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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Einerseits einfach zum kotzen, andererseits interessiert mich eure Meinung.

Ich arbeite in nem relativ großen Unternehmen, welches großen Wert auf seien Mitarbeiter legt.
Leider hat unser Teamleiter keinen guten Ruf und das merken wir leider hier und da heftig.
Wir sind drei Einkäufer und gemessen an unserer Verantwortung, verdienen wir zu wenig.
Das sieht man auch so aber aktuell könne man nicht und ja nächstes Jahr müsse man sich mal zusammensetzen etc.
Ich verdiene okay, sicherlich in Deutschland kein verkehrtes Gehalt aber Freunde ich hab jetzt alleine Mo und Dienstag 21h auf der Uhr und mal >80 Bestellungen platziert.

Nun kommen wir zum Punkt.
Unser Teamleiter hat es mit temporären Arbeitskräften aus dem Schweizer Arbeitsmarkt.
(wir drei Einkäufer haben deutsche Arbeitsverträge)
Er stellt sie eigenverantwortlich ein aber einlernen müssen wir sie.
Hatten wir jetzt zwei mal und das Ergebnis war eine volle Katastrophe.
Beide Damen hatten keine Ahnung von der Materie. Null.
Jetzt soll wieder eine Kollegin anfangen und ich hab den Fehler gemacht, mir den Vertrag anzusehen.
Ist für jeden mit SAP legal einzusehen und mir ist fast die Spucke weggeblieben.
Während die beiden ersten Temporären noch in meiner Range waren, liegt die neue Kollegin <massiv> darüber.
Sie hat aber keine Verantwortung zu tragen. Auf gut deutsch ein bisschen daily Business und das war es.
Man kann nicht viel kaputt machen, kleine Fehler sind eigentlich ohne Folgen.
Wir sind alle Bereichseinkäufer und tragen relativ viel Verantwortung.
Gerade meine Kollegin, die die neuen Mitarbeiter einlernt, liegt noch mal ne ganze Schippe unter meinem Gehalt und folglich ist die Differenz zu den Leiharbeitern dann noch größer.
Für sie bedeutet es, sie lernt jemand ein, der fachlich und im Bereich des Arbeitspensum und Verantwortung Meilen unter ihr liegt jedoch bekommt diese Person signifikant mehr Geld.
Der Teamleiter argumentiert ganz offen, auf dem Schweizer Markt bekommt man keine günstigeren Fachkräfte und Geld spielt da keine Rolle, was bei euch anders ist.
Natürlich kotzt uns das an ohne Ende.
Zumal die temporären Mitarbeiter auch machen können, was sie wollen.
Hab mir das mal angesehen.
Die letzte Kollegin hat eine 45h Woche nach der anderen im Home Office gemacht und war teilweise pro Woche deutlich weniger produktiv, als ich oder wir an einem einzigen Tag.

Jetzt könnte man auch sagen, mach mal Dienst nach Vorschrift aber ich kann es aktuell nicht und ich bin nicht der Typ dazu. Ich muss Gas geben und zwar immer. Mal einen Tag etwas ruhiger okay aber ansonsten muss ich Gas geben aber ich fühle mich nur wohl, wenn das entsprechend honoriert wird. Passt das nicht, wird es zur Belastung.
Einerseits ist mein Gehalt nicht grundsätzlich verkehrt, andererseits gibt man irgendwelchen Menschen, die nun mal lange nicht ! auf unseren Level sind, deutlich mehr Kohle.

Wie würdet ihr das empfinden ?
Fresse halten und froh sein, dass man 2020 während Corona einen bombensicheren Arbeitsplatz
hat oder ist es durchaus berechtigt, hier unzufrieden zu sein ?
Wenn wir es wenigstens nicht wüssten, was die Leute bekommen.
Es wäre vermutlich wirklich besser.
Die neue Kollegin soll auch fix im Januar übernommen werden.
Das heißt wir begrüßen jetzt unsere neue Topverdienerin, die nur deutlich weniger Verantwortung hat
und von uns eingelernt wird.

