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REVIEW Assassin's Creed: Revelations [Review]

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Das erste Assassin's Creed hat für reichlich Aufsehen gesorgt, von Jade Raymond als Postergirl für das Projekt über das OpenWorldHitman Konzept bis hin zum Twist fünf Minuten nach Starten des Spiels, dass die eigentliche Story im heutigen Zeitalter spielt und der wahre Protagonist ein Barkeeper namens Desmond ist. Ohne auf die Fehler des ersten Teils einzugehen dürfte das größte Problem der Serie mittlerweile sein, dass sie sich einfach verselbständigt hat. Als Mitte des ersten Teils der Angriff der Assassins drohte, hatte ich schon gedacht, dass ich sich die Story nun in die heutige Zeit verlagern würde. Silly me. Vier Jahre später sind wir immer noch nicht soweit.

Und nun mal halblang

Machte AC 2 noch deutliche Fortschritte in Sachen Story, schaltete Brotherhood bereits einige Gänge runter. Revelations macht, zumindest was die „eigentliche“ Story betrifft, gleich mal zu Beginn den Motor aus. Desmond Miles als Charakter ist nach vier Jahren immer noch quasi ohne jede Persönlichkeit, die ScoobyDoo Truppe, die in Teil 2 vorgestellt und alle paar Stunden für ein Minuten mal gezeigt wurde, habe ich nahezu komplett vergessen. Bevor es also endlich in die Neuzeit geht, müssten eigentlich zunächst einmal die Figuren, um die es gehen sollte, präsentiert und ausgearbeitet werden. So blöd es auch klingt, aber eigentlich braucht es mindestens noch ein AC vor AC 3, aber nur deswegen, weil die bisherigen vier Spiele ihre Aufgabe nicht erfüllt haben.

Während die Story um Desmond nunmehr komplett auf Eis gelegt wurde, beschäftigt sich ACR zum nunmehr dritten Male mit Ezio Auditoto de Firano. Der Italiener, mittlerweile in seinen Fünzigern angekommen, besucht Istanbul not Constantinople und sucht fünf Schlüssel zur geheimen Bibliothek von Altaïr Ibn-La'Ahad. Auf dem Weg dorthin freundet er sich mit den ansässigen türkischen Assassinen sowie dem Sultan an, mischt sich in die Politik ein und verknallt sich in eine üppig ausgestattete Leseratte. Zwischendurch schreibt er all dies an Claudia, von der ich annehme, dass es seine Schwester ist. Sorry, bei drei Titeln, je mindestens 20 Stunden verteilt über drei Jahre kann ich mir auch nicht jedes Detail merken. Am schlimmsten empfinde ich nach wie die Eigenart des Animus, mittlerweile fast 50 % des Gesagten nicht mehr zu übersetzen. War es früher nur ein „bene“ oder „grazie“, das in der Landessprache blieb, sind es hier nun komplette Sätze, die teils auf italienisch, teils auf türkisch bleiben. Ohne Untertitel kann man, sofern man die beiden Sprachen nicht beherrscht, dem ohnehin schon wirren Geschehen kaum noch folgen.

Gruselig...

Ich will aber sagen, dass das Finale des Spiels mit weitem Abstand das Beste ist, was die Serie bisher produziert hat. Nicht nur gewinnt Ezio Audiovision de Fenestre im Alter deutlich an Persönlichkeit, es ist vor allem Altaïr, der in seinen wenigen Auftritten im Spiel um ein Vielfaches besser beleuchtet wird als im ersten Teil, der ihm allein gewidmet war. Das Alter, das er am Ende erreicht, wäre allerdings selbst heute noch biblisch und im 11. Jahrhundert dürfte die Lebenserwartung wohl maximal bei der Hälfte gelegen haben. Vielleicht macht gerade das die Legende so magisch. Der finale Auftritt Altaïrs hat bei mir Gänsehaut ausgelöst und das schaffen nicht wirklich viele Spiele. Ob dieser Moment allerdings wieder ein 20+ Stunden Spiel notwendig gemacht hat?

Nach einem sehr actionreichen Auftakt begibt sich ACR schnell in gewohnte Gefilde. Ezio Audiotape de Flippers klettert, kraxelt, meuchelt und mordet. ACR beginnt mit der Nennung der beteiligten Entwickler, ein halbes Dutzend etwa, verteilt in Amerika, Europa und Asien, von Schweden über Singapur bis zu Bukarest und veröffentlicht von UbiSoft Montreal. Vielleicht kriegt man anders ein so umfangreiches Spiel nicht in unter einem Jahr fertig, aber nicht zu selten beschleicht einen das Gefühl, dass man hier mehrere Spiele in einem spielt.

