System: PC PAL
Spieler: 1 Offline, 2-32 Online
Sprache: komplett deutsch
Entwickler: Crytek
Publisher: EA
USK: keine Jugendfreigabe
Hardwareanforderungen: sehr hoch
Getestet: Singleplayer
Erstveröffentlichung: Nov. 2007
Besonderheiten: Add-On ist alleine lauffähig, benötigt aber Online-Aktivierung.
"Blut" ist standardmäßig deaktiviert.
Welcome to the Jungle
Deutsche Spieleentwickler waren bisher in erster Linie für Simulationen, Adventures, Rollenspiele und Strategiespiele bekannt. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regeln. Doch mit Crysis hat der Entwickler Crytek ein Spiel geschaffen, das selbst Jahre nach seinem Erscheinen noch regelmäßig für Vergleiche herangezogen wird. Für Hardware-Vergleiche um genau zu sein. Wie bei seinem indirekten und ebenfalls langlebigen Vorgänger "FarCry", handelt es sich erstaunlicherweise um einen Ego-Shooter.
Obwohl Crysis kein absoluter Hit war, schaffte es das Entwicklerstudio unter der Führung dreier Brüder zu internationaler Anerkennung und ist mittlerweile der größte deutsche Entwickler. Doch was steckt inhaltlich unter der schönen Hülle? Dazu und zum 2008 erschienenen Add-On "Warhead" im Folgenden mehr.
Die nahe Zukunft. August 2020. Es geht ein Notruf von Dr. Rosendahl ein. Sein archäologisches Forschungsteam befindet sich auf einer philippinischen Insel, die von der Nordkoreanischen Volksarmee (KVA) abgeriegelt wurde. Es wird um Evakuierung gebeten.
Sieben Tage später macht sich euer Special Ops Team, genannt "Raptor", auf den Weg. Doch schon kurz nach der Ankunft wird klar, dass auf der Insel irgendetwas nicht stimmt. Eure Kameraden, wie auch die Koreaner, sterben wie die Fliegen.
Story Zusammenfassung:
Es ist relativ schwierig über ein Spiel zu schreiben, dessen "Wendung" schon zu Spielbeginn ersichtlich ist. Ich versuche es natürlich trotzdem ohne Spoiler.
Obwohl das Spiel, wie erwähnt, recht vorhersehbar ist, empfinde ich die Geschichte von Crysis als rundum gelungen. Die Story strotzt sicher nicht vor Originalität und das teilweise offene Ende ist etwas unschön, aber man sollte nicht vergessen, dass Crysis "nur" ein Ego-Shooter ist. Davon abgesehen ist die Story schön Science-Fiction lastig, spannend und motivierend.
Ganz anders die Geschichte vom Add-On - denn die hätte man auch in 60 Spielminuten erzählen können. Sie läuft parallel zum Hauptspiel und ist ziemlich belanglos. Auch der eingeführte Nebencharakter kann da nichts mehr retten. Im Gegenteil; er macht es nur noch schlimmer.
Auch die Inszenierung des Hauptspiels ist besser als die der Zusatzmission. Meist wird euch alles Wesentliche per Funk durchgegeben oder findet aktiv im Spiel statt, ähnlich wie bei Call of Duty. Zwischensequenzen gibt es nur wenige und wenn, dann sieht man sie fast immer aus der Ego-Perspektive. Die Zwischensequenzen in Warhead sind zum Teil etwas peinlich geraten. Sie wirken einfach sehr behäbig. Der Funkverkehr zwischen dem Kommando und dem neuen Charakter nervt leider auch sehr schnell.
Das Setting des Spiels ist wie bei FarCry eine Insel – eine wirklich riesige Insel. Obwohl sie rein fiktiv ist, wirkt sie ungemein glaubhaft. Sie ist zwar unterteilt in Level, aber die einzelnen Abschnitte sind so groß, dass das nie negativ auffällt. Zumal auch die Levelgrenzen allesamt sehr harmonisch sind. Es sind fast immer hohe Klippen oder steile Berge, die Täler oder Passagen einsäumen. Ihr könnt natürlich auch in das Meer raus schwimmen, aber solltet ihr zu weit davon wollen, erscheinen gegnerische Schiffe, die euch töten.
Zur Plausibilität trägt auch das Leben auf der Insel bei. Im Meer schwimmen Fische, am Strand machen es sich Schildkröten bequem. Viele weitere Tierarten bevölkern verschiedene Bereiche der Insel. Das i-Tüpfelchen wären vielleicht noch ein paar größere Tiere gewesen, aber so ist es schon sehr gut gelöst. Die unterschiedlichen Wetterverhältnisse tragen ebenfalls zur hervorragenden Atmosphäre bei.
Auf der Insel gibt es enorm viel Vegetation. Es ist aber kein subtropischer Regenwald, sondern eher ein mediterraner Dschungel mit vielen dichtgedrängten unterschiedlichen Bäumen und laubbedecktem Unterholz. Am Strand und landeinwärts gibt es selbstverständlich auch Palmen. Vereinzelt durchziehen Bäche oder Flüsse die Insel.
Das Thema Gameplay ist bei Crysis ganz besonders interessant. Im Wesentlichen könnt ihr dieses nämlich selbst bestimmen. Doch beginnen wir am Anfang; Das Kernstück des Spiels ist euer Nano-Suit. Der Kampfanzug, der eure Fähigkeiten und Kräfte potenziert. Ihr habt vier Wahlmöglichkeiten: Verstärkte Panzerung, maximales Tempo, maximale Kraft und ein Tarnfeld. Es lässt sich nur eine der Fähigkeiten gleichzeitig aktivieren, aber ihr könnt jederzeit nach Belieben wechseln. Begrenzt wird die Verwendung des Suits durch eine Energieleiste, die sich über eurer Lebensleiste befindet.
