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Der "Ich könnte kotzen" Thread (1 Betrachter)

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Weißt du. Wir hatten hier alle einen schönen, ruhigen Morgen. Ich hab Kaffee getrunken, Mails gecheckt, alles war ok.
Wieso musstest du das kaputt machen?

Ich würde an deiner Stelle versuchen, dich jetzt einigermaßen zu beruhigen. Richtig schlimm wird es erst heute Abend wenn du ins Bett gehst.
 
Jo. Krank, trotzdem Samstag arbeiten. Mein Arzt noch zwei Wochen im Urlaub, seine Vertretung ist 30 km weit weg, der nächste Arzt ist seit 2 Stunden nicht erreichbar, meine Brille ist kaputt, der Optiker wird mich nicht reinlassen, auf der Arbeit schreien sie mich an, wenn ich ohne Maske die Verwaltung betrete, aber meine Erkältung scheint die kalt zu lassen. Ey, ich geh gleich mit Husten und Rotznase arbeiten, wenn das so weiter geht. :kaffee:

P.S. Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen, ich kann nichts lesen.
 
ARBEIT! :vogel:

Ich war nun 3 Monate zuhause, seit letzter Woche Montag bin ich wieder im (öffentlichen) Dienst.

Hier mal die Chronik der letzten 3 Jahre, auch wenns keiner lesen sollte, ich muss mich mal aufregen:

März 2017: Ich fange im Verkehrsaussendienst bei den Abschleppern an, bin für Gebührenbescheide und so zuständig. Stelle ist befristet bis August 2019, Elternzeitvetretung.

Im September 2019 kommt die Kollegin wieder. Mit mir wird auf der Stelle verlängert, ich kriege Sonderaufgaben bis Ende 2019.

Im Oktober 2019 Bandscheibenvorfall, ich falle 3 Monate aus.

Januar 2020 komme ich wieder. Erste Aussage: sie hätten aktuell nix, ich müsse mich weiterhin krankschreiben lassen. Hab das abgelehnt weil ich ja nicht mehr krank bin und das ich eine schriftliche Bestätigung haben möchte, das die nix für mich haben und ich mit Lohnfortzahlung zuhause bleiben kann. Ne halbe Std später stand dann fest, das ich im Standesamt aushelfen soll. Befristet bis Mitte Juni 2020.

Dann kam Corona, Ende April 2020 wurde unsere Tochter geboren und danach hab ich einen Monat Urlaub und 2 Monate Elternzeit genommen. Es stand da also auch fest, das die befristete Stelle im Standesamt während meiner Elternzeit endet. Mein Arbeitsvertrag ist seit 2003 unbefristet.

Nun komme ich also letzten Montag wieder und die zuständige Kollegin aus der Personalstelle musste erstmal rumtelefonieren, wo ich denn hospitieren könne. Am Ende wurden es dann Montag bis Mittwoch Bürgeramt und Donnerstag bis Freitag Führerscheinstelle. Andere Möglichkeiten gab es zu diesem Zeitpunkt angeblich nicht.

Bürgeramt hat mir von der Arbeit und den Kollegen richtig gut gefallen. ABER ich hab seit knapp 20 Jahren jetzt mit Gleitzeit gearbeitet, konnte morgens bis 8.30 Uhr anfangen, Nachmittags ab 15.00 Uhr (Freitags 12.30 Uhr) gehen. Nun müsste ich im Bürgeramt um 7.30 Uhr da sein, Dienstags und Mittwochs bis 18.30 Uhr arbeiten. Jetzt wo ich 2 kleine Kinder (fast 3 Jahre und 3 Monate alt) habe, meine Frau noch bis Mai 2021 in Elternzeit zuhause ist. Zich Gespräche gehabt ob man da irgendwas ändern kann. Ohne Stundenreduzierung kaum möglich. Und das kommt für uns finanziell aktuell nicht in Frage.