Ezio AudiA1 de FrankfurtOder ist „packing“, wie die Amis sagen. Die Steuerung hat sich endgültig vom ursprünglichen Puppensystem verabschiedet, was eh nur ein mieser Werbegag war. Eaglevision liegt nicht mehr auf Dreieck/Y, sondern nun auf dem Stick, um den Weg frei zu machen für weitere Gadgets, was Ezio Autodidakt de Fischefüttern im Grunde zu Batman light macht. Neben der versteckten Klinge hat er die Doppelklinge, die Hakenklinge, die Giftklinge, die Wurfmesser, Schwert, Axt, Messer, Dolche, Fallschirm, Pistole und völlig neu Bomben, womit ihm eigentlich nur noch das Anti-Hai-Spray fehlt. Nach wie vor wechselt ihr zwischen LowProfile und HighProfile, was im Endeffekt nur eine besondere Bezeichnung für den Sprint/Parkour Modus ist.

Gameplay läuft wie eh und je, mit allen Stärken und Schwächen. Die Kämpfe sind immer noch primär Konterduelle, wobei Ezio Autonomie de Fernstudium mit seinen Ketten-Kill relativ kurzen Prozess mit seinen Gegner machen kann. Beim Bewegen leidet er meiner Ansicht unter dem, von mir so bezeichneten, Nathan Drake Syndrom. Die Vielzahl seiner Animationen sorgt manchmal für Verzögerungen zwischen Steuerungseingabe und Ausführung. Außerdem hing ich für meinen Geschmack zu oft an Vorsprüngen oder Mauern fest. Grundsätzlich könnte man die Steuerung mal etwas entschlacken. Nutzt den Stick zum Gehen. Haltet den Trigger zum Laufen. Benutzt Trigger plus X/A zum Sprinten. Also bitte, man braucht keine drei verschiedenen Optionen für etwas, was der linke Stick alleine regeln könnte. Wenn man den Sprint vom Parkour trennen könnte, könnte man auch rennen ohne automatisch überall hoch zu klettern, was in Verfolgungsjagden extrem hilfreich wäre. Auch den Kampf sollte man definitiv überarbeiten. Bis ich in Position bin mit Lock und gezogener Waffe, hab ich oftmals schon vier Treffer kassiert. Wie gesagt, es wäre mal eine Überarbeitung fällig.

Ba-Bomb

Neben dem Hookblade, das im Grunde den Handschuh ersetzt und das Klettern etwas erleichtert, sind die Bomben die größte Neuerung. Ihr könnt mit gefundenen Materialien eure Bomben selbst bauen. Wählt die Außenhülle (zerbrechlich für sofortige Explosion oder haltbar für Zeitzünder), Sprengpulver (drei Stärken) und Inhalt (Rauch, Blut, Münzen, Splitter etc.). Damit könnt ihr drei mal drei Bomben ins Repertoire aufnehmen, zum Zerstören, Ablenken und... noch mal Ablenken? Egal. Ein nettes Feature, das ich zu 99 % ignoriert habe. Erstens braucht Ezio Automatik de Feierabend keine Bomben, um ein paar Templer zu erlegen und zweitens scheint mir eine Bombe nicht das perfekte Mittel für einen Assassinen. Aber sei es drum.

Istanbul Not Constantinople ist groß und entspricht in etwa Rom aus dem Vorgänger. Zu tun gibt es reichlich. Unter anderem kehrt die Bruderschaft aus... Brotherhood zurück. Diesmal ist diese Feature allerdings gekoppelt an die im Besitz der Templars befindlichen Festungen. Ihr müsst diese Festungen einnehmen. Das schaltet zwei freie Plätze für Rekruten frei. Ihr könnt eine eingenommene Festung aber auch wieder an die Templar verlieren, aber keine Angst, eure Rekruten bleiben.

Das Einnehmen der Festungen entspricht mechanisch dem Bekannten. Schleicht euch rein, findet den Kapitän, rennt dem Feigling hinterher, flucht wie ein Rohrspatz, wiederholt das alle 20 Minuten, bis ihr ihn durch Zufall erlegt habt, klettert einen Turm hoch und zündet ein Feuerchen an. Festung ist euer. Spaß macht's keinen. Zwar soll die ständige Flucht der Kapitäne vermutlich zur Vorsicht anregen und Kamikazeaktionen verhindern, das Problem aber ist, dass ihr die Eaglevision benutzen müsst, um den Kapitän zu finden. In diesem Modus ist es aber fast unmöglich, einen Überblick über das Geschehen zu behalten. Die Sekunde, die es braucht, um die Eaglevision abzustellen und sich zu orientieren, reicht in der Regel aus, um dem Kapitän einen uneinholbaren Vorsprung zu verschaffen. Zumal man im Anschluss erst einmal durch die Gegner und die Passanten stolpert.

