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Der Boulevardpresse Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

pil schrieb:
Urgs schrieb:
extraleben schrieb:
Natürlich ist es rassistisch eine Bevölkerungsgruppe an seinem Wohnort abzulehnen. In Neukölln/Kreuzberg kommt ja auch keiner (außer Rassisten) auf die Idee die Türken dumm anzulabern weil in ihren Geschäften alles in türkisch angepriesen wird. Und genau das hat der Thierse gemacht. Deswegen ja auch seine Totalumkehr, bevor es irgendjemand merkt. Und ganz bestimmt kann man überall in Berlin Schrippen bestellen und bekommt dann auch ganz bestimmt eben diese. Auch wenn da Brötchen/Wecken/Semmeln dranstehn sollte. Und der berliner Dialekt wird auch ganz bestimmt niemals aussterben. Genausowenig wie berlintypische Wörter. Wa ?

Auf der anderen Seite weiß ich aber auch wie Thierse das gemeint hat. Er muß einfach mitansehn wie seine alte geliebte Heimat sich total verändert. Das muß man nicht gutheißen, aber seine öffentliche Äußerung ging natürlich zu weit.

Das Schöne ist halt, dass der Berliner sich eben nicht Minderheiten aussucht, die in der Hirarchie unter ihm stehen, sondern eben über ihn. Und der Witz ist, Politiker gehören natürlich auch dazu. :D

Und was pil sagt, ist natürlich quatsch, weil es nämlich die 30% der Zugegezogenen sind, die dann auch wieder weg und ausgetauscht sind. Zumindest ein großer Teil davon. Die Berliner bleiben natürlich hier. Und in den Bezirken, in denen ich mich aufhalte, da berlinern alle, auch die Türken. :D


Das ist nicht Quatsch sondern soll zeigen dass Berlin eine Stadt der zugezogenen ist und dass dies Berlin auch ausmacht und die Vielfalt ist eben überall sichtbar, und man hört es, bei mir berlinert niemand aber hier hört man mehr englisch als deutsch. :d und da wo du wohnst, klar findest du da noch Berliner, die etwas Randbezirke sind natrürlich anders bevölkert als die tourimitte.



"Bei dir", das ist, weil du aus Friedrichshain/Prenzlauer Berg nicht rauskommst. Das ist Touri-und-Schwaben-Gegend. Natürlich berlinert da kaum noch einer. Das ist aber nur ein sehr kleiner Teil von Berlin und alles was drumherum ist, ist nur aus dieser Ghetto-Perspektive "Randbezirk". Tatsächlich ist dieser Rand der größte Teil von Berlin, bewohnt von Berlinern, die auch sprechen wie Berliner. Und die wohnen auch noch in 30 Jahren dort. Geh nach Wedding, Tiergarten, Charlottenburg, Lichtenberg, Pankow, Schöneberg, Wilmersdorf Reinickendorf, dort wird überall berlinert. Das zieht sich ja raus bis nach Brandenburg, wo teilweise noch viel stärker berlinert wird.

Gegen diese Kiez-Sicht ist ja auch gar nichts zu sagen. Das ist tatsächlich Berliner Identität. Berlin ist eine Stadt, die aus vielen kleinen Dörfern entstanden und zusammengewachsen ist. Das macht Berlin so besonders, denn jeder Bezirk und jede Kiez hat seine eigenen Zentren und niemand muss ins Stadtzentrum fahren, um dort einzukaufen. Der Berliner identifiziert sich seit je her viel mehr mit seiner Hood als mit der Stadt als ganzes.
Das wäre auch den "Schwaben" gegönnt, wenn sie sich nicht so schäbig eingekauft hätten, eine große Verdrängung damit vorangetrieben haben und letztlich offenbar der Meinung sind, Berlin müsste genauso funktionieren wie ihre kleinen, langweiligen Städte, aus denen sie herkommen. Die sitzen da jetzt in der Mitte Berlins und der Rest der Stadt macht sich lustig über sie. Ganz nach guter, alter Berliner Tradition. :D
 
Also ick möchte meinen, im Osten wird mehr berlinert als im Westen :deal: zumindest ist dit immer so meen Eindruck, wenn ick doch mal aus Versehen an der Kontrolle vorbeikomme und über die Grenze hüppe :D
Jut, ick red von den Randbezirken, mit de Stundenten- und Kneipenbezirke hab ick nischt am Hut.
 
