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Der Boulevardpresse Thread (3 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Der Punkt ist ganz gut, ob härtere Strafen Straftagen verhindern: gerade Alles was mit dem Straßenverkehr zu tun hat, ist ne heikle Sache. Zum Teil wurden ja Strafmaße erweitert, für Handy am Steuer z.B. Aber anstatt es dann einfach sein zu lassen, wird mehr unternommen, unerkannt mit dem Handy zu telefonieren....
Klar, reg ich mich auch auf wenn ich mit 59 in der 50er Zone geblitzt werden, wenn aber an jedem anderen Tag wo man 50 fährt, die anderen aufn cm am Heck kleben.
Da fehlt eben Kontrolle. Ist dann bei einem Unfall mit Gaffer sicher nicht anders. Wenn es regelmäßig zu solchen 900 € Urteilen kommen würde, wäre das evtl. mehr Abschreckung, als hier einmal 2 Jahre zu geben. Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, das man bei den 3 Delikten schon etwas zu milde bestraft hat.
 
Edit: Zum Thema härtere Strafen und Kriminalität verhindern. Schaut euch doch einfach mal, wie viele Menschen in den USA jedes Jahr aufgrund dieser unsäglichen Three Strikes Gesetzgebung lebenslang in den Knast gehen, weil sie 7 Bleistifte geklaut haben...
Wir haben auf der anderen Seite des Ozeans einen super Vergleich. Härtere Strafen, härtere Gefängnisse, damit die Leute dort nicht einfach "chillen können", so wie bei uns. Und was sehen wir... ja, ein Land, dessen Kriminalitätsrate ungefähr auf dem Niveau der Ukraine liegt - und zwar explizit bei den besonders schweren Straftaten!


Man müsste ja nichtmal "nachschärfen". Davon rede zumindest ich die ganze Zeit nicht. Es würde reichen wenn man den gesetzlich vorgegeben Spielraum etwas mehr ausnutzen würde.

Doch, man müsste nach schärfen, weil du leider das mit dem Strafrahmen nach wie nicht verstanden hast. Wenn Straftat X mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann, heißt das eben nicht, dass diese Strafe als Regelfall gedacht ist. Das ist die Höchststrafe, die dann eintritt, wenn die konkrete Straftat innerhalb dieses Komplexes besonders schwer ist und es ~nichts Entlastendes gibt. Ich finde leider grade die Kolumne nicht, in der Thomas Fischer bei der zeit mal darüber geschrieben hat. Das war imo sehr erhellend (und auch erfrischend so wie er schreibt :D).

Das ganze Prinzip müsste also verändert werden: die Höchststrafe müsste generell erstmal das Standardurteil sein und nur wenn man ganz spezielle entlastende Fakten findet, könnte man dann ggf. darüber nachdenken, das Straßmaß abzumildern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch, man müsste nach schärfen, weil du leider das mit dem Strafrahmen nach wie nicht verstanden hast. Wenn Straftat X mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden kann, heißt das eben nicht, dass diese Strafe als Regelfall gedacht ist. Das ist die Höchststrafe, die dann eintritt, wenn die konkrete Straftat innerhalb dieses Komplexes besonders schwer ist und es ~nichts Entlastendes gibt. Ich finde leider grade die Kolumne nicht, in der Thomas Fischer bei der zeit mal darüber geschrieben hat. Das war imo sehr erhellend (und auch erfrischend so wie er schreibt :D).

Das ganze Prinzip müsste also verändert werden: die Höchststrafe müsste generell erstmal das Standardurteil sein und nur wenn man ganz spezielle entlastende Fakten findet, könnte man dann ggf. darüber nachdenken, das Straßmaß abzumildern.

Ich bin einfach mal so frech und behaupte das die von mir verlinkten Straftaten beide im oberen Bereich anzusiedeln und auch beide Täter im unteren Bereich des Möglichen verurteilt wurden.
 
Brauch ich bei 23-fachem Missbrauch einer 13-jährigen noch allzuviel Infos?

Natürlich ist auch dort die Schwere entscheidend aber allein die Anzahl ist schon immens....
 
Brauch ich bei 23-fachem Missbrauch einer 13-jährigen noch allzuviel Infos?

Natürlich ist auch dort die Schwere entscheidend aber allein die Anzahl ist schon immens....

Ja, die brauchst du... :wand::wand::wand::wand::wand::wand: Sorry, aber diese Art von Diskussion ist so einfach ein einziger Unsinn. Wie meinst du denn das so ein Prozess abläuft? "23-facher Missbraucher einer 13-jährigen... soso, Höchstrafe, schönen Tag noch!" !?
 
Natürlich ist es wichtig so viele Infos wie möglich zusammen zu tragen. Es geht, im Falle des Jungen, ja auch um ein ganzes Netzwerk von Pädophilen.
Und man sieht ja auch dass weiteres Recherchieren richtig und wichtig ist. Hätte das FBI nicht weiter gefahndet und den Kontakt nach Deutschland aufgedeckt wäre die ganze Sache vermutlich noch länger gelaufen.
Wenn man jetzt nur anhand eines Indizes oder Anschuldigung urteilen würde, dann würde uns das rechtsstaatlich doch sehr weit zurückwerfen.
 
Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich sowas hier lese:
http://m.spiegel.de/panorama/justiz...se-hat-man-der-mutter-geglaubt-a-1187916.html

Das kann doch nicht wahr sein...
Ich darf gar nicht schreiben, was ich mit dem Typ und der Mutter machen würde, sonst krieg ich nen Instant Kick-Ban.
Ja, ich weiß, wahrscheinlich ist er krank, und ja, wahrscheinlich war sie in einer Abhängigkeitssituation zu ihm, aber nichts, absolut gar nichts auf der Welt rechtfertigt sowas. Und das sie beide auch gegen die diversen Urteile/Bescheide Einspruch eingelegt haben, setzt dem Ganzen noch die Krone auf.

Darauf habe ich geantwortet und bin der Meinung, das 4 Jahre und 3 Monate zu wenig waren. Gerade nachdem er schon vorbestraft war wegen Besitz von Kinderpornos.

Verstehe die Aufregung nicht. Es muss auch nicht ständig jemand dazwischen pinkeln, das man kein Aktenzeichen hat oder das man nicht der Richter ist, der den kompletten Einblick hat. Dann brauch man sowas auch gar nicht mehr diskutieren - denn der Richter oder Sachbearbeiter wird wohl nicht im KT Unterwegs sein.
 
Jetzt mal ehrlich, wenn du wirklich diskutieren willst... Wieso ist das zu wenig? Führe das mal bitte aus. Insbesondere was denn gerechtfertigt wäre und wieso.

Und wie andere schon angemerkt haben, diskutieren macht nur auf Basis von Fakten und Argumenten Sinn... Sonst passiert genau das was du machst... "Meiner Meinung nach, ist der Himmel Rosa-Blau-Kariert"... Da es ja nur meine Meinung ist, kann ich alles vertreten.

Sowas ist keine Diskussion sondern aller höchstens eine Mitteilung.
 
Wieso ist das zu wenig? Führe das mal bitte aus. Insbesondere was denn gerechtfertigt wäre und wieso.

Weil über 80% (siehe Artikel) der Kinderschänder Wiederholungstäter sind. Sprich, in 4 Jahren und 3 Monaten ist dann das nächste Kind dran. Vielleicht Deines? Vielleicht ein anderes. Egal welches, es ist eines zu viel.

Gerechtfertigt? Lebenslange Sicherheitsverwahrung oder geschlossene Anstalt. + Zwangskastration.
 
Weil über 80% (siehe Studie) der Kinderschänder Wiederholungstäter sind. Sprich, in 4 Jahren und 3 Monaten ist dann das nächste Kind dran. Vielleicht Deines? Vielleicht ein anderes. Egal welches, es ist eines zu viel.

Gerechtfertigt? Lebenslange Sicherheitsverwahrung oder geschlossene Anstalt. + Zwangskastration.
Und die 20 %, die sich wieder fangen und wo die Therapie Wirkung hätte sind dann kollateralschäden?!
 
Und die 20 %, die sich wieder fangen und wo die Therapie Wirkung hätte sind dann kollateralschäden?!
Ganz ehrlich, ja. Zum Schutz unserer Kinder. Muss man sich vorher überlegen und mit den Konsequenzen leben. Hat man sich selbst ausgesucht, im Gegensatz zu dem Kind, dessen Leben einschneidend geprägt oder gar ausgelöscht wurde, wie in dem Artikel erwähnt. Sorry, aber das sind Tiere! Völlig und auf die irrste Art und Weise triebgesteuert; ohne Rücksicht auf Verluste. Solche „Menschen“ haben in unserer Gesellschaft nichts verloren!
 
Gerechtfertigt? Lebenslange Sicherheitsverwahrung oder geschlossene Anstalt. + Zwangskastration.
Oder: Man beschäftigt sich mit diesen Menschen. Hilft auch, siehe K.U.R.S. in Niedersachsen.
Von seinerzeit knapp 1400 haftentlassenen Tätern auf der „Kurs“-Liste seien 33 rückfällig geworden, so Wolfgang Düren, Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium.
[...]
Die Landesregierung wertet „Kurs“ als Erfolg. Studien gehen davon aus, dass rund 20 Prozent der Sexualstraftäter rückfällig werden. Die Quote in NRW liegt deutlich darunter.
http://www.aachener-zeitung.de/loka...aeter-33-von-knapp-1400-rueckfaellig-1.533270
 
Ich vermute mal das es der ist? Wobei der Fall eigentlich zu alt ist, Hollyone hatte keinen Link gepostet.

https://www.waz.de/staedte/essen/ge...-essen-missbraucht-13-jaehrige-id4568604.html

Wenn ich sowas lese verstehe ich die ganze Diskussion nicht.
Wie kann man sich da ernsthaft gegen eine längere Haftstrafe aussprechen? :?
Es kommt mir immer wieder befremdlich vor, dass sich mehr Sorgen um die Täter,
als über die Opfer gemacht wird.

Gerade bei Sexual- und Gewaltstraftaten können meiner Meinung die Strafen gar nicht hoch genug sein.
Da sollte man zumindestens das vorhandene Strafmaß voll ausschöpfen.
Nicht zur Abschreckung sonden zum Schutz aller, die hier friedlich leben wollen.
 
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