehört? (wenn ich das recht in Erinnerung hab)

edit: mh ne die Zahl ist zu hoch. Deine passt da definitiv besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss bei den Verlusten auch immer im Blick behalten, dass damit die englischsprachigen Casualties gemeint sind, also Verwundete, Vermisste und Gefallene (je nach Defnition sogar auch Kranke) kombiniert. Mindestens 2/3 der Casualties werden Verwundete sein - und da ist alles bei. Von dem armen Tropf, der durch eine Granate beide Beine verloren hat und nie wieder kämpfen wird bis zu dem, der einen Steckschuss im Oberschenkel hat und nach drei Tagen wieder im Schützengraben hockt. Wenn die Ukraine also im Monat 10.000 Soldaten verliert, wird ein signifikanter Teil davon noch im selben Monat wieder aufs Gefechtsfeld zurückkehren.
 
NATO - Generalsekretär Rutte bestätigt Präsenz nordkoreanischer Soldaten in der russischen Region Kursk

Die NATO hat die Präsenz nordkoreanischer Soldaten in der russischen Region Kursk bestätigt. Die Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea stelle eine Bedrohung sowohl für die indopazifische als auch für die euroatlantische Sicherheit dar, sagte Generalsekretär Rutte in Brüssel.


https://www.deutschlandfunk.de/gene...daten-in-der-russischen-region-kursk-100.html
 
Man muss bei den Verlusten auch immer im Blick behalten, dass damit die englischsprachigen Casualties gemeint sind, also Verwundete, Vermisste und Gefallene (je nach Defnition sogar auch Kranke) kombiniert. Mindestens 2/3 der Casualties werden Verwundete sein - und da ist alles bei. Von dem armen Tropf, der durch eine Granate beide Beine verloren hat und nie wieder kämpfen wird bis zu dem, der einen Steckschuss im Oberschenkel hat und nach drei Tagen wieder im Schützengraben hockt. Wenn die Ukraine also im Monat 10.000 Soldaten verliert, wird ein signifikanter Teil davon noch im selben Monat wieder aufs Gefechtsfeld zurückkehren.

Das hat soweit ich gelesen habe aber auch dazu geführt, dass die Moral auf ukrainischer Seite ziemlich gelitten hat. Sie haben zu wenig Ersatz und gerade weil viele Soldaten ewig an der Front sind oder schnell wieder dorthin zurückkehren brennen die langsam aus.
 
Vereinte Nationen - Russland begeht laut Expertenbericht in der Ukraine Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Expertengremium hat Russland Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.


https://www.deutschlandfunk.de/russ...-verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-100.html




Ukraine-Krieg - Russlands Außenminister Lawrow empfängt nordkoreanische Amtskollegin

Der russische Außenminister Lawrow hat seine nordkoreanische Amtskollegin Choe Son Hui in Moskau zu einem Gespräch empfangen. Dabei lobte er insbesondere die Zusammenarbeit zwischen dem Militär und den Sicherheitsdiensten. Choe sprach sich dafür aus, die Beziehungen in allen Bereichen zu vertiefen.


https://www.deutschlandfunk.de/russ...pfaengt-nordkoreanische-amtskollegin-100.html
 
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Für Russland sieht es auch nicht gut aus ...

Die einen Experten sagen: Ab 2026 werden die Probleme so groß, dass Russland 30 Jahre lang als Supermacht ausfallen wird.

Die anderen Experten sagen: Die russischen Streitkräfte sind spätestens 2030 in der Lage, Nato-Gebiet anzugreifen.

Ja was denn nun?
 
Die einen Experten sagen: Ab 2026 werden die Probleme so groß, dass Russland 30 Jahre lang als Supermacht ausfallen wird.

Die anderen Experten sagen: Die russischen Streitkräfte sind spätestens 2030 in der Lage, Nato-Gebiet anzugreifen.

Ja was denn nun?

Beides. Die Realität ist eben sehr viel komplexer als eine Runde Age of Empires. Russland manövriert sich selbst gerade in einen wirtschaftlichen und politischen Abstieg, der ab einem gewissen Punkt, wenn nicht schon heute, gar nicht mehr aufzuhalten ist. Russland wird 2030 mit extrem großer Wahrscheinlichkeit ein weniger mächtiges und weniger wichtiges Land sein als 2020. Gleichzeitig aber ist und bleibt Russland groß und ressourcenreich genug, das es dennoch eine Bedrohung darstellt, ähnlich Nordkorea, das auch trotz wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit eine militärische Macht ist.

Zudem wird der mögliche russische Angriff auf die Nato meist falsch verstanden. Wir sind nicht mehr im Kalten Krieg und es wird keinen Panzerkeil durch Hessen nach Paris geben. Ein Angriff würde eher hybrid, auf vielen Ebenen, aber ohne konventionellen Krieg erfolgen mit dem Ziel, die NATO zusammebrechen zu lassen, um sich dann ein Land nach dem anderen vornehmen zu können.

Ein wirtschaftlich am Boden liegendes, ausgeblutetes und im Westen isoliertes Russland könnte sich somit als große Bedrohung entpuppen, wenngleich es nicht die Kraft besitzt, um in einem konventionellen Krieg gegen die NATO zu bestehen.
 
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