Google hat auf hinterhältige und skrupellose Art & Weise einen Esel beseitigt!
VERBRECHERBANDE! SKANDAL!!!

64391-hxdc_lyxjpjk92tmqb4s.jpg


http://www.20min.ch/digital/dossier/google/story/Hat-Google-einen-Esel-auf-dem-Gewissen--17761140
 
Melphiz schrieb:
Also ick möchte meinen, im Osten wird mehr berlinert als im Westen :deal: zumindest ist dit immer so meen Eindruck, wenn ick doch mal aus Versehen an der Kontrolle vorbeikomme und über die Grenze hüppe :D
Jut, ick red von den Randbezirken, mit de Stundenten- und Kneipenbezirke hab ick nischt am Hut.

Das stimmt auch! Und teilweise gibt es auch feine Unterschiede, die ich so konkret gar nicht benennen kann, im Berlinern von West- und Ostberlinern.
 
Urgs glaub du auch noch diesen schwabenscheiß im prenzlauerberg. Das ist mit Abstand der größte Schwachsinn überhaupt, es gibt da genauso viel Schwaben wie Türken, im grunde keine. Und Berlin besteht nicht nur aus den Randbezirken, die Mitte ist mittlerweile riesig, und ja, immer mehr Berliner die dort 30 Jahre gelebt haben ziehen weg weil ihnen der Wandel nicht mehr gefällt, kaum eine Stadt in Deutschland wird sich so gewandelt und verändert haben wie Berlin, hier wurde eine ganze Stadtmitte saniert, davon träumen andere Städte, hier wurde viel Geld investiert, dadurch hat natürlich eine Verschiebung stattgefunden, wenn das heute alles Schwaben wären, dann hat Berlin mehr Schwaben als Stuttgart und Ulm zusammen. Ich kann diesen schwabenscheiß einfach nicht mehr hören, und wenn es so wäre dass ich aus prenzlberg nicht rauskomme, wieso zum Teufel hab ich in den 12 Jahren Berlin keine 10 Schwaben getroffen? Es wäre witzig hier gäbe es welche. Der Berliner spinnt sich hier eine Lösung für sein Dilemma, den Wandel einer Stadt nicht zu kapieren und mit dem Wandel zu gehen und die Abwechslung zu genießen.
 
pil schrieb:
Urgs glaub du auch noch diesen schwabenscheiß im prenzlauerberg. Das ist mit Abstand der größte Schwachsinn überhaupt, es gibt da genauso viel Schwaben wie Türken, im grunde keine. Und Berlin besteht nicht nur aus den Randbezirken, die Mitte ist mittlerweile riesig, und ja, immer mehr Berliner die dort 30 Jahre gelebt haben ziehen weg weil ihnen der Wandel nicht mehr gefällt, kaum eine Stadt in Deutschland wird sich so gewandelt und verändert haben wie Berlin, hier wurde eine ganze Stadtmitte saniert, davon träumen andere Städte, hier wurde viel Geld investiert, dadurch hat natürlich eine Verschiebung stattgefunden, wenn das heute alles Schwaben wären, dann hat Berlin mehr Schwaben als Stuttgart und Ulm zusammen. Ich kann diesen schwabenscheiß einfach nicht mehr hören, und wenn es so wäre dass ich aus prenzlberg nicht rauskomme, wieso zum Teufel hab ich in den 12 Jahren Berlin keine 10 Schwaben getroffen? Es wäre witzig hier gäbe es welche. Der Berliner spinnt sich hier eine Lösung für sein Dilemma, den Wandel einer Stadt nicht zu kapieren und mit dem Wandel zu gehen und die Abwechslung zu genießen.

Du kannst den Schwabenscheiß nicht mehr hören? Dabei verbreitest du ihn ständig über Facebook! :ugly:

Ich glaube, ich habe Schwaben in Gänsefüßchen gesetzt. Die Schwaben stehen quasi als Speerspitze der neuen Zugewanderten-Welle. Das musste also nicht persönlich nehmen! :bussi:

Hier mal für dich als Zentrumbewohner eine Berlinkarte! :p

berlin-karte-uebersicht-gross-3-farben-740.gif


Das ist Berlin! Komplett! Ich wohne im Wedding! Das ist kein Randbezirk! :D

Melphiz hat übrigens Recht, auch hier redet keiner über Schwaben. Aber es herrscht schon eine gewisse Angst vor der nächsten Welle der Zuwanderung. Der Wedding ist sehr zentral und er lebt von seiner sozialen Mischung. Was man hier nicht will, das ist so ein totsaniertes Pflaster wie der Prenzlauer Berg es ist.
Das ist genau das Problem. Wenn es sich nur auf diesen Bezirk beschränken würde, würde das keinen interessieren. Demnächst steht der Umzug von 2000 BNDlern an, viele aus dem Süden Deutschlands. Verdienen nen Schweinegeld mit der Schnüffelei. Wo wollen die eigentlich alle wohnen? Wedding und Tiergarten liegen quasi direkt am neuen Gebäude an. Wäre doch praktisch ...
 
http://www.ksta.de/innenstadt/alteburger-strasse-ein-zebrastreifen-ohne-genehmigung,15187556,21469262.html

In Köln gibt es einen Zebrastreifen, den es eigentlich nicht geben dürfte. Die Stadt hat ihn offenbar nicht hingemalt.

Es gibt ihn schon mehrere Jahre und das ganze ist nur aufgefallen, weil er langsam verwittert und besorgte Bürger das gemeldet haben.
 
Urgs schrieb:
pil schrieb:
Urgs glaub du auch noch diesen schwabenscheiß im prenzlauerberg. Das ist mit Abstand der größte Schwachsinn überhaupt, es gibt da genauso viel Schwaben wie Türken, im grunde keine. Und Berlin besteht nicht nur aus den Randbezirken, die Mitte ist mittlerweile riesig, und ja, immer mehr Berliner die dort 30 Jahre gelebt haben ziehen weg weil ihnen der Wandel nicht mehr gefällt, kaum eine Stadt in Deutschland wird sich so gewandelt und verändert haben wie Berlin, hier wurde eine ganze Stadtmitte saniert, davon träumen andere Städte, hier wurde viel Geld investiert, dadurch hat natürlich eine Verschiebung stattgefunden, wenn das heute alles Schwaben wären, dann hat Berlin mehr Schwaben als Stuttgart und Ulm zusammen. Ich kann diesen schwabenscheiß einfach nicht mehr hören, und wenn es so wäre dass ich aus prenzlberg nicht rauskomme, wieso zum Teufel hab ich in den 12 Jahren Berlin keine 10 Schwaben getroffen? Es wäre witzig hier gäbe es welche. Der Berliner spinnt sich hier eine Lösung für sein Dilemma, den Wandel einer Stadt nicht zu kapieren und mit dem Wandel zu gehen und die Abwechslung zu genießen.

Du kannst den Schwabenscheiß nicht mehr hören? Dabei verbreitest du ihn ständig über Facebook! :ugly:

Ich glaube, ich habe Schwaben in Gänsefüßchen gesetzt. Die Schwaben stehen quasi als Speerspitze der neuen Zugewanderten-Welle. Das musste also nicht persönlich nehmen! :bussi:

Hier mal für dich als Zentrumbewohner eine Berlinkarte! :p

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Das ist Berlin! Komplett! Ich wohne im Wedding! Das ist kein Randbezirk! :D

Melphiz hat übrigens Recht, auch hier redet keiner über Schwaben. Aber es herrscht schon eine gewisse Angst vor der nächsten Welle der Zuwanderung. Der Wedding ist sehr zentral und er lebt von seiner sozialen Mischung. Was man hier nicht will, das ist so ein totsaniertes Pflaster wie der Prenzlauer Berg es ist.
Das ist genau das Problem. Wenn es sich nur auf diesen Bezirk beschränken würde, würde das keinen interessieren. Demnächst steht der Umzug von 2000 BNDlern an, viele aus dem Süden Deutschlands. Verdienen nen Schweinegeld mit der Schnüffelei. Wo wollen die eigentlich alle wohnen? Wedding und Tiergarten liegen quasi direkt am neuen Gebäude an. Wäre doch praktisch ...

Übrigens auch wenn du es nicht glaubst, ich war schon in nahezu jedem Bezirk. :P Mir ist da nix fremd.