Führerscheinstelle fast das gleiche, hier haben mir die Kollegen aber direkt davon abgeraten. Wäre auch nur eine "Corona Stelle". Also aktuelle Sonderaufgabe, nicht auf Dauer.

Nun wurde mir Freitag dann mitgeteilt, das ich auch weiterhin im Standesamt aushelfen könne. Dann nehm ich doch am liebsten das.

Heute hieß es dann auf einmal, das sich erst am Dienstag um 15.30 Uhr entscheidet ob ich im Standesamt weiter aushelfen kann.

Meine Aussage war von Anbeginn an dass ich mich bei dee Wahl Bürgeramt/Führerscheinstelle für ersteres entscheiden würde. Von denen hab ich nun heute eine Absage erhalten, weil ja meine erste Wahl Standesamt wäre :ugly: ja so isses halt. A und B passen beide nicht, da entscheid ich mich für C. Wenn C nicht geht, nehm ich notgedrungen A. Das passt A nun nicht.

Dann stand ich schon mit Urlaubsantrag für die nächsten beiden Tage da, dann kam noch ein Anruf das ich nun doch heute und morgen im Standesamt aushelfen kann. Was ab Mittwoch ist? Keine Ahnung.

Aber das kanns doch alles nicht sein :fp: der öffentliche Dienst steht sich so sehr selbst im Weg. Es sind so viele Stellen frei... 99% müssen aber erstmal intern ausgeschrieben werden und ich muss mich drauf bewerben. Dann gibts so viele freie Stellen mit ner Gehaltsstufe zu niedrig oder zu hoch. Dann muss mit der Finanzierung der jeweiligen Fachbereiche geguckt werden, obwohl eh alles aus einem Topf kommt.

Stelle ich mich da zu sehr an mit den Zeiten? Bin ich da zu verwöhnt? Oder handel ich genau richtig im Sinne meiner Familie? Ich hab mir den Job ja unter anderem vor 20 Jahren aufgrund der flexiblen Arbeitszeiten und Gleitzeit ausgesucht. Einen langen Tag gibts fast überall. Aber gleich 2?

Ich hab mich zudem nun aber auch wegbeworben bei der Stadt in meinem Wohnort. Da würden mit den Öffis schon mal 1,5 Std Fahrzeit am Tag wegfallen.

Das musste jetzt mal raus, auch wenn da bestimmt noch die ein oder andere Sache fehlt :D
 
Aber das kanns doch alles nicht sein :fp: der öffentliche Dienst steht sich so sehr selbst im Weg. Es sind so viele Stellen frei... 99% müssen aber erstmal intern ausgeschrieben werden und ich muss mich drauf bewerben. Dann gibts so viele freie Stellen mit ner Gehaltsstufe zu niedrig oder zu hoch. Dann muss mit der Finanzierung der jeweiligen Fachbereiche geguckt werden, obwohl eh alles aus einem Topf kommt.

Das ausgeschrieben werden muss ist erst mal recht normal. Jeder sollte die gleichen Chancen haben, eine freie/neue Stelle zu bekommen. Auf der anderen Seite ist der AG verpflichtet, dich entsprechend deiner Qualifikation und deiner Eingruppierung zu beschäftigen. Also darf er dich eigentlich nicht mit irgendwelchen ABM´s beschäftigten. (Was hast du denn gelernt und wie biste Eingruppiert?)
 
Verwaltungsfachangestellter und E08.

Was passiert denn, wenn der Arbeitgeber mich nicht mit passender Arbeit versorgen kann?

Wollte bzgl meiner Rechte und Pflichten morgen eh mal ein Gespräch beim Personalrat suchen.
 
Verwaltungsfachangestellter und E08.

Was passiert denn, wenn der Arbeitgeber mich nicht mit passender Arbeit versorgen kann?

Wollte bzgl meiner Rechte und Pflichten morgen eh mal ein Gespräch beim Personalrat suchen.