Wählt ihr die verstärkte Panzerung, sinkt die Energieleiste bei Treffern. Erst wenn sie auf null ist, wird eure Lebensenergie in Mitleidenschaft gezogen. Das maximale Tempo macht sich besonders bei großen Laufstrecken positiv bemerkbar. Allerdings ist die Energie in diesem Fall etwas zu schnell aufgebraucht. Mit Hilfe der maximalen Kraft könnt ihr unter anderem höher springen oder Türen einschlagen. Die letzte Fähigkeit, das Tarnfeld, ist selbsterklärend.
Bemerkenswert ist auch der Einsatz der Fähigkeiten im Kampf. Klar, die Panzerung und das Tarnfeld sind in erster Linie dafür gedacht. Aber auch mit der Tempoerhöhung könnt ihr Gegner umrennen oder mit erhöhter Kraft Gegner besonders weit ausknocken. Oder ihr nehmt euch herumstehende Gegenstände und werft sie mit voller Kraft auf Gegner. Danach steht kaum einer mehr auf. Übrigens; ihr könnt wirklich alles in die Hand nehmen, was irgendwo rumliegt!
So ergeben sich folglich die unterschiedlichsten Kampfsituationen. Aktiviert die Panzerung und spielt Rambo – oder nehmt mit dem Tarnfeld die Rolle von Sam Fischer ein. Letzteres macht die Kämpfe einfacher, da die Gegner im Alarmfall auch gerne Verstärkung rufen. Allerdings wird damit auch das Spieltempo sehr viel langsamer, denn auch bei Einsatz der Tarnung ist die Energie sehr schnell am Ende. Im Grunde genommen wird Crysis dann zu einem echten Stealth Spiel. Ihr bewegt euch in der Tarnung oder kauert hinter Kisten um die Energie wieder aufzuladen. Eure Waffen könnt ihr natürlich auch modifizieren, u.a. mit einem Schalldämpfer. Die HUD-Anzeigen unten links helfen euch beim Schleichen. Es gibt eine Anzeige wie aufmerksam die Wachen sind und sobald ihr mit Hilfe des Fernglases die Wachen einmal "anvisiert" habt, werden sie auf einem Radar markiert.
Das Spielgefühl erinnert in seinen guten Momenten an Halo. Große, frei begehbare Außenareale. Frei verfügbare Vehikel. Eine einfache und intuitive Steuerung. Um beispielsweise eure Spezialfähigkeiten einzusetzen drückt ihr in der Standardeinstellung das Mausrad, bewegt die Maus in Richtung der gewünschten Auswahl und lasst das Rad wieder los. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das perfekt.
Die Außenreale sind manchmal aber so riesig, dass wenn euer Gefährt zerstört wird, ihr lange Laufstrecken zurücklegen müsst. Solltet ihr euch für den Schleichweg entscheiden sowieso. Denn nehmt ihr einen fahrbaren Untersatz, erkennen euch die Gegner unverständlicherweise über hunderte von Metern. Dies sind aber verschmerzbare Kritikpunkte in einem ansonsten schnörkellosen Gameplay.
Bemerkenswert ist auf jeden Fall auch die Physik-Engine. Die Trefferrückmeldung ist sehr überzeugend und die sterbenden Gegner bewegen sich sehr realistisch. Bäume könnt ihr überfahren oder darauf schießen, wonach sie abknicken. Im Vehikel kollidiert man leider des Öfteren an scheinbar kleineren Felsen oder Steinen, was ab und zu nervt. Kleinere Hütten könnt ihr bis zur totalen Zerstörung zerschießen, ab einer bestimmten Größe tut sich leider nicht mehr viel. Das ist etwas inkonsequent.
Der Gewaltgrad hält sich in Grenzen. Leichen verschwinden leider nach kurzer Zeit. Das Blut müsst ihr erst in den Optionen aktivieren!
Zurück zum eigentlichen Spielverlauf; Level an der frischen Luft dominieren. Eher selten seid ihr auch in Gebäuden oder unter Tage unterwegs. Die Mischung stimmt. Eines der Level fällt leider gegenüber dem Rest etwas ab, da es sehr eintönig und unübersichtlich ist. Sehr erfrischend dagegen ist der der Geschichte geschuldete Setting-Wechsel in der zweiten Spielhälfte.
Aufgrund des freien Gameplays liegt es meist in eurer Hand Abwechslung in den Spielalltag zu bringen. Vom Leveldesign her, wird euch die nötige Abwechslung definitiv angeboten.
Die Intensität und Spannung ist im Add-On etwas stärker ausgeprägt, da dort die Wege kürzer und die Actionszenen mehr sind. Warhead ist schlichtweg knackiger.
Leider wird der Spieler den Eindruck nicht los, dass die Entwickler am Ende des Hauptspiels unter großem Zeitdruck standen. Denn vor allem zum Endkampf hin kann es zu massiven und nervigen Bugs kommen, bei denen die Spielfigur u.a. durch den Boden fällt. Bei mir hat nur das Laden eines älteren Spielstandes geholfen.
Á propos; die automatischen Speicherstände empfand ich, aufgrund der weiten Wege, als etwas zu weit auseinander. Die Schnellspeicherfunktion bügelt das natürlich aus.
Für die Technik von Crysis gibt es nur ein Wort: genial. Jederzeit die passende, treibende und flexible Musikuntermalung, glasklare, superbe Synchronsprecher und tolle Waffensounds! Die Umgebungsgeräusche, wie Vogelzwitschern, untermalen jederzeit den Eindruck einer lebendigen Spielwelt. Witziges Detail am Rande; eure Anzugs-Stimme kann auf Wunsch auch weiblich sein.
