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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Spielor schrieb:
Noch bekloppter als die dämliche Presse sind nur noch die ganzen Affen die diese Schwachsinnigen Statements bei Facebook hinterlassen.
Man sollte ja meinen, dass Leute die sich im Internet bewegen etwas Ahnung von neuen Medien haben und deswegen nicht direkt wie Großonkel Friedrich die bösen Spiele verantwortlich machen, aber für das Facebookaffenvolk gilt das wohl nicht.

Das internet-affine Menschen oft bemerkenswert wenig Medienkompetenz aufweisen, kann man ja in letzter Zeit schön an den Piraten ablesen. Und das Hinz und Kunz und Tante Erna jetzt auch beim Fressenbuch dabei sind, macht es nicht besser.
 
Ich finds einfach nur krass...
Die Rede ist jetzt von einem 'Familiendrama'. Aber dann auch noch 20 Grundschüler erschiessen? Und die Waffen haben anscheinend der (auch getöteten) Mutter gehört. Amerika ist schon merkwürdig. Einerseits steht überall, wie friedlich dieses Städtchen ist, voller Idylle und ohne große Verbrechen, und andererseits hat eine Grundschullehrerin eine Glock und ne Sig Sauer zu Hause rumliegen.....
 
Das Gute M schrieb:
JohnnyWohlfahrt schrieb:
Ich will nicht kleinlich sein, aber ich finde die Wortwahl in solchen Fällen immer komisch. Eine "Schießerei" bedeutet für MICH mindestens zwei bewaffnete Personen, die sich feindlich gegenüberstehen (bspw. die Formulierung "lieferte sich eine Schießerei mit zwei Polizisten"). Ein "Amoklauf" ist für mich, wenn jemand egal wo er langgeht, Frauen, Kinder, Männer und Tiere erschießt egal ob Lehrer, Putzfrau oder Labrador. Aber Schießerei ist heute nur eine Person und selbst gezieltes Erschießen von Lehrern, wie bspw. bei Robert Steinhäuser in Erfurt ist ein "Amoklauf".

Sind Worte wie "Massenmord" oder "Attentat" nicht mehr schlimm genug oder was ist die Logik dahinter?

Das was da passiert ist, und auch das, was der Steinhäuser da veranstaltet hat, ist kein Amoklauf.

Ein Amoklauf geschieht aus Affekt. Sobald irgendeine Art von Vorsatz oder gar Vorbereitung im Spiel ist, ist es kein Amoklauf mehr, sondern ein Anschlag oder von mir aus auch Attentat.

Wenn jemand mehr als 100 Schuss Munition dabei hat, kann ich nicht an eine Amoktat glauben.

Aber AMOK macht sich eben besser in einer Schlagzeile.

Der klassische Amoklauf ist "ungeplant", solche School Shootings zählen aber auch zu den Amoktaten und die sind in den meisten Fällen sogar sorgfältig vorbereitet und weisen zielgerichtete Tötungsabsichten vor. Von daher passt der Begriff Amok hier durchaus, auch wenn man sich da vielleicht etwas anderes darunter vorstellt.


Hamlet schrieb:
Also ich wüsste nicht wie ich an eine scharfe Waffe komme.

Ich selber hatte noch nie eine Waffe in der Hand, nicht mal 'ne Paintball Knarre, und habe auch keinerlei "zwielichtige" Kontakte, die mir eine Waffe besorgen würden. Trotzdem könnte ich einfach bei einem Kumpel, dessen Vater Jäger ist, ins Haus latschen und mir da die Gewehre einpacken. So schwer ist das auch in Deutschland nicht. Wobei man seine Ausrüstung hier natürlich nicht einfach im Walmart kaufen kann, wo die Shotguns gleich neben den Wasserpistolen ausliegen. :D
 