Wie weit willst du gehen?! Grundsätzlich muss er. Ob er tut ist was anderes. Kannst dir halt einen Anwalt nehmen und klagen.

Ich weiß natürlich nicht, was für Aufgaben du jetzt hast. Auch beim aushelfen kann die Wertigkeit der Tätigkeit natürlich die der EG8 entsprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird man im ÖD auch als Angestellter nie gekündigt?
Wenn ein Arbeitgeber in der freien Wirtschaft partout keine Arbeit für einen AN hat trennt er sich in 9 von 10 Fällen von dem AN.

Nicht falsch verstehen, ich wünsch dir das nicht, aber ich find das grad voll faszinierend, dass die dich da tageweise irgendwo hinstecken, nur damit du nicht im Weg rumstehst :D
 
Telefonieren und eine von drei Mail-Adressen an die Bürger rausgeben :D
Würd ich spontan ziemlich deutlich unter EG 8 ansiedeln.

Wird man im ÖD auch als Angestellter nie gekündigt?
Wenn ein Arbeitgeber in der freien Wirtschaft partout keine Arbeit für einen AN hat trennt er sich in 9 von 10 Fällen von dem AN.

Nicht falsch verstehen, ich wünsch dir das nicht, aber ich find das grad voll faszinierend, dass die dich da tageweise irgendwo hinstecken, nur damit du nicht im Weg rumstehst :D


Ich weiß nicht, um welchen Tarifvertrag es genau geht. Aber ich mutmaße mal, das er aufgrund seines Lebensalter und seiner langen Betriebszugehörigkeit einen besonderen Kündigungsschutz oder sogar eine Unkündbarkeit genießt.
 
TVÖD, fast 38 Jahre alt und meine Ausbildung 2000-2003. Ausbildungszeit wird da nicht mit reingerechnet oder?

Gibts da auch Zeiten die abgezogen werden? Elternzeit? Krankengeld Bezug?

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Wenn die mich fristgerechnet kündigen würden, hätten die mich immer noch 9 Monate an der Backe. Und das kommt glaube ich vor keinem Gericht durch, das die als Landeshauptstadt Niedersachens keine Arbeit für mich haben bei der Größe und den mutmaßlichen freien Stellen. Wie gesagt, Problem ist nur dieses komplizierte. Da muss ne Stelle erst ausgeschrieben werden. Anstatt da jemanden hinzusetzen der gerade was intern sucht. Nee, mich können die nur einfach so auf freie Stellen setzen, die schon langzeitausgeschrieben (?) sind.

Mich ärgert ja vor allem auch das alles so lange Vorlauf hatte und sich dann immer erst auf dem letzten Drücker oder danach drum gekümmert wurde.

Und ja, ich hab mich selbst auch bemüht. Aber selbst da werden einen die Steine in den Weg gelegt. Vor meiner dreimonatigen Auszeit hab ich Intranet für zuhause (wegen Stellenangeboten) beantragt. Bis das Schreiben zuhause war, hat es einen Monat!!! gedauert. In der Zwischenzeit wurde das Verfahren umgestellt und der Login mit den Daten nicht mehr möglich. Die neu beantragten habe ich bis heute nicht gesehen.

Genausowenig halte ich es für förderlich, sich familienfreundlich zu nennen und jetzt einen frisch gebackenen Vater erstmal ne Stelle mit 2 langen Tagen geben zu wollen :ugly:
 
Naja, man muss da auch etwas differenzieren.

Nur weil man sich Familienfreundlich agieren möchte heißt das nicht, dass Eltern nur noch kurze Dienste machen müssen. Es ist immer noch ein AG, welcher seinen Betrieb aufrecht erhalten muss.

Zudem ist es doch grundsätzlich in Ordnung, dass offene Stellen ausgeschrieben und so der gesamten Belegschaft geöffnet werden.