So richtig witzig wird es dann, wenn ihr eure Festung verteidigen sollt. Dann macht ACR mal komplett auf TowerDefense. Ich hab nichts gegen das Genre, hab aber auch nichts dafür und ACR ist nun kein Paradebeispiel für das Genre. Die Sicht ist suboptimal, die verschiedenen Truppen eher langweilig und die Steuerung etwas unbefriedigend. Ihr baut Barrikaden auf und verteilt Assassins auf den Dächern, die ihr mit Punkten bezahlt, welche ihr wiederum durch Kills erhaltet. Simples Prinzip. Mein Problem: Alle der insgesamt drei Versuche (das Tutorial nicht gezählt), die ich unternommen haben, endeten gleich. Erste Welle, kein Problem, zweite Welle, kein Problem, dritte Welle, Bitch, please, vierte Welle, kein Problem und dann kommt der feuerspeiende Rammbock, der in knapp 30 Sekunden durch meine Barrikaden rast und dann meine Festung abfackelt während meine Assassins das Ding nicht mal ankratzen. Irgendwann hab ich das einfach so gemacht, dass ich den Templars das Ding überlassen und dann im Anschluss sofort wieder neu gekapert habe. Und als ich alle meine Rekrutenplätze voll hatte, hab ich die Teile komplett ignoriert. Dabei haben sie durchaus eine Funktion.

...denn er war Hausverwalter

Zurück ist nämlich auch das Kaufen und Verwalten von Shops. Ihr kauft Geschäfte, woraufhin ihr fortan dort kaufen könnt. Dazu bekommt ihr Einkommen von diesen Läden, mit dem ihr wiederum mehr Geschäfte kauft. Das geht aber alles nur bei Läden in eurem Einflussbereich. Gehört der dazugehörige Tempel den Templars, sind diese Läden für euch gesperrt. Da ihr nur ein paar Münzen für Medizin und hin und wieder eine Waffe braucht, lohnt es sich auch nicht zwingend, alle Shops zu übernehmen, was den Tempel-Spielchen den letzten Todesstoß gibt.

Wo wir davon sprechen. Das Gesundheitssystem ist eine Mischung aus Panzerung und Gesundheit. Das regenerative System aus Teil 1 ist recht schnell ad acta gelegt worden. Nunmehr müsst ihr Medizin schlucken, um eure Leiste zu füllen. Die Länge allerdings hängt von eurer Kleidung ab, welche durchaus kaputt gehen kann. Wozu führt das? Das führt dazu, dass man nach einer Mission oftmals alle seine Shops abklappern muss. Erst zur Bank, Geld holen, dann zum Schmied, Rüstung reparieren, dann zum Arzt, Medizin kaufen. Ein Spiel, dass ohnehin so lang ist, muss doch mit solcherlei ABM nicht künstlich in die Länge gezogen werden. Manche nennen es atmosphärisch, aber nach der 20. Mission habe ich mir nur noch gewünscht, den Krempel in einem Menü machen zu können.

Die Bruderschaft funktioniert praktisch wie im Vorgänger, mit einigen Erweiterungen. Ihr schickt eure Rekruten auf Missionen in verschiedenen Städten, dann verschwinden sie für eine gewisse Zeit und kommen wieder mit Geld und Erfahrungspunkten. Ab Level 10 könnt ihr sie einem Tempel zuordnen und eine meiste geteilte Mission mit ihnen unternehmen, um sie zu echten Assassins auszubilden. Sind mal alle zu Hause, könnt ihr im Kampf jederzeit eure Truppe zu Hilfe rufen, was eine enorme Hilfe sein kann. Das System ist genauso gut wie im Vorgänger, hat aber den leichten Beigeschmack, dass man im Grunde wieder bei Null anfängt und dass es diesmal nur noch ein Feature von vielen ist. Ganz ehrlich, im Nachfolger will ich nicht schon wieder von vorne beginnen müssen.

Ihr könnt euch auch auf die Suche nach diversen Datenfragmenten begeben, was es Desmond erlaubt, in FirstPerson Szenen mehr über seine Vergangenheit zu erfahren. Warum man das optional gemacht und hinter erbärmlich schlechten FirstPerson Passagen versteckt hat, ist mir ein Rätsel. Gerade das hätte das Franchise brauchen können. Die Szenen sind spielerisch so ätzend, dass ich mitten im ersten Teil abgebrochen habe.

