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Der Boulevardpresse Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wie das mit der realen Verantwortung aussieht, hat Spielor doch schon anklingen lassen.
Sind für die Wirtschafts- und Bankenkrise auch nur eine Handvoll Einzelpersonen zur Verwantwortung gezogen worden? Mitnichten. Man kann ein mittelständisches Unternehmen, wo es wirklich noch heißt "mitgehangen, mitgefangen", nicht mit dem internationalen Bankwesen oder High-Class-Wirtschaftsunternehmen vergleichen. Wer da noch an eine Rechenschaft des Vorstandes glaubt, der lebt in einer anderen Welt.
Und eben dort krankt das System. Wenn es denn so wäre, dass der tausendfache Lohn auch durch eine tausendfache Verantwortung gerechtfertigt würde, dann wäre ja alles in Butter.
Aber diese Verantwortung gibt es nicht. Es ist auch nunmehr nicht so, dass ein Unternehmen sich durch die Summe seine Mitarbeiter definiert, sondern durch seinen Unternehmenswert. Und der ist unter Umständen höher, wenn Outsourcing, Lohndumping und Personaleinsparungen stattfinden. Also soviel zum Thema: Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber.

Nochmal: Wir reden hier nicht über ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern, wo sich der Chef meinetwegen gerne seine Rolex leisten kann (wenn er es denn kann).
Wir reden hier über ein krankes System, in dem sich Einzelne soweit bereichern können, dass sie mal eben 1 Mio. € für eine Uhr ausgeben können.
Und ich habe bislang noch keine sagen hören "weißt du was ich mir von meiner ersten Millionen kaufe? Eine vergoldete Uhr!"
D.h. die Käufer einer solchen Uhr haben bereits mehrere Millionen auf dem Konto, vermutlich nicht 10 Mio. und auch nicht 20 Mio.
Sondern eher 100 Mio. oder 200 Mio.

Und das ist einfach eine Perversion, die man nicht gutheißen muss. Klar, dieser Reichtum ist systemimmanent, aber deshalb muss man es nicht gutheißen. Im Gegenteil.
 
Ich gehe mir Spielor d'accord; es gibt nun mal Grenzen.

Es steht außer Frage, dass jemand wie megachri, der eine Firma leitet, Leuten Arbeit gibt mehr verdienen muss als jemand der "nur" (man beachte die Anführungszeichen) eine simple Arbeit mit eingeschränkter Verantwortung ausführt. Selbiges gilt natürlich auch für einen Konzernmanager, der unter einer Million monatlich gar nicht mehr aufstehen würde.

Allerdings, es wird hier immer wieder mit der zu tragenden Verantwortung argumentiert.

Was hier aber zu hinterfragen ist, was würde passieren, wenn zB megachri (oder ein Manager) seine Firma an die Wand fährt? Er trägt zwar die Verantwortung für seine Mitarbeiter, aber welche Verpflichtungen hat er dadurch? Kommt er in den Knast? Muss er Strafe bezahlen, wenn er seine Arbeiter nicht mehr weiter beschäftigen kann?

Die Verantwortung ist Großteils ethischer oder moralischer Natur, keine rechtliche.

Das soll jetzt natürlich nicht die Leistung eines Arbeitgebers schmälern, aber wenn du, megachri, jetzt eine kleine Firma mit 3 Mitarbeitern hast, und zu "Reichtum" kommst, dann wird doch diese Leistung auch zu einem großen Teil durch deine scheinbar fähigen Mitarbeiter zustande gekommen sein.
 
"wer es sich leisten kann, der soll sich eben sowas teueres kaufen."
auch wenn man reicht ist, kauft man sich keine 1 millionen teure uhr. das macht kein vernünftiger reicher mensch. da fehlt jegliche rationalität.
 
Och, das ist ne Frage der Verhältnismäßigkeit. Verantwortung haben viele dieser Leute nicht, denn sie müssen nicht für ihre Fehler gerade stehen, wie wir in den letzten Jahren gesehen haben (nicht alle versteht sich natürlich). Jemand der für seine Fehler nicht zu VERANTWORTUNG gezogen wird, der hat auch keine Verantwortung und keinen Grund so viel zu verdienen, wie einige es dort tun.
Wenn man es an der Verantwortung misst.

Wenn man es daran misst, wieviel Zaster diese Leute ihrem Unternehmen verschafft haben (und hierbei lassen wir mal aussen vor, wieviel davon den Weg nach "unten" finden mag), dann haben sie ne ordentliche Bezahlung dafür bekommen, schätze ich.
 