Ich bin ja immer noch bei der Meinung, dass außer staatlicher Einrichtungen niemand eine Schusswaffe benötigt. Der Waffensport ist in meinen Augen total lächerlich und verzichtbar. Gibt tausend andere Sportarten, die man machen kann. Dafür sind Schusswaffen einfahc zu gefährlich und gehören nicht in zivile Hände. Sonst könnten wir ja auch gleich Handgranatenwerfen oder Panzerfaustschießen oder Artillerieschießen als Sport ausrufen, bloß damit mein Nachbart sich ne Panzerhaubitze 2000 anschaffen darf - die dann natürlich in einer Sicherheitsgarage stehen muss, versteht sich ;)
 
Ich bin in dieser Sache ja auch ein Anhänger der Schriften von Thomas Hobbes, der da schrieb, dass Menschen immer eine staatliche Macht braucht, die mitunter gewaltsam eingreifen kann und die Menschen davon abhält, sich gegenseitig die Augen auszukratzen.
 
MiXeR schrieb:
Hamlet schrieb:
Also ich wüsste nicht wie ich an eine scharfe Waffe komme.

Ich selber hatte noch nie eine Waffe in der Hand, nicht mal 'ne Paintball Knarre, und habe auch keinerlei "zwielichtige" Kontakte, die mir eine Waffe besorgen würden. Trotzdem könnte ich einfach bei einem Kumpel, dessen Vater Jäger ist, ins Haus latschen und mir da die Gewehre einpacken. So schwer ist das auch in Deutschland nicht. Wobei man seine Ausrüstung hier natürlich nicht einfach im Walmart kaufen kann, wo die Shotguns gleich neben den Wasserpistolen ausliegen. :D

Müssen nicht alle Waffen in Deutschland weggesperrt werden und soll das nicht auch überprüft werden?

Gerade als Jäger denke ich wird da besonders genau geschaut. Wenn sich da Einbrecher die Ausrüstung für den nächsten Coup schnappen könnten, dann wäre das wohl grob fahrlässig und würde auch ne Anzeige nach sich ziehen.
 
Weasel1988 schrieb:
Ich glaube nicht, dass es bei sowas an den Waffen hapert. Wenn du einen Amoklauf durchziehen willst, kommst du auch in Deutschland an Waffen...

Die Frage ist ja aber ob man ohne die Waffen im Haus überhaupt an einen Amoklauf denkt. Der hätte ja genauso gut die Eltern im Schlaf mit Messerstichen töten können... Denke wenn man die Möglichkeit eines Schusswaffengebrauchs eher als gering einschätzt und eine solche Tat vielleicht einen Vorlauf von ein bis zwei Tagen hat, dann wird man sicherlich nicht solch einen Amoklauf durchziehen können und werden.
 
Weasel1988 schrieb:
Ich bin in dieser Sache ja auch ein Anhänger der Schriften von Thomas Hobbes, der da schrieb, dass Menschen immer eine staatliche Macht braucht, die mitunter gewaltsam eingreifen kann und die Menschen davon abhält, sich gegenseitig die Augen auszukratzen.

Da musst du aber viel Vertrauen in diese "staatliche Macht" haben.
Und "gewaltsam eingreifen" um Gewalt zu zu verhindern ist auch so eine Sache.
 
JohnnyWohlfahrt schrieb:
Ich will nicht kleinlich sein, aber ich finde die Wortwahl in solchen Fällen immer komisch. Eine "Schießerei" bedeutet für MICH mindestens zwei bewaffnete Personen, die sich feindlich gegenüberstehen (bspw. die Formulierung "lieferte sich eine Schießerei mit zwei Polizisten"). Ein "Amoklauf" ist für mich, wenn jemand egal wo er langgeht, Frauen, Kinder, Männer und Tiere erschießt egal ob Lehrer, Putzfrau oder Labrador. Aber Schießerei ist heute nur eine Person und selbst gezieltes Erschießen von Lehrern, wie bspw. bei Robert Steinhäuser in Erfurt ist ein "Amoklauf".

Sind Worte wie "Massenmord" oder "Attentat" nicht mehr schlimm genug oder was ist die Logik dahinter?

Ich glaube das ist einfach der Übersetzung geschuldet "shooting".
 
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