Das Gute an unserem Spiel: Ihr müsst es nicht spielen

Joa, soweit sind wir aber immer noch im optionalen Bereich und haben selbst da noch nicht alles erwähnt. Die eigentlichen Storymissionen bieten einige der besten Abschnitte des Spiels, aber gleichzeitig auch den größten Leerlauf. Eine Mission verlangt allen Ernstes das Verfolgen eines Blumenverkäufers, weil Ezio Automobilclub de Finesse Blümchen für seine großbusige Kollegin sammeln möchte. Keine Tutorialmission, das Teil kommt in der zweiten Hälfte des Spiels. Mit Verlaub, solchen Krempel machen wir seit 2007, muss das sein? Auch missfällt mir der neue, stärkere Fokus auf Stealth. Die Aufforderung, nicht entdeckt zu werden, ist nicht immer optional, sondern neuerdings auch sehr oft zwingend. Ich finde es befremdlich, wenn ein Spiel vom Spieler verlangt, nicht entdeckt zu werden, wenn es im Grunde genommen und ich sag es einfach mal frei heraus, gar keine Stealthmechaniken hat. Es sei denn, man zählt das Anheuern von ein paar Nutten und das Setzen auf eine Bank. Wieso ist Ezio Ambrosia de Fuerte überhaupt unsichtbar, wenn er von vier tänzelnden Mädels umgeben wird? Fällt ein Mann in Rüstung und Kapuze, umgeben von vier Zigeunerinnen nicht umso mehr auf? Viele Missionen sind aber auch richtig gut und teils sogar sehr kompetent und cineastisch inszeniert. Manche haben für ein Assassin's Creed ein ungewohnt starkes Skripting, aber das Ergebnis spricht für sich. Die besten Missionen sind die, in denen die Assassins verleidet eine Party infiltrieren und aus dem Schatten heraus meucheln. Hier ist die Hitman-Komponente am stärksten und man fragt sich, warum das Verkleiden nicht ein stärkerer Bestandteil des Kerngameplays ist. AC geht seit dem ersten Teil immer weiter weg vom eigentlichen Assassin. Auf den Dächern heran schleichen und ein bestimmtes Ziel leise eliminieren sollte die Kernarbeit der Assassins sein. Statt dessen sammelt ihr Blumen, spielt Tutor für ein paar Türken, baut Barrikaden für Rammböcke und ähnliche Späße.

Petition für weniger Freiheit

Interessanterweise sind Altaïrs Missionen mit die besten im Spiel, obwohl sie die Freiheit nahezu komplett aus dem Spiel nehmen. Anstatt auf ausufernde Kletterarien beschränken sich diese Szenen auf den Charakter und die Geschichte, sind dadurch frei von Füllmaterial, das vom Hauptgeschehen ablenkt. Keine Häuser zu kaufen, keine Tempel zu erringen, keine Schüler zu trainieren, einzig und allein Fokus auf Charakter und Story. Und genau das fehlt AC. Ein vernünftiger Fokus. Die gesamte Reihe ist aufgeblasen und ausgewalzt. Vier Spiele je mindestens 20 Stunden, erzählerisch auf dutzenden Baustellen gleichzeitig unterwegs und spielerisch mittlerweile so überladen, dass es bald alle Genres abdeckt, kein Zweifel, AC leidet an einer erheblichen Identitätskrise. ACR bietet einige tollte Momente, aber um da hin zu kommen, muss man über Stunden hinweg den gleichen Krempel machen wie die Jahre zuvor. Streicht man pure Arbeit wie die Tempel, die Bruderschaft und langweilige Missionen, so erhält man vielleicht sechs, sieben Stunden TopSpiel. Das hätte gereicht für einen Release als AddOn zum Budgetpreis, meinetwegen um die 40 Euro. Man hätte eine gute Brücke gehabt und spielerisch wäre man bis zu AC 3 bei Laune gehalten worden. Ein weiteres komplettes AC, das die Serie als solche keinen Meter vorwärts bringt.

Technisch zeigt sich AC stark wie immer. Unantastbar sind die Animationen der Charaktere und die Atmosphäre der Stadt. Lediglich das UbiSoft übliche Tearing fällt störend auf. Die Musik trifft den Ton der Epoche. Über die nervigen Stimmen und Akzente, die immer wieder in ihre Muttersprache fallen, habe ich mich ja schon ausgelassen. Es sollte erwähnt, dass Altaïr eine neue, passendere Stimme hat und nicht mehr länger wie ein Amerikaner klingt, ein Kritikpunkt, den viele am ersten AC geäußert hatten. Auch darf man erwähnen, dass der PS3 Version der erste Teil beiliegt und zwar nicht als Downloadcode, sondern bereits auf der Disc gepresst. Das sollten wesentlich mehr Hersteller mal machen.

Quo vadis?