Mich kotzt das grad so an und es ist Gift für meine persönliche Entwicklung in dem Unternehmen.
 
Kann dich da voll verstehen aber ärgern bringt da nichts, ist zumindest meine Erfahrung. Hatte ich damals auch. Hab als Bauleiter gearbeitet und als ich gesehen hab das die Maschinenführer 100 Euro mehr raus haben als ich ist mir schlecht geworden. Aber so blöde es klingt, du beschwerst dich, ärgerst dich, aber es ändert sich nichts. Deal with it oder suche dir was anderes. Leider. Gab doch damals mal auf RTL diese Sendung in der Mitarbeiter ihre Gehälter offen gelegt haben, da kam dann raus das eine Dame die frisch eingestellt wurde 300 Euro mehr raus hatte als die Frau die seit 20 Jahren da ist. Darauf hin meinte der Chef das er dringend jemand gebraucht hat und auch wenn es weh tat, das waren die Gehaltswünsche der neuen Kollegin und dann "musste" er halt in den sauren Apfel beißen. Ist leider nicht immer fair, ob es was bringt das bei dir zu hinterfragen musst du abwägen aber ich glaub kaum das dein Chef dir einfach so das Gehalt anhebt.

Ich persönlich mache Dienst nach Vorschrift. Hab in all mein Jahren, egal wo, gemerkt das es im Kern kein finanziellen Vorteil oder sonst was bringt wenn du mehr machst. Mal ein Danke vom Chef oder ein Händedruck von Kollegen, aber mehr nicht. Und so blöde es klingt, aktuell bekommen wir hier alle das gleiche Geld, egal ob einer wie ich ein Jahr dabei ist oder andere 25 Jahre. Glaubst die machen sich noch tot? Hab kein Problem damit mal was extra zu machen, auf keinen Fall. Aber ich frage auch nicht nach extra Arbeit. Kann dein Frust verstehen aber du hast nur die Option hinnehmen oder das ansprechen und im schlimmsten Fall, nach was anderem umschauen.
 
Wir sprechen hier nicht von 100 Euro. Die neue Kollegin hat 58% mehr als die beiden zuvor. Die Firma kostet da jeden Monat tausende Euro on top im Vergleich zu den anderen Kandidaten.

Aber ja, ich werd wohl um ein Gespräch bitte. Hilft alles nichts.
 
Leiharbeiter. Natürlich kommt die Kohle so nicht bei der Dame an. Das ist mir auch klar aber spielt am Ende keine Rolle. Unsere Firma muss die Kohle latzen. Dennoch sollte das nach Abzug noch echt viel sein.
 
Ja klar, aber man kann ja die Situation eines Leiharbeiters nicht mit einem fest Angestellten vergleichen. Die Leihfirma bietet einen Service, den sie sich bezahlen lässt - und das wird in der Schweiz sicher auch kein Schnäppchen sein.

Wer weiß was die kassieren würden, wenn die snowman vermitteln würden. Und im Prinzip braucht man darauf auch nicht neidisch sein, denn das Leiharbeiterleben ist sicher nicht so prickelnd.
 
Noch mal:
Wir haben temporäre Mitarbeiter, die im Home Office tun und lassen können was sie wollen.
Der Output spielt keine Rolle.
Ich hab Montag und Dienstag so viel geleistet, wie die letzte Dame in einem Monat geschafft hat.

Das muss jeder selbst wissen, am Ende ist es mir egal, wie viel jeder arbeitet.
Es ist ja alles nachvollziehbar und jeder muss das für sich selber verantworten.

Jetzt wird es aber so sein, dass der neue Mitarbeiter von meiner fachlich deutlich höher anzusiedelnden Kollegin eingelernt wird und netto dafür trotz Leihfirma deutlich mehr Geld bekommt.

Das sorgt für eine Dissbalance.
Nicht jeder von Euch, der hier von Neid spricht, würde in seinem Berufsleben eine Hilfskraft einlernen mit dem Gedanken, sie schleppt tatsächlich netto deutlich mehr nach Hause, hat aber keine Verantwortung.

