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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

In der Masse ist der Deutsche eben ein Pedant, kommerziell ausgerichtet im Kopf und sieht die Wohnung gern als Status Symbol :D.
Dass es von diesem (rassistischen?) Klischee mehr als genug Abweichungen gibt um es als pauschal anzunehmen ist mir klar.
Je weiter du z.B. östlich kommst, desto weniger spielt die Ästhetik eine Rolle. Da ist es dann oft kein Problem, wenn offene Sperrholzplatten als Raumteiler verwendet wird, das Silikon mit Nasen verfugt usw.

Ich komme weit genug in der Welt rum, um zu wissen, wie es teils mit offenen Rassismus zugeht. Und da merkt man erst mal wie frei und offen wir es haben, im Vergleich zu fast überall auf der Welt.
Das bestreite ich ja auch gar nicht. Ich bin auch schon etwas rumgekommen, vermutlich nicht so viel wie du, aber ich teile deine Einschätzung absolut.

Mich störten einfach nur die teils abstrusen Pauschalisierungen und das Abdriften des Themas von identischen Bewerbungen, bei denen nur der Name geändert wurde hin zu einer Diskussion, die sich um schmutzige, sozial schwache Ausländer dreht.

Wenn mich zehn blonde Personen schlagen, dann halte ich der elften blonden Person trotzdem die Hand entgegen. Anders kann und möchte ich auch gar nicht leben.
 
nur um abzuschließen, ich hab übrigens 2 Syrern Ausbildungsstellen gegeben. Weil sie besser waren als die deutschen Mitbewerber.

Soviel zum Thema.
 
:lol: Was eine absurde Diskussion wieder. Also manchmal ist die partielle Überkorrektheit hier schon anstrengend. Vorallem wenn die Pauschalisierungskeule verbunden mit der Rassismuskeule ausgepackt wird. Tut mir leid, aber das ist lächerlich. Ihr stellt da andere User, die ja sogar mit langjährigen Erfahrungen argumentieren können in ne Ecke, die keine normale Diskussion zu lässt.

Hoffentlich stalkt euch hier im Forum mal einer wegen Pauschalaussagen. Und wenn dann kommt dass alle Politiker korrupt sind, donnert man euch bitte die Pauschalisierungskeule auch mal an den Kopf. Oder dass jeder AfDler nen Rechte Nazi ist, oder Justin Bieber kein echter Musiker oder jedes Müsli gesund ist und was weiß ich nicht alles.

Das ist das normalste der Welt, dass man als Mensch aufgrund von Erfahrungen nen Meinungsbild hat und dann auch irgendwo pauschaliert. Das witzige ist ja dann noch, wenn man sich selbst mit Mitbürgern ausländischer Abstammung unterhält über gewisse "Ausländerthemen", wie radikal die letztlich alles sind. Da beschwert sich der Italiener darüber dass er mit Arabern keine Geschäfte machen will, weil die immer nur am handeln sind und Schmuh machen. Oder eben wieder der Immobilienbesitzer der eben auch nicht an Landsleute vermieten will. Und gerade zu der Wohnthematik gibt es soviele negative Beispiele dass ich da jeden verstehen kann der pauschalisiert und diskriminiert. Hört ja bei Ausländern nicht auf. Wieviel Bekannte von uns suchen ne größere Wohnung und bekommen absagen weil sie halt Kinder haben. Oder Haustiere. Oder lange Haare und tätowiert sind. Aber nein, hier wird immer wieder alles gleich politisch überkorrekt hochgekocht. Wie bei diesem ganzen Ausländerthema wäre es einfach mal schön, wenn alle die Mitte treffen könnten. Man braucht durch die ausländischen Einwanderer und Flüchtlinge nicht den Untergang des Vaterlandes herbei zu reden und sollte in vielen Bereichen auch eher die Chance sehen, dass wir vielleicht so auch ein wenig das Generationenproblem und andere hausgemachte Probleme in den Griff bekommen. Umgekehrt sind aber nun auch nicht alle Zuwanderer oder Ausländer nicht hochgebildete Doktoren und fleißige Arbeiter die sich als wertvolles Mitglied in die deutsche Gesellschaft einbringen wollen.
 
