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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sagmal Miie wo kann man eigentlich den Waffenschein bzw. Waffenbesitzkarte ganz normal machen und üben? Ein guter Freund von mir und ich planen das schon seit langem. Auf diese Schützenvereine wo sich die Leute komisch verkleiden und die Stadt marschieren haben wir aber keine Lust. Wie läuft das überhaupt ab? Geht man da einfach hin kauft sich ne Waffe und darf dann in der Anlage schießen oder muss man vorher eine Art Führerschein machen?
 
Du musst dir einen Sportschützenverein suchen oder einen Schützenverein. Die Schützen sind die Jungs die sich immer verkleiden, aber man kann faktisch auch in jedem Verein als einfacher Sportschütze tätig werden. Hingehen und nachfragen. Probetermin machen, Anmelden. Einweisung machen, dann kannst du da an Terminen unter Aufsicht schiessen gehen. Leihwaffe und Munition gibt es dort. Und wenn es dir gefällt hilft dir der Verein bei allem anderen. Mach mal, die Leute sind in der Regel seeehr nett und freuen sich immer über Zuwachs und Nachwuchs.
 
Kali schrieb:
Sagmal Miie wo kann man eigentlich den Waffenschein bzw. Waffenbesitzkarte ganz normal machen und üben? Ein guter Freund von mir und ich planen das schon seit langem. Auf diese Schützenvereine wo sich die Leute komisch verkleiden und die Stadt marschieren haben wir aber keine Lust. Wie läuft das überhaupt ab? Geht man da einfach hin kauft sich ne Waffe und darf dann in der Anlage schießen oder muss man vorher eine Art Führerschein machen?

Erinnert mich an Bang Boom Bang, "Ich bin das was am planen dran" :D
Für was plant man so etwas ?
 
Ich kann echt nicht verstehen, wie man sich in seiner Freizeit mit Schusswaffen beschäftigen kann.

Ich bin Soldat und muss mich gezwungenermaßen mit Waffen auseinandersetzen. Ich bin gerne Soldat, weil ich glaube, dass die Bundeswehr auf dem richtigen Weg ist. Doch leider geht es oft nicht ohne Waffen. Trotzdem habe ich keinen großen Spaß am Schießen. Jedes Mal, wenn ich mein G36 in den Händen halte und ein Magazin in die Waffe schiebe, werde ich ganz ehrfürchtig, weil ich ein Ding in den Händen halte, das zum effektiven Töten gebaut worden ist. Und weil mit solchen Dingern schon Millionen von Menschen getötet worden sind. Jedes Mal wenn ich mit echter Munition hantiere, fühle ich mich unwohl dabei, einfach weil ich weiß, dass ein Knopfdruck genügen würde, um jemanden umzubringen. Ich würde behaupten, ich handel in keinem anderen Moment so bewusst und vorsichtig wie wenn ich eine Waffe in Händen halte.

Wenn ich mir dann vorstelle, dass sich da Typen in Schützenvereinen treffen, auf Zielscheiben ballern und sich gröllend mit nem Bier in der Hand über die geschossenen Ringe freuen, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Ist in meinen Augen bloß unreifes und verantwortungsloses Verhalten.

Ich bleibe dabei: Niemand außer Behörden sollte Waffen besitzen dürften. Für Sportschützen gibt es tausend andere echte Sportarten, die sie stattdessen ausüben könnten.
 
Ich kann echt nicht verstehen, wie man sich in seiner Freizeit mit Schusswaffen beschäftigen kann.

Wieso nicht? IPSC schiessen, Skeet schiessen, Mehrdistanz schiessen. Das sind alles sportliche Disziplinen. Alle Olympiaschützen werden wohl nicht als Profis auf die Welt gekommen sein sondern sind wohl erstmal mit dem Papa schiessen gegangen

Jedes Mal wenn ich mit echter Munition hantiere, fühle ich mich unwohl dabei, einfach weil ich weiß, dass ein Knopfdruck genügen würde, um jemanden umzubringen.

Raisonabler Respekt macht bestimmt Sinn. Ich bin aber viel mit Leuten im Gespräch die sehr viel mehr trainieren als der gemeine Bundeswehrsoldat im normalen Rahmen. Worauf ich hinaus möchte ist, dass mir deine Wortwahl "unwohl" da persönlich Bauchschmerzen bereitet. Das ist ein elementares Arbeitsgerät eines Soldaten und er sollte sich gerade beim Schiessen durch trainierte Kompetenz sehr wohl fühlen. Das heißt natürlich nicht dass er sich beim Töten wohlfühlen soll - nur damit ich es nocheinmal explizit geschrieben habe.

