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Coole Hunde...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

so.. vermutlich etwas längerer text von mir.. :)
meine freundin und ich haben vor 2,5 jahren eine hündin aus dem tierheim geholt. extrem schwierige vorgeschichte, das komplette welpen- und junghundalter ging komplett in die hose, sie hat nichts mitbekommen, was ein hund in dem alter mitbekommen sollte. alles war und ist eine bedrohung. menschen, hunde und jedes ding, das sie nicht kennt und davon gibt es viele..
anscheinend hat sie auch gelernt, das beste ist nach vorne gehen. wenn etwas bedrohlich erscheint, angreifen, bevor es dich angreift.. wenn dir jemand etwas wegnehmen will, verteidige es..
das erste jahr war heftig. ein gang draussen war für jeden (und für sie am meisten) eine qual. piri (so hiess sie bereits) hat nicht nur andere leute angegriffen, sondern auch andere hunde und wenn es ganz unüberschaubar für sie wurde auch uns. sie hat mich öfter aus wut und frust ins bein gebissen, in die hand oder in den arm und bei einem spaziergang habe ich sie immer mal wieder irgendwo anbinden müssen, damit sie sich beruhigt ohne mich in reichweite zu haben.
meine freundin und ich haben von anfang entschieden, die hündin aufgrund der aktuellen forschung zu erziehen. auf jeden fall absolut gewaltfrei und immer nur das belohnen, was wir gut finden. niemals bestrafen, was ungewünscht ist. kein blödsinniges alpha-gehabe (was wissenschaftlich seit jahren widerlegt ist) und kein dominanzquatsch. wer immernoch glaubt, er (oder sie) müsse den hund dominieren, hat die letzten 40 jahre an forschung ignoriert..
sehr, sehr anstrengend und einige leute wechseln die strassenseite, wenn sie uns sehen.
drauf geschissen..
nach 1,5 jahren gab es die ersten anzeichen von annäherung ihrerseits. sie war zwischenzeitlich scheinträchtig (in der zeit ist sie auf alles los, was sich bewegt hat. oder auch nicht bewegt hat. passanten, hunde, autos, fahrräder, autos, häuser, bäume.. alles) und hat sich damit so gequält, dass wir nicht anders konnten, als sie bei uns im bett pennen zu lassen. am anfang lag sie am fussende, nach 1,5 jahren ging es etwas höher.. hüfte und unterer rücken.
wir haben sie niemals von uns aus angefasst oder nähe eingefordert, alles passierte nur, wenn sie auch bereit dafür war. und das dauert. massiv.
nach 2 jahren haben wir das gefühl, sie is bei uns angekommen. sie gibt entscheidungen nach wie vor nicht ab, sondern findet vieles bedrohlich und geht darauf los. mittlerweile füttern wir sie nur unterwegs und belohnen sie für jede aufmerksamkeit, die sie uns entgegen bringt. das hilft. ist etwas merkwürdig, guckt sie mich an und wenn ich sie dafür belohne, ist auch alles gut. geht nicht immer, aber ist ein schritt.. nachts ist es vollkatastrophe, da wünsch ich niemandem, dass er oder sie uns blöd begegnet :D
wir haben in den letzten jahren 2 trainer "verschlissen", die nicht zugeben konnten, dass sie überfordert sind. 3 tierärzte, die keinerlei tipps hatten.. mittlerweile sind wir bei einer therapeutin (ohne couch), die das studiert hat und genau weiss, was da los ist und wie man dem begegnen kann. nach 2,5 jahren...
seit etwa einem monat wird die arbeit belohnt. ich komm immer öfter an anderen hunden vorbei ohne gekläffe, andere menschen sind nach wie vor kacke, aber man muss sie nicht angreifen.. wenn ich unterwegs bin und mir begegnen leute kann ich kurz pfeiffen und sie kommt neben mich, um dann sicher vorbei zu gehen.
sie ist sehr, sehr neugierig und neue sachen lernen, macht ihr massiv spass. clickertraining funktioniert super, sie hat sehr schnell raus, was man von ihr will :)
alles in allem: hunde aus dem tierheim holen is eine grossartige sache, erwatet keine dankbarkeit von dem hund, das liegt nicht in seiner natur und is nur romantisierend. bei einer schwierigen geschichte ist es verdammt viel arbeit. und verdammt viel frust. es dauert mitunter lange, bis der hund vertrauen hat. und ich rede von jahren. nicht aufgeben!! es dauert, aber es kommt. und dann ist es unglaublich!!!
unterwerfen, alphaquatsch, dominanzgelöt... das macht es einem hund nur schwerer vertrauen zu fassen. evtl gibt es schneller "ergebnisse", aber die kommen aufgrund von unsicherheit oder angst und macht einen hund nicht glücklich. (alphasyndrom - animal learn verlag)
piri checkt mittlerweile bei uns, ob eine situation ok ist oder nicht und verhält sich dann entsprechend. wenn wir entspannt sind, entspannt sie sich auch. sind wir nervös, ist sie es auch. hin und wieder ist ihr auch alles zu viel und wir sind ihr egal.. dann wird sie unangenehm. darf sie. sie weiss es nicht anders und dann ist die situation für sie auch so furchtbar, dass sie sich nicht anders zu helfen weiss. bekommen wir auch noch hin..
am ende des tages: ich würde mich vor ein auto werfen, um dieses mistvieh zu retten. ich hab sie verflucht, ich hatte (und hab) schiss, mit ihr rauszugehen, ich hätte sie mehr als einmal an die wand tackern können. aber wenn man es hinbekommt über ihre beschissene geschichte hinwegzusehen entdeckt man eine wundervolle hündin, die es selbst scheisse findet, so zu reagieren.
 