Die grundlegende Qualität des Kerngameplays ist unbestritten. Spätestens seit Teil 2 stimmen auch die Missionen. Für sich allein betrachtet wäre ACR ein absolut herausragendes Spiel. Man muss es aber im Kontext sehen und im Kontext ist es das vierte Spiel in fünf Jahren mit sehr gleichem Gameplay. Was der ganze Hokuspokus um Desmond, Assassinen und Templars soll, ist bisher völlig unklar. AC hat den ganzen SiFi Quatsch bis heute nicht gerechtfertigt. Bis heute haben wir keinen wirklichen Grund, warum uns das Schicksal Desmonds interessieren sollte. Hätte man Desmond und seine Gurkentruppe raus genommen und nur eine Trilogie über Ezio Audiograbber de Flubber und Altaïr gemacht, wäre die Reihe keinen Deut schlechter, vielleicht eher im Gegenteil. Was man nun genau vor hat mit Desmond und ob es dafür überhaupt je Pläne gab, wird mit jedem weiteren Release fraglicher. So gut ACR in vielen Teilen auch ist, es bleibt die Tatsache, dass man sehr vieles schon in den Vorgängern gemacht hat und die meisten Neuerungen hier keinen wirklichen Wert haben. So bleibt es an der Story hängen, die derzeit im Limbo dümpelt. Die AC Spiele hatten für mich immer das Problem, dass sie zu lang sind. Um die zehn Stunden machen sie Spaß, dann werden sie irgendwann zur Prozedur. Mit allen Teilen bin ich mittlerweile bei guten hundert Stunden und ich bin sicher, es gibt Leute, die da noch deutlich drauf leben können. Es wird an der Zeit, dass UbiSoft Farbe bekennt und zu einem Ziel kommt. Zu welchem ist egal, aber ich will kein Ende mehr sehen, dass eine Frage beantwortet und dreißig aufwirft.

Irgendwo meinte einer der Verantwortlichen mal, man könne noch 35 AC's machen. Ich kann nur hoffen, dass selbst der letzte AC Fanatiker lange vorher die Schnauze voll davon hat, jährlich das gleiche Spiel zu kaufen. Als ob es einen Unterschied macht, ob ich in Jerusalem, Rom, Tokyo oder Paris einen Turm rauf klettere...

Assassin's Creed hätte locker das Zeug zu einer der besten Spiele dieser Generation gehabt. Statt dessen verdünnt UbiSoft durch seine Gier das Franchise so dermaßen, dass es am Ende bald dünner ist als Wasser.
 
Mich interessiert die Schreibweise herzlich wenig, wenn der Inhalt so beliebig ist.

Wer das xte Call of Duty abfeiert und hier wiederum auf einmal die Kritik der jährlichen Fortsetzung aus der Erde gräbt und es dem Spiel entgegen schlägt, dem werfe ich höchste Subjektivität vor, die bei Bart nur allzu bekannt ist. ;)

Ist meine Meinung (mit dem Smiley entsprechend kurz ausgedrückt), mag meinetwegen jeder anders sehen.
 
Naja, unabhängig davon, dass du meine Call of Duty Texte dann vielleicht noch mal genauer lesen solltest, gebe ich folgendes zu bedenken.

Durchschnittliche Spielzeit Call of Duty: 5h
Durchschnittliche Spielzeit Assassin's Creed: 20h

Das heißt, ein AC alleine entspricht vier Call of Dutys. Wenn Call of Duty jetzt auch noch pro Game 20h dauern würde, wäre man vermutlich noch um einiges schneller müde. Und immerhin hat Call of Duty die Modern WarfareTrilogie als solche auch beendet. Call of Duty zieht nicht ein und diesselbe Story in die Länge wie Kaugummi.

Du wirfst mir Subjektivität vor? Was hat mich verraten, Sherlock?

P.S.
Auch im Internet 2.0 ist ein Smiley kein Ersatz für eine Meinung. :D
 
Dein Beispiel mit der Spielzeit mag prinzipiell stimmen, aber: Willst du es als Argument gelten lassen, dass das xte Call of Duty deswegen eine Daseinsberechtigung hat, weil es die xte, immergleiche 0815-Kriegsstory in 5 Stunden abhandelt?

Für mich geht's eher um die spielerische Weiterentwicklung. Und da versteh' ich nicht, weshalb du AC Stagnation vorwirfst, während du MW3 gut findest. Vielleicht interpretiere ich deinen Gedankengang ja tatsächlich falsch.

Du wirfst mir Subjektivität vor?

Allerdings.

Auch den Kampf sollte man definitiv überarbeiten. Bis ich in Position bin mit Lock und gezogener Waffe, hab ich oftmals schon vier Treffer kassiert. Wie gesagt, es wäre mal eine Überarbeitung fällig.

