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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Und "aufzuarbeiten" gibt es da nicht viel. Die Täter müssen weggeschlossen und die übrige Bevölkerung vor ihnen geschützt werden.
Hier vielleicht mal eine interessante Lektüre für dich: https://de.wikipedia.org/wiki/Resozialisierung_als_Vollzugsziel

edit: Resozialisierung bezieht sich natürlich auf den Strafvollzug, der bei einer Bewährungsstrafe nicht stattfindet. Ich will damit nur sagen, auch das "Wegsperren" von Straftätern hat weitaus komplexere Ziele als allein den Schutz der Bevölkerung (der oftmals auch ein Ziel ist bzw. sein kann).

Ich betone es nochmal: ganz unabhängig davon, ob nun das Strafmaß in diesem Einzelfall zu Genüge ausgeschöpft wurde oder nicht. Ich schließe mich da u.a. @Cale und @Leo_Lausemaus an, das ist nämlich aus ganz vielen Gründen müßig zu diskutieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Bezug zu Gerris Aussage ist nicht ganz unwichtig.
Ich wünsche es dir das du niemals beteiligt sein wirst. Ich kenne wiederum mehrere persönlich denen der Abschluss nach x Jahren lieber war, als das die Person schwerste Strafen abbekommt.
Das Opfer muss die Tat oftmals ständig wieder hoch holen, neu erzählen und immer wieder aufwärmen, das ein richtiger Verarbeitungsprozess gar nicht erst stattfinden kann sondern sie immer wieder am Anfang steht.

Was schlimmes mit den Tätern passieren soll kam eigentlich nur von den Unbeteiligten... und ja, ich war anfangs auch einer von denen. Auf emotionaler Ebene sogar noch weitaus härter, als eine Abschiebung. Die wäre in den Fällen ohnehin nicht gegangen.
Irgendwann habe ich aber gesehen, was es mit den Opfern macht und jeglicher Hass und Abneigung wich eher dem, das es endlich ein Ende hat.

Die Opfer sollten sowieso nicht diejenigen sein, die über das Strafmaß der Täter entscheiden. Dazu sind sie nachvollziehbarerweise überhaupt nicht imstande. Auch kann ich es vollkommen nachvollziehen, dass gerade ein jahrelanger Prozess eine immense psychische Belastung für die Opfer darstellt, da diese eben überhaupt keine Gelegenheit haben die Geschehnisse für sich zu verarbeiten, geschweige denn damit abzuschließen. Insofern stimme ich Dir in dem Punkt völlig zu.

Allerdings sollte das nicht dazu führen, dass die Täter aus Rücksicht auf die Opfer nicht ausreichend stark bestraft werden. Denn damit würden die Gerichte indirekt ihrer Schutzverpflichtung gegenüber der restlichen Bevölkerung und potenziellen zukünftigen Opfern nicht nachkommen. Daher muss man meiner Ansicht nach zwischen dem Schutz der bisherigen Opfer und der Bestrafung der Täter klar unterscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Bezug zu Gerris Aussage ist nicht ganz unwichtig.
Ich wünsche es dir das du niemals beteiligt sein wirst. Ich kenne wiederum mehrere persönlich denen der Abschluss nach x Jahren lieber war, als das die Person schwerste Strafen abbekommt.
Das Opfer muss die Tat oftmals ständig wieder hoch holen, neu erzählen und immer wieder aufwärmen, das ein richtiger Verarbeitungsprozess gar nicht erst stattfinden kann sondern sie immer wieder am Anfang steht.

Was schlimmes mit den Tätern passieren soll kam eigentlich nur von den Unbeteiligten... und ja, ich war anfangs auch einer von denen. Auf emotionaler Ebene sogar noch weitaus härter, als eine Abschiebung. Die wäre in den Fällen ohnehin nicht gegangen.
Irgendwann habe ich aber gesehen, was es mit den Opfern macht und jeglicher Hass und Abneigung wich eher dem, das es endlich ein Ende hat.

Und "individuell" habe ich deswegen hin geschrieben weil ich auch nicht für jeden sprechen will. Ist letzten Endes nur anekdotische Evidenz meinerseits, Erfahrungen und Berichte, sowie mit dem Thema Strafe und Psychologie auseinander zu setzen. Wird sicher genügend Opfer geben, denen schlimmste Gewaltstrafen die Genugtuung geben könnte (wobei ich das auch infrage stellen würde ob es dann am Ende wirklich hilft).

Und nein, so ein Quatsch wie Freispruch braucht ihr nicht in meine Aussagen rein lesen.

mh aber das ganze Prozedere ist eh durch. Ob harte oder Milde Strafe macht für das Opfer von der Prozessbelastung keinen Unterschied. Nur dass ihr quasi jetzt gezeigt wurde: "so schlimm ist es ja garnicht".
 
