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Der Ukrainekrieg

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich will ungern zynisch klingen, aber auch 365.000 Tote bleiben annähernd nichts. Wehrmacht und Waffen-SS haben im Schnitt 130.000 Soldaten im Monat verloren - und das NUR an der Ostfront. Und das Deutsche Reich hatte nicht mal halb so viele Einwohner wie Russland heute. Für Frankreich sind am 21. August 1914 27.000 Soldaten gefallen - an einem Tag. Frankreich hatte damals 39 Mio Einwohner, also in etwa so viel wie die Ukraine heute.

Diese Zahlen sollen zeigen, dass wir nicht darauf bauen können, Russland würden irgendwann die Soldaten ausgehen. Allein rund 750.000 Männer werden in Russland jedes Jahr volljährig ...
 
Alles, was Russland braucht, um den Krieg in der jetzigen Form fortzusetzen, sind überspitzt formuliert Soldaten und Gewehre. Und Freiwillige scheint es weiterhin genug zu geben, auch weil sie mit immensen Prämien von teils mehreren Jahresgehältern als Einmalzahlung gelockt werden. Die Vergrößerung der Streitkräfte hat erst mal nichts mit den Verlusten zu tun, da es da um einen Stellenplan geht, also die Soll-Stärke. Verluste wirken sich aber nur auf die Ist-Stärke aus.
 
Ich denke wir dürfen nicht den Fehler machen, die Zahlen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg mit den heutigen Zahlen zu vergleichen. Selbst die Russen haben sich an ein "besseres" Leben gewöhnt dass nicht ganz so abgefuckt ist wie es vor 80 Jahren mal war. Nicht umsonst liest man ja immer wieder wie zögerlich Putin mit weiteren Mobilisierungen ist. Das ist ein feiner Grad den er da offensichtlich aus Angst vor inneren Unruhen gehen muss. Der zaubert nicht mal eben noch ne Million Soldaten aus dem Hut.

Das gleiche Problem hat die Ukraine umgekehrt natürlich auch. Da stehen nicht plötzlich 10 Millionen Männer da die für ihr Land kämpfen und sterben wollen. Insofern haben auf beiden Seiten die Opferzahlen schon absolute Relevanz. Wobei ich auch vermute, dass die Zahlen, die ja kampfunfähige - also verletzte und tote Russen beinhalten, über die russischen Opfer doch etwas "geschönt" sind. So wie ich das lese stammen die aus ukrainischen Quellen.
 
es geht nicht um ausgehen, aber Putin musste jetzt zum 3.? Mal aufstocken? Da kann man zumindest hoffen dass sie Bevölkerung irgendwann auflehnt.

Wie soll das denn passieren?
Ich glaube die Hoffnung auf ein Auflehnen der Bevölkerung kann man begraben.
Die sind alle seit vielen Jahren durch Propaganda und Gehirnwäsche beeinflusst und geprägt.
Es gibt keine freie Berichterstattung, keine Opposition.
Alles kritische wurde niedergeknüppelt, weggesperrt oder eliminiert.
 
Ich denke wir dürfen nicht den Fehler machen, die Zahlen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg mit den heutigen Zahlen zu vergleichen. Selbst die Russen haben sich an ein "besseres" Leben gewöhnt dass nicht ganz so abgefuckt ist wie es vor 80 Jahren mal war. Nicht umsonst liest man ja immer wieder wie zögerlich Putin mit weiteren Mobilisierungen ist. Das ist ein feiner Grad den er da offensichtlich aus Angst vor inneren Unruhen gehen muss. Der zaubert nicht mal eben noch ne Million Soldaten aus dem Hut.

Das gleiche Problem hat die Ukraine umgekehrt natürlich auch. Da stehen nicht plötzlich 10 Millionen Männer da die für ihr Land kämpfen und sterben wollen. Insofern haben auf beiden Seiten die Opferzahlen schon absolute Relevanz. Wobei ich auch vermute, dass die Zahlen, die ja kampfunfähige - also verletzte und tote Russen beinhalten, über die russischen Opfer doch etwas "geschönt" sind. So wie ich das lese stammen die aus ukrainischen Quellen.

