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Amerika, we have a problem (4 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

... und 2 weitere.
https://www.spiegel.de/politik/ausl...ittelt-a-930dc76f-cbd9-4565-9918-2955f4ecbc7c

Mehrere Fahrzeuge von Anhängern des US-Präsidenten Donald Trump hätten versucht, einen Wahlkampfbus der Demokraten auszubremsen und von der Straße abzudrängen, erklärte Bidens Wahlkampfteam am Sonntag.

Ein Video des Vorfalls teilte Trump am Samstag (Ortszeit) mit dem Kommentar "I LOVE TEXAS!" auf Twitter.

Auf einer Veranstaltung im Bundesstaat Michigan spottete Trump mit Blick auf den Vorfall in Texas: "Habt ihr unsere Leute gestern gesehen? Die wollten seinen Bus beschützen!" Als Reaktion auf die FBI-Untersuchungen schrieb er am Sonntagabend (Ortszeit) zudem: "Meiner Meinung nach haben diese Patrioten nichts falsch gemacht."

Was eine widerliche Kreatur.
 
Ich finde das Statement der Republikanischen Partei Texas viel bezeichnender:

Statement regarding 'Biden Bus' Incident


“Three Trump supporters have been executed, one in Portland, one in Denver, and one Milwaukee. A leftist mob attempted to storm the house of the McCloskeys, threatened to burn their house down, rape Mrs. McCloskey, and then kill them both.

Where is the liberal corporate media’s concern about that real violence? Additionally, none of what your question implies is accurate. It is more fake news and propaganda.

Prepare to lose…stop bothering me. Maybe Soros can cut y’all another check in 2022.”

Das ist das offizielle (!) Statement der Partei, das sie so aus freien Stücken auf ihrer eigenen Homepage veröffentlicht. Inklusive antisemitischem Dog Whistling und allem drum und dran.
 
Zuletzt bearbeitet:
Donald Trump hätten versucht, einen Wahlkampfbus der Demokraten auszubremsen und von der Straße abzudrängen, erklärte Bidens Wahlkampfteam am Sonntag.
Twitter.

Ein Video des Vorfalls teilte Trump am Samstag (Ortszeit) mit dem Kommentar "I LOVE TEXAS!" auf Twitter.

Das ist so aber auch nicht richtig... in dem Video sieht man nix von ausbremsen und abdrängen... also hat Trump genau das auch nicht kommentiert.

Von dieser Spiegel-Ungenauigkeit mal abgesehen ist genau das das Verhalten was ich auf der letzten Seite gemeint habe. Trump hat mittlerweile seine eigene Miliz die mutig vorgeht weil sie eben weiß dass sie von ganz, ganz oben gedeckt wird. Wenn nicht sogar direkt Anweisungen von da kommen... ich bin echt mal auf die kommenden Tage gespannt. Das kann tatsächlich böse enden. Hat mittlerweile was von der SA...
 
Ich hab wirklich Bedenken, dass in den USA in dieser Woche bürgerkriegsähnliche Zustände ausbrechen...
Ich gehe von einem Sieg von Biden aus - der aufgrund jahrzehntelanger Manipulation des Wahlsystems seitens der GOP mittels Gerrymandering, Schließung von Wahlstellen in demokratischen Gegenden etc. sowie der inhährenten UNgerechtigkeit des Wahlmänner-Systems enger ausfallen wird als in einem vernünftigen Wahlsystem.

Ich kann mir nach den Monaten der Radikalisierung der Trumpisten mit Dauerfeuer vom "Präsidenten" einerseits, von seinen Medien wie FOX, Breitbart oder OAN auf der anderen Seite, nicht vorstellen, dass sein Klientel eine "Niederlage" akzeptieren wird - genausowenig wie Trump selbst, der ja schon in den vergangenen Tagen mit immer abstruseren Posts und immer deutlicher werdender Spalter-Rhetorik voller Gewaltandeutungen "glänzte".

Die Tage nach der Wahl werden ein neuer Tiefpunkt für die Demokratie der USA werden.
UNd ich hoffe, dass neben dem Sieg von Biden auch der Senat an die Demoktraten geht. Denn nur dann kann er wirklich gegen die verheerende "Politik" des orangenen Affen gegensteuern. Und evtl. mittelfristig das unfaire Wahlsystem modernisieren...
 
Sollte Trump wirklich durch iwelche "Tricks" im Amt bleiben und keiner was dagegen tun, dann sind die USA endgültig zur Bananenrepublik verkommen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich glaube daran noch nicht. Und dafür müsste Biden ja erstmal gewinnen. Ob das passiert, ist nicht so sicher. Letztlich zeigt es aber nur, dass man auch in den "alten" Demokratien nicht sicher sein kann, dass nicht doch Kräfte von innen oder von außen dafür sorgen, dass die Checks and Balances ausgehebelt werden. Sei es durch neue Herangehensweisen, Technologiesprünge, Gesellschaftsveränderungen oder was auch immer.