Hier vielleicht mal eine interessante Lektüre für dich: https://de.wikipedia.org/wiki/Resozialisierung_als_Vollzugsziel

edit: Resozialisierung bezieht sich natürlich auf den Strafvollzug, der bei einer Bewährungsstrafe nicht stattfindet. Ich will damit nur sagen, auch das "Wegsperren" von Straftätern hat weitaus komplexere Ziele als allein den Schutz der Bevölkerung (der oftmals auch ein Ziel ist bzw. sein kann).

Ich betone es nochmal: ganz unabhängig davon, ob nun das Strafmaß in diesem Einzelfall zu Genüge ausgeschöpft wurde oder nicht. Ich schließe mich da u.a. @Cale und @Leo_Lausemaus an, das ist nämlich aus ganz vielen Gründen müßig zu diskutieren.

so etwas wird und muss gesellschaftlich aber diskutiert werden. Wenn Menschen etwas nicht nachvollziehen können bildet sich Unverständnis und Hass.
 
so etwas wird und muss gesellschaftlich aber diskutiert werden. Wenn Menschen etwas nicht nachvollziehen können bildet sich Unverständnis und Hass.

Natürlich soll und muss es diskutiert werden. Mein Punkt ist aber, dass es der falsche Weg ist, das anhand eines einzelnen Urteils zu tun. Schau Dir an, welche Strafen im Mittel für die Straftat Vergewaltigung ausgesprochen werden, und dann lass uns darüber sprechen, ob das angemessen ist im Spannungsfeld von Strafe und Resozialisierung.

Ich finde dieses Urteil erst mal als Außenstehender auch seltsam. Aber ich bin eben auch genau das, ein Außenstehender ohne irgendeine tiefere Einsicht in die Beweislage, die Position des Opfers und und und.
 
Nunja, dieses Urteil bzw der Prozess ist halt von Anfang an in der Öffentlichkeit gewesen, medial begleitet und auch von außen ziemlich eindeutig bewertbar.
Umso genauer hätte die Richterin draufschauen müssen.

Nein, ist er nicht. Ich habe beruflich schon einige Gerichtsverhandlungen mitgemacht und kann Dir daher sagen, dass ein Artikel auf Spon oder so niemals reicht, um der komplexen Beweisaufnahme, Zeugenaussagen und Abläufen während des Prozesses gerecht zu werden. Nicht umsonst füllen die Dokumente für einen einzigen Prozess oft viele Aktenordner.

EDIT: Zudem geht Dein Post völlig an meiner Aussage vorbei. Selbst wenn wir alle diesen Prozess bis ins Detail mitverfolgt hätten und bewerten könnten, bliebe es immer noch müßig ihn zu beurteilen. Was soll das bringen? Wir müssen doch über statistische Größen sprechen, über das Justizsystem insgesamt. Was Du machst ist: Du steckst bei Duisburg ein Messgerät in den Rhein und misst die Wasserqualität und bewertest dann anhand dieser Messung die Wasserqualität aller Gewässer in Deutschland. Es führt halt zu nichts.
 
Die abschreckendste Bestrafung, nämlich die Todesstrafe, hat genau das interessanter Weise nicht: eine abschreckende Wirkung.
Also sei Mal dahingestellt ob man mit drastischeren Strafen wirklich Vergewaltigungen erheblich eindämmen könnte.

Also abgesehen davon habe ich grundsätzlich nichts gegen eine harte Bestrafung von Vergewaltigungen, ohne jetzt wirklich Einblick in den konkreten Fall zu haben. Ich bezweifel nur, dass man damit das erreicht was du dir davon zu erhoffen scheinst.

Naja, wenn die besagten und überführten Täter keine Bewährung bekommen würden, wären Sie zumindest schon mal 2-3 Jahre im Gefängnis und in dieser Zeitspanne keine potentielle Bedrohung für mögliche Opfer. Und sind wir uns mal ehrlich; diese Leute (ohne jeglicher Skrupel, Moral oder Anstand) sind leider nicht belehrbar und zeigen keine Reue, sondern fallen zurück in ihren Alltagstrott, höchstwahrscheinlich geprägt durch Alkohol und Drogen.

Lest ihr eigentlich was ich schreibe oder denkt ihr euch einfach irgendwas aus, was ich wohl geschrieben haben könnte?
No offense, aber Du kommst hier immer wieder - abseits guter und sachlicher Beiträge - mit provokanten, überspitzten Einzeilern um die Ecke, aber umgekehrt gestehst Du anderen Usern dies nicht zu.
 
