Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der "Ich könnte kotzen" Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • Ich bin jeden Tag so unendlich dankbar, dass Männer uns dumme, irrationale Halbwesen unter ihrer klugen und geduldigen Hand formen und uns lebens- und gesellschaftsfähig machen.
    genau, gut dass nur Frauen so dumm sind. Damit sind wir Männer nämlich viel Schlauer!!! Damit die nicht noch mal auf so doofe ideen kommt, hat die sich direkt noch eine gefangen!

    Genau das wollte Joker damit sagen :ugly:
     
    Ich bin jeden Tag so unendlich dankbar, dass Männer uns dumme, irrationale Halbwesen unter ihrer klugen und geduldigen Hand formen und uns lebens- und gesellschaftsfähig machen.
    giphy.gif


    giphy.gif


    ps. ich konnte nicht anders :D
     
    genau, gut dass nur Frauen so dumm sind. Damit sind wir Männer nämlich viel Schlauer!!!
    Seinem ersten Satz im Post nach zu urteilen, wollte er genau das sagen, ja.

    Den hatte ich auch zuerst überlesen und zu einem Rant wegen einer unberechtigten Feminismuskeule ausgeholt.
    Dann hab ich beim Alfa-Telefon angerufen und seinen Post komplett verstanden :D
     
    ... und wo ich schon mal im richtigen Thread bin.
    Ich habe ein relativ beschissenes Jahr 2017 gehabt.

    Kurzfassung: Im März bin ich von einem Tag auf den anderen mit Kopfschmerzen aufgewacht, die nicht mehr verschwunden sind. Hatte dann einige Wochen jede verdammte Sekunde, die ich wach verbracht habe, heftige Schmerzen. Schmerzmittel haben absolut nicht geholfen. Das ganze wurde begleitet von Angstzuständen und der Sorge über eine ernsthafte Erkrankung.

    Nach etwa 6 Wochen hatte ich dann ein MRT vom Kopf und es wurde ein Tumor der Hirnanhangsdrüse diagnostiziert. Gutartig, immerhin. Da es sich dabei um einen hormonproduzierenden Tumor handelt, konnte eine medikamentöse Behandlung begonnen werden.

    Das Medikament, dass ich zu Beginn nehmen musste, hatte jedoch nicht zu verachtende Nebenwirkungen. Schwindel, Übelkeit, Depression.
    Dazu kam, dass ich über mehrere Monate dauerhafte Schmerzen empfunden habe. Nach den Kopfschmerzen hatte ich heftige Rückenschmerzen, so dass ich teilweise mehrere Stunden am Tag nur auf dem Boden liegen konnte (Sitzen und Stehen waren zu schmerzhaft). Dann kamen Brustschmerzen dazu. Schmerzen tagein, tagaus.
    Durch die chronischen Schmerzen habe ich zudem das Vertrauen in meinen Körper und meine (Schmerz-)Wahrnehmung verloren, hatte ständig Angst vor einer schlimmen Erkrankung, die für die Schmerzen verantwortlich sein musste und bisher nur noch nicht erkannt wurde.

    Wie auch immer, nach Monaten ohne schmerzfreien Tag und depressiven Verstimmungen sowie Angstattacken geht es mir seit einigen Wochen wieder gut, ich habe das Medikament gewechselt, es gibt kaum noch Nebenwirkungen und ich kann wieder mein normales Leben führen. Mit einem zweiten MRT des Oberkörperbereichs hat sich auch meine Angst vor einer (weiteren) unentdeckten Erkrankung weitestgehend zerschlagen.
    Inzwischen ist die Hormonproduktion auch wieder so, wie sie sein sollte. Im Nachhinein lässt sich über diesen Tumor auch ziemlich vieles erklären, das noch vor der Schmerzgeschichte und der Diagnose lag (Niedergeschlagenheit, Angstzustände, krasse Antriebslosigkeit...).

    Es geht mir also wieder gut.

    Konkreten Anlass zum Kotzen habe ich aber dennoch, weil ich seit zwei Semestern Langzeitstudiengebühren zahlen muss (2x500 €). Ich habe nun einen Härtefallantrag gestellt, mit einem geforderten amtsärztlichen Gutachten, in dem bestätigt wird, dass ich seit einem Jahr zu mindestens (!) 80% in meinem Studium eingeschränkt war, dass die Symptome zunächst nicht richtig eingeordnet werden konnten, die Diagnose daher erst verzögert gestellt werden konnte.
    Und was hab ich davon? Rückwirkend kann ich kein Geld wiederbekommen, mir wird das Ganze aber als studiumverlängernder Grund anerkannt, in diesem und im nächsten Semester muss ich "nur" 20% der Langzeitgebühren bezahlen. Wow, danke! Wie gnädig. Ich bekomme für den Fuck also 400 € wieder wovon ich gute 100 € direkt für das amtsärztliche Gutachten abdrücken muss. Was für ein Witz!
     
