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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mutwillige Gefährdung ist aber schon eine starke Anschuldigung. Über 200 gehe ich idR auch nicht, aber 180-200 ist für mich die perfekte Reisegeschwindigkeit. Natürlich nur wenn es der Verkehr hergibt. Ich konzentriere mich aber auch nur auf die Bahn und unterhalte mich nicht nebenher, oder telefoniere oder höre Hörbücher. Das geht wunderbar.

Dito.
Kurzzeitig mal 220-230 , darüber wirds dann eher anstrengend und stressig.
 
Kommt immer auf den Verkehr, Wetter und Strecke an. Ich fahre ja grundsätzlich antizyklisch, wenn man alle 10 km mal ein anderes Fahrzeug trifft. Gerade hier im Osten, mit relativ neuen Strecken und wenig Verkehr, wäre auch mehr drin. Aber klar, in den stark frequentierten Ecken schwimme ich auch nur einfach mit, auf Streß habe ich auch keinen Bock. Aber wenn ich auf solche leeren Strecken mit 130 lang dackeln müßte, …. holy….
 
Thema Tempolimit:
Muss heute über 900km fahren. Hier im Ausland bei max 130 rumzugondeln ist echt ätzend, wenn man nach Hause möchte. Und wenn ich dann D erreicht habe, macht einem der Verkehr auf unseren süddeutschen Autobahnen einen Strich durch die Rechnung.
Wenn man schön zwischen 160 und 180 fahren könnte, wäre das ideal.
Also für lange Strecken ist 130 nicht so knülle.
 
Inzwischen ist es mir auch latte, mit dem Familienbomber sowieso. Und dass der GTI mal die 200 geknackt hat ist auch schon 2 Jahre her. Die Tour letztens nach Belgien war ultraentspannt, wobei die 100 tagsüber in Holland doch zu lahm sind.
 
Wir fahren nächste Woche über 700 km nach Kärnten. UNd nach ner Woche wieder zurück. Und trotzdem hab ich kein Problem mit, überall max 130 zu fahren...
Versteh da echt das Problem überhaupt nicht.

DIe paar Minuten, die ich sonst früher ankomm ist mir das nicht wert.
Eben; und auf kürzeren Strecken hat man nicht mal mehr einen Zeitvorteil. Wir haben‘s gestern wieder gesehen, als wir vom Land zurück in die Stadt gefahren sind. Mein Schwager ist 1 Minute vor mir los und der fährt immer 140-150 km/h auf der linken Spur, während ich - bis auf Überholmanöver - mit 120km/h auf der rechten Spur „krieche“. Tja, in der Stadteinfahrt vor der ersten Ampel stand er 3 Autos vor mir. :D

Dieser Drang 180 km/h fahren zu „müssen“ ist eigentlich der innere Stress der einen antreibt und das ist sowieso nicht gesund. Aber die Erfahrung werden die Leute früher oder später selbst machen.
 
Es macht aber auch Spaß, einfach mal Gas zu geben, das muss man schon zugeben. Und man gewöhnt sich an Geschwindigkeit auch schnell, es kommt einem nach kurzer Zeit nicht mehr so viel vor.

Aber es ist rational gesehen natürlich unsinnig. Ich bin jetzt auch letztens quer durch Holland und zurück. 100 sind so entspannt, dass mir nach einer Stunde die Augen zufielen. Aber ich habe richtig viel Benzin gespart. Ich habe einen Hybrid, auf deutschen Autobahnen bringt mir der nichts, aber mit weniger Geschwindigkeit kann man häufig elektrisch rollen und das macht sich dann sehr bemerkbar.

130 fände ich einen guten Kompromis. Dann fährt man maximal 150 und dann passt das.
 
Inzwischen ist es mir auch latte, mit dem Familienbomber sowieso.
Das ists noch dazu never _ever_ würde ich mit der Familie im Gepäck 160 oder gar 180 fahren.

@Hobiologe Exakt. Wie oft ich auf meiner Pendelstrecke von Autos überholt werde, die 180 oder mehr fahren, nur um sie dann 20 km weiter in der Baustelle direkt vor mir zu sehen - oder sogar zu überholen, weil sie hinter nem LKW festhängen.

Es mag sich so anfühlen, als wäre man viel schneller, das ist aber in der Realität ein Trugschluss
 
Dass auf eurer 40km Pendlerstrecke, auch noch im Berufsverkehr in einem Ballungszentrum, kein Zeitvorteil feststellbar ist, das ist doch logisch und bestreitet gar keiner. Man kann dort faktisch gar nicht wirklich schnell fahren.

Mittwoch Abend war ich auf der A4 und später der A13 unterwegs und da war wirklich überhaupt nix los auf der Bahn. Abseits von Baustellen und teilweisen Beschränkungen konnte ich da ohne Probleme dauerhaft schnell fahren. Da kommt dann auch eine spürbare Zeitersparnis zu Stande. Und ja, ich gebe zu, Spaß machte es auch.
 
Erinnere mich an nen Nordsee Urlaub bei dem wir abends nach Hause gefahren sind und unsere kleine Tochter partout nicht einschlafen wollte und rumgeweint hat. Autobahn komplett leer. Da war ich schon froh schneller fahren zu können, da das schneller am Ende eben über ne Stmunde früher daheim sein ausgemacht hat.
 