Wie soll ich es nennen. Das bart'sche Uncharted-Syndrom? Schon beim UC-Review habe ich's angesprochen, dass eigene spielerische Unfähigkeit nicht unbedingt dem Spiel anzukreiden ist.

ACR bietet einige tollte Momente, aber um da hin zu kommen, muss man über Stunden hinweg den gleichen Krempel machen wie die Jahre zuvor. Streicht man pure Arbeit wie die Tempel, die Bruderschaft und langweilige Missionen, so erhält man vielleicht sechs, sieben Stunden TopSpiel. Das hätte gereicht für einen Release als AddOn zum Budgetpreis, meinetwegen um die 40 Euro. Man hätte eine gute Brücke gehabt und spielerisch wäre man bis zu AC 3 bei Laune gehalten worden. Ein weiteres komplettes AC, das die Serie als solche keinen Meter vorwärts bringt.

CoD anyone?

hätte man Desmond und seine Gurkentruppe raus genommen und nur eine Trilogie über Ezio Audiograbber de Flubber und Altaïr gemacht, wäre die Reihe keinen Deut schlechter, vielleicht eher im Gegenteil.

Aha.

Die AC Spiele hatten für mich immer das Problem, dass sie zu lang sind. Um die zehn Stunden machen sie Spaß, dann werden sie irgendwann zur Prozedur.

Ach, für DICH sind sie also zu lang. ;)

Nur ein paar Beispiele - ich will jetzt gar nicht dein Review auseinandernehmen, vieles ist ja auch richtig beschrieben und mag im Kontext richtig argumentiert sein, dennoch: Für mich sind deine Reviews keine Reviews im eigentlichen Sinne, sondern eine höchst subjektive Spielbeschreibung - was ja nicht verkehrt ist.

Mir sei es nur erlaubt die Stirn zu runzeln, wenn dir ein CoD, was sich spielerisch auch kein bisschen weiterentwickelt, anscheinend Spaß macht, während ein jährliches AC für dich keine Daseinsberechtigung hat. Liegt's für dich echt nur an der Story?

Vielleicht sollten wir's aber auch einfach dabei belassen (ich werd's zumindest tun). Diskussionen darüber, wie subjektiv/objektiv Reviews sind bzw. sein dürfen, gibt's zuhauf - auch wir werden hier gewiss auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

Ach, und den Sarkasmus braucht's auch nicht unbedingt, Watson. ;)

Schönes Wochenende! :bier:
 
Der Vergleich mit CoD hinkt IMO.

CoD ist ein 5-Stunden-Bombast-Achterbahn-Shooter. Keine Minute Leerlauf. Das ist seit dem ersten Teil so.

AC dauert viiiiiiel länger, dafür gibt es Leerlauf en masse. 20 Stunden, in denen man immer das Gefühl hat, man macht permanent das Gleiche.

Kann man mögen.
 
xJayFox schrieb:
Mir sei es nur erlaubt die Stirn zu runzeln, wenn dir ein CoD, was sich spielerisch auch kein bisschen weiterentwickelt, anscheinend Spaß macht, während ein jährliches AC für dich keine Daseinsberechtigung hat. Liegt's für dich echt nur an der Story?
Naja, AC ist nun mal ein Spiel, das deutlich mehr Wert auf die Story legt als ein Call of Duty. Daher leg ich bei der Wertung auch ein deutlich höheres Gewicht auf diesen Aspekt. Und zur Klarstellung, natürlich ist Call of Duty mindestens so schuldig auf diesem Gebiet der Ausschlachtung und entwickelt sich spielerisch genauso weiter, nämlich gar nicht. Das macht weder das eine noch das andere besser. Aber wie ich im Review zu MW 3 schon schrieb, einmal im Jahr 5 Stunden dummes Ballern, wenn es so gut inszeniert ist, ist ok. Aber jedes Jahr 25 Stunden lang ohne Fortschritt durch alte Häuser klettern während der Cliffhanger von vor fünf Jahren nach wie vor ungelöst ist? Das ist eine andere Hausnummer. Wie gesagt, mach aus AC eine fünf Stunden Überleitung, dann mag das klappen. Aber für die paar guten Momente, insbesondere das Ende, muss ich doch nicht wieder so lang dieselben Schleichmissionen machen.
 
Zimtzicke schrieb:
AC dauert viiiiiiel länger, dafür gibt es Leerlauf en masse. 20 Stunden, in denen man immer das Gefühl hat, man macht permanent das Gleiche.