    @Mingo, das tut mir unheimlich leid und zumindest den Depressions Part kann ich gut nachvollziehen und das alleine ist schon die Hölle...sei nicht allzu traurig, es wird schon irgendwie weiter gehen und es ist nur Geld, ich weiß dummer Spruch aber Geld bekommst du wieder.

    Ich wünsche dir noch ganz viel Erfolg beim Studium!
     
    ... und wo ich schon mal im richtigen Thread bin.
    Ich habe ein relativ beschissenes Jahr 2017 gehabt.

    Kurzfassung: Im März bin ich von einem Tag auf den anderen mit Kopfschmerzen aufgewacht, die nicht mehr verschwunden sind. Hatte dann einige Wochen jede verdammte Sekunde, die ich wach verbracht habe, heftige Schmerzen. Schmerzmittel haben absolut nicht geholfen. Das ganze wurde begleitet von Angstzuständen und der Sorge über eine ernsthafte Erkrankung.

    Nach etwa 6 Wochen hatte ich dann ein MRT vom Kopf und es wurde ein Tumor der Hirnanhangsdrüse diagnostiziert. Gutartig, immerhin. Da es sich dabei um einen hormonproduzierenden Tumor handelt, konnte eine medikamentöse Behandlung begonnen werden.

    Das Medikament, dass ich zu Beginn nehmen musste, hatte jedoch nicht zu verachtende Nebenwirkungen. Schwindel, Übelkeit, Depression.
    Dazu kam, dass ich über mehrere Monate dauerhafte Schmerzen empfunden habe. Nach den Kopfschmerzen hatte ich heftige Rückenschmerzen, so dass ich teilweise mehrere Stunden am Tag nur auf dem Boden liegen konnte (Sitzen und Stehen waren zu schmerzhaft). Dann kamen Brustschmerzen dazu. Schmerzen tagein, tagaus.
    Durch die chronischen Schmerzen habe ich zudem das Vertrauen in meinen Körper und meine (Schmerz-)Wahrnehmung verloren, hatte ständig Angst vor einer schlimmen Erkrankung, die für die Schmerzen verantwortlich sein musste und bisher nur noch nicht erkannt wurde.

    Wie auch immer, nach Monaten ohne schmerzfreien Tag und depressiven Verstimmungen sowie Angstattacken geht es mir seit einigen Wochen wieder gut, ich habe das Medikament gewechselt, es gibt kaum noch Nebenwirkungen und ich kann wieder mein normales Leben führen. Mit einem zweiten MRT des Oberkörperbereichs hat sich auch meine Angst vor einer (weiteren) unentdeckten Erkrankung weitestgehend zerschlagen.
    Inzwischen ist die Hormonproduktion auch wieder so, wie sie sein sollte. Im Nachhinein lässt sich über diesen Tumor auch ziemlich vieles erklären, das noch vor der Schmerzgeschichte und der Diagnose lag (Niedergeschlagenheit, Angstzustände, krasse Antriebslosigkeit...).

    Es geht mir also wieder gut.

    Konkreten Anlass zum Kotzen habe ich aber dennoch, weil ich seit zwei Semestern Langzeitstudiengebühren zahlen muss (2x500 €). Ich habe nun einen Härtefallantrag gestellt, mit einem geforderten amtsärztlichen Gutachten, in dem bestätigt wird, dass ich seit einem Jahr zu mindestens (!) 80% in meinem Studium eingeschränkt war, dass die Symptome zunächst nicht richtig eingeordnet werden konnten, die Diagnose daher erst verzögert gestellt werden konnte.
    Und was hab ich davon? Rückwirkend kann ich kein Geld wiederbekommen, mir wird das Ganze aber als studiumverlängernder Grund anerkannt, in diesem und im nächsten Semester muss ich "nur" 20% der Langzeitgebühren bezahlen. Wow, danke! Wie gnädig. Ich bekomme für den Fuck also 400 € wieder wovon ich gute 100 € direkt für das amtsärztliche Gutachten abdrücken muss. Was für ein Witz!
    Oh Mann...:(
    Aber wenigstens gehts dir gesundheitlich wieder besser.
    Musst dir ja echt beschissen gegangen sein.
     
