Mit dem
Urteil des Bundesverwaltungsgerichteserreichte die Debatte um die Abgase von Dieselmotoren einen vorläufigen Höhepunkt. Die neue Bundesregierung hat versprochen, das Thema vorrangig anzugehen und somit endlich wieder das herzustellen, was alle Beteiligten zu Recht seit längerem erwarten: Eine Planungssicherheit wiederherzustellen. Die aktuelle Unsicherheit führt zu einem Kuriosum bei den Neuzulassungen.Vielfach werden neue Autos mit einer „Kaufprämie“ in den Markt gedrückt, die die ab September 2018 europaweit für alle Neuwagen verbindliche
Abgasnorm Euro 6c nicht schaffen.
Das betrifft aktuell vor allem die Benziner, auf die viele Kunden angesichts der Diesel-Debatte umsteigen. Und das sind viele. In den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres lag der Benziner-Anteil bei 54,5 Prozent, im ersten Quartal 2018 waren es 63 Prozent. Beim Diesel ging der Anteil bei den gesamten Zulassungen von 42,7 auf 32,3 Prozent zurück. Nur: Käufer, die mit einem Benziner der Abgas-Diskussion entgehen wollen, könnten sich schneller als gedacht mitten im Zentrum der nächsten Debatte wiederfinden. Denn mit der Abgasnorm Euro 6c wird die erlaubte Partikelanzahl für Benziner mit Direkteinspritzung deutlich reduziert. Die meisten Motoren werden das nur mit einem
Partikelfilter schaffen – ein Umstand, der den Herstellern sehr wohl bewusst ist. Dennoch spielen sie auf Zeit und lassen Kunden, die nicht informiert sind, in die Falle laufen.
Quelle:
https://www.heise.de/autos/artikel/Zulassungszahlen-Quartal-1-2018-4013311.html