Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

MOVIE Arrival (Sci-Fi mit Amy Adams, von Denis Villeneuve)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bin wieder zu Hause.

Meine Gedanken kann ich noch gar nicht niederschreiben, möchte ich eigentlich auch gar nicht. Der Film hat mich auf eine gewisse Weise so berührt, wie es lange kein Film geschafft hat. Das Zusammenspiel aus Bild, Ton und Geschichte.. phänomenal. Ich weiß auch jetzt schon, dass ich mir die nächsten Tage viele Gedanken zum Film machen werde.
 
Bin auch gerade wieder heimgekommen und unerwartet positiv überrascht worden.

Erwartet hatte ich eigentlich typisches Hollywood Kino anno 2016, mit viel Bombast, Explosionen (an dieser Stelle möchte ich kurz einwerfen, dass man dies auf keinen Fall von Arrival erwarten sollte, denn Arrival ist ein äußerst pazifistischer Film), platten Dialogen, Kurzweile und Slap Stick, bei dem mein linkes Ei am liebsten Reißaus nehmen möchte...kurzum Kino, bei dem ich normal nicht darum herumkomme, es mit einem Lächeln auf den Lippen zu zerreißen (Marvel und co. halt) aber stattdessen bekam ich ein richtig gutes Stück Sci Fi vorgesetzt.

Bei Filmen wie Arrival werde auch ich wieder Fan vom Mainstream Kino. Er hat bewiesen, dass diese Art von Kino intelligent geschrieben sein und ganz ohne einen Großteil seiner typischen Tropes auskommen kann. Nein, das ist kein Marsianer, sondern eher mehr etwas in die Richtung eines Interstellar und zusammen mit diesem auch der beste Versuch, den Hollywood ans Sci Fi Kino in den letzten Jahren gestartet hat.

Es ist eine angenehme Mischung aus sehr dezentem Einsatz an Klischees, von an die Hand genommen werden und Denkanstoß. Kein Arthouse Film, der den Zuseher sich selbst überlässt und zu sehr experimentiert, sondern weiß, wann er die Hand des Zusehers loslassen, ihn sich selbst überlassen muss und wann er ihm diese wieder kurz reichen sollte, mit einem cleveren Kniff zum Schluss, der nicht plump eingefädelt wirkte, sondern offensichtlich die gesamte Spielzeit über lauerte - nur beachtete man ihn nicht, bis er auf eher subtile Art und Weise aufgelöst wurde.

Hut ab vor Villeneuve, nach Sicario der nächste "Big Budget Film" von ihm der mich zufrieden aus dem Kino gehen ließ. Bladerunner 2 kann kommen! Habe zumindest bereits vollstes Vertrauen in den Director dieses Projekts.
 
Bin auch gerade wieder heimgekommen und unerwartet positiv überrascht worden.

Erwartet hatte ich eigentlich typisches Hollywood Kino anno 2016, mit viel Bombast, Explosionen (an dieser Stelle möchte ich kurz einwerfen, dass man dies auf keinen Fall von Arrival erwarten sollte, denn Arrival ist ein äußerst pazifistischer Film), platten Dialogen, Kurzweile und Slap Stick, bei dem mein linkes Ei am liebsten Reißaus nehmen möchte...kurzum Kino, bei dem ich normal nicht darum herumkomme, es mit einem Lächeln auf den Lippen zu zerreißen (Marvel und co. halt) aber stattdessen bekam ich ein richtig gutes Stück Sci Fi vorgesetzt.

Bei Filmen wie Arrival werde auch ich wieder Fan vom Mainstream Kino. Er hat bewiesen, dass diese Art von Kino intelligent geschrieben sein und ganz ohne einen Großteil seiner typischen Tropes auskommen kann. Nein, das ist kein Marsianer, sondern eher mehr etwas in die Richtung eines Interstellar und zusammen mit diesem auch der beste Versuch, den Hollywood ans Sci Fi Kino in den letzten Jahren gestartet hat.

