Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

IMG_6430.JPG


Ja klaaaaaar :lol:
 
Neu installiert von einer CD von 2007?
Fast, neuinstallation meines alten rechners von Windows 7, hab allerdings von MS selbst das Betriebssystem heruntergeladen um zu brennen, scheinbar ohne jegliches update was schon schwach ist. :D Aber egal, macht spaß einen Computer wieder herzurichten, Wärmeleitpaste wie ein Profi heute aufgetragen, jetzt muss ich noch nen Gehäuselüfter neu bestellen und rausbekommen was ich kaufen muss, spannend wie ein Spiel. :D Vielleicht brauch ich da noch eure Hilfe, das ist für mich jetzt erstmal Neuland. :D Der Gehäuselüfter ist def. kaputt.
 
ich schau gerade Stern TV und sehe ein Beitrag zum Thema Altersarmut. Das beschäftigt mich oft und sehe es an meinen Großeltern. Es ist zum Kotzen das in Deutschland Menschen die 40+ Jahr gearbeitet haben heute mit einem Fliegenschiss an Geld auskommen müssen und sogar noch Flaschen sammeln gehen oder auf ein "gutes Leben" verzichten müssen damit sie über die Runden kommen. Unfassbar dass das in Deutschland so ist. Das macht mich so wütend und traurig das Leute sich nie haben was zu Schulden kommen lassen und gearbeitet haben sich heute aufgegeben haben und ihren Lebensabend mit 300 Euro (inkl Abzüge) im Monat finanzieren müssen.
 
ich schau gerade Stern TV und sehe ein Beitrag zum Thema Altersarmut. Das beschäftigt mich oft und sehe es an meinen Großeltern. Es ist zum Kotzen das in Deutschland Menschen die 40+ Jahr gearbeitet haben heute mit einem Fliegenschiss an Geld auskommen müssen und sogar noch Flaschen sammeln gehen oder auf ein "gutes Leben" verzichten müssen damit sie über die Runden kommen. Unfassbar dass das in Deutschland so ist. Das macht mich so wütend und traurig das Leute sich nie haben was zu Schulden kommen lassen und gearbeitet haben sich heute aufgegeben haben und ihren Lebensabend mit 300 Euro (inkl Abzüge) im Monat finanzieren müssen.
Da bin ich komplett bei dir. Als mein Vater starb habe ich mit meiner Partnerin zusammen dafür gesorgt, dass meine Mutter eine Wohnung bei uns bekommt, damit man sich kümmern kann wenn was ist. Es ist sehr bitter das bei seinen eigenen Eltern zu sehen. Dann will mir meine Mutter ab und zu n Zehner in die Hand drücken, obwohl ihr Geld auch kaum zum Leben reicht. Neulich ist ihr Kühlschrank kaputt gegangen, da wusste sie kaum was sie tun soll.
Sie hat früher als Krankenschwester gearbeitet, mein Vater auf dem Bau. Sie hat aufgehört zu arbeiten als die Kinder kamen, weil es früher gereicht hat wenn einer arbeiten war, so reichte das Geld von meinem Vater. Und nun hat sie den Salat und geht als Rentnerin nebenbei arbeiten, um überhaupt leben zu können.
Seit dem geht es mir auch so, dass ich darüber nachdenken muss. Eigtl bleibt einem im Alter nur die Kugel.
Ja, jetzt werden die ganzen Akademiker andere Zahlen und Statistiken haben, mag sein, aber für den Durchschnitt oder Mindestlohn Arbeiter wird das im Lebensabend düster aussehen :(
 