Die Optik ist ebenfalls sagenhaft. Selten zuvor hat man einen so schönen Dschungel bewundern dürfen. Das Wasser ist einem echten Tropenstrand fast ebenbürtig und viele kleine Details wie beispielsweise ein Sonnenaufgang lassen euch aus dem Staunen kaum rauskommen. Die Innenlevel können dank toller Beleuchtung ebenso überzeugen. Auch die Gesichter und Animationen nehmen in dieser Reihe von Superlativen Platz.
Wenn man mal die folglicherweise sehr hohen Hardwareanforderungen beiseite lässt, gibt es nur einen echten Kritikpunkt; das teils heftige Tearing. Im Spiel selber fällt es nur seltenauf, in den Zwischensequenzen umso mehr.
Ego-Shooter gibt es wie Sand am Meer und dennoch hat es Crytek geschafft einen Ego-Shooter zu entwickeln, der großen Wiedererkennungswert hat. Die starke technische Seite sticht zwar heraus, aber auch auf den zweiten Blick entdeckt der Spieler viele gute Seiten an dieser Software. Das Gameplay ist gelungen und spaßig. Die wenigen negativen Kritikpunkte sind verschmerzbar. Crysis macht einfach extrem viel Spaß!
Spielzeit Crysis: ca. 9 Stunden auf leicht
Spielzeit Warhead: ca. 5 Stunden auf leicht
Pro/Contra Übersicht:
+ gelungene Story des Hauptspiels
+ gute Inszenierung von Crysis
+ tolle Atmosphäre
+ bietet einige tolle Momente
+ gelungenes Gameplay
+ gute Steuerung
+ Nano-Suit
+ viele mögliche Vorgehensweisen
+ tolle Physik-Engine
+ grandiose Optik
+ extrem hohe Weitsicht
+ toller Sound
+ viele Waffen
+ 4 Schwierigkeitsgrade, die im Spiel gewechselt werden können
+ übersichtliche Menüs
- schwache Story des Add-Ons
- Inszenierung des Add-Ons teilweise unbeholfen
- Spezialfähigkeiten teilweise zu kurz verfügbar
- teils große Laufwege
- heftiges Tearing
- nervende Bugs
- sehr hohe Hardwareanfoderungen
- offenes Ende, weil Trilogie
Fazit: Ein Augenschmaus, der auch inhaltlich überzeugt. Das Add-On ist etwas schwächer.
(Crysis: Schulnote 1 / 14/15 Pkt. / 91%)
(Warhead: Schulnote 2+ / 12/15 Pkt. / 84%)
Quelle der Bilder: Gamespot.com
Test vom November 2010
Spieler: 1 Offline, 2-32 Online
Sprache: komplett deutsch
Entwickler: Crytek
Publisher: EA
USK: keine Jugendfreigabe
Hardwareanforderungen: sehr hoch
Getestet: Singleplayer
Erstveröffentlichung: Nov. 2007
Besonderheiten: Add-On ist alleine lauffähig, benötigt aber Online-Aktivierung.
"Blut" ist standardmäßig deaktiviert.
Welcome to the Jungle
Deutsche Spieleentwickler waren bisher in erster Linie für Simulationen, Adventures, Rollenspiele und Strategiespiele bekannt. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regeln. Doch mit Crysis hat der Entwickler Crytek ein Spiel geschaffen, das selbst Jahre nach seinem Erscheinen noch regelmäßig für Vergleiche herangezogen wird. Für Hardware-Vergleiche um genau zu sein. Wie bei seinem indirekten und ebenfalls langlebigen Vorgänger "FarCry", handelt es sich erstaunlicherweise um einen Ego-Shooter.
Obwohl Crysis kein absoluter Hit war, schaffte es das Entwicklerstudio unter der Führung dreier Brüder zu internationaler Anerkennung und ist mittlerweile der größte deutsche Entwickler. Doch was steckt inhaltlich unter der schönen Hülle? Dazu und zum 2008 erschienenen Add-On "Warhead" im Folgenden mehr.
Die nahe Zukunft. August 2020. Es geht ein Notruf von Dr. Rosendahl ein. Sein archäologisches Forschungsteam befindet sich auf einer philippinischen Insel, die von der Nordkoreanischen Volksarmee (KVA) abgeriegelt wurde. Es wird um Evakuierung gebeten.
Sieben Tage später macht sich euer Special Ops Team, genannt "Raptor", auf den Weg. Doch schon kurz nach der Ankunft wird klar, dass auf der Insel irgendetwas nicht stimmt. Eure Kameraden, wie auch die Koreaner, sterben wie die Fliegen.
Story Zusammenfassung:
Ihr übernehmt die Rolle von Nomad. Einem Elite-Kämpfer, der mit einem neuartigen Kampfanzug ausgerüstet ist. Eure Fähigkeiten werden durch Nano-Partikel verstärkt. Euer Teamleader nennt sich Prophet und eure Kollegen Psycho, Jester und Aztec.
Während des Absprungs werdet ihr von einem unbekannten Flugobjekt gerammt, wodurch ihr die Landezone verpasst. Nachdem ihr Jester erreicht habt, hört ihr panische Hilferufe von Aztec, der sich in den Bäumen verfangen hat. Ihr erreicht ihn, aber könnt nur noch seinen Tod feststellen. Auch anhand der koreanischen Leichen kann man feststellen, dass sie nicht von normalen Waffen getötet wurden. Prophet beseitigt per Fernbedienung Aztecs Leiche und den Anzug. Er befiehlt euch daraufhin weiter zur Landestelle.
