
ÖD
Ich bin im Vertrieb/Account Management. Und hab trotzdem eine 40 Stunden Woche, nehm meinen Jahresurlaub (und allgemein bau ich keinen Urlaubsrückstand ins neue Jahr auf) und feiere Überstunden grundsätzlich zeitnah ab.
Ich hab mir halt einen AG ausgesucht, der mich als Mensch mit Privatleben zu schätzen weiß. Und auch die Ziele so steckt, dass man sich nicht aufopfern muss, um der Chefetage zu gefallen (letztes Jahr 10k Jahresbonus eingestrichen).
Klar, mit meiner relativen Niedrigpriorisierung der Arbeit werd ich niemals das dicke Geld machen - das will ich aber auch nicht. N ehemaliger Kollege hat vor einiger Zeit das Unternehmen gewechselt, schuftet da jetzt halt seine 70 Stunden pro Woche, nimmt aber 80k Basisgehalt plus nochmal so viel Bonus pro Jahr nach Hause und fährt nen vollausgestatteten 3er BMW als Firmenwagen.
Ich hab momentan ca. 50k pro Jahr, 10-15k Bonus und nen Octavia.
Dafür sieht er halt seinen Sohn kaum noch, was für mich ein No Go wäre. Lieber in der Edeka an der Kasse sitzen als so ein Leben.
Und ja, wenn vom Chef und dem allg. Betriebsklima erwartet wird, dass man jeden Tag 10 Stunden im Büro sitzt während man weder Überstunden noch Urlaub nehmen kann, dann sollte man da gegen halten.
Dass das zu selten gemacht wird, ist einer der beschissensten Auswirkungen der Kapitalismus-Jubelei der letzten Jahrezehnte. Der Chef ist nicht mein König. Ich habs ja schon öfter hier geschrieben: Arbeit ist der Verkauf von Lebenszeit gegen Geld. Und so sollte man das auch betrachten imo.
EDIT: Nooby hat hier ja schon öfter von seinem sehr .... ausfüllenden Berufsleben geschrieben. Das scheint also Standardprogramm bei ihm zu sein, keine außergewöhnliche Belastungsspitze.