@MadX dein Argument neutralisiert sich im Prinzip ja selbst. Du verlangst verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten wie z.B. frei verkäuflichen Analgetika und möchtest dann einen Stoff den du als medizinisch wertvoll anpreist legalisieren damit ihn 95% der Konsumenten aus komplett anderen Beweggründen zu sich nehmen?
Ich bin gegen den Missbrauch von Drogen/Medikamenten, ja. Dass der Mensch dazu neigt vieles missbräuchlich zu verwenden, um Rauschzustände hervorzurufen oder Süchte zu befriedigen, bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass diese Dinge prinzipiell schlecht sind und nicht auch ihren Nutzen haben können. Es liegt mir aber auch fern jemanden deswegen zu verurteilen.
Im Fall von Heroin, Kokain, Desomorphin und Co. ist ein Verbot auch vollkommen nachvollziehbar und sinnvoll.
Bei Cannabis besteht die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit bei Dauerkonsum, es können auch bei einmaligen Konsum Psychosen ausgelöst werden und die allgemeine Hirnchemie wird aus dem Gleichgewicht gebracht. Das kann alles passieren. Das deckt ungefähr auch den Inhalt eines Beipackzettels eines x-beliebigen Medikaments oder trifft auch auf Zigaretten, Alkohol und Fast Food zu. Es ist alles eine Frage des Nutzen-Risiko-Verhältnis. Wer es als "Partydroge" nutzen möchte, soll das von mir aus tun. Allerdings besteht zudem eben noch der medizinische Nutzen (Genau wie bei Analgetika, daher auch das Beispiel).
Ich meinte damit, dass sich kaum jemand Gedanken darüber macht, was er täglich schluckt um fitter, konzentrierter und glücklicher zu sein, aber bei Drogen, die irgendwann mal als illegal eingestuft wurden die Nase rümpft. Beides ist so gesehen nicht gut oder auf Dauer gesund, aber was ist das schon? Diese Entscheidung sollte aber jeder Einzelne für sich treffen können. Ein Verbot nimmt einem diese Entscheidungsfreiheit.
Die Frage sollte eigentlich nicht länger sein, ob Cannabis legalisiert werden sollte, sondern auf welche Weise es legal erhältlich sein soll.