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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die Lieferanten für Wiesenhof müssen die Hühner ja auf dem Markt loswerden.
Das wissen andere schlachtunternehmen auch ( die in solchen Dimensionen Die Tiere abnehmen können)
Glaube kaum dass die Lieferanten den Kurs bekommen bekommen den sie normalerweise bekommen würden. Auch da entsteht wirtschaftlicher Schaden.
 
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Kann man sich ja mal reinpfeifen damit man weiß für wen man sich am ende hier einsetzt.


Großes Missverständnis.

Ich setze mich nicht für Wiesenhof ein sondern gebe zu bedenken dass da existenzen dran hängen. Wer bei Wiesenhof Hühner schlachtet wird eher kein dickes finanzielles Polster haben.
 
Für die zulieferer hab ich ebenso kein mitleid, ohne die gäbe es das system auch gar nicht, die sitzen genauso mit im boot, die kann man nicht aus der verantwortung nehmen. Aber den passiert doch eh nix, die tiere werden sie so oder so los, bin mir sicher dass wiesenhof nur schnalzen muss und die tiere werden im nächst gelegenen schlachthof verarbeitet.
 
Ich kenne die Hühner auch nicht. So what?

Ne im Ernst entweder ich versteh dein posting nicht oder es ist saublöde. Sorry.


Genau das ist der Punkt.

Um die Menschen ist es total schade, weil die keine Arbeit mehr haben und jetzt wenig (oder gar kein) Geld mehr nach Hause bringen. Da grätscht Mensch moralisch direkt dazwischen, wenn einer mal sagt, dass ihm das mehr oder weniger egal ist. Wenn man sagt, man findet die dort stattfindende Tierquälerei allerdings unter aller Sau - was ebenfalls eine moralische Ansicht ist - dann wird man belächelt. Da ist es wiederum dummes Zeug, weil ein Mensch das Leben eines Lebewesens als lebenswert bezeichnet. Als etwas, das respektiert werden muss. Es ist aber definitiv kein dummes Zeug, nur weil manch anderer Mensch den Wert dessen anders einschätzt.

Ich bin nicht traurig, dass Menschen jetzt beruflich keine Tiere quälen dürfen. Weil Leben > Beruf. Wenn du das anders siehst, ist das dein gutes Recht; der Grund dafür ist aber, dass du Tiere im Gegensatz zu manch anderen Menschen als geringwertiger einschätzt als Menschen - und das Leben eines Tieres oft sogar weniger Wert ist, als das simple "Wohlergehen" eines Menschen. Das sehe ich anders - aber ich sehe das garantiert nicht falsch. Nur anders. :)
 
Ich möchte Wesjohann und Co hier auch in keinster Weise verteidigen, mir ist das Unternehmen selbst sehr fremd, auch da ich über viele Bekannte Einblick in die teils kruden Praktiken gewinnen konnte, egal ob in der Produktion, im Vertrieb oder auch eine Ebene darunter in den Zuliefererbetrieben.

Nur stelle ich mir ein Frage: Der schlechte Umgang mit den Werksarbeitern aus Osteuropa ist seit vielen Jahren ein Thema in der Region, bei dem Parteien, Kirchenvertreter und Medien stets mahnen, die großen Schlachtkonzerne den schwarzen Peter aber nach wie vor den Subunternehmen zuschieben und sagen, die schlechte Behandlung würde allein auf diese schwarzen Schafe zurückfallen.

Darf man sich nun für die Rechte der Arbeiter einsetzen oder haben sie kein Recht auf faire Behandlung, weil sie eben Teil einer moralisch verwerflichen Branche sind?
 
@*runaway*

Ich sehe dass in sofern anders als dass wir hier nicht von Beruf reden sollten sondern von Existenz.

Die Menschen die dort oft über subunternehmer knechten die tun dass nicht weil sie viele Möglichkeiten haben sondern weil sie froh sind überhaupt iwo Geld bedienende zu können. Denen macht das zum Teil bestimmt keinen Spaß ( ich rede nicht vom Tiere quälen sondern von der Arbeit an sich) aber wenn sie bessere Verdienstmöglichkeiten hätten wären wohl viele direkt weg da.

Und aus dieser Sichtweise sage ich ja, mir ist es wichtiger dass ein bulgarischer Hilfsarbeiter wenigstens seine Wohnung und etwas zu essen für seine Familie bezahlen kann als das Schicksal eines Hähnchens.

Das heißt in solch einem Fall stelle ich die Existenz eines Menschen über der eines Tieres.

Das bedeutet aber im umkehrschluss nicht dass mir der Umgang mit Tieren, die Produktionsverhältnisse etc egal sind.
Ich würde mir auch bessere Verhältnisse für die Tiere wünschen und finde es abscheulich dass einige Arbeiter dort die Tiere auch absichtlich misshandeln.
Ich bin Gottseidank noch nie in einer solchen Situation gewesen aber ich glaube es ist immer leicht sowas zu sagen wenn es einem recht gut geht. Wenn ich nicht wusste wie ich was zu kauen bezahlen soll und evtl kurz davor wäre meine Wohnung zu verlieren dann würde ich auch lieber Tag täglich hunderte Hühner zerteilen als gar kein Geld zu haben. ich schätze aber dass von uns glücklichweise Niemand in einer solchen Situation steckt.