Wie gesagt, initial ging es um eine Bewertung an Hans eines Namens. Kann mir nicht vorstellen, dass das hier irgendjemand wirklich gutheißt.
 
Das ist das normalste der Welt, dass man als Mensch aufgrund von Erfahrungen nen Meinungsbild hat und dann auch irgendwo pauschaliert.

Aber von seinen persönlichen Erfahrungen auf eine ganze Gruppe von Menschen zu schließen ist ansich trotzdem nunmal ... falsch. Wenn mir zehn Typen mit blonden Haaren entgegen kommen und mir sagen das sie mir eine reinhauen sollte ich dem elften blonden Typen dann provisorisch schonmal sagen er soll sein blödes Maul halten? Und man sollte auch nicht vergessen das man wenn man so behandelt wird obwohl man selber gar nicht so ist das vieleicht trotzdem dazu führt das man sich irgendwann selber auch nicht mehr korrekt benimmt. "Wenn man jeden Tag wie scheisse behandelt wird benimmt man sich auch irgendwann wie scheisse."
 
Ja aber das ist doch genau der Kern. Marius hat das schon genau getroffen. Das ist genau was ich meine. Auch du/ihr pauschalierst.
Wo und wann tun "wir" das?

Nochmal, dass der Mensch pauschalisiert ist wirklich normal. Der Unterschied ist, dass Pauschalisierungen, unter denen Menschen zu leiden haben und diskriminiert werden einfach Bockmist sind.
 
Ich habe eher das Gefühl die Kritik hier geht darum das abgestritten wird, dass dieses Pauschalisieren letztendlich Rassismus ist. Einfach de facto. Auch wenn man sich auf "Erfahrung" beruft und es nicht wahrhaben will. Es soll das irgendwie verteidigen, bestätigt es eigentlich eher. Und ich denk mal niemand ist davon 100%ig frei. Der Begriff Alltagsrassismus kommt ja nicht von ungefähr. Man hatte Ärger mit 20 Leuten, meinetwegen auch gern mit 12 Arabern, 5 Russen und 3 Deutschen, aber am Ende wird die Konsequenz von dieser kleinen Auslese auf die Herkunft bezogen, ein völlig neu kennengelernter Mensch, wird nicht mehr als Individuum betrachtet, sondern vorverurteilt. Sagt ja letzlich keiner, dass das evtl. alles Männer waren und jetzt nur noch Frauen in Frage kommen. Obwohl ja selbst das eine Form von Rassismus wäre, denn auch der nächste Mann könnte ja wieder ein total umgänglicher Vertragspartner sein :)
 
Ich aber z.B. versuche das zu unterscheiden zwischen Dingen die sich ein Mensch aussuchen kann [u.a. politische Sichtweise, Benehmen] und Dinge die sich ein Mensch nicht aussuchen kann [u.a. Hautfarbe, Herkunft]. Das ist in dem Moment der Unterschied.

Richtig. Das ist auch der Grund, warum ich dieses (oft in Internetkommentarspalten zu findende) nicht zu Ende gedachte "links ist genauso schlimm wie rechts" niemals gelten lassen werde. Wobei beim Autor dann oftmals eh "Links ist schlimmer als rechts" zwischen den Zeilen durchscheint.
 
Ist halt wirklich anstrengend darüber mit euch zu diskutieren, da ihr halt selbst auch extrem eingefahren seid - wie die andere "Seite". Ihr schreibt von Pauschalisierung ist immer Rassismus bzw. steckt einen dann wenn man wie viele hier argumentiert einfach pauschal in die Rassistenecke. Und selbst wenn dann angeführt wird, dass man selbst Freunde, Mieter, Angestellte und was weiß ich nicht alles hat die ausländischer Abstammung sind, dies nur ein vorgeschobenes Argument wäre - in Wirklichkeit sei man aber doch Rassist. Das ist für mich genau die Pauschalisierung und schwarz/weiß Welt die ihr uns vorwerft. Und solange das in eurem Weltbild so ist, braucht man nicht zu argumentieren.