Und natürlich gibt es auch hier Ausnahmen, die einfach mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und so scheißviel Geld gemacht haben. Denen gönne ich z.B. ihren Reichtum, weil die ihn sich wirklich verdient haben. Aber die meisten Manager sind einfach nur planlose Arschlöcher. Ist ja auch schon systembedingt. Was soll ein Harvard-Buisiness-School-Abgänger auch schon groß von den Vorgängen in der Firma verstehen? Der kennt und sieht nur Zahlen. Ich erleb das permanent bei einer ziemlich großen Firma. Da werden von oben Anweisungen gegeben, da greift man sich als arbeitender Ingenieur nur an den Kopf.
 
evin ... teils geb ich dir recht... klar haben die mitarbeiter dazu beigetragen, dafür haben sie auch nen job...

wenn ich meine pforten schließe, sind die "NUR" arbeitslos... ich dagegen insolvent... mit allem was dazu gehört... haus weg... kohle weg... alles weg (von dem psychischen druck mal ganz zu schweigen)...

klar kann man jetzt (speziell nach der bankenkrise) groß die klappe aufreißen und sagen: "hey, die bösen böööösen manager sind alles schuld..."

die ganzen konzerne, die gut laufen, wo die verantwortlichen eben NICHT diese scheiße gebaut haben... von denen will natürlich keiner sprechen... klar die passen ja auch nicht in das angesprochene klischee

mich stört einfach nur, dass speziell glod, spielor und jetzt auch mingo mehr oder weniger superreiche an den pranger stellen...

für mich ist es so: wenn jemand seinen superreichtum ehrlich (eben nicht kriminell) erworben hat ... sei es durch arbeit, erbe oder wie auch immer, dann steht es wohl niemandem zu diesen als arschloch oder wie auch immer zu betiteln...

das ist schwarz/weiß denken der dümmsten und untersten schublade!!!

klar ist es dekadent sich ne yacht zuzulegen ... na und wenn jemand die kohle übrig hat...
 
megachri schrieb:
mich stört einfach nur, dass speziell glod, spielor und jetzt auch mingo mehr oder weniger superreiche an den pranger stellen...

Ich heiße diesen Superreichtum nicht gut. Warum soll ich mit dieser Meinung hinter den Berg halten? Ich will ja, dass sich diesbezüglich in unserem System etwas ändert, deshalb wäre es sogar kontraproduktiv meine Meinung für mich zu behalten oder gar diese Meinung zu ändern.

megachri schrieb:
klar ist es dekadent sich ne yacht zuzulegen ... na und wenn jemand die kohle übrig hat...

Genau da liegt der Unterschied zwischen uns. Natürlich gibt es diesen Reichtum und in den meisten Fällen ist er vermutlich sogar rechtmäßig, aber in meinen Augen ist er einfach systemimmanent, ohne dass er jedoch besonders erstrebenswert wäre (außer für den Einzelnen).
Sprich: Ich würde ein System bevorzugen, dass astronomischen Reichtum von Einzelnen nicht ermöglicht und stattdessen das Vermögen besser und gerechter auf die Gesellschaft verteilt.
Aber da wir dieses System nun mal haben maße ich mir an, Leute, die die krankhaften Auswüchse des Systems schamlos ausnutzen um sich persönlich immer weiter zu bereichern, aus tiefstem Herzen zu verabscheuen.
 
Es Großteil jener Superreichen hat das Geld allerdings auch nicht eigenhändig erarbeitet, sondern ab einem gewissen Stadium andere dafür arbeiten lassen. ;) Und die, die ihm zu seinem Superreichtum verholfen haben, sind vermutlich eben nicht reich geworden.
Und was mich am allermeisten stört ist, dass man mit ehrlicher arbeit nicht reich wird. Sobald man Geld hat, vermehrt es sich exponentiell und wird weit weniger hart besteuert als zB der Faktor Arbeit.
 
megachri schrieb:
für mich ist es so: wenn jemand seinen superreichtum ehrlich (eben nicht kriminell) erworben hat ... sei es durch arbeit, erbe oder wie auch immer, dann steht es wohl niemandem zu diesen als arschloch oder wie auch immer zu betiteln...

Doch! Ich nehme mir die Frechheit raus den hier als Arschloch zu betiteln :D :

garfunkel_james_por_655661g.jpg
 
Erben ist kein ehrlicher Erwerb von Reichtum, da stimme ich zu. Wer nichts dafür kann, daß es ihm besser geht als 90% der Weltbevölkerung sollte sich die Tugend der Demut genauer ansehen um seinen Charakter in Schuss zu halten. Tun ja einige auch.


Oh und wer ist der Fruchtzwerg mit der ungünstigen Augenbrauenfarbe?
 
