Der Eine-Million-Euro-Riesen-Hobby-Robbi
Bitte nicht lächeln, das könnte für die Umstehenden unangenehm werden! Eine japanische Firma hat einen Roboter vorgestellt, der nicht nur unglaublich groß, schwer und teuer ist, sondern auch eingebaute Waffen hat. Die werden ausgerechnet per Grinsesteuerung ausgelöst.
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"Made in Japan" steht seit dem Wochenende auch für einen Spaß der ganz besonderen Art: einen viereinhalb Tonnen schweren und mehr als vier Meter hohen Roboter, den man von einem Hightech-Cockpit aus oder via iPhone steuern kann - und mit dem man sich sehr unbeliebt macht, wenn man als Pilot lächelt.
Die Konstrukteure des Projekts, der japanische Künstler Kogoro Kurata und der Roboterexperte Wataru Yoshizaki, haben ihr Werk am 29. Juli auf dem Wonder Festival bei Tokio erstmals vorgeführt. Zwar bezeichnen sie den Kuratas genannten Roboter noch als Kunstprojekt, auf der Website der Firma Suidobashi Heavy Industry wird er aber schon zum Kauf angeboten. Einstiegspreis: Rund 1,1 Millionen Euro. Ausgestattet mit ein paar Extras können es aber schnell ein paar hunderttausend mehr werden.
Und diese Extras will man haben. Denn in der Grundausstattung ist der Kuratas einfach ein riesiges Metallmonster. Ein Dieselmotor dient als Antrieb für das Vierrad-Fahrwerk, 30 Gelenke sorgen für Beweglichkeit. An der Fähigkeit, nicht nur durch die Gegend zu fahren, sondern auch zu laufen, arbeiten die Entwickler derzeit angeblich. Denn Kuratas ist bislang nur ein Prototyp.
Doch die Aufpreisliste im Onlineshop ist schon lang und teuer. Wer mag, kann das Metall statt in martialischem Graugrün auch in Hello-Kitty-Pink lackieren lassen und so versuchen, sich anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber etwas freundlicher zu geben. Mit dem meisten übrigen Zubehör wird das nicht gelingen, denn das dient in erster Linie dazu, den Roboter zu bewaffnen.
Richtig ernst zu nehmen sind diese Waffen allerdings nicht. So gibt es einen Wasserflaschenwerfer, der Kunststoffflaschen mit Wasserdruck einige Meter weit schleudert und laut Hersteller "manchmal sogar sein Ziel trifft". Und es gibt ein Maschinengewehr, das 6000 Schuss pro Minute verballern kann. Allerdings werden nicht tödliche Geschosse geladen, sondern Luftgewehrmunition.
Trotzdem könnte es für staunende Zuschauer unangenehm werden, wenn sie unvermittelt von Tausenden kleinen Metallkügelchen perforiert werden. Und das könnte möglicherweise sogar unabsichtlich passieren, wenn man dem Piloten am Telefon - ja, das Ding kann Telefongespräche annehmen - einen Witz erzählt. Denn das V-Sido genannte Betriebssystem der furchterregenden Maschine koppelt die Waffen mit einer Lächelerkennung: Grinst der Pilot, werden die Projektile abgeschossen.
Wie man sich das vorzustellen hat, so ein Blechungetüm zu steuern, und vor allem, wie man ein- und aussteigt, zeigt ein Video des Herstellers in spe, in dem Roboterpilotin Anna viel mehr lächelt, als es den Umstehenden guttut.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/japanischer-roboter-kuratas-wird-per-iphone-gesteuert-a-847353.html
Der dämliche Video Direktlink geht nicht, deshalb:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=2iZ0WuNvHr8
Hier könnt ihr einen Bestellen: : http://suidobashijuko.jp/