Als wir Prophet und das restliche Team finden, können wir unseren Augen kaum trauen; mitten im Dschungel befindet sich ein vereistes Forschungsschiff. Nämlich das unserer Landsleute. Plötzlich taucht ein unbekanntes Wesen auf, teilt das Schiff in zwei und schnappt sich Jester. Wir verfolgen es, doch können unseren Kollegen nur noch tot bergen.
Im Folgenden entdecken wir das Lebenszeichen einer Geisel, die wir befreien sollen. Nach schwerem Kampf finden wir zusammen mit Psycho eine junge Asiatin, die offensichtlich bei der CIA ist und Rosendahl überwachte. Sie sagt, dass Rosendahl etwas "erweckte", was tief unter der Erde schlummerte. Während Psycho die Kleine evakuiert, suchen wir Prophet. Er erzählt uns, dass Rosendahl eine fortschrittliche pre-humane Stätte entdeckte.
Kurze Zeit später wird Prophet von einem Alien entführt. Wir machen uns auf zur Grabungsstätte, wo wir beobachten können, dass Dr. Rosendahl per Videochat mit dem Anführer der Koreaner spricht. Es scheint als wäre Rosendahls Tochter Helena seine Geisel. Rosendahl sagt dem koreanischen Anführer General Kyong, dass er das 2 Mio. Jahre alte Artefakt nicht näher untersuchen dürfte, da die Folgen nicht absehbar sind. Doch dieser ignoriert den Rat und gibt über Fernsteuerung Stromimpulse ab. Es kommt zur einer Überladung, wodurch Rosendahl versteinert.
Wir flüchten darauf hin und machen uns auf den Weg zur Mine, wo wir die letzten Geiseln retten sollen. Auf dem Weg dahin zerstören wir mehrere KVA-Basen und u.a. einen Kreuzer. Mit Hilfe von Panzern bahnen wir unseren Weg zur Mine. Doch der Berg darüber beginnt zusammen zu fallen. Außerdem tauchen wieder einige Aliens auf.
Am Ende der Mine werden wir von Kyong gefangen genommen. Helena ist wie erwartet seine Geisel. Plötzlich gibt es eine weitere Überladung und wir können Kyong töten. Mit Helena versuchen wir zu flüchten, doch nur sie erreicht die rettende Leine. Der Ausgang stürzt ein, weshalb wir einen anderen Ausgang suchen. Im Inneren des Berges existiert eine außerirdische Anlage inklusive Schwerelosigkeit und sehr niedrigen Temperaturen. Nomad vermutet, dass es sich um eine Invasionsarmee handelt. Wir können entkommen, doch nur weil die Aliens die Invasion tatsächlich starten.
Dort wo wir die außerirdische Struktur verlassen, ist alles vereist. Am Fuß des Berges finden wir vereiste Marines. Überraschenderweise taucht Prophet wieder auf. Er konnte eine der Alien-Waffen entwenden. Da sein Anzug eine Fehlfunktion hat, beschützen wir ihn.
Zusammen mit Prophet bahnen wir uns unseren raus aus der eiskalten Sphäre, die den Berg umgibt. Unterwegs lesen wir noch die abgestürzte Helena auf und setzen uns anschließend sogar selber hinter das Steuer eines Fliegers. Mit diesem erreichen wir schließlich die Kommandobasis, einen Flugzeugträger.
Psycho ist schon vor uns eingetroffen und hat ein Alien gefangen nehmen können. Doch wegen eines Blitzschlages erwacht es zum Leben, sodass Psycho es töten muss. Auf der Schiffsbrücke treffen wir auf Admiral Morrison, der mit Helena aneinander gerät. Morrison erzählt davon wie zu Beginn Wärmesignale auf der Insel entdeckt wurden, weshalb u.a. die CIA hingeschickt wurde. Außerdem empfang die NASA Funksignale, die wohl auf einen weit entfernten Planeten gerichtet sind. Der Admiral wägt einen Atomschlag ab, woraufhin Helena heftig protestiert. Sie vermutet, dass die Aliens vor langer Zeit hier gestrandet sind und jetzt ein Notsignal funken.
In der Waffenkammer werden wir Zeuge des merkwürdigen Verhaltens von Prophet. Er verlässt die Kammer mit der Absicht die Sache endgültig alleine zu regeln. Psycho versucht ihn aufzuhalten.
Auf der Brücke erleben wir wie der Admiral den Einsatz der Atombombe befehligt. Kurz zuvor haben wir gesehen wie Prophet Richtung Sphäre geflogen ist. Die Bombardierung misslingt. Die folgende Explosion vergrößert die Sphäre nur. Außerdem greifen die Aliens das Schiff an. Mit allem was wir haben verteidigen wir es. Doch viele sterben. Auch der Admiral.
Nachdem wir einen sogenannten Exosuit getötet haben, erscheint ein Raumschiff der Aliens, das uns an der Flucht hindert. In einem harten letzten Gefecht blasen wir es vom Himmel und springen in den Flieger von Psycho. Helena fasst unsere Hand und zieht uns hinein. Psycho will fliehen, doch Nomad will weiter kämpfen. Als wir einen Funkspruch von Prophet auffangen, ist klar, dass wir zurück fliegen müssen.
Warhead
Mit Psycho steigt ihr parallel zu Nomads Geschehen ein – und zwar an dem Zeitpunkt, als Nomad den koreanischen Kreuzer zerstört. Psycho gerät daraufhin hin in einen Hinterhalt der KVA und auch sein Rettungsflieger stürzt später ab. Kurze Zeit später gibt es einen EMP Impuls und wir sehen wie die Koreaner etwas Großes abtransportieren.