Ich stimme Dir zu. Ich bringe die Vergleiche zu den Weltkriegen deshalb, weil ich immer wieder von der Hoffnung lese, dass Russland (oder der Ukraine, je nachdem, wo man steht) bald die Soldaten ausgehen würden. Das wird einfach nicht passieren. Gerade Russland erweist sich bisher als sehr effektiv in der Rekrutierung neuer Soldaten, zum Beispiel weil diese aus den bitterarmen Regionen mit Unsummen an die Front gelockt werden.

Die realen Verluste liegen vermutlich auch ein gutes Stück niedriger. BBC spricht in einer ganz aktuellen Analyse von 70.000 Toten. Hinzu kommen vermutlich 100.000 dauerhaft Geschädigte. Heißt, bei vermutlich 70 Mio Haushalten in Russland ist nicht mal jede hundertste Familie betroffen. Ich würde daher meine Hoffnungen auch nicht auf eine Revolution in Russland setzen, obwohl ich mir das natürlich wünsche.
 
Ich stimme Dir zu. Ich bringe die Vergleiche zu den Weltkriegen deshalb, weil ich immer wieder von der Hoffnung lese, dass Russland (oder der Ukraine, je nachdem, wo man steht) bald die Soldaten ausgehen würden. Das wird einfach nicht passieren. Gerade Russland erweist sich bisher als sehr effektiv in der Rekrutierung neuer Soldaten, zum Beispiel weil diese aus den bitterarmen Regionen mit Unsummen an die Front gelockt werden.

Die realen Verluste liegen vermutlich auch ein gutes Stück niedriger. BBC spricht in einer ganz aktuellen Analyse von 70.000 Toten. Hinzu kommen vermutlich 100.000 dauerhaft Geschädigte. Heißt, bei vermutlich 70 Mio Haushalten in Russland ist nicht mal jede hundertste Familie betroffen. Ich würde daher meine Hoffnungen auch nicht auf eine Revolution in Russland setzen, obwohl ich mir das natürlich wünsche.

Die Analyse, auf die du dich vermutlich beziehst, spricht von 70.000 identifizierten Toten und geht davon aus, dass die Gesamtzahl viel höher liegt: "... Sie schätzen die Gesamtzahl der toten Soldaten auf mindestens 120.000. ..."

https://www.spiegel.de/ausland/bbc-...iziert-a-d21ba0b5-b1dc-4143-9873-9d23d8318381
 
Gegen ein Land, dass der Aggressor ist und keinerlei Anstalten macht in Friedensverhandlungen einsteigen zu wollen, ist Siegesplan schon das richtige Wort. Frieden mit Russland wird es insofern vermutlich nie geben. Gerade vorhin die lange Liste der Kriege gesehen die Russland in den letzten 100 Jahren geführt hat.
 
Wie soll dieser aussehen? Kennt der sogenannte Sicherheitsexperte überhaupt den "Siegesplan" von Selenskyj?

Ich weiß nicht, was Selenskyj mit dieser Rhetorik bezwecken will, zielführend ist das sicher nicht. Man sollte eher von einem Friedensplan sprechen.

Der "sogenannte" Sicherheitsexperte, scheint schon Ahnung zu haben, wenn man sich seinen Lebenslauf mal anschaut: Nico Lange
Ich denke schon, dass man ihn als Sicherheitsexperten - ganz ohne "sogenannte" - bezeichnen kann.

Ich denke auch, dass sich solche Experten mit diversen Möglichkeiten außeinandersetzen unddaher auch einschätzen können, wie Selenskyj's Plan aussehen könnte, wenn sie nicht sogar schon Einsicht erhalten haben, in Gänze, oder in Teilen.

"Friedenspläne" könnten von Drittstaaten kommen, oder von Russland. Für das angegriffene Land ist die Rethorik des "Siegesplanes" aber wichtig mMn.
 
Imo gibt es den sogenannten Siegesplan noch nicht in allen Details öffentlich, oder? Man hört nur Dinge aus Interviews, aber alles Sachen, über die schon von Beginn an geredet wird. Oder mir fehlen da Infos.
 
Selenskyj wird den Plan wohl bald Biden vorlegen und dann im Kongress sowieso allen Partnerländern vollständig darlegen. Denke spätestens dann wird auch die Öffentlichkeit genau informiert.
 
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