Außerdem wie schon erwähnt wurde, ist damit kein einziges Tier gerettet sondern sie werden woanders geschlachtet. Daher sind die finanziellen Einbußen der Arbeiter sozusagen auch aus dieser Sicht umsonst.


Ich stelle dir zum Abschluss noch eine Frage:

Ich weiß dass du dich für die Hilfe der BRD für Flüchtlinge aussprichst. Nehmen wir an ( rein als Gedankenspiel) diese Hilfe ( Aufnahme von Flüchtlingen etc) hätte direkt Einfluss auf die Haltung und Behandlung von Tieren. Würdest du dann auch sagen " ich kenne die Leute ja nicht" darum ist mir egal was was mit denen ist, ich will dass die Tiere nicht leiden müssen und gequält werden?
 
@*runaway*

Ich sehe dass in sofern anders als dass wir hier nicht von Beruf reden sollten sondern von Existenz.

Die Menschen die dort oft über subunternehmer knechten die tun dass nicht weil sie viele Möglichkeiten haben sondern weil sie froh sind überhaupt iwo Geld bedienende zu können. Denen macht das zum Teil bestimmt keinen Spaß ( ich rede nicht vom Tiere quälen sondern von der Arbeit an sich) aber wenn sie bessere Verdienstmöglichkeiten hätten wären wohl viele direkt weg da.

Und aus dieser Sichtweise sage ich ja, mir ist es wichtiger dass ein bulgarischer Hilfsarbeiter wenigstens seine Wohnung und etwas zu essen für seine Familie bezahlen kann als das Schicksal eines Hähnchens.

Das heißt in solch einem Fall stelle ich die Existenz eines Menschen über der eines Tieres.

Das bedeutet aber im umkehrschluss nicht dass mir der Umgang mit Tieren, die Produktionsverhältnisse etc egal sind.
Ich würde mir auch bessere Verhältnisse für die Tiere wünschen und finde es abscheulich dass einige Arbeiter dort die Tiere auch absichtlich misshandeln.
Ich bin Gottseidank noch nie in einer solchen Situation gewesen aber ich glaube es ist immer leicht sowas zu sagen wenn es einem recht gut geht. Wenn ich nicht wusste wie ich was zu kauen bezahlen soll und evtl kurz davor wäre meine Wohnung zu verlieren dann würde ich auch lieber Tag täglich hunderte Hühner zerteilen als gar kein Geld zu haben. ich schätze aber dass von uns glücklichweise Niemand in einer solchen Situation steckt.


Außerdem wie schon erwähnt wurde, ist damit kein einziges Tier gerettet sondern sie werden woanders geschlachtet. Daher sind die finanziellen Einbußen der Arbeiter sozusagen auch aus dieser Sicht umsonst.


Ich stelle dir zum Abschluss noch eine Frage:

Ich weiß dass du dich für die Hilfe der BRD für Flüchtlinge aussprichst. Nehmen wir an ( rein als Gedankenspiel) diese Hilfe ( Aufnahme von Flüchtlingen etc) hätte direkt Einfluss auf die Haltung und Behandlung von Tieren. Würdest du dann auch sagen " ich kenne die Leute ja nicht" darum ist mir egal was was mit denen ist, ich will dass die Tiere nicht leiden müssen und gequält werden?


Dass ich sage "Ich kenne die Leute ja nicht..." war natürlich so nicht gemeint. Das war nur etwas provokativ und zielte darauf ab, dass es eben gewissermaßen "kalt" und "herzlos" klingt - so, wie es aus meiner Position heraus oft klingt, wenn über Tiere gesprochen wird. "Kümmert mich nicht, Hauptsache ich kann mein Schinkenbrötchen essen". Wenn du sagst, dass dir das Schicksal eines dir völlig unbekannten Menschen wichtiger ist als die Tatsache, dass Tiere nicht gequält werden, dann ist das dein gutes Recht. Das möchte ich dir auch gar nicht "abdiskutieren". Aber ich erwarte genauso viel Respekt dafür, dass ich es eben anders sehe und keine so große Wertigkeitsunterschiede zwischen Lebewesen habe. Mich nervt, dass Menschen willkürlich bestimmen, welches Leben geachtet werden muss und welches nicht. Bei Tieren ist es ja so, dass man bspw. sagt, dass Rinder, Kühe, Lämmer, Hühner etc. dazu dienen, dass sie geschlachtet und gegessen werden. Hunde, Katzen, Papageien und andere "Haustiere" sind aber deutlich mehr wert und dürfen natürlich nicht geschlachtet werden. Würde jemand seinen Hund töten und abends mit der Familie verspeisen, wäre das Echo aber groß. Dass diese Wertigkeit aber willkürlich ist, sieht man doch auch schon daran, dass es vollkommen anders ist, wenn wir uns an einem anderen Ort der Welt befinden. Da ist es plötzlich völlig legitim, sich auf dem Markt eine Katze zu kaufen und die zu essen. Wiederum woanders gehst du in den Knast, wenn du eine Kuh isst. Und so weiter und so fort. Ich verlange echt nicht, dass jeder, der etwas tierisches isst, in irgendeiner Form bestraft wird - Quatsch. Letztendlich muss das wirklich jeder selbst wissen. Aber ich bin damit nicht einverstanden und handhabe es persönlich deshalb anders. Das wiederum ist definitiv nichts, wofür man sich schlecht fühlen oder rechtfertigen sollte. Denn das bedeutet nur, dass man sich dafür rechtfertig, dass man es nicht gut heißt, dass ein Lebewesen auf nicht so dolle Art sein Leben verliert.