Dann muss man sich da einfach drauf bewerben. Wenn sich dann jemand anderes durchsetzt ist das so. Passiert das öfter, muss man zumindest seine Bewerbung und sein Auftreten in den Gesprächen hinterfragen und ggf. anpassen und verbessern.

Ich tu mich da etwas schwer, die Schuld ausschließlich beim AG zu suchen.

was spricht dagegen, jetzt für die Zeit der Stellensuche in den sauren Apfel zu beißen?! Wenn es genug stellen für dich gibt, dann bewirb dich einfach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finds problematisch für beide Seiten, eine Stelle nur als Überbrückung amzunehmen. Kanm zum einen auf meine Gesundheit gehen, zum anderen wird da Arbeitskraft durch Einarbeitung etc verschwendet.

Das Stellen ausgeschrieben werden ist ja auch richtig. Aber Stellen die noch nicht ausgeschrieben sind könnten meiner Meinung nach auch so besetzt werden. Aber meiner Meinung nach gehört auch der A2 abgeschafft und man sollte sich durch die tägliche Arbeit für höhere Aufgaben qualifizieren können.
 
Aber meiner Meinung nach gehört auch der A2 abgeschafft und man sollte sich durch die tägliche Arbeit für höhere Aufgaben qualifizieren können.

Ist der A2 nicht die Laufbahnbefähigung für den gehobenen Dienst? Der entspricht doch dem europäischen Bachlor-Niveau? Natürlich muss es sowas geben, da dort Wissen vermittelt wird, was über den praktischen Weg garnicht erfolgen kann.

Das liest sich für mich so, als wären deine Ansprüche ziemlich weit von der Realität entfernt.
 
Dann erzähl mir mal was man im A(ngestelltenlehrgang)2 lernt, das einem befähigt, sich auf eine IuK Stelle (Information und Kommunikation, quasi Admin) zu bewerben? Genau dieser A2 ist nämlich Voraussetzung für solche Stellen bei uns. Da muss man keinen Fschinformatiker oder sonst was gelernt haben.

Und ich habe 10 Jahre im JobCenter als Sachbearbeiter (dortige Bezeichnung Fachassistent) gearbeitet. Die Kollegen von der Bundesagentur für Arbeit, die nach mir angefangen haben, sind dann mittlerweile Sachbearbeiter oder Teamleiter. Weil sie sehr gut gearbeitet haben, gezeigt haben was für eine Qualität sie haben, sich den Arsch aufgerissen haben. Die brauchten keinen Lehrgang oder sonst was. So finde ich das richtig. Mir egal ob das realitätsfremd ist.
 
Falls der TVöD ähnlich aufgebaut ist wie der TV-L, dann fällt es mir schwer zu glauben, dass alle deine alten Kollegen den Sprung vom mittleren in den gehobenen Dienst ohne Fortbildung gemacht haben.

Falls doch, solltest du dich vllt dort bewerben :D. Würde ich dann wohl auch machen :)

In der Regel benötigt man für den gehobenen Dienst min. einen Bachelor oder eben eine vergleichbare Qualifikation in Form des A2 o.Ä.

Falls dein AG das genauso sieht, du aber weiter kommen möchtest, nimm doch mal Kontakt mit eurer Personalentwicklung auf und lass dir aufzeigen, welche Entwicklungsmöglichkeiten dir offen stehen.

Ob sie dir etwas anbieten steht dann natürlich auf einem anderen Stern. Vermutlich wird die Argumentation da für dich schon schwieriger wenn du nicht bereit bist, 2 Tage in der Woche eine Schicht zu übernehmen, die bis in den frühen Abend geht.

No Offense, aber oft ist es ja ein geben und nehmen. Du hattest jetzt ein paar Fehlzeiten, das weiß die PA auch. Und natürlich werden die sowas beachten, wenn die überlegen sollten, dir eine Fortbildung zu finanzieren.

Alternativ kannst du dich natürlich über eine Abendschule etc weiterqualifizieren.

Sie das bitte nicht als Angriff! :)
 
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