Es sind die Bezirke saniert worden die im Osten lagen, den Westen interessiert doch kaum einer, ich glaube nicht dass man sich in Neukölln oder Wedding sorgen machen muss dass diese Bezirke Tourigegenden werden. :gerri: Was ich aber nicht sehe ist dass irgendwas totsaniert wurde. Und ich weiß auch nicht ob Außentoiletten und Kohleofen und einmalverglaste Fenster noch standard sein müssen wie es vor der Sanierung in den Häusern war, ich kenn das selbst noch von früher. Aber man kann doch nicht ernsthaft die Häuser noch weitere 50 Jahre verfallen lassen ohne etwas zur Erhaltung der Gebäude tun. Man sollte eher froh sein dass Geld investiert wird statt die Häuser dem Verfall selbst zu überlassen. Kann ich also nicht nachvollziehen, was ich auch nicht nachvollziehen kann ist wie man aus politischer Seite keine Richtlinien erstellen kann die Mietwucher nach einer Sanierung regelt. Kumpel hat in Prenzlberg 350€ gezahlt und ist wegen Famiele nach Lichtenberg gezogen. Er lebte dort schon seit 15 Jahren, entsprechend so klein die Miete, nach dem Auszug und einer kleinstsanierung kostet die Miete nun 980€ kalt. Das darf nicht sein. Das gehört politisch geregelt und wenn es Regeln dafür gibt gehören Kontrollmechanismen installiert die solch Wucher verhindern.
 
flexx schrieb:
Google hat auf hinterhältige und skrupellose Art & Weise einen Esel beseitigt!
VERBRECHERBANDE! SKANDAL!!!

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http://www.20min.ch/digital/dossier/google/story/Hat-Google-einen-Esel-auf-dem-Gewissen--17761140

haben zwar keine esel, dafür pferde.

und die wälzen sich regelmäßig.

schaut genauso aus. auf den fotos sieht man auch, dass die beine immer wieder anders sind.

esel gut, alles gut.
 
pil schrieb:
Urgs schrieb:
pil schrieb:
Urgs glaub du auch noch diesen schwabenscheiß im prenzlauerberg. Das ist mit Abstand der größte Schwachsinn überhaupt, es gibt da genauso viel Schwaben wie Türken, im grunde keine. Und Berlin besteht nicht nur aus den Randbezirken, die Mitte ist mittlerweile riesig, und ja, immer mehr Berliner die dort 30 Jahre gelebt haben ziehen weg weil ihnen der Wandel nicht mehr gefällt, kaum eine Stadt in Deutschland wird sich so gewandelt und verändert haben wie Berlin, hier wurde eine ganze Stadtmitte saniert, davon träumen andere Städte, hier wurde viel Geld investiert, dadurch hat natürlich eine Verschiebung stattgefunden, wenn das heute alles Schwaben wären, dann hat Berlin mehr Schwaben als Stuttgart und Ulm zusammen. Ich kann diesen schwabenscheiß einfach nicht mehr hören, und wenn es so wäre dass ich aus prenzlberg nicht rauskomme, wieso zum Teufel hab ich in den 12 Jahren Berlin keine 10 Schwaben getroffen? Es wäre witzig hier gäbe es welche. Der Berliner spinnt sich hier eine Lösung für sein Dilemma, den Wandel einer Stadt nicht zu kapieren und mit dem Wandel zu gehen und die Abwechslung zu genießen.

Du kannst den Schwabenscheiß nicht mehr hören? Dabei verbreitest du ihn ständig über Facebook! :ugly:

Ich glaube, ich habe Schwaben in Gänsefüßchen gesetzt. Die Schwaben stehen quasi als Speerspitze der neuen Zugewanderten-Welle. Das musste also nicht persönlich nehmen! :bussi:

Hier mal für dich als Zentrumbewohner eine Berlinkarte! :p

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Das ist Berlin! Komplett! Ich wohne im Wedding! Das ist kein Randbezirk! :D

Melphiz hat übrigens Recht, auch hier redet keiner über Schwaben. Aber es herrscht schon eine gewisse Angst vor der nächsten Welle der Zuwanderung. Der Wedding ist sehr zentral und er lebt von seiner sozialen Mischung. Was man hier nicht will, das ist so ein totsaniertes Pflaster wie der Prenzlauer Berg es ist.
Das ist genau das Problem. Wenn es sich nur auf diesen Bezirk beschränken würde, würde das keinen interessieren. Demnächst steht der Umzug von 2000 BNDlern an, viele aus dem Süden Deutschlands. Verdienen nen Schweinegeld mit der Schnüffelei. Wo wollen die eigentlich alle wohnen? Wedding und Tiergarten liegen quasi direkt am neuen Gebäude an. Wäre doch praktisch ...
pil schrieb:
pil schrieb:
Übrigens auch wenn du es nicht glaubst, ich war schon in nahezu jedem Bezirk. :P Mir ist da nix fremd.