Und dann ja, dann bin ich am Ende wohl wirklich Rassist, wenn es so einfach ist. Oder man muss sagen, dass ich ein Menschenhasser bin. Denn oje, für mich sind auch nicht alle Hartz 4 Empfänger arme vom Schicksal gebeutelte Seelen, sondern es gibt genug Faule Säcke die sich auf dem Sozialstaat ausruhen. Und darunter sind auch genug Deutsche. Also gibt es keine Nation der gegenüber ich nicht irgendwelche Vorbehalte habe - also Hasse ich Menschen. Oder um bei eurer Argumentationskette zu bleiben. Der Mandos sagt Hartzis sind zum Teil Faulenzer. Pauschaliert der wie die Sau, darf er nicht machen. Sag ich - ich hab Freunde die Hartzis sind, ich habe Deutsche Freunde. Sagt ihr näha, zählt nicht, du schiebst das nur vor und das zählt nicht. Und zu Rassismus zählt für mich dann auch ein stückweit jemanden seine Meinung nicht zu zu stehen und diese auch mal in Betracht zu ziehen. Und alles das scheint für manche hier auch ein Problem zu sein. Mir geht es letzlich nur darum, dass die Welt und das Leben nicht Schwarz und weiß ist, sondern wir uns eigentlich immer in Grauzonen bzw. der Mitte bewegen. Und darüber sollte im Ansatz diskutiert werden. Nicht jeder muss in die Opferrolle gedrängt werden und nicht jeder in die Täterrolle.
 
Mich macht das schon wieder ein wenig wütend und auch ratlos, wie hier der Diskurs geführt wird.
Das ist ja beinahe schon hart an der Grenze zum derailing, was hier betrieben wird.
Eine Studie belegt (!), dass Bewerber*innen mit ausländisch klingenden Namen auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert werden? Wir anständigen deutschen Vermieter*innen sollen Rassisten sein? Nein, dafür muss es doch andere Erklärungen geben. Das haben die sich doch auch ein stückweit selbst zuzuschreiben, ein Blick in die Statistiken genügt, persönliche Erfahrungen kann man ja wohl kaum in Abrede stellen...
Und schon sind wir irgendwo, aber nicht mehr beim Thema. Darf ich darauf nochmal hinweisen? Hierum geht es: https://www.hanna-und-ismail.de
[...] Menschen mit ausländischem Namen werden auf dem Mietmarkt deutlich diskriminiert. Besonders hart trifft es Wohnungssuchende mit türkischer oder arabischer Herkunft. In jedem vierten Fall, in dem ein Deutscher eine Einladung zu einer Besichtigung erhält, werden sie übergangen.
Zur Erinnerung: Die Benachteiligung erfolgt einzig und allein aufgrund des Namens. Und wir befinden uns erst auf der ersten Stufe des Auswahlprozesses. Die engere Auswahl durch einen Makler und die Entscheidung des Vermieters stehen noch aus – was vermutlich weitere Nachteile für nicht-deutsche Bewerber wie Ismail mit sich bringt.
[...]
Ja, ABER... Statistiken, Erfahrungen, Verständnis... BULLSHIT! Können wir das kurz als das "würdigen", was es ist? Eine unhinnehmbare Diskriminierung von Mitbürger*innen, die Gräben in unserer Gesellschaft weiter vergrößert statt zu verkleinern? Als ein Problem, dass man angehen muss und das soetwas wie eine selbstkritische Reflexion verlangt?

