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Ich finde die Fanfreundschaft oder allg. so etwas gut, die Spiele gegen den FC sind immer geil, weil die Atmosphäre extrem freundschaftlich ist. Wieso man das jetzt aber in Mailand raushauen muss, weiß ich nicht. Gg. Lev oder BMG, okay, aber Mailand? Vlt. muss man vor Ort gewesen sein, um das zu verstehen.
Ich finde es befremdlich. Was soll das?
Die mögen uns (FC) irgendwie deutlich mehr, als wir die, oder kommt mir das nur so vor?
Diese "Fanfreundschaft" muss aufhören!
Ich muss sagen, dass ich wegen Favre wirklich negativ überrascht bin. Hätte den sogar ursprünglich gerne bei uns gesehen. Aber scheinbar kommt er eher mit Underdog Mannschaften klar, wie mit einer Mannschaft die schon in der Spitze anzusiedeln ist. Eigentlich wäre es diese Saison für ein eingespieltes und Konsequentes Dortmund für den Titel angerichtet gewesen. Wir spielen ja auch deutlich unter unseren Möglichkeiten. Hätte so einen Einbruch unter Favre tatsächlich nicht erwartet. Es ist ja nunmal mehr als genug Potential in der Mannschaft.
Beim BVB wiederum sollten vorne Thorgan Hazard, Julian Brandt und der nach seiner Suspendierung in die Elf zurückgekehrte Jadon Sancho für Gefahr sorgen. Das allerdings gelang von der ersten Minute an nicht, weil das Trio keine Tiefe ins Angriffsspiel brachte, zu wenig die potenziell gefährlichen Räume anlief und das Sturmzentrum, den Neuner-Bereich, gleich lieber komplett aussparte.
22 Minuten lang entstand so das Gefühl, als liefe alles auf ein 0:0 hinaus. Es wäre ein annehmbares Ergebnis für die Schwarz-Gelben gewesen, die mit vier Punkten angereist waren und anders als Mailand (zuvor ein Punkt aus zwei Begegnungen) deutlich weniger unter Siegzwang standen als die Gastgeber. Und ein torloses Remis schien wohl auch das maximal mögliche Resultat angesichts der erschreckenden Harmlosigkeit im eigenen Angriffsspiel.
Dann jedoch passierte, was aus Dortmunder Sicht nicht passieren durfte: Erst eskortierte Brandt Mailands starken Abwehrchef Stefan de Vrij nur, dann ließ Weigl Martinez entwischen. Letzteres wäre freilich folgenlos geblieben, hätte Schulz nicht mangels Aufrückbewegung das Abseits aufgehoben. Schon stand es 1:0 für Inter. Dortmunds Plan war dahin. Allein: Favre änderte nichts.
Als wäre nichts geschehen, ließ er seine Elf ohne auch nur eine Anpassung weiter in einer 3-4-3-Formation spielen. Defensiv wirkte das weiterhin solide - auch weil Inter die Angriffsbemühungen weitgehend einstellte -, im Spiel nach vorne allerdings fehlte jegliche zündende Idee, von Sanchos Abschluss kurz vor der Pause einmal abgesehen. Es war nicht das erste Mal, dass Favre nicht in der Lage war, auf die Dynamik eines Spiels zu reagieren.
Die Leistung in Mailand übrigens fand Favre "ganz okay". Diese Meinung allerdings hatte er - zumindest außerhalb des engsten schwarz-gelben Kreises in Mailand - weitgehend exklusiv. Die ohnehin enttäuschten Fans der Borussia gerieten über diese Aussage, die - sofern ernstgemeint - einen Teil des Problems beim BVB offenbarte, regelrecht in Rage. Die Luft für Favre ist bedrohlich dünn geworden.
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