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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja stell Dir mal vor jemand wird ermordet, der Täter irgendwohin abgeschoben und läuft dann da einfach frei rum.
Wie sollen sich denn dann hier die Hinterbliebenen fühlen?
Was würdest Du denn denken, wenn das ein bekannter/Verwandter von Dir ist?
Nee, da ist mir die Staatskasse egal, das würde ich nicht mit meinem Verständnis für Recht und Gerechtigkeit in Einklang bringen können.
Sorry aber mir wäre das Latte was der da macht. Wenn einer meine Frau oder Kind umbringt würde ich wollen dass der genauso leidet wie ich. Egal wie. Und wenn der im Heimatland im Knast dahin vegetiert, gefoltert und was auch immer wird würde ich sagen "gut so". Im deutschen Knast passiert dem gar nichts und der sitzt 15 Jahr friedlich im Knast, bekommt Essen usw und das soll eine Strafe sein? Mir wäre es Recht wenn derjenige der mir das leid angetan hat genauso leidet wie ich. Dann wieder ins Ausland wo es ja angeblich so schlimm war das er hier diese Tat vollzogen hat... Sollen die sich mit dem rum streiten. Ach und nochmal, auch ein deutscher der Mord oder Vergewaltigung begeht sollte genauso behandelt werden da auch die jegliches Recht auf Leben verwehrt haben. Solche Leute kommen nach X Jahren wieder raus und die welt dreht sich weiter, die Angehörigen müssen ein Leben lang mit dem Verlust und Schmerz leben
 
Ach und nochmal, auch ein deutscher der Mord oder Vergewaltigung begeht sollte genauso behandelt werden da auch die jegliches Recht auf Leben verwehrt haben.
Also Todesstrafe? Oder doch lieber gleich Steinigung - weil der Täter soll ja "genau so leiden wie ich".

Spannend wie so argumentiert wird; und wenn dann mal wieder in den Medien über steinzeitliche Strafen in anderen Ländern berichtet wird kotzt man sich darüber aus wie hinterwäldlerisch und unzivilisiert diese Länder doch sind.
So wie man es eben gerade braucht.
 
Also Todesstrafe? Oder doch lieber gleich Steinigung - weil der Täter soll ja "genau so leiden wie ich".

Spannend wie so argumentiert wird; und wenn dann mal wieder in den Medien über steinzeitliche Strafen in anderen Ländern berichtet wird kotzt man sich darüber aus wie hinterwäldlerisch und unzivilisiert diese Länder doch sind.
So wie man es eben gerade braucht.
Was würdest du machen? Ganz ehrlich? Wenn einer deine Partnerin, Mutter, Vater was auch immer umbringt. Du würdest sicher noch hingehen und ihm sagen dass du es nicht soo schlimm findest und hoffst dass er gebessert raus kommt oder? Das doch albern und egal was andere denken, ja ich würde wollen dass der genauso leidet und sein ganzes Leben nicht mehr froh wird so wie ich oder jeder andere Angehörige der sowas durchmachen muss.

Ach und von steinigen hab ich doch nichts gesagt oder?

"Friedlich im Knast" :ugly:
Sagen wir Mal so, im deutschen Knast ist es sicherlich angenehmer als im türkischen Knast ist sonst wo.
 
Sorry aber mir wäre das Latte was der da macht. Wenn einer meine Frau oder Kind umbringt würde ich wollen dass der genauso leidet wie ich. Egal wie. Und wenn der im Heimatland im Knast dahin vegetiert, gefoltert und was auch immer wird würde ich sagen "gut so". Im deutschen Knast passiert dem gar nichts und der sitzt 15 Jahr friedlich im Knast, bekommt Essen usw und das soll eine Strafe sein? Mir wäre es Recht wenn derjenige der mir das leid angetan hat genauso leidet wie ich. Dann wieder ins Ausland wo es ja angeblich so schlimm war das er hier diese Tat vollzogen hat... Sollen die sich mit dem rum streiten. Ach und nochmal, auch ein deutscher der Mord oder Vergewaltigung begeht sollte genauso behandelt werden da auch die jegliches Recht auf Leben verwehrt haben. Solche Leute kommen nach X Jahren wieder raus und die welt dreht sich weiter, die Angehörigen müssen ein Leben lang mit dem Verlust und Schmerz leben

Das ist nunmal so in einem Rechtsstaat.
Wir haben ja nicht das Auge um Auge und Zahn um Zahn-Prinzip sondern einen Strafenkatalog und an den halten wir uns.
Das ist die Grundlage unseres Wertesystems und unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens.
 
Das ist nunmal so in einem Rechtsstaat.
Wir haben ja nicht das Auge um Auge und Zahn um Zahn-Prinzip sondern einen Strafenkatalog und an den halten wir uns.
Das ist die Grundlage unseres Wertesystems und unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens.
Mag alles sein, trotzdem musst du der Person in der Situation dass erstmal erklären die dann damit leben muss ein geliebten Angehörigen verloren zu haben während der Kerl im Knast schön sitzt und nichts passiert. Ach und bevor einer sagt woher ich das weiß, mein bester Freund arbeitet im Vollzug und ich hab genug gehört wie es da stellenweise abläuft. Klar ist das nicht repräsentativ aber glaubt Mal, die haben schon genug Annehmlichkeiten.
 
