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Das haben die Betriebe auch selbst verschuldet, das das Handwerk inzwischen so einen schlechten Ruf hat! Zur meiner zeit lehre zwischen 1995- 2000 gemacht hieß es nach der Ausbildung, willkommen in der leiharbeit , egal ob du Maler, Tischler, Gärtner, Kfz, elektriker,gelernt hast ,du hast einfach keine Stelle bekommen ohne leiharbeit, ( die wenigen glücklichen mit top Zeugnis mal ausgenommen, aber selbst das war kein selbstläufer) und jetzt sollen dann halt die kinder von denen Handwerk lernen!? Finde den fehler! Ich würde keines meiner kinder zum Handwerk ermutigen, aufgrund meiner schlechten erfahrungen!Problem hier zumindest ist das keiner mehr ein Handwerk lernen will
Ja das mag sein dass das Handwerk auch sein Teil dazu beigetragen hat aber das ist heute anders. Firmen suchen händeringend nach Personal und Azubis und viele bieten dir auch gleich unbefristete Verträge und andere Vorteile wie zb den Führerschein oder anderes an usw usw. Früher hieß es vllt auch wer nichts kann wird Maurer oder so und Handwerk war verpöhnt aber heutzutage, wenn ein guter Handwerker bist, egal in welchem Gewerk, hast du immer Arbeit und kannst auch gutes Geld verdienen. Das darf man auch alles nicht vergessen und genau von solchen Gedanken wie "ich würde das meinen Kindern heute nicht empfehlen weil es bei mir scheiße war" muss man heute weg.Das haben die Betriebe auch selbst verschuldet, das das Handwerk inzwischen so einen schlechten Ruf hat! Zur meiner zeit lehre zwischen 1995- 2000 gemacht hieß es nach der Ausbildung, willkommen in der leiharbeit , egal ob du Maler, Tischler, Gärtner, Kfz, elektriker,gelernt hast ,du hast einfach keine Stelle bekommen ohne leiharbeit, ( die wenigen glücklichen mit top Zeugnis mal ausgenommen, aber selbst das war keine selbstläufer) und jetzt sollen dann halt die kinder von denen Handwerk lernen!? Finde den fehler! Ich würde keines meiner kinder zum Handwerk ermutigen, aufgrund meiner schlechten erfahrungen!
Naja komm auf Grund der Kosten davon abzuraten ist doch auch Panne. Was machen die sonst? Studieren. Aber auch da brauchst Geld neben Bafög und musst wenn arbeiten gehen. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, da mussten wir auch durch und schadet keinen.Handwerker brauchen sich gar nicht zu wundern, zum Großteil werden Auszubildende einfach schamlos ausgenutzt und das zu teils lächerlichen Vergütungen. Ich hab damals 584,- DM im ersten Jahr bekommen und im zweiten Jahr sogar noch weniger. Da musste ich neben den 40h Stunden in der Ausbildung noch jede Woche 20h beim Vater schuften um mir ein Auto leisten zu können was ich vor allem für den Weg zur Arbeit brauchte. Würde jedem jungen Menschen vom scheiß Handwerk abraten, grade mit den heutigen Lebenshaltungskosten.
Am Ende eines Studiums steht aber wenigstens eine höhere Qualifkation, was im Umkehrschluss meist auch einen besseren Verdienst bedeuten kann. Ich schreibe bewusst im Konjunktiv.Naja komm auf Grund der Kosten davon abzuraten ist doch auch Panne. Was machen die sonst? Studieren. Aber auch da brauchst Geld neben Bafög und musst wenn arbeiten gehen. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, da mussten wir auch durch und schadet keinen.