Und das seltsame ist, dass die Leute behaupten, seit dem zweiten Teil sei das nicht mehr so und AC sei nun ein total abwechslungsreiches Spiel. Habe ich nie verstanden. AC2 war für mich exakt das gleiche Prinzip wie der primitive Erstling. Nur dass man durch ein wenig Kosmetik versucht hat die Missionen von der Stange zu verschleiern und einfach noch mehr Missionstypen von der Stange hinzugefügt hat.

Aber anscheinend kann man das echt mögen. :ugly:
 
Bullshit. AC2 ist extrem abwechslungsreich. Genauso wie AssBro und AssRev. Kein Vergleich zum mauen Erstling.
 
Ich habe den zweiten gespielt und das Spieldesign und die Missionsstruktur ist im Kern identisch zum Erstling. Abgesehen davon, dass es mehr Missionstypen gibt und die Missionen mit mehr Storykitsch ausgeschmückt wurden. Aber das mechanische Abarbeiten immergleicher Missionen hat der zweite Teil auch noch gehabt.

Zu den letzten beiden SpinOffs kann ich nichts sagen, die habe ich nicht mehr gespielt.
 
AC1 bestand quasi nur aus Belauschen/Infos beschaffen und dann den Obermacker zur Strecke bringen. AC2 war da um einiges vielfältiger, Leute verfolgen, dies und das besorgen, Karneval in Venedig, unterstützt von liebenswerten Charaktern aus Ezios Familie oder da Vinci. Zusammen mit dem schönsten Schauplatz bisher in einem AC ist das meilenweit vor dem Erstling. Die Nachfolger sind dann aber quasi gleich, aufgelockert durch ein paar actionorientierte Nebenmissionen (da Vincis Prototypen etc.).

Entweder einem gefällt das Gameplay eines AC und man freut sich, erneut 20 Stunden hochwertige Unterhaltung zu bekommen oder es ödet einen an. Ich finde es selbst in Revelations noch spielenswert und es gab viele Missionen/Momente, die mir in Erinnerung bleiben, abseits von der Story.
 
Nasreddin schrieb:
Ich habe den zweiten gespielt und das Spieldesign und die Missionsstruktur ist im Kern identisch zum Erstling. Abgesehen davon, dass es mehr Missionstypen gibt und die Missionen mit mehr Storykitsch ausgeschmückt wurden. Aber das mechanische Abarbeiten immergleicher Missionen hat der zweite Teil auch noch gehabt.
Es kommt, wie bei allen Spielkonzepten, darauf an, wie das immer gleiche Gameplay verpackt wird. Egal ob Shooter, RPG oder Rennspiel. Egal ob Call of Duty, Skyrim, Forza oder Tetris. Spiele bestehen aus immer wieder den gleichen Elementen. Entscheidend ist halt nur, wie gut das ganze präsentiert / verpackt wird, dass man Spaß daran hat immer wieder ähnliche Sachen zu machen. Sei es durch Story, Herausforderungen, Highscores, Skillaufgaben oder Mehrspieler-Duelle.

Gerade wenn man da ein AC 1 mit den Nachfolgern vergleicht, dann wird das gleiche Konzept doch deutlich besser verpackt präsentiert. Es macht halt nen Unterschied, ob man ne kleine Geschichte / Zwischensequenz bekommt und danach X Typen ausschalten soll oder ob man an 10 verschiedenen Plätzen "einfach so", damit die nächste, eigentliche Mission gespielt werden kann, Leute / Wachen abschlachten muss.
 
Fergy schrieb:
Nasreddin schrieb:
Ich habe den zweiten gespielt und das Spieldesign und die Missionsstruktur ist im Kern identisch zum Erstling. Abgesehen davon, dass es mehr Missionstypen gibt und die Missionen mit mehr Storykitsch ausgeschmückt wurden. Aber das mechanische Abarbeiten immergleicher Missionen hat der zweite Teil auch noch gehabt.
Es kommt, wie bei allen Spielkonzepten, darauf an, wie das immer gleiche Gameplay verpackt wird. Egal ob Shooter, RPG oder Rennspiel. Egal ob Call of Duty, Skyrim, Forza oder Tetris. Spiele bestehen aus immer wieder den gleichen Elementen. Entscheidend ist halt nur, wie gut das ganze präsentiert / verpackt wird, dass man Spaß daran hat immer wieder ähnliche Sachen zu machen. Sei es durch Story, Herausforderungen, Highscores, Skillaufgaben oder Mehrspieler-Duelle.

Gerade wenn man da ein AC 1 mit den Nachfolgern vergleicht, dann wird das gleiche Konzept doch deutlich besser verpackt präsentiert. Es macht halt nen Unterschied, ob man ne kleine Geschichte / Zwischensequenz bekommt und danach X Typen ausschalten soll oder ob man an 10 verschiedenen Plätzen "einfach so", damit die nächste, eigentliche Mission gespielt werden kann, Leute / Wachen abschlachten muss.