Da kann man lang Reden schwingen, bist ja nur neidisch.
Es geht nicht darum, der Bestverdiener zu sein.
Es geht um Harmonie und Gerechtigkeit in einem Team und mit solchen Maßnahmen sorgt man für das Gegenteil.
Es geht um persönliche Entwicklung. Sowohl fachlich aber auch finanziell.


Die letzte Kollegin hat sich einen scheiss bemüht. Nichts aufgeschrieben.
Sie hat quasi minütlich bei meiner Kollegin und mir angerufen und wieder und wieder das selbe gefragt.
Dafür hat sie dann aber netto mehr Geld auf der Hand gehabt.
Zumindest mehr als meine Arbeitskollegin.

Aber ja, kurzentschlossen eben mein Glück versucht und tatsächlich meinen Vorgesetzten trotz komplett verplantem Tag erwischt.
Er sieht es exakt so wie ich.
Meine Arbeitsleistung ist top und dafür ist es zu wenig Kohle. Der Vergleich zur Leihkraft würde ihm persönlich auch sauer aufstoßen. (Trotzdem hat er es so durchgewunken)
Man setzt sich zusammen und beredet die Situation.
Auf dem Stand waren wir leider schon mal.
Manche Dinge können leider nicht totgeschwiegen werden.

Ich werde jetzt auf jeden Fall weiter Gas geben weil mir mein Job Spaß macht.
Das werde ich aller Voraussicht nach erfolgreich tun und wenn wir uns bis Ende des Jahres halt nicht geeinigt haben,
dann muss ich mich umschauen und das kann ich gut und gerne auch intern machen denn der AG an sich ist Weltklasse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch mal:
Wir haben temporäre Mitarbeiter, die im Home Office tun und lassen können was sie wollen.
Der Output spielt keine Rolle.
Ich hab Montag und Dienstag so viel geleistet, wie die letzte Dame in einem Monat geschafft hat.

Das muss jeder selbst wissen, am Ende ist es mir egal, wie viel jeder arbeitet.
Es ist ja alles nachvollziehbar und jeder muss das für sich selber verantworten.

Jetzt wird es aber so sein, dass der neue Mitarbeiter von meiner fachlich deutlich höher anzusiedelnden Kollegin eingelernt wird und netto dafür trotz Leihfirma deutlich mehr Geld bekommt.

Das sorgt für eine Dissbalance.
Nicht jeder von Euch, der hier von Neid spricht, würde in seinem Berufsleben eine Hilfskraft einlernen mit dem Gedanken, sie schleppt tatsächlich netto deutlich mehr nach Hause, hat aber keine Verantwortung.

Da kann man lang Reden schwingen, bist ja nur neidisch.
Es geht nicht darum, der Bestverdiener zu sein.
Es geht um Harmonie und Gerechtigkeit in einem Team und mit solchen Maßnahmen sorgt man für das Gegenteil.
Es geht um persönliche Entwicklung. Sowohl fachlich aber auch finanziell.


Die letzte Kollegin hat sich einen scheiss bemüht. Nichts aufgeschrieben.
Sie hat quasi minütlich bei meiner Kollegin und mir angerufen und wieder und wieder das selbe gefragt.
Dafür hat sie dann aber netto mehr Geld auf der Hand gehabt.
Zumindest mehr als meine Arbeitskollegin.

Aber ja, kurzentschlossen eben mein Glück versucht und tatsächlich meinen Vorgesetzten trotz komplett verplantem Tag erwischt.
Er sieht es exakt so wie ich.
Meine Arbeitsleistung ist top und dafür ist es zu wenig Kohle. Der Vergleich zur Leihkraft würde ihm persönlich auch sauer aufstoßen. (Trotzdem hat er es so durchgewunken)
Man setzt sich zusammen und beredet die Situation.
Auf dem Stand waren wir leider schon mal.
Manche Dinge können leider nicht totgeschwiegen werden.

