Wir können das auch gerne ausdiskutieren, dann ist hier wenigstens mal was Gescheites los
Von mir aus...
aber differenziert betrachtet gibt es viel bessere Beispiele für eine Serie mit deinen genannten Negativpunkten, als SAO
Natürlich gibt es die, vor allem im Animesektor. Deine genannten Serien sind aber nicht so übertrieben gehyped und da steckt auch nicht ein so großes Budget hinter. Kann ja jeder sagen, dass Serie XY noch viel schlechter ist, das macht die andere Serie aber nicht besser.
Allein schon die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten ist weitaus besser und nachvollziehbarer ausgeführt, als in vielen anderen (ähnlich gelagerten) Serien und auch die Spannungs-Spitzen in den Finalen sind auf eine zumindest ausreichend bis gute Charakteretablierung zurückzuführen.
Ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen, wie man auch nur irgeneinen Charakter aus SAO als "gut etabliert" bezeichnen kann. Der Hauptcharakter, Kirito, ist aus unerklärlichen Gründen massivst überpowert ( ja, er hat die Beta gespielt, herzlichen Glückwunsch^^), nimmt die Spannung aus der Serie und hat keine nennenswerten Charakterzüge und zieht alles magnetisch an, was Titten hat, weil er ja so superstark ist...

Billig-Haremstyle at it's best.
Das spricht natürlich auch Bände für nahezu alle weiblichen Charaktere der Serie, die ohne ihn nichts auf die Reihe kriegen und auf "das Nötigste" reduziert werden. Das gilt auch für Asuna, die ab der 2. Hälfte komplett zum Fanservice- und Plotdevice mutiert. Und davor war sie auch nur ne 08/15 Tsundere...
Die Lovestory war für mich der absolute Tiefpunkt der Serie. Selten sowas kitschiges und schmalziges gesehen. Sind in einer Onlinewelt gefangen, wo virtueller Tod = echter Tod bedeutet und kommen auf keine bessere Idee, als sich von den anderen "Mitspielern" abzukapseln und nen paar Wochen Haus irgendwo inner fucking Walachei zu spielen
Der "Elfenkönig" ist mit einer der widerwärtigsten Antagonisten im Pool der (durchgeknallten) Gegenspieler
Mit dem großartigen Motiv, dem Hauptcharakter seine Alte abzuziehen... Das war's... Wirklich was Zustande gebracht hat er an keiner Stelle, noch hatte er irgendwelche besonderen Persönlichkeitszüge, die ihn irgendwie interessant oder sympathisch gemacht hätten. Das war einfach nur ein austauschbarer wahnsinniger Typ, der vom Autor zu viel Macht abbekommen hat, weil der Plot sonst nicht funktionieren würde... Also noch weniger als ohnehin schon.
die MMO-Umsetzung und -Implementierung ist zumindest ideenreich und vor allem greifbarer als z.B. in .Hack oder Druaga
Die anderen beiden Serien habe ich jetzt nicht gesehen, aber ich hatte eher das Gefühl, dass sich die Serie hauptsächlich an den MMO-Elementen bedient, die den Machern gerade in den Kram gepasst haben. Das Setting an sich gehört ja noch zu den besseren Aspekten der Serie, wobei das gegen Log Horizon auch kein Land sieht.
die Kämpfe und Konflikte haben endlich mal so viel Haftung in der "Spielwelt", das sie nie wie herausgelöst wirken.
Da stimme ich zu. Die Kämpfe haben ihren Zweck erfüllt und waren ordentlich animiert.
man sollte jetzt auch nicht unverhältnismäßig zurückschlagen, bloß weil man irgendwann und aus welchen persönlichen Vorlieben und Erwartungen auch immer von der Serie ein's in die Fresse bekommen hat.
Was hat das mit persönlichen Vorlieben zu tun? Ist ja nicht so, als würde ich hauptsächlich nur Artsyfartsy-Animes gucken. Ich hab von der Serie schlichtweg erwartet, dass ich auf irgendeine Weise so unterhalten werde, dass ich im Nachhinein nicht das Gefühl habe, meine Zeit verschwendet zu haben. Und das hat SAO in keinster Weise geschafft.