Sehe ich komplett anders. Hier wird ja so getan als seien Azubis nur Sklaven die rund um die Uhr ausgebeutet werden. Man muss aber auch Mal sagen, das der Betrieb drei Jahre in dich investiert obwohl du ihm wenn du in der Berufsschule oder Bauhof oder sonst wo bist kein Geld einbringst. Und das wie gesagt über die volle Ausbildung. Und das man dann auch nicht soo bezahlt wird wie ein Facharbeiter ist doch auch klar. Der Betrieb ermöglicht dir die Chance einen Beruf zu erlernen und dann eine sichere gute Arbeit zu haben. Die Zeiten in den alles doch ach so furchtbar war sind vorbei. Gerade heute bei dem Mangel an Leuten gehen Firmen anders mit einem um als noch vor 15 Jahren als gefühlt jeder ein Handwerk gelernt hat und die Firmen selektieren konnten. Klar wird es noch heute schwarze Schafe geben aber ich glaube das es andersrum sich insgesamt verbessert hat. Zumindest hier wenn ich die Firmen sehe die ihre Azubis hinschicken... 700 Euro hast im ersten Jahr, über 1000 im dritten. Die Möglichkeit Führerscheine für PKW und LKW zu machen, bei guten Zeugnis die Chance früher auszulernen um eher Geld zu verdienen oder das fördern von sehr guten Azubis und Übernahme der Studiengebühren usw usw. Kein Plan wie tief hier Leute noch drin sind im Thema Ausbildung und Azubis aber wie gesagt, im Bauchbereich bieten die Firmen dir sehr viel an um sich zu halten und dir mehr Anreiz zu geben"Lehrjahre sind keine Herrenjahre, da mussten wir auch durch und schadet keinen."
Imo absolut schwachsinniger Standardspruch und Teil des Problems. Damit wird gern gerechtfertigt Auszubildende regelrecht wie Leibeigene zu behandeln. Das Handwerk bzw. generell die mittelständige Branche ist wirklich selbst schuld an ihrem entstandenen Schaden. Man kann halt nicht jahrzehntelang die Leute scheiße behandeln und dann erwarten dass die sich das weiterhin antun wenn es lohnenswertere Alternativen gibt.
Wenn das so läuft, ist das ja okay und gut. Allerdings ist das häufig nicht der Fall. Ich habe meine Ausbildung zum Bürokaufmann 2012 gemacht und da war es bei rund der Hälfte der Klasse so, dass sie gradenlos ausgebeutet wurden.Sehe ich komplett anders. Hier wird ja so getan als seien Azubis nur Sklaven die rund um die Uhr ausgebeutet werden. Man muss aber auch Mal sagen, das der Betrieb drei Jahre in dich investiert obwohl du ihm wenn du in der Berufsschule oder Bauhof oder sonst wo bist kein Geld einbringst. Und das wie gesagt über die volle Ausbildung. Und das man dann auch nicht soo bezahlt wird wie ein Facharbeiter ist doch auch klar. Der Betrieb ermöglicht dir die Chance einen Beruf zu erlernen und dann eine sichere gute Arbeit zu haben. Die Zeiten in den alles doch ach so furchtbar war sind vorbei. Gerade heute bei dem Mangel an Leuten gehen Firmen anders mit einem um als noch vor 15 Jahren als gefühlt jeder ein Handwerk gelernt hat und die Firmen selektieren konnten. Klar wird es noch heute schwarze Schafe geben aber ich glaube das es andersrum sich insgesamt verbessert hat. Zumindest hier wenn ich die Firmen sehe die ihre Azubis hinschicken... 700 Euro hast im ersten Jahr, über 1000 im dritten. Die Möglichkeit Führerscheine für PKW und LKW zu machen, bei guten Zeugnis die Chance früher auszulernen um eher Geld zu verdienen oder das fördern von sehr guten Azubis und Übernahme der Studiengebühren usw usw. Kein Plan wie tief hier Leute noch drin sind im Thema Ausbildung und Azubis aber wie gesagt, im Bauchbereich bieten die Firmen dir sehr viel an um sich zu halten und dir mehr Anreiz zu geben
Bauchnabelpiercings?Kein Plan wie tief hier Leute noch drin sind im Thema Ausbildung und Azubis aber wie gesagt, im Bauchbereich bieten die Firmen dir sehr viel an um sich zu halten und dir mehr Anreiz zu geben
"Lehrjahre sind keine Herrenjahre, da mussten wir auch durch und schadet keinen."
Imo absolut schwachsinniger Standardspruch und Teil des Problems. Damit wird gern gerechtfertigt Auszubildende regelrecht wie Leibeigene zu behandeln. Das Handwerk bzw. generell die mittelständige Branche ist wirklich selbst schuld an ihrem entstandenen Schaden. Man kann halt nicht jahrzehntelang die Leute scheiße behandeln und dann erwarten dass die sich das weiterhin antun wenn es lohnenswertere Alternativen gibt.