Naja, wenn die besagten und überführten Täter keine Bewährung bekommen würden, wären Sie zumindest schon mal 2-3 Jahre im Gefängnis und in dieser Zeitspanne keine potentielle Bedrohung für mögliche Opfer. Und sind wir uns mal ehrlich; diese Leute (ohne jeglicher Skrupel, Moral oder Anstand) sind leider nicht belehrbar und zeigen keine Reue, sondern fallen zurück in ihren Alltagstrott, höchstwahrscheinlich geprägt durch Alkohol und Drogen.
Darum ging es aber nicht und dazu habe ich auch gar nichts geschrieben. Es ging um die Signalwirkung einer Bestrafung, die einen präventiven Charakter in Bezug auf die Verhinderung zukünftiger Straftaten haben soll. Und eine solche präventive Wirkung ist z.B. in Bezug auf die Todesstrafe bei Kapitalverbrechen wissenschaftlich nicht belegbar.
No offense, aber Du kommst hier immer wieder - abseits guter und sachlicher Beiträge - mit provokanten, überspitzten Einzeilern um die Ecke, aber umgekehrt gestehst Du anderen Usern dies nicht zu.
@Smirvenge hat selbst zugegeben, dass seine Aussage überspitzt formuliert war, auf nichts anderes wollte ich mit meinem erkennbar sarkastischen Kommentar hinweisen.
Das Einzige was ich nicht haben kann ist, wenn man mir Sachen in den Mund legt, die ich niemals geschrieben habe - und das auch noch, während man sogar zitiert, was tatsächlich dort steht.

PS: Zu Gottschalk habe ich im Übrigen auch nichts geschrieben, mir wurden da also gleich zwei Dinge in den Mund gelegt die nicht stimmen.
 
Darum ging es aber nicht und dazu habe ich auch gar nichts geschrieben. Es ging um die Signalwirkung einer Bestrafung, die einen präventiven Charakter in Bezug auf die Verhinderung zukünftiger Straftaten haben soll. Und eine solche präventive Wirkung ist z.B. in Bezug auf die Todesstrafe bei Kapitalverbrechen wissenschaftlich nicht belegbar.

@Smirvenge hat selbst zugegeben, dass seine Aussage überspitzt formuliert war, auf nichts anderes wollte ich mit meinem erkennbar sarkastischen Kommentar hinweisen.
Das Einzige was ich nicht haben kann ist, wenn man mir Sachen in den Mund legt, die ich niemals geschrieben habe - und das auch noch, während man sogar zitiert, was tatsächlich dort steht.

Du hast sicherlich nicht direkt geschrieben, dass Du harte Strafen in solchen Fällen nicht befürwortest. Es geht aber vor allem darum, was bei Dir im Subtext mitschwingt. Hier nochmal das Zitat:

Die abschreckendste Bestrafung, nämlich die Todesstrafe, hat genau das interessanter Weise nicht: eine abschreckende Wirkung.
Also sei Mal dahingestellt ob man mit drastischeren Strafen wirklich Vergewaltigungen erheblich eindämmen könnte.

Also abgesehen davon habe ich grundsätzlich nichts gegen eine harte Bestrafung von Vergewaltigungen, ohne jetzt wirklich Einblick in den konkreten Fall zu haben. Ich bezweifel nur, dass man damit das erreicht was du dir davon zu erhoffen scheinst.

Ich sehe da sehr viel Relativierung und Rechtfertigung für das milde Urteil, was mir und anderen hier einfach etwas aufstößt. Und gerne noch einmal die Frage: Was ist denn Deiner Ansicht nach die Alternative wie man mit solchen Leuten umgehen soll, die gleichzeitig keinerlei Reue und Einsicht für ihre Taten zeigen? Die wirst Du doch wohl kaum ruhigen Gewissens wieder auf die Gesellschaft loslassen wollen.
 
Du hast sicherlich nicht direkt geschrieben, dass Du harte Strafen in solchen Fällen nicht befürwortest. Es geht aber vor allem darum, was bei Dir im Subtext mitschwingt. Hier nochmal das Zitat:



Ich sehe da sehr viel Relativierung und Rechtfertigung für das milde Urteil, was mir und anderen hier einfach etwas aufstößt. Und gerne noch einmal die Frage: Was ist denn Deiner Ansicht nach die Alternative wie man mit solchen Leuten umgehen soll, die gleichzeitig keinerlei Reue und Einsicht für ihre Taten zeigen? Die wirst Du doch wohl kaum ruhigen Gewissens wieder auf die Gesellschaft loslassen wollen.

Ich sehe in dem was du da zitierst und hervorhebst keinerlei Relativierung und/oder Rechtfertigung. Du versuchst irgendetwas in den Post von Mingo reinzulesen, was da schlicht nicht steht.
 
es geht ja auch nicht nur um Abschreckung sondern um eine Form der Gerechtigkeit für das Opfer.

Deutschland ist aber eh ganz hinten an was Opferschutz angeht, im Gegensatz zum Täterschutz.

Das sehe ich ganz genauso. Ich glaube auch nur sehr bedingt an die Abschreckung durch harte Strafen (bestes Beispiel sind die USA), aber im Sinne der Opfer finde ich es auch richtig, das schwere Verbrechen auch hart bestraft werden.
 
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