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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja, was heißt schaffen... Theoretisch hätte ich das machen können.
Aber wenn ich Urlaub hab, hab ich URLAUB. Da verschwende ich keinen einzigen Gedanken an Arbeit.
ich hab mal den Fehler gemacht, meine Mails im Urlaub anzuschauen. Und zack - direkt ein problemfall aufgekommen, der mein Stresspegel nach oben getrieben hat und ich hab den halben Tag an den Mist gedacht, nachdem ich es an einen Kollegen delegiert hab.

So geht es mir immer, aber manchmal kann ich nicht ohne zu wissen, was mich nach meinem Urlaub erwartet. dieses mal wollte ich alles abschalten, nix wissen. ging leider wieder nicht. als beispiel, ich habe letzte Woche erfahren, dass der Wunsch des Kunden und der Projektleitung es ist, 1 woche nach meinem urlaub nach Budaprst zu fliegen (nach 18 monaten homeoffice und keinen Kundenkontakt) Hätte ich das nicht gewusst wäre es eine überraschung und müsste alles umplanen. Ich versuche mich zu bessern, auch für meine frau, da sie immer schimpft. Daher ist sie auch absolut gegen eine selbstständigkeit meinerseits.

Emails im Urlaub durchgucken? :vogel:
 
Tja ich gebe auch zu dass Mails im Urlaub checke, aber arbeiten tu ich natürlich nicht, nur lesen (Überfliegen), liegt einfach daran dass ich mir genau das nicht leisten kann was El Barto schrieb, ich will am ersten Arbeitstag keine 200 Mails ungelesen vorfinden und weiss nichtmal wie wichtig eventuell eine Mail ist, ich kann aber die Mails nicht durchlesen, dafür reicht dann meine Zeit nicht und ich fühl mich dann extrem unter Druck gesetzt. Ich kann also besser damit leben pro Morgenskaffee oder halt alles Tage mal die Mails wenigstens mal anschauen beim morgenkaffee. Muss mal überlegen per Urlaub immer noch den Montag mitzunehmen denn Dienstag habe ich weniger / keinen Zeitdruck als am Montag wo es bei mir einfach gesetzliche Vorgaben gibt durch den Betriebsrat.

Eigentlich sollte man wirklich keine Mails im Urlaub checken, vielleicht bekomme ich das nächsten Urlaub auch hin und lass mich dann einfach überraschen.
 
Ach...bei dir machen die Emails den Braten auch nicht mehr fett... du hast deutlich größere Stellschrauben an denen du drehen müsstest. Aber was rede ich... das weißt du besser als alle anderen. In der Hinsicht bist du vor allem ja zu 100% Beratungsresistent.
 
Ihr redet ja immer nur davon dass die einzige Lösung wäre den Job zu wechseln, ich seh das ein bisschen anders, ich will eine andere Lösung und arbeite daran gerade, niemals aufgeben, niemals kapitulieren. Ich hab ja kein Burnout.
 
Ich hab ja kein Burnout.

Das liest sich teilweise anders...
Aber egal... wenn dann bist du maximal gefährdet.
Und auch wenn ich weiß dass ich gegen eine Wand rede: Auch ich hab nie damit gerechnet, der Job hat Spass gemacht, war aber sehr fordernd. Peng... ein Jahr lang krank geschrieben, Psychotherapie, Jobverlust. Nachwirkungen spüre ich jetzt noch nach über 10 Jahren danach. Ahja... das niemals aufgeben, niemals kapitulieren war übrigens ein großer Faktor... schon bei so einer Formulierung klingeln bei mir die Alarmglocken.

Das Problem ist dass man das Ganze erst merkt wenn es deutlich zu spät ist... und bei dir würde ich jetzt sagen dass du schon mittendrin bist.

Aber wie gesagt... du machst eh dein Ding und ich wünsche dir dass es gut geht...
 
210 Mails nach 3 Wochen Urlaub. fml

Würd am liebsten den Laptop wieder ausschalten und aus dem Fenster werfen

332 nach 2 Wochen:kaffee:

Im Urlaub Mails lesen? Früher mal, ja. Aber das riss mich immer sofort aus dem Urlaub und locker noch 2 Tage an die Arbeit gedacht. Und für was? Nix, irgendwelche Deadlines, wo irgendeiner einen Report will. Nee.
 
Ihr glaubt gar nicht wie viele Leute ich mit Burnout in der Beratung sitzen habe... Diensttelefon, Emails, Berichte, Kundenbetreuung... wird alles im Urlaub gemacht. Und wenn ich sie darauf anspreche wird erklärt, gerechtfertigt... alles echt wichtig und hat nix mit dem Burnout zu tun.

Da wundert mich dann nix mehr...

Das Problem bei der Beratung ist ja, dass du einerseits für den Kunden arbeitest, gleichzeitg aber auch für den eigenen Laden. Sei es Business Development, Finanzen oder sonst was. Diese Sachen müssen auch getrieben werden und weils Interna sind, natürlich überwiegend vor oder nach der Arbeit. Also morgens gern um 8, dann ab 9-17:30 für Kunden arbeiten, damit man nach 17:30 bis 19:00 noch internes zeug rödeln darf. Natürlich alles auf Freizeit, weil man mit Vertrauensarbeitszeit nur 8 Stunden buchen kann.
Ach ja, und wenn du mit Projekten Pech hast, darfst rumreisen. Finden manche geil, aber zumindest bei manchen ist Reisezeit = Freizeit. Wenn du also aus Friedrichshafen kommst und nach Kiel musst, viel Spaß..
 
Ich fühle den Thread hier gerade richtig.
Letzte Woche nach 3 Wochen Urlaub zurück an die Arbeit und hätte ich eine Woche mehr Urlaub gehabt wäre ich wohl nicht wiedergekommen.

Ich mag meinen Job, aber Barto hat es sehr gut beschrieben. Dieses selbst bestimmte Leben in dem man nur seinem eigenen Rhythmus folgt ist einfach wahnsinnig wohltuend. Gerade bin ich gedanklich auch echt noch komplett nicht im Alltag.
Der Alltag ödet mich aktuell nur an. Termine hier, die selben Dinge immer wieder...wäh.
 
Schon verrückt, die vergangenen Jahre war es noch nie so schlimm. Liegt aber glaube ich auch daran, dass ich davor schon den Sinn hinterfragt habe. Klar, selbstbestimmt heißt auch in irgendeiner Weise für etwas arbeiten. Aber immerhin muss man da nur Rechenschaft gegenüber sich selbst ablegen und man wird nicht gezwungen (ausgenommen Freiberufler/Externe, die für einen Auftraggeber arbeiten..).

Falls jemand das Fastlane-Thema und die 4h-Woche kennt, ist es kein muss. Aber sonst kann ich

empfehlen. Oder nicht, je nachdem :)
 
warum sollte ich im urlaub arbeiten? das würde ich maximal mit managerposten/gehalt
für nen standard job würde ich das niemals tun.

arbeit wird leider immer produktiver, sprich stressiger. die wollen halt auch mal ne neue yacht
 
Uns hat der erste Urlaub nach so langer Zeit auch so rausgerissen, dass wir jetzt die letzten Tage auch nur am schauen sind, ob wir Ende nächsten Monats in den Herbstferien noch irgendwo ein paar Tage Urlaub machen sollen/können. Das hat so gut getan und einen nochmal geerdet bzw. gezeigt wie schön das Leben sein kann oder eigentlich ist.
 
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