ich schau gerade Stern TV und sehe ein Beitrag zum Thema Altersarmut. Das beschäftigt mich oft und sehe es an meinen Großeltern. Es ist zum Kotzen das in Deutschland Menschen die 40+ Jahr gearbeitet haben heute mit einem Fliegenschiss an Geld auskommen müssen und sogar noch Flaschen sammeln gehen oder auf ein "gutes Leben" verzichten müssen damit sie über die Runden kommen. Unfassbar dass das in Deutschland so ist. Das macht mich so wütend und traurig das Leute sich nie haben was zu Schulden kommen lassen und gearbeitet haben sich heute aufgegeben haben und ihren Lebensabend mit 300 Euro (inkl Abzüge) im Monat finanzieren müssen.
Jemand, der 40 Jahre Vollzeit in einem vernünftigen Job gearbeitet hat, der hat heute wesentlich mehr Rente als 300 Euro im Monat... :ugly: Und bevor jetzt "aber aber aber" kommt, ich seh so ziemlich jeden Rentenbescheid von unseren Mitarbeitern da bei uns im Büro noch eine Betriebsrente beantragt wird.
 
Da bin ich komplett bei dir. Als mein Vater starb habe ich mit meiner Partnerin zusammen dafür gesorgt, dass meine Mutter eine Wohnung bei uns bekommt, damit man sich kümmern kann wenn was ist. Es ist sehr bitter das bei seinen eigenen Eltern zu sehen. Dann will mir meine Mutter ab und zu n Zehner in die Hand drücken, obwohl ihr Geld auch kaum zum Leben reicht. Neulich ist ihr Kühlschrank kaputt gegangen, da wusste sie kaum was sie tun soll.
Sie hat früher als Krankenschwester gearbeitet, mein Vater auf dem Bau. Sie hat aufgehört zu arbeiten als die Kinder kamen, weil es früher gereicht hat wenn einer arbeiten war, so reichte das Geld von meinem Vater. Und nun hat sie den Salat und geht als Rentnerin nebenbei arbeiten, um überhaupt leben zu können.
Seit dem geht es mir auch so, dass ich darüber nachdenken muss. Eigtl bleibt einem im Alter nur die Kugel.
Ja, jetzt werden die ganzen Akademiker andere Zahlen und Statistiken haben, mag sein, aber für den Durchschnitt oder Mindestlohn Arbeiter wird das im Lebensabend düster aussehen :(
Wenn du lange unterbrechungen hast/hattest, dann ist klar, dass die Rente entsprechend düster ist. Da bin ich ganz bei dir. Ich frage mich aber, warum so viele Leute nicht nebenbei etwas Geld zur Seite legen :? Da gibt es soooo viele Möglichkeiten, nebenbei ein wenig was für sein Alter zutun... Nehmen wir mal dich als Bsp:

Du wirst deine Rente von der Rentenversicherung bekommen
Du wirst, da öffentlicher Dienst, wahrscheinlich eine Betriebliche Altersvorsorge bekommen

Damit hätten wir schon 2 Standbeine

Dann kann man noch nebenbei etwas selber machen. Entgeltumwandeln, Riestern (nicht immer attraktiv), Zusatzrente, Eigentum schaffen usw. usf. Ich meine, wer jetzt in jungen Jahren nichts macht, der darf sich imo auch nicht beschweren, wenn er später nichts hat. Von nichts kommt nicht.

Und der Durchschnittsverdiener, der heute in Rente geht und 45 Versicherungsjahr voll hat, bekommt wirklich mehr als 300 Euro... dafür leg ich meine Hand ins Feuer.
 
Wenn du lange unterbrechungen hast/hattest, dann ist klar, dass die Rente entsprechend düster ist. Da bin ich ganz bei dir. Ich frage mich aber, warum so viele Leute nicht nebenbei etwas Geld zur Seite legen :? Da gibt es soooo viele Möglichkeiten, nebenbei ein wenig was für sein Alter zutun... Nehmen wir mal dich als Bsp:

Du wirst deine Rente von der Rentenversicherung bekommen
Du wirst, da öffentlicher Dienst, wahrscheinlich eine Betriebliche Altersvorsorge bekommen

Damit hätten wir schon 2 Standbeine

Dann kann man noch nebenbei etwas selber machen. Entgeltumwandeln, Riestern (nicht immer attraktiv), Zusatzrente, Eigentum schaffen usw. usf. Ich meine, wer jetzt in jungen Jahren nichts macht, der darf sich imo auch nicht beschweren, wenn er später nichts hat. Von nichts kommt nicht.