Von daher kann ich nicht sagen, dass mir der Job von Peter F., der weit weg wohnt und den ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, mehr Wert ist, als das Leben eines Tieres. Denn um eine Existenz geht es auch bei letzterem - im wahrsten Sinne des Wortes.
 
@pil

Ich spreche nicht von langfristigen Veränderungen ( die sicherlich wünschenswert sind und ich auch befürworte) und Konstrukten die real politisch noch lange Utopie sein werden.

Ich habe mich jetzt konkret auf den aktuellen Fall bezogen .


@*runaway*

Ich kann deine Gedanken nachvollziehen. Und ich mache mir dahingehend auch des Öfteren Gedanken.
Nur stellt sich bei mir am Ende immer heraus ( anders als bei dir was ja auch vollkommen ok ist), dass in solchen Situationen mir dann der Mensch doch wichtiger ist. Nicht als Individuum denn ich kennen Oleg W. Aus Polen nicht und evtl ist er ein Scheusal, aber als Mensch an sich, als menschlich Rasse wenn man so will ( das klingt nur so abscheulich :D )
 
@pil




@*runaway*

Ich kann deine Gedanken nachvollziehen. Und ich mache mir dahingehend auch des Öfteren Gedanken.
Nur stellt sich bei mir am Ende immer heraus ( anders als bei dir was ja auch vollkommen ok ist), dass in solchen Situationen mir dann der Mensch doch wichtiger ist. Nicht als Individuum denn ich kennen Oleg W. Aus Polen nicht und evtl ist er ein Scheusal, aber als Mensch an sich, als menschlich Rasse wenn man so will ( das klingt nur so abscheulich :D )


Speziesismus eben! :D

:knuddel:
 
scheint ja ein neuer Trend zu werden, ich glaub ich schau doch noch mal in meinen Umzugskisten nach ^^
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Wenn du das anders siehst, ist das dein gutes Recht; der Grund dafür ist aber, dass du Tiere im Gegensatz zu manch anderen Menschen als geringwertiger einschätzt als Menschen - und das Leben eines Tieres oft sogar weniger Wert ist, als das simple "Wohlergehen" eines Menschen. Das sehe ich anders - aber ich sehe das garantiert nicht falsch. Nur anders. :)
Das finde ich ja persönlich den Punkt wo es extrem spannend wird. Ethisch kann ich es nachvollziehen z.B. vegan zu Leben und halte das letztendlich auch irgendwo für konsequent. Diese Umstelluing kostet den Menschen ausser "Vergnügen" in Form von Geschmack nicht viel. Ich habe aber auch schon mehrfach mit Leuten gesprochen, die in der Wertigkeit zwischen Mensch und Tier grundsätzlivh keinen Unterschied machen. Zumindest vertreten sie diese Position in Diskussionen. Auch den Standpunkt kann ich abstrakt nachvollziehen, allerdings finde ich die Einstellung höchst problematisch. Durch die Einnahme einer solchen Position stellt man sich imho ausserhalb der Gesellschaft. Wie kann man Menschen in seiner Mitte tolerieren, die im Zweifel einer Entenfamilie auf der Straße ausweichen und dabei bewusst den Kinderwagen mit der eigenen Tochter umfahren würden, da dies das kleinere Übel für sie darstellen würde. Persönlich halte ich diese Behauptungen ja in den meisten Fällen für leeres Geblubber, aber mir haben schon Leute ins Gesicht gesagt, dass sie im Zweifel eher einem Tier helfen würden als einem Menschen. So Leute müsste man aus Selbstschutz aus der Gesellschaft entfernen. Das ist jetzt natürlich nur ein Gedankenspiel, konkrete Fälle sind mir dahingegend nicht bekannt. Mich würde aber die Meinung der "Anti-Speziisten" dazu interessieren.
 
Aber ist das überhaupt ein Selfie? :D Sieht so aus, als wenn seine linke Hand in der Hosentasche stecken würde.
 
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