Schnell finden wir heraus, dass es sich wahrscheinlich um Atomsprengköpfe handelt. Zu Psychos Bedauern wird euer alter Bekannter O`Neill eure neue Luftunterstützung.
Nachdem wir einen KVA Stützpunkt ausradiert haben, wird O`Neill abgeschossen und unsere Aufgabe ist es ihn und seine Daten zu bergen. Entgegen erster Befehle soll O`Neill schließlich doch zurückgelassen werden, doch Psycho widersetzt sich dem Befehl und rettet ihn.
Zusammen infiltrieren sie einen KVA Hafen, wo die radioaktive Fracht auf ein U-Boot verladen werden soll. Wir schleichen auf das U-Boot und entdecken im Inneren eines der gefangenen Aliens. Es setzt uns außer Gefecht, wodurch wir Col. Lee kennenlernen, der uns anschließend foltert.
Er verschwindet alsbald und ein Eisstrahl der Aliens trifft das Boot, wodurch wir uns befreien können. Mit einem Hovercraft verfolgen wir Lee, während wir uns gleichzeitig der Aliens erwehren. Kurz vor einem Tunnel stellt sich uns ein Exosuit in den Weg. Hinter dem Tunnel verfolgen wir Lee über einen Kreuzer und durch eine Mine weiter.
Nach einer längeren Zugfahrt, bei der Psycho zahllose Angriffe abwehren muss, schnappt sich Lee erneut den Behälter mit dem Alien. Das Finale endet auf dem gut gesicherten Flugfeld der KVA. Der Alien-Schwarm bricht darüber hinein und O`Neill rettet euch mit einem Senkrechtstarter.
Kurz vor dem Abflug taucht erneut Lee auf, doch Psycho kann ihn besiegen und wirft ihn den Aliens zum Fraß vor. O`Neill und Psycho fliegen zum Flugzeugträger, womit die Brücke zum Hauptspiel geschlagen wurde.
Durch die eingestreuten Tonband-Aufzeichnungen erfahren wir im Laufe des Spiels, dass O`Neill sich auch für das Raptor-Team bewarb. Doch aufgrund eines Fehlers wurde er schließlich nicht genommen.
Während des Absprungs werdet ihr von einem unbekannten Flugobjekt gerammt, wodurch ihr die Landezone verpasst. Nachdem ihr Jester erreicht habt, hört ihr panische Hilferufe von Aztec, der sich in den Bäumen verfangen hat. Ihr erreicht ihn, aber könnt nur noch seinen Tod feststellen. Auch anhand der koreanischen Leichen kann man feststellen, dass sie nicht von normalen Waffen getötet wurden. Prophet beseitigt per Fernbedienung Aztecs Leiche und den Anzug. Er befiehlt euch daraufhin weiter zur Landestelle.
Als wir Prophet und das restliche Team finden, können wir unseren Augen kaum trauen; mitten im Dschungel befindet sich ein vereistes Forschungsschiff. Nämlich das unserer Landsleute. Plötzlich taucht ein unbekanntes Wesen auf, teilt das Schiff in zwei und schnappt sich Jester. Wir verfolgen es, doch können unseren Kollegen nur noch tot bergen.
Im Folgenden entdecken wir das Lebenszeichen einer Geisel, die wir befreien sollen. Nach schwerem Kampf finden wir zusammen mit Psycho eine junge Asiatin, die offensichtlich bei der CIA ist und Rosendahl überwachte. Sie sagt, dass Rosendahl etwas "erweckte", was tief unter der Erde schlummerte. Während Psycho die Kleine evakuiert, suchen wir Prophet. Er erzählt uns, dass Rosendahl eine fortschrittliche pre-humane Stätte entdeckte.
Kurze Zeit später wird Prophet von einem Alien entführt. Wir machen uns auf zur Grabungsstätte, wo wir beobachten können, dass Dr. Rosendahl per Videochat mit dem Anführer der Koreaner spricht. Es scheint als wäre Rosendahls Tochter Helena seine Geisel. Rosendahl sagt dem koreanischen Anführer General Kyong, dass er das 2 Mio. Jahre alte Artefakt nicht näher untersuchen dürfte, da die Folgen nicht absehbar sind. Doch dieser ignoriert den Rat und gibt über Fernsteuerung Stromimpulse ab. Es kommt zur einer Überladung, wodurch Rosendahl versteinert.
Wir flüchten darauf hin und machen uns auf den Weg zur Mine, wo wir die letzten Geiseln retten sollen. Auf dem Weg dahin zerstören wir mehrere KVA-Basen und u.a. einen Kreuzer. Mit Hilfe von Panzern bahnen wir unseren Weg zur Mine. Doch der Berg darüber beginnt zusammen zu fallen. Außerdem tauchen wieder einige Aliens auf.
Am Ende der Mine werden wir von Kyong gefangen genommen. Helena ist wie erwartet seine Geisel. Plötzlich gibt es eine weitere Überladung und wir können Kyong töten. Mit Helena versuchen wir zu flüchten, doch nur sie erreicht die rettende Leine. Der Ausgang stürzt ein, weshalb wir einen anderen Ausgang suchen. Im Inneren des Berges existiert eine außerirdische Anlage inklusive Schwerelosigkeit und sehr niedrigen Temperaturen. Nomad vermutet, dass es sich um eine Invasionsarmee handelt. Wir können entkommen, doch nur weil die Aliens die Invasion tatsächlich starten.
Dort wo wir die außerirdische Struktur verlassen, ist alles vereist. Am Fuß des Berges finden wir vereiste Marines. Überraschenderweise taucht Prophet wieder auf. Er konnte eine der Alien-Waffen entwenden. Da sein Anzug eine Fehlfunktion hat, beschützen wir ihn.