Können wir sicher sein, dass etwas ähnliches bei uns nicht passieren kann? Wirklich? Wir haben sicherlich den Vorteil, dass unser Staat mit den Erfahrungen aus der Zeit der 30er Jahre im Hinterkopf gestaltet wurde. Aber ohne dauerhafte kritische Betrachtung der Wirksamkeit der Institutionen ist auch unser System nicht unfehlbar.
 
Wirklich sicher kann man sich wohl nicht sein.

Aber es spricht, zumindest Stand heute, vieles dafür, dass es bei uns nicht so schnell zu solchen Extrem-Szenarien kommen kann. Alleine das amerikanische 2-Parteien-System zeigt hier sehr stark seine Schwächen. Noch dazu dann ein Psychopath an der Macht...

Noch dazu ist unser Volk, ausser an den politischen Rändern, sehr viel homogener.

Aber nein, ausschliessen kann man das für uns auch nicht.
 
Anscheinend sind die statistischen Methoden seit 2016 stark angepasst worden, um nicht nochmal so ein Versagen der Prognosen zu riskieren. Hab dazu vor ein paar Tagen gelesen, dass bis damals nicht mal das Alter der Befragten abgefragt wurde :ulgy:

Außerdem ist der Anteil der Unentschlossenen deutlich geringer als 2016. Natürlich kann das keine Sicherheit geben, dass Biden gewinnt, aber es sieht stark danach aus.
Man kann es nur hoffen. Vier weitere Jahre unter Trump und den korrupten Republikanern würden das Land zugrunde richten. Oder einen Krieg mit China anzetteln.
 
Das ist so aber auch nicht richtig... in dem Video sieht man nix von ausbremsen und abdrängen... also hat Trump genau das auch nicht kommentiert.

Von dieser Spiegel-Ungenauigkeit mal abgesehen ist genau das das Verhalten was ich auf der letzten Seite gemeint habe. Trump hat mittlerweile seine eigene Miliz die mutig vorgeht weil sie eben weiß dass sie von ganz, ganz oben gedeckt wird. Wenn nicht sogar direkt Anweisungen von da kommen... ich bin echt mal auf die kommenden Tage gespannt. Das kann tatsächlich böse enden. Hat mittlerweile was von der SA...
Es gab einen Vorfall, 2 Wägen sind kollidiert, höchstens Lackschaden aber es gab ein Abdrängen.
 
Ich finde das Statement der Republikanischen Partei Texas viel bezeichnender:

[...]

Dass die republikanischen Führungspersönlichkeiten solche Vorfälle wie jenen mit dem Bus nicht mit absolut klaren Worten verurteilen, sich davon distanzieren und ihre Anhänger dazu aufrufen, solche anti-demokratischen Taten zu unterlassen, ist ein absolutes Armutszeugnis und man kann nur hoffen, dass die Republikaner bei der Wahl entsprechend abgestraft werden.

Ebenso klar ist allerdings, dass strafbare Gewalttaten gegen Sachen und Personen in den letzten 6 Monaten mit sehr großer Mehrheit von "linken" oder "linksextremen" Trump-Gegnern ausgegangen sind und dennoch in sehr vielen US-amerikanischen und auch europäischen Medien fast ausschließlich über eine "Gefahr" durch "rechtsextreme Milizen" berichtet wird, obwohl die empirischen Erfahrungen wie gesagt eine eindeutige Sprache sprechen, welche Seite hier Gewalt ausübt.

Auch das kann und soll offen gesagt werden dürfen, denn Probleme gehen nicht weg, indem man sie leugnet.

Ansonsten kann man nur sagen, dass es in den USA wieder einmal freie und faire Wahlen geben wird, allen Unkenrufen zum Trotz.

Es ist für mich klar, dass Trump ein rechtspopulisitscher Möchtegernautokrat ist, aber das augeklügelte System der Checks & Balances und der Separation of Powers in den USA lässt nun einmal nicht zu, dass er sich entgegen dem Willen des Wahlvolkes an der Macht festklammern kann. Zum Glück!
 
Findest du wirklich, dass das US-Wahlsystem mit den (meist für die GOP) zurechtgeschnittenen Wahlkreise, den schlechten Zugangsmöglichkeiten zu Wahlstätten und der Schieflage, was die Repräsentanz der Wahlleute auf die Gesamtbevölkerung angeht, fair (und zeitgemäß) ist?
 