Oxblood schrieb:
Erben ist kein ehrlicher Erwerb von Reichtum, da stimme ich zu. Wer nichts dafür kann, daß es ihm besser geht als 90% der Weltbevölkerung sollte sich die Tugend der Demut genauer ansehen um seinen Charakter in Schuss zu halten. Tun ja einige auch.

This.

Und selbst wer es sich hart erarbeitet, wenn er sich wie ein Arschloch aufführt, dann ist er es auch. :grins:
 
@mingo:
ist schon o.k. ... wir denken da halt unterschiedlich, ist ja auch unser aller gutes recht...

es gibt natürlich immer ausreißer... die gab es auch schon immer ... nur dass heute (fast) jeder superreiche von den medien aufgespürt wird... vor 20 jahren gab es auch schon die boulevardpresse, aber nicht in den perversen auswüchsen wie es sie heute gibt ... nur den reichen die schuld zu geben, dass sie ihren reichtum nicht mir der gesellschaft teilen... finde ich etwas ... na ja ... vermessen...

ich sag aber jetzt nix mehr dazu...

hätte nie gedacht, dass ein paar lächerliche uhren so ne diskussion auslösen :gerri:

EDIT:

sorry @ glod.... hab dir da unrecht getan...

aber die stelle von dir wollt ich nocht zitieren, daher hab ich dich in der liste gehabt :oops:

Ein Nichteingeweihter wird nicht mal ansatzweise erkennen, dass man sich da ein größeres Häuschen ums Handgelenk gebunden hat. Also muss man es jedem erzählen. Denn man kauft sich so eine Uhr ja nicht, um sie ganz für sich zu haben

ob du es glaubst oder nicht... die meisten, die sich eine solche uhr leisten können erzählen das eben NICHT jedem... daher sieht man auch nicht auf den ersten blick, das jemand da am handgelenk trägt...

ich schieß mir da zwar jetzt selber ins bein, aber: ne rolex erkennt man auf den ersten blick... und das ist doch dann viel prolliger ... oder?
 
Oxblood schrieb:
Oh und wer ist der Fruchtzwerg mit der ungünstigen Augenbrauenfarbe?

Der Sohn von Art Garfunkel, der mit seinem Erbe nur so rumprasst....... das ist so ein Kandidat für eine 900.000 € Uhr....

megachri schrieb:
hätte nie gedacht, dass ein paar lächerliche uhren so ne diskussion auslösen :gerri:

Ja, frisell ist Schuld.....dieser superreiche Halunke... :ugly:
 
Oxblood schrieb:
Erben ist kein ehrlicher Erwerb von Reichtum, da stimme ich zu. Wer nichts dafür kann, daß es ihm besser geht als 90% der Weltbevölkerung sollte sich die Tugend der Demut genauer ansehen um seinen Charakter in Schuss zu halten. Tun ja einige auch.


Oh und wer ist der Fruchtzwerg mit der ungünstigen Augenbrauenfarbe?

Das ist das Arschloch äääh der Sohn von Musiklegende Arsch Garfunkel wenn ich mich nicht irre!!! ;)
 
Aha, ein Erbreicher. Da muss es eine gute Erziehung geben, damit das Kind lernt, daß es weder selbstverständlich ist, keine Probleme zu haben noch daß man etwas besseres wäre dadurch.

Passiert das nicht...kleines Arschloch, ja. Aber woher soll dat dumme Kind auch wissen, wo oben und unten ist, wenn man´s ihm nicht richtig erklärt.
 
Boah ja... James Garfunkel... so ein Kandidat für "Ganzen Tag inne Fresse kloppen". Furchtbarer Angeber. Nie was im Leben geschafft. Hass.
 
Blackacidevil138 schrieb:
Boah ja... James Garfunkel... so ein Kandidat für "Ganzen Tag inne Fresse kloppen". Furchtbarer Angeber. Nie was im Leben geschafft. Hass.

Da schaust Du Dir mal die Doku über verwöhnte reiche Kinder an, die hin und wieder auf Pro Sieben kommt; da geht Dir erst recht das Klappmesser in der Hose auf!!!
 
Gungrave schrieb:
Blackacidevil138 schrieb:
Boah ja... James Garfunkel... so ein Kandidat für "Ganzen Tag inne Fresse kloppen". Furchtbarer Angeber. Nie was im Leben geschafft. Hass.

Da schaust Du Dir mal die Doku über verwöhnte reiche Kinder an, die hin und wieder auf Pro Sieben kommt; da geht Dir erst recht das Klappmesser in der Hose auf!!!

Doku auf Pro Sieben ?
Also das KANN ja garnix anderes als gestellter scheiss sein
 
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