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GAME Alles muss. Nix kann. Der Rocket Beans-Livestream-Thread.

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mir würde da aber so spontan auch oft nichts einfallen. Ich mag diese Argumentations-Formate aber sowieso nicht besonders. Wieso sollte ich jemanden unbedingt überzeugen wollen, dass mein Spiel besser oder wichtiger ist als seins? Ist doch alles subjektiv.
 
Scheint ja auch viele Leute anzusprechen das Format. Ich mag trotzdem sowas wie das Nerd Quiz lieber. Da kann man auch zeigen was man kann, aber das Ergebnis ist objektiv messbar.

Deswegen mag ich z.B. auch keine Sportarten wie Eiskunstlauf oder Tanzen, wo am Ende eine Jury bewertet wie gut die Performance war.
 
Mir würde da aber so spontan auch oft nichts einfallen. Ich mag diese Argumentations-Formate aber sowieso nicht besonders. Wieso sollte ich jemanden unbedingt überzeugen wollen, dass mein Spiel besser oder wichtiger ist als seins? Ist doch alles subjektiv.
Naja, also ich hab Game Fights noch nicht eine Folge gesehen da ich den normalen Bohnen nicht so viel Argumentationsvermögen zutraue wie Florentin bei Film Fights, aber die Idee ist zumindest ja eigentlich grade nicht subjektive Punkte gelten zu lassen und das so gut es geht auszublenden. Hatte er ja auch so erklärt als die mit Film Fights angefangen hatten.

Heißt, man muss dann auch mal einfach objektive Fehler oder Kritikpunkte seiner "Lieblinge" erkennen können um das vielleicht argumentativ aushebeln zu können und dafür aber andere starke Punkte nennen zu können. Ein Beispiel bei mir z.B. wäre in einer Diskussion für ein Spiel mit einem tollen Gameplay-Loop erkennen zu können, dass ich z.B. Warframe zwar echt geil finde wegen dem Gameplay-Loop aus schnellem, direktem, stylishem Gameplay, Leveln und Looten und daraus mehr Möglichkeiten kriegen um ersteres noch besser zu machen, aber dass der Kern, dessen was man dort macht sehr, sehr eintönig ist. Und das akzeptieren zu können, AUCH wenn ich das Spiel sehr, sehr gerne spiele. Ist jetzt vielleicht nicht das passendste Beispiel, aber ist jetzt das, was mir erst in den Sinn kam.

Das ganze wird dann auch interessant, wenn es um Spiele geht, über die ein vermeintlicher positiver Konsens existiert. Erinnere mich da an die erste Episode Film Fights mit der Luke Skywalker vs Harry Potter Debatte, wo Eddy's einziges Argument war "Luke Skywalker gewinnt, weil es ist fucking Luke Skywalker", was halt in dem Moment nicht zieht. Das ist dann zu subjektiv, wo es einfach nicht zieht, dass Star Wars das "coolere" Franchise ist und Luke vom Design mehr badass ist (wieder subjektiv gesehen).
Dasselbe kann man natürlich genauso zu Spielen haben. In der Debatte "Wer ist der coolere Protagonist? Master Chief vs Kirby", gewinnt man nicht einfach mit "Ja, guck dir einfach den Master Chief an, es ist einfach der fucking Master Chief, wie soll der verlieren?", sondern muss halt clever genug argumentieren können um herausarbeiten zu können warum er der coolere ist, und was das überhaupt bedeutet.

Der Vorteil ist, dass solche Leute meist ein größeres Verständnis dafür haben, warum ihnen etwas gefällt oder warum einige Dinge qualitativ gut oder schlecht sind. Viele Leute zocken einfach Spiele und einige machen ihnen dann mehr Spaß und andere wieder wenige, aber könnten dann nicht genau erfassen, was es ist, wenn man sie drauf festnagelt. Aber wenn man das Verständnis hat obere Punkte erkennen und durch denken zu können und zu einem Entschluss kommt, kann man sowas schon weitaus eher erkennen (wohlgemerkt, das gilt nicht für alle Menschen, nicht das mich darauf jemand festnageln will).

So ein Sendungskonzept steht und fällt natürlich mit dem Judge, weswegen ich halt Game Fights noch nicht geguckt hab, weil ich keinem der Bohnen die Integrität zu traue das besten Gewissens zu machen. Bei Film Fights hat man immerhin Florentin manchmal als Judge und Stefan hatte mich da auch überrascht, dass er das ganz gut macht...
 
Wieso sollte ich jemanden unbedingt überzeugen wollen, dass mein Spiel besser oder wichtiger ist als seins?
Als Nachtrag, weil ich auf das Warum nicht wirklich eingegangen bin, die Idee ist es nicht unbedingt jemanden zu überzeugen, sondern generell seinen Standpunkt zu erweitern (in einer ernsteren Diskussion, RBTV macht das ja eher aus Entertainment).
Du sollst also weniger mit einem "Yes, mein Spiel hat gewonnen" rausgehen, als einem "Hey, mein Spiel ist vielleicht doch gar nicht so überlegen, aber mir gefällt es trotzdem, da es mir dieses und jenes Feature bietet." oder "Hey, ich dachte die ganze Zeit Spiel X sei trash, aber wenn man auf Aspekt Y wert legt, kann es doch einem ganz schön etwas bieten. Mir persönlich bringt das nichts, aber es gibt schon einige Leute, für die das ein großer Pluspunkt ist."

Man kann durch solche Debatten eine nuanciertere Sicht auf Spiele kriegen und verfällt nicht all zu stark in eine Schwarz/Weiß Sicht. Bloodborne ist z.B. fast einstimmig überall absolut geliebt, aber durch hanks Posts über das Spiel weiß ich, dass es mind. ein paar Leute gibt, die mit dessen Änderungen im Gameplay zu Dark Souls/Demon Souls nicht ganz so übereinstimmen. ^^
 
Ja, sehe ich ein. Aber am Ende wird halt doch immer ein Sieger gekürt. Da fände ich eine ganz normale Diskussionsrunde spannender. Was weiß ich? Eine Stunde lang Dark-Souls-Jünger gegen Dark-Souls-Muffel oder Sony- gegen Microsoftfanboy. Da kann man auch Argumente von der Gegenseite mitnehmen.

Aber ich muss das Format ja jetzt auch nicht schlecht reden. Wollte nur sagen, dass ich darauf halt nicht so abgehe wie viele andere.
 
Äh, nein.

Diese Zwillinge, völlig unlustig.
Walter Freiwald, völlig unlustig.

Und dann auch noch Viet, völlig unlustig.
 
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