Es ist eine angenehme Mischung aus sehr dezentem Einsatz an Klischees, von an die Hand genommen werden und Denkanstoß. Kein Arthouse Film, der den Zuseher sich selbst überlässt und zu sehr experimentiert, sondern weiß, wann er die Hand des Zusehers loslassen, ihn sich selbst überlassen muss und wann er ihm diese wieder kurz reichen sollte, mit einem cleveren Kniff zum Schluss, der nicht plump eingefädelt wirkte, sondern offensichtlich die gesamte Spielzeit über lauerte - nur beachtete man ihn nicht, bis er auf eher subtile Art und Weise aufgelöst wurde.

Hut ab vor Villeneuve, nach Sicario der nächste "Big Budget Film" von ihm der mich zufrieden aus dem Kino gehen ließ. Bladerunner 2 kann kommen! Habe zumindest bereits vollstes Vertrauen in den Director dieses Projekts.

Du bist doch normalerweise ziemlich smart...

Ich tu mich immer noch ein wenig mit dem Ende schwer. Warum hat der General Ihr seine Handynummer und erwähnten Satz gegeben? Zu dem Zeitpunkt konnte er doch die Universalsprache noch nicht?! Irgendwas übersehe ich doch, oder?

Oder ist eben diese Erklärungslücke gewollt?
 
Du bist doch normalerweise ziemlich smart...

Ich tu mich immer noch ein wenig mit dem Ende schwer. Warum hat der General Ihr seine Handynummer und erwähnten Satz gegeben? Zu dem Zeitpunkt konnte er doch die Universalsprache noch nicht?! Irgendwas übersehe ich doch, oder?

Oder ist eben diese Erklärungslücke gewollt?

Sie kann ja nun die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwsrt simultan sehen. Shang hat ihr in der Zukunft auf einer Party seine Telefonnummer gegeben und ihr die Worte seiner Frau zitiert. Die hat sie dazu benutzt um Shang dann zu stoppen.

Wieso er dies tat wurde nicht geklärt, ist aber auch nicht wichtig, da es ja aus einer Diskussion heraus entstanden sein kann. Wichtig ist eben nur, dass sie es weiß und es zum Zeitpunkt des Telefonts eigtl unter normalen Umständen nicht wissen konnte.
 
Hattest du eigentlich keinen Trailer gesehen? Der hatte doch eigentlich recht deutlich kommuniziert, dass man hier kein typisches Hollywood-Bombast-Kino präsentiert bekommt.
 
Sie kann ja nun die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwsrt simultan sehen. Shang hat ihr in der Zukunft auf einer Party seine Telefonnummer gegeben und ihr die Worte seiner Frau zitiert. Die hat sie dazu benutzt um Shang dann zu stoppen.

Wieso er dies tat wurde nicht geklärt, ist aber auch nicht wichtig, da es ja aus einer Diskussion heraus entstanden sein kann. Wichtig ist eben nur, dass sie es weiß und es zum Zeitpunkt des Telefonts eigtl unter normalen Umständen nicht wissen konnte.

ja, das habe ich soweit auch alles verstanden.

Der Grund, warum Shang dies tat, war meine Frage. Er muss ja irgendwie gewusst haben, dass er eine falsche Entscheidung getroffen hat und das Louise die Fähgikeiten besitzt, ihm zu helfen.

Nur ich komm nicht drauf, warum er das gewusst hat. Und das Beschäftigt mich ungemein :tip:

Und wenn es keine Antwort auf dieses "warum" gibt, so finde ich das doch ziemlich unbefriedigend...
 
Wieso muss er irgendwas gewusst haben?

Folgendes Szenario ist eigentlich völlig legitim...
Shang hat sich mit ihr in der Zukunft unterhalten und aus irgendeinem Grund wurden Nummern ausgetauscht und Shang brachte sein Zitat an.

Sie wollte ihn in der Gegenwart dazu bringen ihr zu vertrauen/glauben weshalb sie ihm etwas erzählte was sie und und auch sonst keiner wissen konnte, neben der Tatsache, dass sie plötzlich seine Privatnummer hatte.