Zusammen mit Prophet bahnen wir uns unseren raus aus der eiskalten Sphäre, die den Berg umgibt. Unterwegs lesen wir noch die abgestürzte Helena auf und setzen uns anschließend sogar selber hinter das Steuer eines Fliegers. Mit diesem erreichen wir schließlich die Kommandobasis, einen Flugzeugträger.
Psycho ist schon vor uns eingetroffen und hat ein Alien gefangen nehmen können. Doch wegen eines Blitzschlages erwacht es zum Leben, sodass Psycho es töten muss. Auf der Schiffsbrücke treffen wir auf Admiral Morrison, der mit Helena aneinander gerät. Morrison erzählt davon wie zu Beginn Wärmesignale auf der Insel entdeckt wurden, weshalb u.a. die CIA hingeschickt wurde. Außerdem empfang die NASA Funksignale, die wohl auf einen weit entfernten Planeten gerichtet sind. Der Admiral wägt einen Atomschlag ab, woraufhin Helena heftig protestiert. Sie vermutet, dass die Aliens vor langer Zeit hier gestrandet sind und jetzt ein Notsignal funken.
In der Waffenkammer werden wir Zeuge des merkwürdigen Verhaltens von Prophet. Er verlässt die Kammer mit der Absicht die Sache endgültig alleine zu regeln. Psycho versucht ihn aufzuhalten.
Auf der Brücke erleben wir wie der Admiral den Einsatz der Atombombe befehligt. Kurz zuvor haben wir gesehen wie Prophet Richtung Sphäre geflogen ist. Die Bombardierung misslingt. Die folgende Explosion vergrößert die Sphäre nur. Außerdem greifen die Aliens das Schiff an. Mit allem was wir haben verteidigen wir es. Doch viele sterben. Auch der Admiral.
Nachdem wir einen sogenannten Exosuit getötet haben, erscheint ein Raumschiff der Aliens, das uns an der Flucht hindert. In einem harten letzten Gefecht blasen wir es vom Himmel und springen in den Flieger von Psycho. Helena fasst unsere Hand und zieht uns hinein. Psycho will fliehen, doch Nomad will weiter kämpfen. Als wir einen Funkspruch von Prophet auffangen, ist klar, dass wir zurück fliegen müssen.
Warhead
Mit Psycho steigt ihr parallel zu Nomads Geschehen ein – und zwar an dem Zeitpunkt, als Nomad den koreanischen Kreuzer zerstört. Psycho gerät daraufhin hin in einen Hinterhalt der KVA und auch sein Rettungsflieger stürzt später ab. Kurze Zeit später gibt es einen EMP Impuls und wir sehen wie die Koreaner etwas Großes abtransportieren.
Schnell finden wir heraus, dass es sich wahrscheinlich um Atomsprengköpfe handelt. Zu Psychos Bedauern wird euer alter Bekannter O`Neill eure neue Luftunterstützung.
Nachdem wir einen KVA Stützpunkt ausradiert haben, wird O`Neill abgeschossen und unsere Aufgabe ist es ihn und seine Daten zu bergen. Entgegen erster Befehle soll O`Neill schließlich doch zurückgelassen werden, doch Psycho widersetzt sich dem Befehl und rettet ihn.
Zusammen infiltrieren sie einen KVA Hafen, wo die radioaktive Fracht auf ein U-Boot verladen werden soll. Wir schleichen auf das U-Boot und entdecken im Inneren eines der gefangenen Aliens. Es setzt uns außer Gefecht, wodurch wir Col. Lee kennenlernen, der uns anschließend foltert.
Er verschwindet alsbald und ein Eisstrahl der Aliens trifft das Boot, wodurch wir uns befreien können. Mit einem Hovercraft verfolgen wir Lee, während wir uns gleichzeitig der Aliens erwehren. Kurz vor einem Tunnel stellt sich uns ein Exosuit in den Weg. Hinter dem Tunnel verfolgen wir Lee über einen Kreuzer und durch eine Mine weiter.
Nach einer längeren Zugfahrt, bei der Psycho zahllose Angriffe abwehren muss, schnappt sich Lee erneut den Behälter mit dem Alien. Das Finale endet auf dem gut gesicherten Flugfeld der KVA. Der Alien-Schwarm bricht darüber hinein und O`Neill rettet euch mit einem Senkrechtstarter.
Kurz vor dem Abflug taucht erneut Lee auf, doch Psycho kann ihn besiegen und wirft ihn den Aliens zum Fraß vor. O`Neill und Psycho fliegen zum Flugzeugträger, womit die Brücke zum Hauptspiel geschlagen wurde.
Durch die eingestreuten Tonband-Aufzeichnungen erfahren wir im Laufe des Spiels, dass O`Neill sich auch für das Raptor-Team bewarb. Doch aufgrund eines Fehlers wurde er schließlich nicht genommen.
Es ist relativ schwierig über ein Spiel zu schreiben, dessen "Wendung" schon zu Spielbeginn ersichtlich ist. Ich versuche es natürlich trotzdem ohne Spoiler.
Obwohl das Spiel, wie erwähnt, recht vorhersehbar ist, empfinde ich die Geschichte von Crysis als rundum gelungen. Die Story strotzt sicher nicht vor Originalität und das teilweise offene Ende ist etwas unschön, aber man sollte nicht vergessen, dass Crysis "nur" ein Ego-Shooter ist. Davon abgesehen ist die Story schön Science-Fiction lastig, spannend und motivierend.
Ganz anders die Geschichte vom Add-On - denn die hätte man auch in 60 Spielminuten erzählen können. Sie läuft parallel zum Hauptspiel und ist ziemlich belanglos. Auch der eingeführte Nebencharakter kann da nichts mehr retten. Im Gegenteil; er macht es nur noch schlimmer.