Stimm ich zu. Hab ja auch nichts anderes gesagt. Schwarze Schafe gibt es heute noch aber ich glaube allgemein ist die Qualität der Ausbildung schon gestiegen. Ich sitze da halt ab der Quelle und rede viel mit den Chefs der Firmen wenn die zur Prüfung kommen und auch die Azubis erzählen viel. Das man Drecksaufgaben bekommt ist nicht schön aber da kann man sich ja in der Firma beschweren bzw das ansprechen. Ich musste zb in der Ausbildung auf Baustelle zb Freitag immer den Bauwagen auswischen, war nicht geil aber ich hab es gemacht weil solche kleinen Dinger auch einfach dazu gehören. Finde man muss da immer etwas relativieren was heute eine Ausbildung angeht. Wie du sagst ist noch lange nicht perfekt aber bei weitem nicht so Kacke wie vor 15+ Jahren.Bauchnabelpiercings?
Meine Tochter hatte vor ein paar Jahren auch eine Ausbildung angefangen, aber nicht im Handwerk. Es gab nur eine Person im Betrieb, die befähigt war, Ausbildende anzuleiten und Fachwissen zu vermitteln. Das wurde von dieser Person aber an 2 andere Personen delegiert, die keine offizielle Befähigung und auch keine Lust darauf hatten. Sie haben nur "Abfallarbeiten" vergeben und keinerlei Fachwissen vermittelt, damit sie ihre Ruhe haben. Das war extrem frustrierend und führte zum Abbruch der Ausbildung von Seiten meiner Tochter. Aber verdient hat sie gut, 1300 € im ersten Lehrjahr.
Sie hat dann etwas in einem großen Unternehmen mit einer strukturierten Ausbildung bei befähigten Personen gefunden.
Man kann schon sagen, dass im Klein- und Mittelstand die Ausbeutung der Auszubildenden noch verbreitet ist, wenn auch wahrscheinlich nicht mehr so, wie noch vor 20 bis 30 Jahren. Auf der anderen Seite ist es auch Fakt, dass die Kompetenz der Schulabgänger wirklich schlecht ist, da unser Bildungssystem realitätsferne Lehrpläne verwendet (Vorbereitung auf das echte Leben?). Dabei ist es egal, ob mittlere Reife oder Abi.
Wie gesagt, ich kann nur von "meinem Bereich" reden was Bau angeht und da ist das verdammt gut. Wenn Firmen dir den LKW und PKW Schein alleine schon bezahlen, dann alleine ist das alles andere als ausbeuten sondern den Beruf und die Firma speziell attraktiv machen. Natürlich kann ich nicht für andere Bereiche sprechen aber auf Grund der von mir genannten Punkte hast du es im Bau heute extrem gut. Glaubst gar nicht wie viele Chefs schon bei mir angefragt haben oder sagen dass sie kein wirklich gutes Personal finden obwohl sie einen echt was bieten... Ich kann jede Meinung verstehen aber finde es schon schade wenn man sagt "weil es bei mir scheiße war rate ich jeden heute davon ab".Wenn das so läuft, ist das ja okay und gut. Allerdings ist das häufig nicht der Fall. Ich habe meine Ausbildung zum Bürokaufmann 2012 gemacht und da war es bei rund der Hälfte der Klasse so, dass sie gradenlos ausgebeutet wurden.
Arbeit am Rechner oder das Durchwandern verschiedener Abteilungen? Pustekuchen. Da wurde dann ein neues Betriebsgebäude gebaut oder das bestehende Gebäude renoviert und um Geld zu sparen, durften die Azubis beim Streichen und Schleppen von Baumaterial helfen. Oder einfach Vollzeit als günstiger Hausmeister eingesetzt. Über Monate. Es gab auch einige Firmen, die in der Produktion tätig waren und die Azubis durften dann die kompletten 8 Stunden am Fließband stehen und Pralinen verpacken. Ein paar haben sich gewehrt und sind zur IHK gegangen. Die wurden dann entweder in der Probezeit ohne Grund raus geschmissen oder nach den ersten 6 Monaten wurden Gründe erfunden und die Kündigung anderweitig durchgezogen, da man ja davon ausging, dass diejenigen eh nicht vors Arbeitsgericht gehen würden. Die übrigen wurden einfach so sehr unter Druck gesetzt oder aufs übelste intern gemobbt und es gab wenig berufliche Alternativen, sodass sie die Zähne zusammen gebissen und die oben genannten Arbeiten durchgeführt haben. Das alles für teilweise 350 €. Brutto.