Es gab ja jetzt in den letzten Tagen einige Dokumentationen über Trumps Amerika und es schockiert mich immer wieder, wie aufgeladen die Stimmung in Teilen der Bevölkerung dort ist. Man bekommt absolut das Gefühl, das wirklich nur noch ein kleiner Funken reicht, um das Fass zum überlaufen zu bringen. Und wenn dann scheinbar normale Bürger ihre Maske abziehen um dann ganz unverhohlen in die Fernsehkamera zu skandieren welcher Politiker gelyncht werden sollte, dann bin ich eigentlich nur noch fassungslos.
 
Ein ausgeklügeltes System der Checks & Balances?

So ein System, was dem Präsidenten in Verbindung mit dem Senat die Möglichkeit gibt, das oberste amerikanisch Gericht quasi nach den eigenen Vorstellungen auf Jahrzente umzubauen?
 
Ich gehe mittlerweie davon aus, dass Biden die Wahl morgen relativ deutlich gewinnen wird und es auch keine Wochen dauert, bis ein offizieller Sieger feststeht.

Das heißt haber nicht, dass ich nicht mit bösen überraschungen rechne. Mich würde überraschen, wenn Trump seine Niederlage anerkennt. Wahrscheinlicher halte ich es aber, dass er den Sieg Bidens vor dem Supreme Court anfechtet.

Aber noch eher befürchte ich, dass sich die Wahlmänner einfach nicht an ihren Auftrag halten und trotzdem für Trump stimmen, obwohl Biden den entprechenden Staat gewonnen hat. Ist es kein Gesetz, dass sie so wählen müssen, dazu ist diese Abstimmung geheim. Aber das würde man dann eh erst Mitte Dezember feststellen.
 
Aber noch eher befürchte ich, dass sich die Wahlmänner einfach nicht an ihren Auftrag halten und trotzdem für Trump stimmen, obwohl Biden den entprechenden Staat gewonnen hat. Ist es kein Gesetz, dass sie so wählen müssen, dazu ist diese Abstimmung geheim. Aber das würde man dann eh erst Mitte Dezember feststellen.
Hö, aber das ist doch mWn garnicht möglich. Wer die meisten Wahlmänner gewinnt, der gewinnt den Bundesstaat. Mal angenommen, Biden gewinnt Florida, dann bekommt er alle Wahlmänner des Bundesstaates. Und die werden ziemlich sicher für ihren eigenen Kandidaten stimmen.
 
Findest du wirklich, dass das US-Wahlsystem mit den (meist für die GOP) zurechtgeschnittenen Wahlkreise, den schlechten Zugangsmöglichkeiten zu Wahlstätten und der Schieflage, was die Repräsentanz der Wahlleute auf die Gesamtbevölkerung angeht, fair (und zeitgemäß) ist?

Hier differenziere ich: Gerrymandering lehne ich in der vorliegenden Form absolut ab und halte es auch für einen perversen Auswuchs des Mehrheitswahlrechts. Wenn man z.B. sieht, wie sich in der State Assembly von Wisconsin bei den letzten zwei Wahlen die Mehrheit der Stimmen zugunsten der Demokraten verschoben hat, brutales Gerrymandering der Republikaner aber dafür gesorgt hat, dass diese weiterhin eine starke Mehrheit in der State Assembly haben, dann ist das für mich untragbar.

Hier ist es aber m.E. auch schwer, sich eine Lösung auszudenken. Das Einzige was mir einfällt, ist ein Wechsel zum Verhältniswahlrecht, aber das entspricht halt nicht der anglo-amerikansichen Tradition und ich wage zu prognostizieren, dass eine Mehrheit des Wahlvolkes in den entsprechenden Bundesstaaten diesen Umbau des Wahlsystems ablehnen würde.

Am Ende ist in einer Demokratie das Wahlsystem eben so wie es ist, weil das Wahlvolk es so will. Denn das Wahlvolk könnte das System ja ändern, wenn es wollte.

In Bezug auf die unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zu Wahllokalen gilt das selbe: Hier muss der Staat knallhart für faire Bedingungen sorgen.

In Bezug auf die "Repräsentanz der Wahlleute auf die Gesamtbevölkerung" muss man halt hingegen sagen, dass das eine logische Folge eines föderalen Bundesstaates ist, dem die weniger dicht besiedelten Bundesstaaten eben nur unter der Bedingung beigetreten sind, dass sie nicht von den bevölkerungsreicheren Bundesstaaten bei gewissen Wahlen auf Bundesebene einfach "überfahren" werden können.

Das selbe System haben wir übrigens ja auch in der Europäischen Union, wo etwa bei Wahlen zum Europäischen Parlament die kleineren Mitgliedstaaten im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsanzahl überproportional mit Abgeordneten vertreten sind.

Das kann man kritisch sehen, ist aber nun einmal die Bedingung für die Zustimmung der kleineren Staaten zum Beitritt in dieses System gewesen.
 
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