Denen gehts definitiv besser als denen die ermordet wurden (wenn es sich dabei um Mord handeln sollte zb), ja klar.
Aber Knast ist ja hier nun auch kein Vergnügungspark, selbst wenn es hier nicht so ist wie in einer Gefangenenkolonie in Nowosibirsk beim Steinekloppen. Aber da bewegen wir uns ja nun auch wieder weg von dem Kern der Diskussion, wenn wir jetzt hier über Strafmaß diskutieren und in welchem Knast es nun die leckerste Götterspeise als Nachtisch gibt
 
Sorry Gerri, aber du provoziert schon gerne, oder? Ist ja OK, dass du kein Fan von Nationalstolz bist, aber warum musst du es dann als lächerlich beschreiben. Finde ich persönlich respektlos gegenüber den Menschen, die Stolz auf ihr Land, ihre Werte, ihre Landschaft oder sonst was sind. Ich bin selbst auch kein Fan davon, aber es als lächerlich abzustempeln ist auch nicht gerade zielführend um einen konstruktiven Dialog zu führen.

Ist doch noch harmlos. Artur Schopenhauer, einer unserer so geachteten Dichter und Denker, würde sogar "erbärmlicher Tropf" dazu sagen :)

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.
 
Das glaube ich sofort. Was du allerdings nicht zu verstehen scheinst ist, dass es in unserem Straf- und Vollzugssystem nicht darum geht, Gefangenen jegliche Annehmlichkeiten zu verwehren.
Ich hab nie gesagt dass ich das nicht verstehe. Mir ist schon bewusst was da bezweckt werden soll. Trotzdem hab ich da eine andere Meinung. Heißt nicht dass alle hingerichtet oder sonst was sollen aber trotzdem, finde da muss man anders vorgehen. Jeder der schon Mal ein Kind oder sowas verloren hat weiß wie sehr das weh tut. Ich hab das durch und das ist der schlimmste Schmerz überhaupt wenn ein Vater sein Kind überlebt. Daran zu denken dass es durch ein Verbrechen zu Tode gekommen wäre würde mir jegliches rationale denken und Verständnis nehmen und ja ich würde wollen dass dieser Typ leidet und dafür bezahlt was er mir angetan hat.
 
Ich hab nie gesagt dass ich das nicht verstehe. Mir ist schon bewusst was da bezweckt werden soll. Trotzdem hab ich da eine andere Meinung. Heißt nicht dass alle hingerichtet oder sonst was sollen aber trotzdem, finde da muss man anders vorgehen. Jeder der schon Mal ein Kind oder sowas verloren hat weiß wie sehr das weh tut. Ich hab das durch und das ist der schlimmste Schmerz überhaupt wenn ein Vater sein Kind überlebt. Daran zu denken dass es durch ein Verbrechen zu Tode gekommen wäre würde mir jegliches rationale denken und Verständnis nehmen und ja ich würde wollen dass dieser Typ leidet und dafür bezahlt was er mir angetan hat.
Ich Tick da genau so emotional wie du, aber wenn man das so nun von außen liest klingt es wie ein Drehbuch von 96 Hours oder Gesetz der Rache :D
 
Ich hab nie gesagt dass ich das nicht verstehe. Mir ist schon bewusst was da bezweckt werden soll. Trotzdem hab ich da eine andere Meinung. Heißt nicht dass alle hingerichtet oder sonst was sollen aber trotzdem, finde da muss man anders vorgehen. Jeder der schon Mal ein Kind oder sowas verloren hat weiß wie sehr das weh tut. Ich hab das durch und das ist der schlimmste Schmerz überhaupt wenn ein Vater sein Kind überlebt. Daran zu denken dass es durch ein Verbrechen zu Tode gekommen wäre würde mir jegliches rationale denken und Verständnis nehmen und ja ich würde wollen dass dieser Typ leidet und dafür bezahlt was er mir angetan hat.

Deshalb ist es ja auch gut und richtig, dass Du als Betroffener dann nicht über die Strafe entscheidest sondern ein Richter.
 
Ist doch noch harmlos. Artur Schopenhauer, einer unserer so geachteten Dichter und Denker, würde sogar "erbärmlicher Tropf" dazu sagen :)

Jetzt wird’s aber philosophisch hier ;)

Schopenhauer war ja eher ein pessimistischer Nimmersatt, der sich am Leid des Lebens nicht satt sehen konnte und irgendwie alles verteufelte, was mit Glück und Harmonie zu tun hatte, in einer Zeit, die sehr stark vom Nationalstolz geprägt war, in der das kollektive Rauschen dieser falschen Gesinnung erlegen war.

Nationalstolz im kollektiven Sinne finde ich nämlich auch grenzwertig, ich bevorzuge Heimatliebe und die damit verbundenen Werte und Tugenden. Ich ertappe mich aber auch dabei, wie sich diese Heimatliebe auf meiner inneren Landkarte immer wieder neu justiert, weil ich Heimat mit persönlichen Erfahrungen verbinde, die ich an verschiedenen Orten dieser Welt sammeln durfte. Darüber hinaus sind es die Menschen, die Heimat für mich lebenswert machen.

Der vielbeschworene Nationalstolz ist also nichts anderes als eine Illusion, die der romantischen Vorstellung nachhängt, dass alles so bleibt wie es ist und sich möglichst nicht verändern soll.

Wandlung darf aber nicht bedeuten, dass sich Menschen unserer pluralistischen Wertegesellschaft entziehen und tolerante Nächstenliebe ausnutzen, um Intoleranz zu fördern. Hier kommt das Propper'sche Toleranzparadox zum Tragen. Und wenn Toleranz dazu beiträgt, Intoleranz zu fördern, dann haben wir ein echtes Problem.
 
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