Ich würde behaupten, ich handel in keinem anderen Moment so bewusst und vorsichtig wie wenn ich eine Waffe in Händen halte.

Ich auch nicht.

Wenn ich mir dann vorstelle, dass sich da Typen in Schützenvereinen treffen, auf Zielscheiben ballern und sich gröllend mit nem Bier in der Hand über die geschossenen Ringe freuen, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Ist in meinen Augen bloß unreifes und verantwortungsloses Verhalten.

Dann stellst du dir ganz einfach etwas falsches vor. Sportschützen trainieren hart und benehmen sich nicht wie Leute Abends beim Freizeitbowlen. Es gibt während des Schiessens natürlich (ich fasse gar nicht dass ich das jetzt echt schreiben muss) KEINEN Alkohol. Auf jedem Tunier gibt es am Anfang einen Alkoholtest und und und. Leute die vergleichsweise einen anderen sport oder ein anderes sportliches Hobby haben tun dies deiner Meinung nach also auch alle mit der Pulle in der Hand und geben sich High Five um High Five.

Wie kommt man überhaupt darauf dass dort solch assoziale Zustände vorzufinden wären?

Ich bleibe dabei: Niemand außer Behörden sollte Waffen besitzen dürften. Für Sportschützen gibt es tausend andere echte Sportarten, die sie stattdessen ausüben könnten.

Ist ein Standpunkt den ich oft höre und dessen Grüpnde ich zumindest nachvollziehen kann.
 
MIIE schrieb:
Wie kommt man überhaupt darauf dass dort solch assoziale Zustände vorzufinden wären?

Weil unglaublich viele Kompanien der Bundeswehr Patenschützenvereine haben und ich daher schon oft genug zu solchen Veranstaltungen mitgeschliffen wurde. Ich weiß genau, was da abgeht :nein:

Wenn man sich dann mit den Typen unterhält, die zu Hause ne Pistole oder sonstwas lagern, wird mir regelmäßig schlecht. Ich will hier keinem Sportschützen zu nahe treten, aber die Schützen die ich bisher kennen gelernt habe, gehören zu den gruseligsten Menschen, die ich kenne.
 
Wolfgang schrieb:
Das mag ja alles sein aber trotzdem brauchen die Sportler ihre Waffe nicht zu Hause.Dort haben die Knarren nix zu suchen.

Hast du es etwa noch nicht verstanden Wolfgang?

MIIE schrieb:
Ja , das war der Ausgangspunkt. Dann über das öffentliche Tragen von Waffen , über Waffen generell, dann wieder über das Lagern zuhause usw.

Wenne bock auf Erbsen zählen und Haare spalten hast - kannste damit dann jemand anders nerven?

Voll nett von dir - danke ;)

:deal:
 
Weasel1988 schrieb:
MIIE schrieb:
Wie kommt man überhaupt darauf dass dort solch assoziale Zustände vorzufinden wären?

Weil unglaublich viele Kompanien der Bundeswehr Patenschützenvereine haben und ich daher schon oft genug zu solchen Veranstaltungen mitgeschliffen wurde. Ich weiß genau, was da abgeht :nein:

Wenn man sich dann mit den Typen unterhält, die zu Hause ne Pistole oder sonstwas lagern, wird mir regelmäßig schlecht. Ich will hier keinem Sportschützen zu nahe treten, aber die Schützen die ich bisher kennen gelernt habe, gehören zu den gruseligsten Menschen, die ich kenne.

Sportschützen haben aber nichts mit Schützenvereinen zu tun.

Die einen ziehen sich grün an und laufen durch's dorf zum Biergarten um daneben einen Hahn aus Holz zu schiessen - die anderen trainieren sportliches (Tuniergerichtetes) Großkaliber schiessen auf einem dafür ausgerichteten Schiesstand.

Zum Abschluss wird dann bestimmt mal ein Bier getrunken - so wie die Soldaten ihr DAB genießen. Deswegen laufen Soldaten nicht besoffen beim Manöver zu den Gräben und Sportschützen nicht besoffen auf die Schiessbahn.
 
Von was versuchst du hier zu überzeugen?
Die Werbung für Schützenvereine ist ja schön und gut aber das hier ergibt jetzt mal gar keinen Sinn mehr.
Niemand hätte da geschossen weil die wenigsten hier eine Schusswaffe mit sich rum tragen.

