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Die europäischen Südstaaten nutzen die Gaskrise derzeit auch als eine Art Retourkutsche: In der Eurokrise Anfang des Jahrtausends zwang die EU – angetrieben vor allem von Deutschland und Frankreich – die südeuropäischen Länder zum harten Sparen, ganze Regierungen zerbrachen daran, persönliche Existenzen ebenfalls, Millionenproteste waren die Folge. Jetzt ist vor allem das stark von russischem Gas abhängige Deutschland Ziel südeuropäischen Drucks. Mehrere Minister betonen in Brüssel auch, Energiesicherheit sei zunächst eine nationale Aufgabe. Die spanische Energieministerin Teresa Ribera nannte es unmöglich, für politische Fehler Deutschlands zu bezahlen. Der slowakische Wirtschaftsminister Richard Sulík empfahl seinem deutschen Amtskollegen Robert Habeck, in Deutschland erstmal die Kernkraftwerke hochzufahren, bevor andere EU-Staaten zum Sparen gezwungen würden.

zeit.online

Tja, man sieht sich immer zwei Mal im Leben. :D
Wenn Europa seine Klüfte überwinden und zur Einigkeit finden möchte, ist jetzt der Zeitpunkt, um Zugeständnisse zu machen, die von deutscher Seite lange ignoriert wurden.

Naja, in diesem Fall sieht man sich dreimal. Die alle müssen nämlich beten, dass es uns nicht zu schlecht geht, weil die in vielen Fällen noch viel mehr von unserer Wirtschaft abhängen als zu Zeiten der Euro Krise. Der einzige Grund, warum überhaupt noch jemand diesen Ländern indirekt Geld über Staatsanleihen für unter 6-8% leiht, sind jedenfalls nicht sie selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sowieso. Es kostet uns und alle anderen immer was. Ich kann sie auch verstehen, wir bzw. auch die Politiker hier haben sich während der Euro Krise sowohl dumm als auch arrogant verhalten. Auf der anderen Seite werden wir von den Euro und EU Mechaniken ebenfalls nach Strich und Faden verarscht. Alles was die seit der Euro Krise politisch und über die EZB gestrickt haben ist letztendlich wie Panzertape auf ne Schusswunde. Es wird vielleicht noch ne ganze Weile halten, aber irgendwann nicht mehr.
 
Wobei wir uns auf Letzteres ja scheinbar immer weiter zu bewegen. Wann immer es jetzt ein Problem gibt, wird erstmal ein großer Plan gemacht und ein bescheuerter Bürokraten-Name dafür gesucht. Sei es national oder EU weit. Und wenn der Plan nicht funktioniert (oh Wunder), steigt man weiter ins Mikromanagement ein und macht nen Plan für den Plan.
 
Ich bin wirklich mal auf die Konsumzahlen in 2023 gespannt. Ich glaube das wird hierzulande dermaßen einbrechen wie man es vielleicht seit 80 Jahren nicht gesehen hat. Weil schlicht kaum noch jemand nen Euro abseits von Wohnen, Energie und Nahrung übrig hat.
 
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