Ich weiß, was du meinst, aber ich glaube du verklärst da die Vergangenheit etwas
Ja, der Game Boy war wirklich verhältnismäßig günstig, bot dafür aber eben auch nur ein sehr spartanisches Handheld-Erlebnis. Man sollte es dann wenn schon mit „richtigen“ Konsolen vergleichen.
Blicken wir also zb mal auf PS 2 und Xbox 1. die PS 2 kostete zum Start 869 DM. Die Xbox 1 479 Euro. Das ist über 20 Jahre her. Dass zu der Zeit Lebenshaltungskosten und Durchschnittsgehalt um ein Vielfaches niedriger waren, was die Preise nochmal in einer ganz anderen Dimension erscheinen lässt, versteht sich von selbst.
Die PS 3 kostete 599 Euro! Vor 20 Jahren.
Eine Series S für unter 250 Euro, mit der man in der Next Gen dabei ist und praktisch ein Jahrzehnt nahezu jedes neu erscheinende Spiel zocken kann? Früher völlig undenkbar.
Schauen wir uns die ebenfalls teuren Konsolen der 90er an, fällt vor allem eins auf: die Spielepreise. Für Nintendo 64 Spiele konnte man schon mal 140 DM hinlegen. Inflationsbereinigt über 110 Euro!
Aber auch Spiele für andere Konsolen kosteten zum Start des Euros bei Erscheinen rund 60 Euro. Also wie heute zum Release, ein Vierteljahrhundert (!) später - während Geld inzwischen deutlich weniger wert ist und man mehr verdient oder in Sozialen Leistungen erhält.
Vergleichen wir das dann noch mit den heutigen Möglichkeiten unzähliger Sales, teils extrem günstiger Preise, Keys, Free to play Konzepten, Schnäppchenportalen, dem schnellen Preisverfall oder insbesondere Abo-Modellen, die einen für einen 10er im Monat Spielebibliotheken im Wert von zehntausenden Euros genießen lassen, kann man nur festhalten: günstiger als heutzutage war das Hobby Videospiele nie zuvor.
Also, mach dir weniger Gedanken und freue dich über die Entwicklungen!