Aber klar, man kann auch erst mal damit anfangen zu relativieren und zu lamentieren und nach Gründen zu suchen, warum eigentlich nicht die deutsche Vermieterin Schuld trägt, sondern der ausländische Bewerber.
Alles schön, alles fein. Und dann können wir uns direkt auch noch darüber auslassen, dass es ja klar ist, dass das mit der Integration von bestimmten Bevölkerungsgruppen nicht klappt; die bleiben ja immer unter sich und wollen gar nicht Teil der deutschen Gesellschaft sein. Puh, hier wo ich wohne, gibt es ganze Stadtviertel, da traut man sich gar nicht mehr rein. Der einzige deutsche Schüler in der 5b ist eine richtige arme Sau, weil in seiner Klasse quasi gar kein deutsch gesprochen wird. Das muss man sich mal vorstellen! In einer deutschen Schule wird quasi auf türkisch unterrichtet! Das kann ja wohl nicht sein!!!11

Entschuldigt meine Polemik, aber es nervt. Ismail wird eigentlich nicht von den deutschen Vermieter*innen diskriminiert, sondern er kann sich vielmehr bei seinen Landsleuten™ bedanken, dass er keine Wohnung findet. Und das ist nun wahrlich kein Rassismus, sondern das fußt einzig auf Lebenserfahrung.
 
Ist halt wirklich anstrengend darüber mit euch zu diskutieren, da ihr halt selbst auch extrem eingefahren seid - wie die andere "Seite". Ihr schreibt von Pauschalisierung ist immer Rassismus bzw. steckt einen dann wenn man wie viele hier argumentiert einfach pauschal in die Rassistenecke. Und selbst wenn dann angeführt wird, dass man selbst Freunde, Mieter, Angestellte und was weiß ich nicht alles hat die ausländischer Abstammung sind, nur ein vorgeschobenes Argument wäre - in Wirklichkeit sei man aber doch Rassist. Das ist für mich genau die Pauschalisierung und schwarz/weiß Welt die ihr uns vorwerft. Und solange das in eurem Weltbild so ist, braucht man nicht zu argumentieren.
Auch wenn meine vorherige Frage noch nicht beantwortet wurde, wo schreiben "wir", dass jedwede Pauschalisierung Rassismus ist?

Und wer wurde in die Rassistenecke gedrängt? Ich habe eine Vorgehensweise, nach derer Menschen nur nach ihrem Namen bzw. ihrer Herkunft kategorisiert wurden als rassistisch bezeichnet. Auch hier die Frage, wenn ich einen Menschen ausschließlich nach seiner Herkunft negativ beurteile, was soll es anderes sein als Rassismus?

Fernab von den anderen nachgefolgten Beispielen, es ging zu Beginn nur um identische Bewerbungen mit verschiedenen Namen.
 
Und deswegen ist es echt so anstrengend mit euch hier zu diskutieren. Kein Wunder dass sich da viele immer wieder aus der Diskussion heraushalten. Wieder muss man alles belegen und argumentieren. Ein paar Beiträge über dir sagt es Johnny doch schon selbst:

Ich habe eher das Gefühl die Kritik hier geht darum das abgestritten wird, dass dieses Pauschalisieren letztendlich Rassismus ist.

Und wollt ihr denn behaupten, dass

Und dann können wir uns direkt auch noch darüber auslassen, dass es ja klar ist, dass das mit der Integration von bestimmten Bevölkerungsgruppen nicht klappt; die bleiben ja immer unter sich und wollen gar nicht Teil der deutschen Gesellschaft sein.

eben das nicht passiert und Thema ist in Deutschland und allen anderen Ländern? Es wirkt bei der Diskussion immer so, als hätte man es nur mit pauschalem Hörensagen zu tun. Aber das ist es ja gerade nicht. Gibt genug die eigene Erfahrungen gemacht haben. Und ja, einmal eigene Erfahrung sollte noch nicht das Thema sein alle über einen Kam zu scheren. Aber wenn halt 10 Leute zusammen kommen und davon 6 über eigene Erfahrungen berichten, sollte man diese Stimmen doch auch hören und nicht abtun.

Aber für mich bin ich auch raus hier. Ich habe jetzt auch nochmal gelernt dass ich offensichtlich ein Rassist oder zumindest ein schlechter Mensch mit falschem Gedankenbild bin. So wie offensichtlich 80% des Forums.
 
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