Niemand von denen wird seinen Kindern noch eine Ausbildung empfehlen. Nachvollziehbarerweise.
So kann es leider bei all den vielen positiven Beispielen auch laufen.
Und ich bekomme das blanke Kotzen wenn man meint, Auszubildende seien Putzkräfte. Sollen die scheiß Gesellen ihren Arbeitsplatz doch selbst säubern.Wenn Freitags die Firma gesäubert wird, packen alle Azubis mit an und reinigen sämtliche Arbeitsplätze, damit man Montag wieder durchstarten kann. Dazu habe in einen vergleichbaren Thema bei Reddit gelesen, dass man man sich an solchen Tagen ja eine AU nehmen kann und sowas ja kein Ausbildungsinhalt nach Paragraf "Schlag mich tot" ist. Da bekomme ich das blanke Kotzen.
Hast du vollkommen Recht. Sowas gehört einfach dazu und hat nichts mit Schikane zu tun. Wenn du den Facharbeitern die Brötchen schmieren sollst dann kannst das hinterfragen aber den Arbeitsplatz mit Aufräumen ist was völlig normales. Ich hab mich nie schikaniert gefühlt wenn ich den Bauwagen auswischen musste. Im Gegenteil, ich hatte meine Ruhe und musste den Tag nicht die normale schwere Arbeit mitmachen. Hab da immer was gutes gesehen und auch Respekt von den Kollegen bekommen dass ich das einfach mache ohne jedes Mal zu diskutieren oder eine Aufgabe zu hinterfragenAls Ausbilder, welcher vor dem öffentlichen Dienst auch selber im Handwerk ausgebildet hat, kann ich ganz klar sagen, dass der Spruch halt nicht Schwachsinn ist.
Die Jugendlichen kommen teils absolut überheblich und verzogen daher. Im Leben noch keinen Handschlag getan aber ein Ego und eine große Klappe, als ob man schon 30 Jahre Berufserfahrung hätte. Dazu absolut unselbstständig, Hände in der Tasche und nur aufs Handy am glotzen. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Daher sehe ich eine Ausbildung auch irgendwo als Erziehungsauftrag. Das Handwerk kann durchaus grob und rau sein. Und dazu noch leistungsorientiert. Da ist es mal gut, wenn die Auszubildenden mal 3 Jahre eingenordet werden. Ich spreche hier nicht von Schikane, sondern das man einfach mal lernt sich unterzuordnen und auch mal niedrige Arbeiten durchzuführen. Einfach mal zu lernen für diverse Stunden das Telefon wegzulegen, Respekt und Engagement an den Tag zu legen und was für sein Gewerk zu tun.
Wenn Freitags die Firma gesäubert wird, packen alle Azubis mit an und reinigen sämtliche Arbeitsplätze, damit man Montag wieder durchstarten kann. Dazu habe in einen vergleichbaren Thema bei Reddit gelesen, dass man man sich an solchen Tagen ja eine AU nehmen kann und sowas ja kein Ausbildungsinhalt nach Paragraf "Schlag mich tot" ist. Da bekomme ich das blanke Kotzen.
Mir wurde mal beigebracht, dass man die Arbeit selbstständig sehen und lösen soll. "Mit den Augen klauen", soviel mitnehmen wie geht. Einfache Arbeiten wie Putzen sind trotzdem förderlich für den Betrieb und helfen der gesamten Firma. Ich wäre nie im Traum auf die Idee zu kommen meinen Meister mit Paragrafen zu kommen oder mich krankschreiben zu lassen.
Von daher sehe ich so eine Hierarchie durchaus als wichtig an. Nach meiner Ausbildung war ich stolz Geselle zu sein und die entbehrliche Zeit überwunden zu haben. Klar hatte man in den drei Jahren auch mal die Faust in der Tasche oder war frustriert. Aber man hat halt wirklich Arbeiten, Selbstständigkeit aber auch Unterordnen und Teamwork gelernt. Und dazu gehört halt auch für die Gesellen und Meister einfache und auch mal blöde Aufgaben zu übernehmen. Aber geschadet hat es Niemanden - im Gegenteil.
Und ich wiederhole: Ich spreche nicht von Schikane oder Mobbing. Wer Freitags die Halle putzen als Schikane ansieht, sollte sich selbst mal hinterfragen und eine andere Profession suchen.
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