Und der Durchschnittsverdiener, der heute in Rente geht und 45 Versicherungsjahr voll hat, bekommt wirklich mehr als 300 Euro... dafür leg ich meine Hand ins Feuer.
Ich antwortete später darauf, habe gerade keine Zeit.
Ich bin 35 und Azubi, was meinst wieviel da noch bei raus kommt? Habe bislang noch nie richtig verdient. Und wenn man nichts verdient, dann ist es doppelt schwer was zur Seite zu packen bzw vorzusorgen, weil es ja so schon zu knapp zum Leben ist.
 
Ich antwortete später darauf, habe gerade keine Zeit.
Ich bin 35 und Azubi, was meinst wieviel da noch bei raus kommt? Habe bislang noch nie richtig verdient. Und wenn man nichts verdient, dann ist es doppelt schwer was zur Seite zu packen bzw vorzusorgen, weil es ja so schon zu knapp zum Leben ist.
ich dachte, du warst vorher Jahrelang im Schichtdienst?
 
brauchen wir wohl nicht schönreden, dass die arbeitende mittelschicht heutzutage schon ordentlich gas geben muss, damit der lebensstandard gehalten wird.

wobei es schon geht.

habe haus (neubau), 2 kinder und frau und trotz alleinverdiener kamen wir über die runden. man muss sich halt nach der decke strecken. haus wird nicht auf ein halbes jahr schlüsselfertig gebaut, frau bleibt nicht 30 monate beim kind daheim, haushaltsbuch ist gold wert, handy um ein paar hunderter braucht kein mensch, etc.

unsere elterngeneration hat nicht selten die bürde der klassischen rollenbilder (mann arbeit / frau daheim) zu tragen. "es war einfach so" hört man nicht selten und das glaube ich grundsätzlich auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
brauchen wir wohl nicht schönreden, dass die arbeitende mittelschicht heutzutage schon ordentlich gas geben muss, damit der lebensstandard gehalten wird.

wobei es schon geht.

habe haus (neubau), 2 kinder und frau und trotz alleinverdiener kamen wir über die runden. man muss sich halt nach der decke strecken. haus wird nicht auf ein halbes jahr schlüsselfertig gebaut, frau bleibt nicht 30 monate beim kind daheim, haushaltsbuch ist gold wert, handy um ein paar hunderter braucht kein mensch, etc.

Das ist halt auch so eine Frage... klar sollte der grobe Lebensstandart gehalten werden, aber das man als Rentner nicht 1:1 sein Gelhalt weiter gezahlt bekommt ist ja auch irgendwie klar..
 
Und die ganzen Schichtzulagen? War der Job nicht Rentenversicherungspflichtig?
Ja der war Versicherungspflichtig, alles seine Richtigkeit. Mit den Zulagen wurde viel Schindluder getrieben. Es reicht um übertariflich zu bezahlen, um die Zulagen zu übergehen. Also wurden 5 Cent mehr bezahlt, wovon man aber nichts hatte.
(um mich muss es hier ja gar nicht gehen, das ist nur ein Beispiel von vielen. Denke viele werden noch viel größere Probleme haben)
 
Ja der war Versicherungspflichtig, alles seine Richtigkeit. Mit den Zulagen wurde viel Schindluder getrieben. Es reicht um übertariflich zu bezahlen, um die Zulagen zu übergehen. Also wurden 5 Cent mehr bezahlt, wovon man aber nichts hatte.
(um mich muss es hier ja gar nicht gehen, das ist nur ein Beispiel von vielen. Denke viele werden noch viel größere Probleme haben)
warum hast du dir dann nichts anderes gesucht? Oder dich früher umorientiert?
 
warum hast du dir dann nichts anderes gesucht? Oder dich früher umorientiert?
Gute Frage. Ich war jung und naiv ohne Gedanken an die Zukunft. Es hat halt zum Leben gereicht und die Voraussetzungen waren bei mir nie optimal. Ich kann das ja mal etwas zusammenfassen, um aufzuzeigen wie ungünstig ein Lebensweg verlaufen kann. Dabei soll es also im Kern gar nicht um mich gehen, weil ich jetzt auch gar nicht weiß was ich da Rententechnisch zu erwarten habe, aber es soll wirklich nur ein Beispiel sein.

