langsam kommen die 65 zoll 4k TVs in eine Preisregion wo es auch für mich spannend wird.
wie findet ihr den?
Samsung UE65KU6079UXZG
https://www.amazon.de/Samsung-UE65K...ie=UTF8&qid=1478861883&sr=1-5&keywords=uhd+tv
Laut Bericht kann der wohl doch HDR10 und bei der ONE s gibt es überall die grünen Hakerl (und 1300 Euro ein sehr guter Preis)
Bei ama hat einer einen guten Kommentar dazu geschrieben:
"A: Die Frage nach HDR-Support ist bei den KU6xxx eigentlich nicht sehr relevant. HDR-Support an sich ist schnell erreicht, denn der TV muss dafür hauptsächlich die HDR-Metadaten verarbeiten können, was auch für die Einstiegs-UHD-Modelle ggf. per Firmware-Update nachgereicht werden kann oder schon wurde. Die Frage ist aber vielmehr, wie gut der HDR-Effekt nachher ist. Und dafür ist von Belang, ob der TV eine hohe Spitzenhelligkeit erreichen kann (für die hellen Effekte) und ob er gleichzeitig gutes Local Dimming hat (damit bei kleinen hellen Effekten der Rest des Bildes vernünftig dunkel bleibt). Beides muss man für die KU6xxx-Modelle leider verneinen. Richtig auf HDR ausgelegt ist eigentlich erst die KS-Serie. Die KU6xxx sind noch nicht der wahre Jacob, was die HDR-Darstellung angeht.
Wollen wir mal etwas weiter ausholen: Ein Manko der Einsteiger-UHD-TVs wie JU6xxx (2015), KU6xxx (2016) und Modellen anderer Hersteller ist, dass man als Vorteil quasi nur die feinere Auflösung hat, wofür man auch erstmal UHD-Inhalte zuspielen muss. Und dann wird das nicht mal von jedem UHD-Content gut in Szene gesetzt, die UHD Blu-ray-Filme sind nämlich größtenteils keine echten 4K-Produktionen, sondern hochgerechnete und für HDR neu gemasterte Filme. Man kann also (UHD-Inhalte vorausgesetzt) bei großen Diagonalen näher dransitzen und es wird somit mehr vom Blickfeld ausgefüllt, oder man kann sich einen größeren TV bei gleichbleibendem Sitzabstand hinstellen. Also eine bessere Immersion erreichen. Bei kleinen Diagonalen bringt aber das aber so gut wie nichts, die reine UHD-Auflösung "verpufft" dort oft, je nach Sitzabstand. Bei 55" z.B. müsste man schon ziemlich nah davorsitzen für einen UHD-Vorteil, mit Sicherheit unter zwei Meter.
Für den richtigen Rundumschlag ist UHD also nicht genug. Erst die Kombination UHD + HDR + erweiterter Farbraum, also dem, was bei der UHD Blu-ray und einigen neuen UHD-Streaming-Serien vorzufinden ist, bringt den vollen Aha-Effekt, und das muss das Gerät auch alles vernünftig darstellen können. Mit HDR wird ja zum ersten Mal seit der Röhrenfernseher-Zeit der Dynamikumfang erweitert (also die Spanne zwischen Schwarzwert und maximaler Helligkeit). Bei den UHD-Einstiegsmodellen hapert es aber an den HDR-Fähigkeiten des Geräts, das ist bei allen Herstellern so. Entweder sie verstehen es gar nicht erst, oder - was auf jeden Fall so ist - die Hintergrundbeleuchtung ist nicht potent genug. Insbesondere bei der Spitzenhelligkeit und bei den Local-Dimming-Fähigkeiten sind diese Modelle wie gesagt nicht auf den für HDR wünschenswerten Dynamikumfang vorbereitet, so dass man am Ende nur ein "HDR Light" erhält. Ein HDR-Effekt also, der bei weitem nicht so gut ist wie bei den teureren Modellen, die extra auf HDR ausgelegt wurden. Wir reden hier von höchstens 300-400 cd/m² Spitzenleuchtkraft der Einsteigergeräte, verglichen mit über 1400 cd/m² der 2016er KS-Modelle, die auch noch Bildbereiche intelligent dimmen können.
Zudem hat man bei allen UHD-Einstiegsmodellen - egal welcher Hersteller - nur 50 Hz-Panels verbaut, was überall durch unterschiedlich hochgerechnete Fantasiezahlen verschleiert wird (bei Samsung ist es der PQI-Wert). Technisch vorteilhafte 100 Hz-Panels bekommt man dann bei den meisten Diagonalen mit den Modellen J6xxx/K6xxx (Full HD) bzw. ab JU7xxx/KS7xxx aufwärts (UHD). 100 Hz bedeuten verbesserte Bewegungsauflösung (also wie scharf das Bild bei Bewegungen/Kameraschwenks bleibt), durch die dort verfügbare "Unschärfeminderung" bei Auto Motion Plus. Das Bild bleibt dann annähernd so scharf wie ein Standbild. Mit 50 Hz-Panel gibt es nur die "Judder-Minderung", also wie gleichmäßig die Bewegungen sind, um das Kinoruckeln zu minimieren. Aber die Bewegtbilder neigen etwas zum Verschmieren. Weniger penible Naturen können sich auch mit der 50-Hz-Darstellung anfreunden. Wer aber ein Auge für sowas hat und das maximal scharfe Bild bei Bewegungen braucht, sollte auf 100 Hz Wert legen. Wird leider von keinem Hersteller mehr im Klartext angegeben, aber für Samsung gilt die obige Aussage.
Den erweiterten Farbraum der UHD Blu-ray und UHD-Streams können erst die JS- oder KS-Modelle darstellen (und der JU6850, der ist aber sonst schwächer). Ohne dieses SUHD / Nano Crystal Color / Quantum Dots (das ist eine reine Paneleigenschaft) sieht man nur den bisherigen konventionellen Farbraum, genannt "Rec. 709", egal was zugespielt wird. Zwar nutzt 99% allen Materials diesen bisherigen Rec. 709-Farbraum (eigentlich alles außer einiger UHD-Inhalte), aber wenn man den TV mit Blick auf die UHD-Streams oder UHD Blu-ray kauft, sollte man ein Modell bevorzugen, was sowohl HDR als auch den erweiterten Farbraum darstellen kann.
Also, wer ernsthaft UHD-Inhalte nutzen will, sollte ab KS7xxx schauen, noch besser ab KS8xxx. Dort gibt es 100 Hz-Panels mit potentem HDR. Für alle konventionellen Inhalte (TV, Video und Blu-ray in Full HD) hingegen sind bei Samsung die J6xxx/K6xxx optimal.
Mit einem JU6xxx/KU6xxx steht man gewissermaßen zwischen den Stühlen. Man kann schonmal die Zehenspitzen ins UHD-Wasser tauchen, aber dort würde ich keinen teuren UHD Blu-ray-Player anschließen. Der letztendlich zu geringe Unterschied zur normalen Blu-ray bei diesen TV-Modellen wäre es nicht wert."