Die ganzen letzten Posts hab ich versucht zu begreifen warum es wichtig ist zu Hause Waffen zu haben.Irgendwie kommt mir aber nicht ein gutes Argument dazu unter.
Das es grausame Gewalt gibt wissen wir und ich denke das findet auch keiner gut.Trotzdem hinken diese Vergleiche im Bezug auf Schusswaffen.Die Polizei darf die tragen und das sollte auch reichen.Helfen kann trotzdem jeder indem man die Polizei holt.Man muss nicht jedes Problem wie im Film lösen.
 
Ich habs raus genommen weil es der Diskussion nicht förderlich ist. Eigentlich sollte es ein Beispiel dafür sein dass man nicht immer zuerst auf Verhältnismäßigkeit achten sollte. Aber ich gebe dir recht dass es jetzt gerade unpassend ist.

Es ist auch nicht WICHTIG eine Waffe zu hause zu haben, wer sagt das? Es geht darum ist dass es derzeit unter strengen Auflagen RECHTLICH ist. Meiner Meinung auch zur Heimverteidigung.
 
Man sollte halt beachten das die Polizei beim finalen Rettungsschuss auch nicht durch Notwehr gerechtfertigt ist, sondern sich dieser auf einen speziellen Rechtfertigungstatbestand im PolG stützt.
 
@Miee
Danke für die Info. Ich such mir dann mal einen Sportschützenverein.

@Sam
Planen war ein bisschen schlecht ausgedrückt. Wenn wir aufn Kirmes gehen schießen wir oft die ganze Zeit bei den Schießbuden mit den Luftpistolen rum und da kam halt die Idee auf es mit echten Waffen auf einem Schießstand zu versuchen da es uns ziemlich Spaß macht.
 
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Man sollte halt beachten das die Polizei beim finalen Rettungsschuss auch nicht durch Notwehr gerechtfertigt ist, sondern sich dieser auf einen speziellen Rechtfertigungstatbestand im PolG stützt.

Der finale Rettungsschuss ist jetzt aber wirklich ein ganz kompliziertes Thema!
Gibt es nicht aber einige wenige Polizeigesetze, die diesen expliziet erwähnen / erlauben? Bayern und Hessen?? Ich sag`s gleich dazu: ist nur gefährliches Halbwissen.

Oh nee... sind inzwischen scheinbar doch mehr
 
next..
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/schiesserei-an-universitaet-in-texas-a-849859.html

USA Schießerei an Universität in Texas

Schießerei auf dem Campus der A&M Universität Texas: Mehrere Menschen sind verletzt - darunter auch Polizeibeamte. Der Schütze ist angeblich gefasst.


Houston - Bei einer Schießerei nahe dem Campus der A&M Universität Texas wurden offenbar mehrere Menschen verletzt. Unter ihnen befinden sich laut der Nachrichtenagentur Reuters auch Beamte der Polizei. Der Schütze wurde laut dem Bericht in Gewahrsam genommen. Der lokale TV-Sender KLTV berichtet, dass die Schießerei um die Mittagszeit stattfand.

Die Stadt College Station, wo sich der Vorfall ereignete, liegt etwa 90 Meilen (rund 145 Kilometer) nordwestlich der Stadt Houston in Brazos County. Der TV-Sender KBTX meldet unter Berufung auf die örtliche Polizei, dass es bislang keine bestätigten Todesfälle gebe und dass der Tatort unter Kontrolle sei. Der Campus-Zeitung "The Eagle" zufolge wurden mindestens zwei Polizeibeamte verletzt.

In Kürze mehr auf SPIEGEL ONLINE.
 
Man muss aber sagen dass es verflucht wenig solche Taten gibt dafür dass man Waffen frei kaufen kann, gibt allerdings auch Länder wo es diese auch so einfach gibt und man gar nichts hört, anderseits gibts dann kleinstländer mit Vorzeige Schulen und Pisa Werten und die haben dann 80 Tote zu beklagen durch einen einzigen Amoklauf.
 
pil schrieb:
Man muss aber sagen dass es verflucht wenig solche Taten gibt dafür dass man Waffen frei kaufen kann, gibt allerdings auch Länder wo es diese auch so einfach gibt und man gar nichts hört, anderseits gibts dann kleinstländer mit Vorzeige Schulen und Pisa Werten und die haben dann 80 Tote zu beklagen durch einen einzigen Amoklauf.

Nunja wenn man sich aber die Toten durch Schusswaffen in den USA anschaut sieht das schon ganz anders aus.
Wir bekommen ja nur was mit wenns nen Amoklauf gegeben hat aber wieviele da täglich auf den Straßen sterben ist wieder ne ganz andere Sache.
 
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