Ich werde jetzt auf jeden Fall weiter Gas geben weil mir mein Job Spaß macht.
Das werde ich aller Voraussicht nach erfolgreich tun und wenn wir uns bis Ende des Jahres halt nicht geeinigt haben,
dann muss ich mich umschauen und das kann ich gut und gerne auch intern machen denn der AG an sich ist Weltklasse.

Dann ist ja Ende gut, alles gut. Fürs Erste zumindest.

Mir erschließt sich eben nur nicht, woher du genau wissen willst, was die Dame netto bekommt, wenn ihr Gehalt nicht direkt über euch bezahlt wird. Vermuten kannst du viel, aber wissen tust du es einfach nicht und dementsprechend empfinde ich es als unnötiges Reinsteigern.

Ich hoffe auch, dass du ihren Vertrag einsehen konntest, weil du im Einkauf bist und es ein Leiharbeitsvertrag ist oder kann man das auch bei allen Arbeitsverträgen? Finde ich ein absolutes Unding. So kann man es nämlich neuen Kollegen auch noch unnötig schwer machen :/ Also jetzt nicht, dass du nachgeschaut hast. Das ist irgendwo menschlich - ein Unding von deinem AG.
 
Wenn sie bleiben darf und ne Festeinstellung bekommt ist das so.
Dann ist ja Ende gut, alles gut. Fürs Erste zumindest.

Mir erschließt sich eben nur nicht, woher du genau wissen willst, was die Dame netto bekommt, wenn ihr Gehalt nicht direkt über euch bezahlt wird. Vermuten kannst du viel, aber wissen tust du es einfach nicht und dementsprechend empfinde ich es als unnötiges Reinsteigern.

Ich hoffe auch, dass du ihren Vertrag einsehen konntest, weil du im Einkauf bist und es ein Leiharbeitsvertrag ist oder kann man das auch bei allen Arbeitsverträgen? Finde ich ein absolutes Unding. So kann man es nämlich neuen Kollegen auch noch unnötig schwer machen :/ Also jetzt nicht, dass du nachgeschaut hast. Das ist irgendwo menschlich - ein Unding von deinem AG.

Die letzte Dame hat meiner Kollegin offen kommuniziert, was sie netto bekommt.
Das ganze ist so offen, dass unser Teamleiter nicht mal ein Geheimnis draus macht, wie viel Abzüge da runter gehen.
Die Verträge sind für jeden mit SAP Zugang ersichtlich.
Auch die Abrechnungen, Arbeitsleistung etc.

Reinsteigern.....hmmm es ist halt eine Form der Unzufriedenheit und die geht durch das ganze Team.
Ganz angefangen von meiner Kollegin bis zu nem Kollegen, der kurz vor der Rente steht.
Bislang hat es mich vor allem wegen meiner Kollegin gefuchst, die halt echt deutlich zu wenig bekommt aber jetzt bekommen wir halt einen absoluten Topverdiener vor die Nase geknallt, der monatlich einen OLED kaufen kann, mit der Differenz.Sie bekommt netto ca. 2.100 Schweizer Franken mehr als ihre Vorgängerinnen.

Wie fühlt sich meine Kollegin dabei, wenn sie die Dame tagelang einlernen kann ?
Wieso freut sie sich nicht einfach für die Dame und denkt sich, die hat aber alles richtig gemacht ?

Tja weil es nicht immer so einfach ist im Leben.

Mir war es wichtig, dass ich es loswerden konnte.
Hab das in der Firma platziert und jetzt liegt es in ihrer Hand.
Jetzt schau ich bzw. wir in Ruhe was passiert.

Es belastet halt, weil meine Kollegin auch sagt, bis zum Jahresende ist sie weg, wenn nichts geht und ich hab sie total gerne und wir verstehen uns mega.
Wäre schade um das sonst tolle Team aber ja, jetzt muss die Firma entscheiden und wir warten einfach ab.
 
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