Entscheidend ist nicht nu die Verpackung, sondern auch die Integration. AC2 hat im Kern immer noch das gleiche mechanische Gameplay, den gleichen durchstrukturierten, standardisierten Spielablauf wie ein AC1, Farcry 2, oder PoP 2008. Und das kann ich einfach nicht ausstehen.

Ganz anders ein Batman. Da macht man auch immer das gleiche, aber nicht immer in der gleichen Reihenfolge, sondern halt in das Spiel, in die Handlung sinnvoll integriert. Das macht für mich persönlich einen riesigen Unterschied.

Das Problem von AC und dem ganzen anderen Ubikram aus der Zeit ist nicht mangelnde Vielfalt, sondern die standardisierte, schematische Spielstruktur.
 
Blackacidevil138 schrieb:
Bullshit. AC2 ist extrem abwechslungsreich.

Bullshit. Assassins Creed 2 ist kein Stück abwechslungsreich. Es wurde nur mit sinnlosem Ballsat vollgestopft, der Abwechslung vortäuscht, im Grunde aber nur separate Gameplay-Elemente wieder und wieder durchkaut.
 
AC2 fand ich aber sehr abwechslungsreich und gelungen :oops:

Das ist aber auch der einzige Titel den ich aus der AC-Reihe gespielt habe, ich hatte keine Lust mit Brotherhood und Revelations nochmals das gleiche zu spielen :oops:
 
Also, AC 2 war in Sachen Design und Missionen eine große Verbesserung zu Teil 1. Viel abwechslungsreicher, weniger statisch, weniger schematisch, besser inszeniert. Das will ich ohne Weiteres eingestehen. Aber dann kamen Brotherhood und Revelations und haben beide im Grunde nur noch mal AC2 gemacht und immer weiter mit Features zugestopft, die keiner braucht, anstatt die Story zu bewegen oder das Kerngameplay zu verbessern.
 
Bart Wux schrieb:
Also, AC 2 war in Sachen Design und Missionen eine große Verbesserung zu Teil 1. Viel abwechslungsreicher, weniger statisch, weniger schematisch, besser inszeniert. Das will ich ohne Weiteres eingestehen. Aber dann kamen Brotherhood und Revelations und haben beide im Grunde nur noch mal AC2 gemacht und immer weiter mit Features zugestopft, die keiner braucht, anstatt die Story zu bewegen oder das Kerngameplay zu verbessern.
Sehe ich genauso. Teil 1 hat es an Abwechslung gefahlt. Teil 2 war für mich dann die absolute Offenbarung. Brotherhood hat mir dann wieder weniger gefallen, weil die ganzen Sidequests einfach viel zu viel waren und alles total überladen wirkte. Revelations hab ich noch nicht gespielt, aber kommt irgendwann auch noch, wenn ich mich mal wieder für das Spielprinzip begeistern kann.
 
nun, ein sehr zutreffender text wie ich finde. die großangekündigten features wie altair´s erinnerungen sind sowas von lame und kurz das man meinen könnte, die entwickler hätten sie sich auf dem scheißhaus ausgedacht. was interessiert mich die persöhnlichkeit eines charakters der in einem 5 jahre alten spiel an das ich mich kaum noch erinnern kann vorkahm und wer ist eigentlich dieser gegenspieler? muss ich den kennen bzw. was will er von mir?

die desmond sequenzen sind auch so ne sache. am anfang der reihe waren diese gut bzw. nötig um das spiel in verschiedene szenarien zu versetzen aber in revelations waren sie mehr als nur unnötig. fast schon spastihaft haben sie die geschichte in der gegenwart gegen die wand gefahren. einfach bedeutungslos und verschwendetes potenzial.

bei revelations ist mir erst aufgefallen was sie mit der serie erreichen wollen. nix. oder doch? jedes jahr mind. 5 millionen verkaufte einheiten. nicht falschverstehen ,einst liebte ich assassins creed(extra ne woche krank gemacht), teil 2 habe ich vergöttert und brotherhood fand ich auch noch gut. aber revelations ist ne frechheit. 3 stunden nach dem einwerfen war ich richtig im ac fieber. bis die untergehenede zweiten hälfte kahm. erst dann habe ich gemerkt das dieses spiel ein haufen bullshit ist. eine aneinanderreihung von ungeliebten spielelementen die nicht schlechter implementiert worden sein könnten, stichwort: feste verteidigen.

wiedereinmal hat ubisoft(alle) gezeigt was für beschissene entwickler sie doch sind und dass ich sie für die zukunft meiden sollte.
 
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