Auch die Inszenierung des Hauptspiels ist besser als die der Zusatzmission. Meist wird euch alles Wesentliche per Funk durchgegeben oder findet aktiv im Spiel statt, ähnlich wie bei Call of Duty. Zwischensequenzen gibt es nur wenige und wenn, dann sieht man sie fast immer aus der Ego-Perspektive. Die Zwischensequenzen in Warhead sind zum Teil etwas peinlich geraten. Sie wirken einfach sehr behäbig. Der Funkverkehr zwischen dem Kommando und dem neuen Charakter nervt leider auch sehr schnell.
Das Setting des Spiels ist wie bei FarCry eine Insel – eine wirklich riesige Insel. Obwohl sie rein fiktiv ist, wirkt sie ungemein glaubhaft. Sie ist zwar unterteilt in Level, aber die einzelnen Abschnitte sind so groß, dass das nie negativ auffällt. Zumal auch die Levelgrenzen allesamt sehr harmonisch sind. Es sind fast immer hohe Klippen oder steile Berge, die Täler oder Passagen einsäumen. Ihr könnt natürlich auch in das Meer raus schwimmen, aber solltet ihr zu weit davon wollen, erscheinen gegnerische Schiffe, die euch töten.
Zur Plausibilität trägt auch das Leben auf der Insel bei. Im Meer schwimmen Fische, am Strand machen es sich Schildkröten bequem. Viele weitere Tierarten bevölkern verschiedene Bereiche der Insel. Das i-Tüpfelchen wären vielleicht noch ein paar größere Tiere gewesen, aber so ist es schon sehr gut gelöst. Die unterschiedlichen Wetterverhältnisse tragen ebenfalls zur hervorragenden Atmosphäre bei.
Auf der Insel gibt es enorm viel Vegetation. Es ist aber kein subtropischer Regenwald, sondern eher ein mediterraner Dschungel mit vielen dichtgedrängten unterschiedlichen Bäumen und laubbedecktem Unterholz. Am Strand und landeinwärts gibt es selbstverständlich auch Palmen. Vereinzelt durchziehen Bäche oder Flüsse die Insel.
Das Thema Gameplay ist bei Crysis ganz besonders interessant. Im Wesentlichen könnt ihr dieses nämlich selbst bestimmen. Doch beginnen wir am Anfang; Das Kernstück des Spiels ist euer Nano-Suit. Der Kampfanzug, der eure Fähigkeiten und Kräfte potenziert. Ihr habt vier Wahlmöglichkeiten: Verstärkte Panzerung, maximales Tempo, maximale Kraft und ein Tarnfeld. Es lässt sich nur eine der Fähigkeiten gleichzeitig aktivieren, aber ihr könnt jederzeit nach Belieben wechseln. Begrenzt wird die Verwendung des Suits durch eine Energieleiste, die sich über eurer Lebensleiste befindet.
Wählt ihr die verstärkte Panzerung, sinkt die Energieleiste bei Treffern. Erst wenn sie auf null ist, wird eure Lebensenergie in Mitleidenschaft gezogen. Das maximale Tempo macht sich besonders bei großen Laufstrecken positiv bemerkbar. Allerdings ist die Energie in diesem Fall etwas zu schnell aufgebraucht. Mit Hilfe der maximalen Kraft könnt ihr unter anderem höher springen oder Türen einschlagen. Die letzte Fähigkeit, das Tarnfeld, ist selbsterklärend.
Bemerkenswert ist auch der Einsatz der Fähigkeiten im Kampf. Klar, die Panzerung und das Tarnfeld sind in erster Linie dafür gedacht. Aber auch mit der Tempoerhöhung könnt ihr Gegner umrennen oder mit erhöhter Kraft Gegner besonders weit ausknocken. Oder ihr nehmt euch herumstehende Gegenstände und werft sie mit voller Kraft auf Gegner. Danach steht kaum einer mehr auf. Übrigens; ihr könnt wirklich alles in die Hand nehmen, was irgendwo rumliegt!
So ergeben sich folglich die unterschiedlichsten Kampfsituationen. Aktiviert die Panzerung und spielt Rambo – oder nehmt mit dem Tarnfeld die Rolle von Sam Fischer ein. Letzteres macht die Kämpfe einfacher, da die Gegner im Alarmfall auch gerne Verstärkung rufen. Allerdings wird damit auch das Spieltempo sehr viel langsamer, denn auch bei Einsatz der Tarnung ist die Energie sehr schnell am Ende. Im Grunde genommen wird Crysis dann zu einem echten Stealth Spiel. Ihr bewegt euch in der Tarnung oder kauert hinter Kisten um die Energie wieder aufzuladen. Eure Waffen könnt ihr natürlich auch modifizieren, u.a. mit einem Schalldämpfer. Die HUD-Anzeigen unten links helfen euch beim Schleichen. Es gibt eine Anzeige wie aufmerksam die Wachen sind und sobald ihr mit Hilfe des Fernglases die Wachen einmal "anvisiert" habt, werden sie auf einem Radar markiert.
Das Spielgefühl erinnert in seinen guten Momenten an Halo. Große, frei begehbare Außenareale. Frei verfügbare Vehikel. Eine einfache und intuitive Steuerung. Um beispielsweise eure Spezialfähigkeiten einzusetzen drückt ihr in der Standardeinstellung das Mausrad, bewegt die Maus in Richtung der gewünschten Auswahl und lasst das Rad wieder los. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das perfekt.
