BECK: Mongolian Chop Squad
Der Schüler Yukio Tanaka, besser bekannt unter seinem Spitznamen "Koyuki", ist ein klassischer Loser: Keine Freunde, unsportlich, keine besonderen Talente. Das ändert sich jedoch schlagartig, als er Ryuusuke kennenlernt, der Musiker ist. Mit Ryusuke taucht Koyuki in die Welt des Rock ein und wird Mitglied der Band "Beck". Nicht zuletzt dank Koyukis Stimme macht sich Beck auf den glamourösen Weg zum Erfolg...
In nur drei Sitzungen alle 26 Episoden durchgeballert. Extrem starke Serie der bzw. ihren Charakteren ich noch ewig lange hätte folgen können. Bin jetzt sogar ganz ehrlich traurig, dass es zu Ende ist...
Ist ein Mix aus (Alltags)Drama, Ganbatte (
do your best, go for it) und Romance. Normal sind so "Alltagsgeschichten" überhaupt nicht mein Genre aber Beck rockte mich im wahrsten Sinne des Wortes. Ich weiß nicht so recht wie ich es in Worte fassen soll aber Beck hat etwas unglaublich authentisches an sich, es wirkt sehr greifbar und "echt". Es ist auch kein Anime der sich jetzt an irgendwelche Otakus richtet und fühlt sich dementsprechend nicht wie ein "typischer Anime" an. Das ist für mich ja so etwas wie ein Qualitätsmerkmal, welches sich durch alle meine großen Favoriten zieht und ein Beck erfüllt dieses zu 100%.
Der Main Cast ist zudem ein Kabinett aus Sympathiebolzen, mit teils tollem Charakter Development (Koyuki, der von Episode 1 bis Episode 26 eine sehr große Wandlung vollzieht). Vermisse den Cast jetzt am Ende der 26 Episoden richtig. Gibt natürlich nicht nur Drama sondern auch Humor und dieser traf bei mir ebenfalls ins Schwarze - meist bodenständig und wenn überzogen dann auf eine sehr angenehme Art und Weise.
Dafür dass Beck seinen Release bereits 2004 hatte und damit mittlerweile etwas betagter ist, präsentiert man sich optisch ziemlich gut. Das ist einer dieser zeitlosen Zeichenstile den man sich vermutlich auch in 15 Jahren noch problemlos geben können wird, denn abgesehen vom 4:3 Ratio kennt man ihm sein Alter nicht an. Einen Soundtrack im Sinne von Hintergrundmusik gibt es nicht aber das heißt nicht, dass es zu wenig Musik gibt, ganz im Gegenteil sogar, immerhin ist dies das Hauptthema der Serie. Musik wird immer dann gespielt, wenn halt tatsächlich Musik gespielt wird und in Becks Sortiment befinden sich ein paar wirklich tolle Stücke.
Kritik kann ich bloß, auf hohem Niveau, an zwei Dingen äußern: Es wäre schön gewesen wenn die Beziehung zwischen Koyuki und Maho noch etwas ausführlicher behandelt worden wäre. Ebenso hätte man die letzte Episode locker nochmal auf ein paar zusätzliche Episoden ausweiten können, ohne dass es gestreckt wirken würde. Die Kritik resultiert natürlich daraus, dass mir das alles so gut gefallen hat, dass ich unbedingt mehr davon haben möchte.
10/10 stage dives
Wer auch nur etwas für Musik (insbesondere Rock Musik) übrig hat MUSS sich Beck UNBEDINGT ansehen! Tut euch den Gefallen!
Ein paar Auszüge aus dem Soundtrack...