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Puh, Respekt das du dir soviel Mühe gibst aber für mich wär das nix. Für mich soll ein Hund ein Begleiter sein, eine Bereicherung und natürlich macht das Arbeit aber wenn man soviel Stress durch den Hund, würd ich mir keinen holen.
Aber tolle Sache das du es mit ihr versuchst. :dhoch:
 
Krümel gefällt mir! :dhoch:

Mal ein aktuelles Bild unserer drei Kampfhunde:



(Und nein, die freie Stufe ist NICHT für einen vierten Chihuahua reserviert!) :p
Du hast den obersten hund einfach nur nochmal nach unten geshopped, denkst wir merken das nicht?
Auch wenn du nur zwei hunde hast, brauchst du dich nicht schämen, deine armut kotzt uns nicht so sehr an.
 
Mein Noah hat echt nur Pech, er nimmt ja fast jede Krankheit mit dies so gibt (2 Zahn OPs, verschleppte Kehlkopf entzündung, 2x eingeklemmter Nerv in der Wirbelsäule, Hodenkrebs). Und jetzt wieder son scheiß.

Ich hab gesehen das ihm was am Zahn wächst also ab zum TA, es hat da noch alles recht harmlos geklungen, 3 Epolis (gutartige Geschwüre) und ein Zahn ziehen, erstes Problem dann schlechte Nierenwerte und das Risiko nicht mehr aufzuwachen... Aber kann man nichts machen also Augen zu und mit viel Bauchschmerzen durch...ging zum Glück gut. Ihn dann abgeholt und dann natürlich der scheiß 7 Zähne gezogen, 3 vermutlich harmlose Epolis, 1 unförmiges matschiges Gewächs an den Schneidezähnen (wurde eingeschickt) aber so wie der TA das sagte und dabei geschaut hat ist wahrscheinlich nichts gutartiges, er hat praktisch bis auf den Knochen runter alles so großflächig wie möglich raus geschnitten, aber da ist leider nicht viel Platz. Das ist so zu kotzen :traurig:
 


Lucy hat auch mit zwei Jahren noch einen sehr ausgeprägten Spieltrieb. :D
Alter vatter...:O_o:
Wenn man dein Bild dreht und nicht weiss, das er auf dem Rücken liegt und es auf dem kopf steht, könnte man meinen das ist Cerberus, der Höllenhund :ugly:
cerberus.jpg

hängt da böse an der Decke:
"Ich mach nur einarmige Klimmzüge, du Lappen!"

Cerberus.jpg
fehlen halt bei deinem nur 2 weitere köpfe.
Jemand Fotoshop? :D
 
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