Mir würde da aber so spontan auch oft nichts einfallen. Ich mag diese Argumentations-Formate aber sowieso nicht besonders. Wieso sollte ich jemanden unbedingt überzeugen wollen, dass mein Spiel besser oder wichtiger ist als seins? Ist doch alles subjektiv.
Naja, also ich hab Game Fights noch nicht eine Folge gesehen da ich den normalen Bohnen nicht so viel Argumentationsvermögen zutraue wie Florentin bei Film Fights, aber die Idee ist zumindest ja eigentlich grade nicht subjektive Punkte gelten zu lassen und das so gut es geht auszublenden. Hatte er ja auch so erklärt als die mit Film Fights angefangen hatten.
Heißt, man muss dann auch mal einfach objektive Fehler oder Kritikpunkte seiner "Lieblinge" erkennen können um das vielleicht argumentativ aushebeln zu können und dafür aber andere starke Punkte nennen zu können. Ein Beispiel bei mir z.B. wäre in einer Diskussion für ein Spiel mit einem tollen Gameplay-Loop erkennen zu können, dass ich z.B. Warframe zwar echt geil finde wegen dem Gameplay-Loop aus schnellem, direktem, stylishem Gameplay, Leveln und Looten und daraus mehr Möglichkeiten kriegen um ersteres noch besser zu machen, aber dass der Kern, dessen was man dort macht sehr, sehr eintönig ist. Und das akzeptieren zu können, AUCH wenn ich das Spiel sehr, sehr gerne spiele. Ist jetzt vielleicht nicht das passendste Beispiel, aber ist jetzt das, was mir erst in den Sinn kam.
Das ganze wird dann auch interessant, wenn es um Spiele geht, über die ein vermeintlicher positiver Konsens existiert. Erinnere mich da an die erste Episode Film Fights mit der Luke Skywalker vs Harry Potter Debatte, wo Eddy's einziges Argument war "Luke Skywalker gewinnt, weil es ist fucking Luke Skywalker", was halt in dem Moment nicht zieht. Das ist dann zu subjektiv, wo es einfach nicht zieht, dass Star Wars das "coolere" Franchise ist und Luke vom Design mehr badass ist (wieder subjektiv gesehen).
Dasselbe kann man natürlich genauso zu Spielen haben. In der Debatte "Wer ist der coolere Protagonist? Master Chief vs Kirby", gewinnt man nicht einfach mit "Ja, guck dir einfach den Master Chief an, es ist einfach der fucking Master Chief, wie soll der verlieren?", sondern muss halt clever genug argumentieren können um herausarbeiten zu können warum er der coolere ist, und was das überhaupt bedeutet.
Der Vorteil ist, dass solche Leute meist ein größeres Verständnis dafür haben, warum ihnen etwas gefällt oder warum einige Dinge qualitativ gut oder schlecht sind. Viele Leute zocken einfach Spiele und einige machen ihnen dann mehr Spaß und andere wieder wenige, aber könnten dann nicht genau erfassen, was es ist, wenn man sie drauf festnagelt. Aber wenn man das Verständnis hat obere Punkte erkennen und durch denken zu können und zu einem Entschluss kommt, kann man sowas schon weitaus eher erkennen (wohlgemerkt, das gilt nicht für alle Menschen, nicht das mich darauf jemand festnageln will).
So ein Sendungskonzept steht und fällt natürlich mit dem Judge, weswegen ich halt Game Fights noch nicht geguckt hab, weil ich keinem der Bohnen die Integrität zu traue das besten Gewissens zu machen. Bei Film Fights hat man immerhin Florentin manchmal als Judge und Stefan hatte mich da auch überrascht, dass er das ganz gut macht...