Es sind die Bezirke saniert worden die im Osten lagen, den Westen interessiert doch kaum einer, ich glaube nicht dass man sich in Neukölln oder Wedding sorgen machen muss dass diese Bezirke Tourigegenden werden. :gerri: Was ich aber nicht sehe ist dass irgendwas totsaniert wurde. Und ich weiß auch nicht ob Außentoiletten und Kohleofen und einmalverglaste Fenster noch standard sein müssen wie es vor der Sanierung in den Häusern war, ich kenn das selbst noch von früher. Aber man kann doch nicht ernsthaft die Häuser noch weitere 50 Jahre verfallen lassen ohne etwas zur Erhaltung der Gebäude tun. Man sollte eher froh sein dass Geld investiert wird statt die Häuser dem Verfall selbst zu überlassen. Kann ich also nicht nachvollziehen, was ich auch nicht nachvollziehen kann ist wie man aus politischer Seite keine Richtlinien erstellen kann die Mietwucher nach einer Sanierung regelt. Kumpel hat in Prenzlberg 350€ gezahlt und ist wegen Famiele nach Lichtenberg gezogen. Er lebte dort schon seit 15 Jahren, entsprechend so klein die Miete, nach dem Auszug und einer kleinstsanierung kostet die Miete nun 980€ kalt. Das darf nicht sein. Das gehört politisch geregelt und wenn es Regeln dafür gibt gehören Kontrollmechanismen installiert die solch Wucher verhindern.



Hab ich was gegen Sanierung gesagt? Es ging ja eher um Luxussanierungen und die damit einhergehende Verdrängung von Menschen aus ihren Wohngebieten. Das meine ich mit "totsaniert". Berlin ist eben keine Stadt wie jede andere, in der man sagt, okay, die Armen müssen halt draussen wohnen. Ich denke, da ist man sich mittlerweile auch einig, dass diese radikale Form der Gentrifizierung nicht optimal ist. Aber ich sehe da nicht, dass dagegen etwas getan wird. Im Gegenteil.

Das Teile von Neukölln mittlerweile hip sind und durchaus als Tourigegenden durchgehen, ist dir wohl entgangen, ne? :D

Ich gehe auch nicht davon aus, dass der Wedding zur Tourigegend wird. Es reicht aber schon, wenn die Mieten steigen und die Luxussanierungen zunehmen. Denn es hat sich ja auch unter den Zugezogenen rumgesprochen, dass es sich in Touristengegenden nicht besonders angenehm wohnen lässt.
 
Urgs hat schon ein wenig recht. Ich bin ja hunderte Male innerhalb Berlins umgezogen (Kreuzberg, Wedding, Reinickendorf, Schöneberg, Neukölln, Charlottenburg, Kreuzberg und jetzt seit einigen Monaten Prenzlauer Berg) und wie die Mieten steigen ist unglaublich. Neukölln ist so ein trendiger Bezirk geworden. Die Busse sind nachts voller Studenten, überall machen so kleine Hipsterbars auf, es gibt sogar einen riesigen Biomarkt in der Sonnenallee. Ich wollte nachdem ich in einer WG in meiner alten Heimat Kreuzberg gewohnt habe, wieder nach Neukölln, aber konnte es mir nicht leisten. Es bewerben sich auch außerhalb der Erstsemestermonate mindestens(!!!) zwanzig Studenten für eine Wohnung mit fetten Gehaltsnachweisen von Mama und Papa. Als BAföG-Student bzw. Nebenjobber habe ich null Chancen in Neukölln eine Singlewohnung zu bekommen. In den szenigen Gegenden Kreuzbergs (Kottbusser - Schlesisches Tor) ist es auch extrem schwer. Das war noch vor sieben Jahren als ich von zu Hause ausgezogen bin, deutlich einfacher. Jetzt hatte ich lediglich Chancen eine Wohnung in Charlottenburg oder Prenzlauer Berg zu finden, wenn ich in der City wohnen wollte. Schon irgendwie komisch. Und die jetzige Wohnung an der Schönhauser war auch nur Glück. Man muss sich nur Immobilienscout und Co. anschauen. Es ist echt krass, was hier preislich abgeht. Viele Freunde aus nicht-reichen Familien wohnen noch bei ihren Eltern, weil sogar mit WBS kaum was geht.
Das nervt mich persönlich alles ziemlich. Weil Berlin mal wirklich eine coole Stadt war, die Chancen schenkte. Und jetzt gibt es diese Chancen halt gegen Bares. Dort, wo in den 90ern ein Künstler noch seinen letzten Pfennig steckte, um ein Atelier zu besitzen, gibt es jetzt halt irgendeinen Spießbuben Friedrich, dessen Eltern Freunde von dem und dem sind und die das Teil einfach mal kaufen. Dann wird eine fette Facebookvernisageparty gemacht und schon sind wir hip. Mich stößt das alles schon sehr ab und trotzdem habe ich viele Freunde, deren Eltern ähnliche Träume verwirklichen. Eigene Bars, Filmprojekte, künstlerische Studiengänge, Startups. Das ist alles schön und gut, aber als traditioneller wirklich armer Berliner fühlt man sich schnell verdrängt. Der Markt nutzt natürlich die reichen Zugezogenen aus und und die Stadt verliert seinen Arm-aber-sexy-Charme. Jetzt sind wir eher Reich-und-fühlen-uns-geil.

