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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich finde es interessant, dass immer nach Alternativen geschrien wird und dann der Grundstoff Holz oder andere Pflanzen ist.
Die wachsen ja auch nicht gerade innerhalb eines Jahres auf brauchbare Größe an.
Bei Bambus mag das noch gehen, aber auch für den muss Platz gemacht werden und irgendwas weichen.
Ja gut, aber irgendwelche Rohstoffe muss man halt nehmen...
Und viel mehr Alternativen als pflanzliche Rohstoffe hat man halt nicht. Und klar, das bringt Probleme mit sich, wenn man die Nutzung von derzeit "Nische" auf "kompletter Kunststoff-Ersatz" hochskaliert. Wo soll das angebaut werden, was macht das mit Ökosystemen etc.
Daher nimmt man ja möglichst schnell wachsende Pflanzen wie Bambus oder einige Bäume (hab den Namen vergessen, bei uns am Ortsrand ist da ne Experimentalpflanzung), um den Flächenbedarf zu minimieren.

Fakt ist halt: Die Menschheit benötigt Rohstoffe in rauhen Mengen und wenn man es prinzipiell betrachtet, ist jede Variante unserer High Tech Gesellschaft tierisch un-nachhaltig. Da kann man nur versuchen, den Umgang unserer Spezies mit dem Planeten zu optimieren, wo es nur geht.
 
Jap, das ist ein großes Problem, dass diese Verbundstoffe wie TetraPak gar nicht gut wiederverwertbar sind.
Denn die Rohstoffe sind erst mal fix miteinander verbunden und man muss eben Holzfaser von Kunststoff von Aluminium trennen, um recyclen zu können. Wenn das nicht kosteneffizient geht, wird der ganze Krempel verbrannt.

Daher lieber Mehrweg-Glasflaschen für Milch, Sahne, Joghurt, Saft etc. kaufen. Die gehen garantiert wieder zurück und werden einige Male gespült und wiedergefüllt, bevor sie eingeschmolzen werden.
 
Daher lieber Mehrweg-Glasflaschen für Milch, Sahne, Joghurt, Saft etc. kaufen. Die gehen garantiert wieder zurück und werden einige Male gespült und wiedergefüllt, bevor sie eingeschmolzen werden.

Die widerrum beim Transport wesentlich mehr der Umwelt schaden.

Alles hat seine Vor und Nachteile, nur lokal kaufen bietet da eigentlich keine Nachteile.
 
Die widerrum beim Transport wesentlich mehr der Umwelt schaden.

Alles hat seine Vor und Nachteile, nur lokal kaufen bietet da eigentlich keine Nachteile.
Exakt deswegen kaufen wir viel lokal und regional, möglichst aus nachhaltigen Anbau- und Haltungsformen (Demeter, Biokreis etc.), richten uns viel (nicht sklavisch) nach Saisonware beim Speiseplan, achten auch bei Dingen wie Milch darauf, dass das Zeug nicht aus Norddeutschland angekarrt wird, Wasser von regionalen Brunnen, kaufen unverpackt etcpp.

Milch gibts zur Zeit von Schwarzwaldhof, da ist der Weg überschaubar. Und sobald der neu eröffnete Unverpackt-Laden bei uns im Ort Milch im Sortiment hat, wird sie da gekauft.

Glaub mir, wir haben die Argumente alle im Kopf und versuchen halt, eine möglichst optimale Balance aus Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit zu finden.
 
Hatten wir das eigentlich schon zum Thema? Wir sind grottenschlecht im Recyclen von Plastik. Rechnet man die Schummelquoten wie Export und Verbundstoffe raus, ist man bei nicht mal 18%. Ein Experte geht von nicht mal 6% aus.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/...lt-nur-5-6-prozent-des-abfalls-a-1248715.html

Das ist insbesondere ein Problem, weil wenn es um den Plastikmüll per Kopf geht, produzieren wir mehr Plastikmüll als so gut wie alle anderen Länder dieser Welt. Nur Kuwait und Guyana generieren mehr Plastikmüll pro Person. (Zahlen sind von 2010.)
https://ourworldindata.org/plastic-pollution
 
Seitdem wir bewusster essen und mehr auf Lebensmittel achten, hat sich unser Müll übrigens mindestens verdoppelt, wenn nicht gar verdreifacht. Abartig was da jede Woche zusammenkommt. Wie man's macht...

Ja, das fällt bei der Mülltrennung besonders auf. Über 90% ist Plastikmüll. Und der Eimer füllt sich in Rekordzeit. Ich könnte mir aber vorstellen, dass in Zukunft sich das besser über Online-Supermärkte verbessern lassen würde. Dann zahlt man nach Gewicht und kriegt alles in wiederverwendbaren Glasverpackungen, die dann bei der nächsten Lieferung wieder abgegeben werden. Irgendwie sowas. In den USA wächst dieser No-Waste-Trend ja und vielleicht schwappt er noch stärker zu uns rüber.
 
Denke die unverpackt-Läden sind zwar nett, aber nur ein Anreiz und zumindest finanziell nicht tragbar. Da müssen schon die großen Läden umsteigen. Aber solange Rewe Mehrfachnetze aus Plastik(!) verkauft... hab irgendwo gelesen, dsss die Kartons dort auch nur als Recyling-Karton bedruckt sind, aber ansonsten Fake.
Das Thema ist so facettenreich. Muss auch ehrlich sagen, bevor ich das angetatschte Obst von Oma Ertrud kaufe, nehme ich es liebe verpackt. Kriege sich jedesmal bei Avocados eine Kriese, wenn die Leute drauf rumdrücken.
 
Wie willst du sonst wissen, ob sie genießbar sind :p Globus hat Äpfel jetzt in speziellen Kartons verpackt.

Bei Avocados nimmt man eigentlich den Nupsi oben raus und kontrolliert die Farbe :D

Ich hätte sehr gerne einen Unverpacktladen bei mir in der Kleinstadt :liebe: Leider wird das aber sicher noch sehr viele Jahre dauern, bis der Trend weit verbreitet ist :|
 
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