Kindheit/Jugend fassen wir als problematisch zusammen. Sitzenbleiben, Schulwechsel, etc. ich war der klassische Rüpel.
Ohne besondere Schulbildung bin ich also ohne Ausbildung dank Beziehungen in den Sicherheitsdienst gekommen. Das habe ich locker 10 Jahre gemacht. Hat halt zum Leben gereicht, nicht mehr und nicht weniger. Hatte meine 1 Zimmer Wohnung, Videospiele, Partys. Lief. Zwar ohne große Sprünge (kein Führerschein, nie Urlaub gemacht) aber ging halt.
Irgendwann aufm zweiten Bildungsweg Schulabschlüsse nachgeholt. Zuerst real, später versucht Abi zu machen, aber aufgrund finanzieller Probleme ein Jahr vorher aufgehört und den schulischen Teil der Fachhochschulreife bekommen.
Damit habe ich dann einen Ausbildungsplatz bei der Justiz bekommen (wieder dank Beziehungen). Allerdings muss ich zugeben, dass das überhaupt nicht mein Fall war, aus vielen Gründen, weshalb ich das abgebrochen habe. Vermutlich einer meiner größten Fehler in meinem Leben. Zumindest hätte ich dann finanziell/Rente keine Probleme.
Von da an habe ich mich mit diversen Jobs einfach nur über Wasser gehalten, mehr schlecht als Recht. Gaming Redakteur, aufm Bau, im Handwerk, Videothek, gelegentlich wieder Sicherheit, immer wieder irgendeinen drecksjob gemacht, damit ich bloß nicht zum Amt muss. Ich würde eher Klos putzen als auf Stütze angewiesen sein zu müssen.
Eines Tages bin ich dann auf facebook über eine Anzeige vom Bezirksamt gestolpert. Die Beschreibung in Sachen Bibliothek klangen gut und da bin ich nun ;)

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich befinde mich also nun mit 35 und zwei Kindern im zweiten, fast dritten Lehrjahr. Nach der Ausbildung werden wir für zwei Jahre übernommen. Und dann? Keine Ahnung. Stehe ich wieder da, mit Angst ein arbeitsloser Vater zu sein der selber noch nie im Urlaub war und eigtl nur das beste für seine Jungs will.

So kann es laufen. Hätte auch schlechter kommen können. Früher hat man mir zB eher eine Zukunft auf der anderen Seite der Gitterstäbe prognostiziert. Ich mag die Kurve bekommen haben, auch wenn es eher spät der Fall ist.
Aber wie soll ich jetzt mit 700 Euro als Familienvater für meine Zukunft vorsorgen?
 
Du gehst auch immer von der Idealwelt aus, oder? :?
Was hat dass den mit der Idealwelt zutun? Gefühlt wird hier ständig auf den Staat und das System geschimpft, aber man selber ist immer unschuldig und ein Opfer eben dessen... @Nimble ist jetzt nicht mal gemeint, der sagt ja selber, dass er zu der Zeit etwas naiv unterwegs war :knuddel:Man hat halt unter umständen andere prioritäten wenn man jung ist...

Aber eben das ist für mich schwer zu verstehen? Wenn man sich nur ein ganz kleines wenig mit dem Thema beschäfitgt kommt man doch unweigerlich zu dem Schluss, dass man selber noch etwas für seine Zukunft tun muss. Und da gibt es eben sooo viele Möglichkeiten, dass für jeden was dabei sein sollte.
 
Zurück
Oben