Übrigens würde ich behaupten, dass weit über 90% der jungen Westberliner (<30 Jahre) nicht berlinern, auch nicht in Kreuzberg und Neukölln. Im Osten sieht es anders aus. Dort hört man das viel häufiger. Und obwohl ich immer unter Türken gewohnt habe, sowohl akademische als auch sozial schwache Türken kenne, habe ich noch nie einen Türken berlinern hören. Überhaupt habe ich kaum einen Ausländer berlinern hören, egal wie gut integriert. Wobei ich bis ich mit meiner Freundin zusammengekommen bin, sehr wenig Kontakt mit Ossis hatte. Zwei Arbeitsstellen hatte ich sogar im tiefsten Osten (Alt-Hohenschönhausen und jetzt Schönefeld) und trotzdem kommen alle Ausländer (wechseln andauernd wegen Zeitarbeit) aus dem Westen und sprechen halt hochdeutsch/kanak.

Na ja, nur mal meine Eindrücke. Die Stadt beschäftigt mich schon irgendwie, aber mittlerweile hasse ich sie mehr als ich sie liebe, glaube ich. Zu viele Kartoffeln verderben den Brei. Oder so.
 
Neukölln ist nicht hip, Neukölln ist immer noch das assipflaster dass es geworden ist, war ja nicht immer so, nicht als ich damals dort gelebt habe aber dann kamen mehr assis und die billigläden dazu, billig wohnen kann man dort immer noch und klar gibt es dort schöne Gegenden, erst recht nach der Schließung von Tempelhof. Aber das ist nicht Neukölln und vielleicht solltest du Neukölln mal besuchen um das zu merken dass Neukölln immer noch böse asselgegenden gibt und bitterarm ist und das merkt man sehr, erst Recht weil sich dort niemand darum kümmert wie ihre Straßen ausehen, brauch ich mein Bett nicht mehr wirds aus dem Fenster geschmissen.

Genug gespamt denk ich.

Und natürlich muss man was gegen den Mietwucher angehen, das Problem sind nicht mal nur die Mieten sondern die sinkenden Löhne in der Stadt, ich könnte ja schon wieder ausflippen was eine Gewerkschaft für einen Tarifvertrag unterschrieben hat, das ist zum Heulen wenn selbst die dafür sorgen dass man plötzlich im Jahre 2012 weniger verdient als vor 12 Jahren und das abgesegnet von einer der größten Gewerkschaften im Lande.
 
Für 2013 wird ein Mietanstieg von 13% erwartet, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Trifft natürlich vor allem jene, die umziehen und eine neue Wohnung anmieten. Wenn sie denn überhaupt eine finden. Allein vor 5 Jahren, als wir das letzte Mal umgezogen sind, war die Situation noch grundlegend anders gewesen. Eigentlich würden wir ja auch gerne in eine 4-Zimmer-Wohnung ziehen, aber das sehe ich noch nicht. Wir können mit unseren 90qm2 froh sein, auch wenn wir nur 3 Zimmer haben. Naja, vielleicht platzt diese lächerliche Blase in 5 weiteren Jahren auch wieder. Abwarten und Tee trinken. Dieser Senat wird jedenfalls nicht dafür sorgen, dass Mieten nur in begrenzten Maße, bei Neuvermietung, erhöht werden dürfen.
 
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