Dass er von dem ganzen nichts wusste zeigt eigentlich die Szene in der Zukunft am Ende, als er zu ihr meinte, dass er keine Ahnung habe wie ihr Hirn funktioniere aber sie ihn durchs Telefonat überzeugte.
 
Wieso muss er irgendwas gewusst haben?

Folgendes Szenario ist eigentlich völlig legitim...
Shang hat sich mit ihr in der Zukunft unterhalten und aus irgendeinem Grund wurden Nummern ausgetauscht und Shang brachte sein Zitat an.

Sie wollte ihn in der Gegenwart dazu bringen ihr zu vertrauen/glauben weshalb sie ihm etwas erzählte was sie und und auch sonst keiner wissen konnte, neben der Tatsache, dass sie plötzlich seine Privatnummer hatte.

Dass er von dem ganzen nichts wusste zeigt eigentlich die Szene in der Zukunft am Ende, als er zu ihr meinte, dass er keine Ahnung habe wie ihr Hirn funktioniere aber sie ihn durchs Telefonat überzeugte.
Mhhh, damit werde ich irgendwie nicht ganz warm.

Er geht doch auf sie zu und sagt: "Ich weiß nicht wieso, aber ich habe das Gefühl, die könnten Sie brauchen." *hält Handy hin*

Nichtsdestotrotz ist der Film fantastisch.
 
Mhhh, damit werde ich irgendwie nicht ganz warm.

Er geht doch auf sie zu und sagt: "Ich weiß nicht wieso, aber ich habe das Gefühl, die könnten Sie brauchen." *hält Handy hin*
.

Was wiederum eine Nachwirkung dieses Zeitspielchens sein könnte (Zeit nicht linear sondern parallel verlaufend), welches der Film hier betreibt.

Der Film lässt das schon gezielt der Imagination des Zusehers über. Finde sowas eigentlich immer toll, wenn nicht alles restlos geklärt wird, sondern Spielraum für eine gewisse Eigeninterpretation besteht.
 
Sie ruft ja quasi aus dem Nichts in der Gegenwart den General an, was in sicherlich mehr als überrascht und beeindruckt. Er sagt ja auch in der Zukunft "Sie haben mich auf meinem Privattelefon angerufen" und sie erwidert eher fragend. Darauf er "Jetzt wissen sie die Nummer". Ich denke die Dimensionen bedingen sich zu einem gewissen Grad.
 
Mir ist erst kürzlich aufgefallen, dass der Film auf einer Geschichte von Ted Chiang basiert, der ja stark gefeiert und mehrfach für seine Geschichten ausgezeichnet wurde. Hat irgendwer mal was von ihm gelesen und kann was dazu sagen? @Mondknallschlumpf zum Beispiel?
 
Mmmh, mir hat er nicht so gut gefallen, wie aufgrund der Kritiken erwartet hatte. Toll war die Stimmung im Film, mir hat die erste Hälfte aber besser gefallen. Ich mag es, wenn so realistisch gezeigt wird, wie Menschen auf etwas Unglaubliches reagieren. Es war auch einfach verdammt spannend, wenn sie vor die Aliens treten. Das war so gut umgesetzt, dass man voller Ehrfurcht war. :schock:

Die familiäre Geschichte hat mich aber einfach nicht so gepackt, das war imo bei Interstellar besser gelungen. Und er geht mir nicht tief genug. Ich find eben nicht, dass man voller offener Gedanken aus dem Film geht.
Schade auch, dass das Ende so nah an Interstellar ist. Das ist mir nicht eigenständig genug.

8/10
 
Fand den emotionalen Part bei Arrival besser als bei Interstellar. Dort war es doch recht cheesy und "in your face". Arrival kam zudem ohne Holzhammer WTF Parts aus, war ruhiger inszeniert. Wobei ich das bei Interstellar mochte und in dem Bereich gehört Interstellar auch zu meinen Lieblingen.

Ich kann die Vergleiche eh nicht komplett nachvollziehen. Beides SciFi, das stimmt. Aber Message und Grundtenor sind sehr verschieden.
 
Zurück
Oben