Die Außenreale sind manchmal aber so riesig, dass wenn euer Gefährt zerstört wird, ihr lange Laufstrecken zurücklegen müsst. Solltet ihr euch für den Schleichweg entscheiden sowieso. Denn nehmt ihr einen fahrbaren Untersatz, erkennen euch die Gegner unverständlicherweise über hunderte von Metern. Dies sind aber verschmerzbare Kritikpunkte in einem ansonsten schnörkellosen Gameplay.
Bemerkenswert ist auf jeden Fall auch die Physik-Engine. Die Trefferrückmeldung ist sehr überzeugend und die sterbenden Gegner bewegen sich sehr realistisch. Bäume könnt ihr überfahren oder darauf schießen, wonach sie abknicken. Im Vehikel kollidiert man leider des Öfteren an scheinbar kleineren Felsen oder Steinen, was ab und zu nervt. Kleinere Hütten könnt ihr bis zur totalen Zerstörung zerschießen, ab einer bestimmten Größe tut sich leider nicht mehr viel. Das ist etwas inkonsequent.
Der Gewaltgrad hält sich in Grenzen. Leichen verschwinden leider nach kurzer Zeit. Das Blut müsst ihr erst in den Optionen aktivieren!
Zurück zum eigentlichen Spielverlauf; Level an der frischen Luft dominieren. Eher selten seid ihr auch in Gebäuden oder unter Tage unterwegs. Die Mischung stimmt. Eines der Level fällt leider gegenüber dem Rest etwas ab, da es sehr eintönig und unübersichtlich ist. Sehr erfrischend dagegen ist der der Geschichte geschuldete Setting-Wechsel in der zweiten Spielhälfte.
Aufgrund des freien Gameplays liegt es meist in eurer Hand Abwechslung in den Spielalltag zu bringen. Vom Leveldesign her, wird euch die nötige Abwechslung definitiv angeboten.
Die Intensität und Spannung ist im Add-On etwas stärker ausgeprägt, da dort die Wege kürzer und die Actionszenen mehr sind. Warhead ist schlichtweg knackiger.
Leider wird der Spieler den Eindruck nicht los, dass die Entwickler am Ende des Hauptspiels unter großem Zeitdruck standen. Denn vor allem zum Endkampf hin kann es zu massiven und nervigen Bugs kommen, bei denen die Spielfigur u.a. durch den Boden fällt. Bei mir hat nur das Laden eines älteren Spielstandes geholfen.
Á propos; die automatischen Speicherstände empfand ich, aufgrund der weiten Wege, als etwas zu weit auseinander. Die Schnellspeicherfunktion bügelt das natürlich aus.
Für die Technik von Crysis gibt es nur ein Wort: genial. Jederzeit die passende, treibende und flexible Musikuntermalung, glasklare, superbe Synchronsprecher und tolle Waffensounds! Die Umgebungsgeräusche, wie Vogelzwitschern, untermalen jederzeit den Eindruck einer lebendigen Spielwelt. Witziges Detail am Rande; eure Anzugs-Stimme kann auf Wunsch auch weiblich sein.
Die Optik ist ebenfalls sagenhaft. Selten zuvor hat man einen so schönen Dschungel bewundern dürfen. Das Wasser ist einem echten Tropenstrand fast ebenbürtig und viele kleine Details wie beispielsweise ein Sonnenaufgang lassen euch aus dem Staunen kaum rauskommen. Die Innenlevel können dank toller Beleuchtung ebenso überzeugen. Auch die Gesichter und Animationen nehmen in dieser Reihe von Superlativen Platz.
Wenn man mal die folglicherweise sehr hohen Hardwareanforderungen beiseite lässt, gibt es nur einen echten Kritikpunkt; das teils heftige Tearing. Im Spiel selber fällt es nur seltenauf, in den Zwischensequenzen umso mehr.
Ego-Shooter gibt es wie Sand am Meer und dennoch hat es Crytek geschafft einen Ego-Shooter zu entwickeln, der großen Wiedererkennungswert hat. Die starke technische Seite sticht zwar heraus, aber auch auf den zweiten Blick entdeckt der Spieler viele gute Seiten an dieser Software. Das Gameplay ist gelungen und spaßig. Die wenigen negativen Kritikpunkte sind verschmerzbar. Crysis macht einfach extrem viel Spaß!
Spielzeit Crysis: ca. 9 Stunden auf leicht
Spielzeit Warhead: ca. 5 Stunden auf leicht
Pro/Contra Übersicht:
+ gelungene Story des Hauptspiels
+ gute Inszenierung von Crysis
+ tolle Atmosphäre
+ bietet einige tolle Momente
+ gelungenes Gameplay
+ gute Steuerung
+ Nano-Suit
+ viele mögliche Vorgehensweisen
+ tolle Physik-Engine
+ grandiose Optik
+ extrem hohe Weitsicht
+ toller Sound
+ viele Waffen
+ 4 Schwierigkeitsgrade, die im Spiel gewechselt werden können
+ übersichtliche Menüs
- schwache Story des Add-Ons
- Inszenierung des Add-Ons teilweise unbeholfen
- Spezialfähigkeiten teilweise zu kurz verfügbar
- teils große Laufwege
- heftiges Tearing
- nervende Bugs
- sehr hohe Hardwareanfoderungen
- offenes Ende, weil Trilogie
Fazit: Ein Augenschmaus, der auch inhaltlich überzeugt. Das Add-On ist etwas schwächer.
(Crysis: Schulnote 1 / 14/15 Pkt. / 91%)
(Warhead: Schulnote 2+ / 12/15 Pkt. / 84%)
Quelle der Bilder: Gamespot.com
Test vom November 2010

Das würde bedeuten, dass man kein Review zu einem Spiel schreiben darf, zu dem es schon ein Thread gibt 


Sorry, aber ich bin ´nen PC-Noob. Frisst das nicht richtig viel Power?