Ich red natürlich auch von längeren Strecken...
War neulich in München, in Bochum und fahr nächste Woche nach Kärnten. Auch da hab ich nie den Drang schneller zu fahren und auch da hält sich der Zeitvorteil absolut in Grenzen (aber das ist für mich auch nicht das Hauptargument für 130)

Außerdem hab ich 75 km Pendelstrecke und könnte (da ich antizyklisch fahre) eigentlich immer beliebig schnell fahren. Begrenzungen gibts außerhalb von Baustellen auf der Strecke auch keine
 
Wir fahren die Strecke Köln-Valencia mehrmals im Jahr. Einfach Strecke 1600 Km und in einem Rutsch. Davon entfallen 200 Km auf deutsche Straßen und ich bin immer froh, wenn die ein Ende haben. 120, respektive 130 ist perfekt. Für Mensch und Maschine. Ganz früher, da lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 160, wenn man die meiste Zeit mit 190 oder mehr unterwegs war. "Kilometer fressen" nannte man das. Danach war man einfach nur im Arsch. Bei 130 Km/h fahre ich auch 2000 Km in einem Rutsch total entspannt und falle angekommen nicht todmüde und abgekämpft ins Bett.
 
Bei mir ist es allerdings so, dass ich bei Dauerbegrenzung dafür während der Fahrt dann richtig schnell müde werde. Bei konstant 120-130 ist es ein wenig als würde man nem Bildschirmschoner zuschauen. Es hat seinen Reiz, aber entspannt finde ich weder das eine noch das andere.
 
bei 15h Autofahrt kauf ich dir das nicht wirklich ab.

Nach 15 Stunden Autofahrt bei maximal 130 gehe ich duschen und das war's. Genieße mein Essen, ein großes Bier und die Stille. Die Fahrgeräusche hallen noch eine Weile nach, aber ansonsten liebe ich lange Autofahrten.

Aber ja, mit höherer Geschwindigkeit ist man auch angespannter und am Ende kaputter.
Höhere Geschwindigkeiten erfordern mehr Konzentration. Über Stunden ist das ein Kraftakt. Nach Spanien runter fahre ich die ganze Nacht und lasse dabei Frankreich hinter mir. Nachts sind die Autobahnen "leer". Viele Auto-Urlauber verlassen dann um zu schlafen die Autobahn und das war früher die Zeit um auf's Gas zu gehen. Stumpf über Stunden 200 km/h und mehr. Immer froh, wenn man unterwegs auf Gleichgesinnte traf die auch runter in den Süden wollten und man für mehrere 100 Kilometer ein "Windschatten-Gespann" bildete oder man sich auf der Tanke vorstellte.

Und ganz früher, da gab es nicht überall fertiggestellte Autobahnabschnitte. Da hatte man viele viele Kilometer Landstrasse vor sich. Ich brauche sicher nicht erwähnen, dass man da nicht mit 70 unterwegs war. 130, 140, 160 - Landtstrasse. Total verrückt. Mit unzähligen Überholmanövern, weil alle die mit Wohnwagen unterwegs waren höchstens 80 fuhren. Da will man dann vorbei. Nachts war das ein Bild für die Götter, wenn am Horizont Dutzende Blinklichter aufleuchteten, die Überholvorgänge ankündigten. Bilder die man nach der Ankunft erst verdauen muss. Genauso wie die schlimmen Unfälle die passierten. Frankreich ist in den frühen Morgenstunden für seine Nebelbänke berüchtigt. Für viele war dort Schluss mit Urlaub. Ich habe weinende Kinder Nachts auf der Autobahn in Badehosen gesehen, die versucht haben, ihren blutenden Eltern auf den vorderen Sitzen zu helfen. Koffer die von der Wucht des Aufpralls ihren Inhalt auf dem Asphalt verteilten.

Nee. Das ist heute mit 120 Schnitt auch nach 15 Stunden mehr als entspannt. Meiner Meinung nach. Ich habe da echt alles durch und würde wegen einer früheren Ankunft nicht schneller fahren wollen. Dann lieber irgendwo einen Zwischenhalt einplanen, wenn man kein Freund langer Autofahrten ist.
 
Ich wohne jetzt in Belgien und gefühlt nervt mich das Tempolimit.

Ich fahr dann regelkonform 120-125 und ständig hab ich jemandem im Nacken. Gefühlt mehr als in DE.

Zudem nervt mich bei vielen Diskussionen, dass man kein Verständnis für andere aufbringt.

Nur weil “du” (beliebiger Diskussionsteilnehmer) nie schneller fährst oder nicht verstehen kannst warum man es gern tut, ist das kein valides Argument.

Gleiches gilt auch für Elektroautos. Nur weil man selbst Kompromisse eingehen kann/will muss das nicht für andere gelten (unabhängig ob es allgemein sinnvoll ist oder nicht).

Andere Perspektiven einnehmen in einer Diskussion ist heutzutage gefühlt noch weniger als früher.
 
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber das Verständnis war doch jahrzehntelang da und gerade dieses schwindet eben zunehmend immer mehr. Wenn man den Umfragen glauben darf, dann befürwortet die Mehrheit heute ein Tempolimit und was das auf lange Sicht in einer Demokratie bedeutet, muss man wohl keinem erklären.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass mehr Verständnis für die vielen Menschen aufbracht wird, die sich ein Tempolimit wünschen?
 
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