    Danke @Aya, @Seo und @snowman.
    Ich bin auf jeden Fall froh, dass die Schmerzen erst mal hinter mir liegen und dass auch die Psyche (das geht ja Hand in Hand) wieder intakt zu sein scheint.
    Der Tumor und ich, wir werden uns schon irgendwie arrangieren. Klar, das Wort klingt erst mal groß, aber im Prinzip ist es das Eigengewebe der Drüse, das ungehemmt gewachsen ist, von daher wird es in keinem Fall weiter streuen. Ich bin jetzt einfach mal guter Dinge, dass ich das mit den Medikamenten gut unter Kontrolle halten kann. Krass auf jeden Fall zu merken, wie sehr man als Person aus der Bahn gerissen wird, wenn bei der Hormonproduktion Anarchie herrscht.
     
    Gute Besserung weiterhin Mingo. :knuddel:

    Erschöpfungszustände und Antriebslosigkeit kenne ich auch allzu gut aber wenn ich mich mal untersuchen lasse, ist alles tiptop. Erst im November vergangenen Jahres untersuchen lassen beim Internisten, alle Blutwerte ok, keine Auffälligkeiten beim Ultraschall. Und dennoch bin ich abends platt wie sonst was, die letzten Wochen hab ich noch nicht mal die Kraft, bisl Lego beim Serien gucken zu bauen.

    Und im Moment hab ich fast jeden Tag nen dicken Kopf, meist ab nachmittags und dann bis zum Schlafen gehen, da frage ich mich auch ob es das Wetter, die Psyche oder was anderes ist. Ist es vielleicht die angebliche Zyste unterm toten Backenzahn? Wäre schön aber glaube ich irgendwie nicht dran. :|
     
    Danke @Aya, @Seo und @snowman.
    Ich bin auf jeden Fall froh, dass die Schmerzen erst mal hinter mir liegen und dass auch die Psyche (das geht ja Hand in Hand) wieder intakt zu sein scheint.
    Der Tumor und ich, wir werden uns schon irgendwie arrangieren. Klar, das Wort klingt erst mal groß, aber im Prinzip ist es das Eigengewebe der Drüse, das ungehemmt gewachsen ist, von daher wird es in keinem Fall weiter streuen. Ich bin jetzt einfach mal guter Dinge, dass ich das mit den Medikamenten gut unter Kontrolle halten kann. Krass auf jeden Fall zu merken, wie sehr man als Person aus der Bahn gerissen wird, wenn bei der Hormonproduktion Anarchie herrscht.

    Ja Mensch, gute Besserung. Solche schlimmen alltagseinschränkenden Erkrankungen hat man in unserem Alter nicht auf dem Schirm, umso schlimmer reißen sie einen dann aus der Bahn. Letztendlich kannst du und können wir dankbar sein, dass es nach einem harten Jahr dann zu einer Verbesserung der Lage geführt hat. Von mir und vielen anderen auf jeden Fall weiterhin und noch einmal: Gute Besserung!

    Ein Arbeitskollege von mir ist neulich auf einem Geburtstag in der Oldenburger Innenstadt umgekippt, einfach auf der Tanzfläche nach zwei Bier, Musik wurde angehalten, alle schockiert. Hat dann auch nochmal Blut im Stuhl gehabt und muss jetzt wohl zum Gastro-Entrologen. Der traut sich keine weiteren Strecken mehr Auto zu fahren, aus Angst es könnte ihn nochmal erwischen mit der Ohnmacht.
     
    Gute Besserung weiterhin Mingo. :knuddel:

    Erschöpfungszustände und Antriebslosigkeit kenne ich auch allzu gut aber wenn ich mich mal untersuchen lasse, ist alles tiptop. Erst im November vergangenen Jahres untersuchen lassen beim Internisten, alle Blutwerte ok, keine Auffälligkeiten beim Ultraschall. Und dennoch bin ich abends platt wie sonst was, die letzten Wochen hab ich noch nicht mal die Kraft, bisl Lego beim Serien gucken zu bauen.

    Und im Moment hab ich fast jeden Tag nen dicken Kopf, meist ab nachmittags und dann bis zum Schlafen gehen, da frage ich mich auch ob es das Wetter, die Psyche oder was anderes ist. Ist es vielleicht die angebliche Zyste unterm toten Backenzahn? Wäre schön aber glaube ich irgendwie nicht dran. :|

    Burn Out incoming ?
     
    Zurück
    Oben