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... und 2 weitere.
Ist doch im Endeffekt nur logisch, es werden seit Corona 2 Mio Autos weniger in Europa verkauft und das wird wohl auch so bleiben. Das inkl größerer Konkurrenz führt einfach dazu dass wir in Europa massive Überkapazitäten haben.
Die werden aber sich ne sehr gute Abfindung rausschlagen.
 
Tut mir für die Mitarbeiter leid, auf die Arbeitslosigkeit zukommt. Aber ganz ehrlich: würden sich die Chefs nicht Millionen selber in die Tasche stecken, müsste der "kleine Mann" nicht darunter leiden. Allein über 10 Millionen für den obersten Chef - wtf.

Dazu noch Autopreise jenseits von Gut und Böse, Diesel-Skandal und vieles mehr. Ein hausgemachtes Problem.
 
da seh ich vieles Anders.

Ein 10Mio Gehalt ist imo überzogen aber das entscheidet nicht über ne Werkschließung, da geht es um Milliardensummen. Die Dividendenausschüttung hätte man letztes Jahr nach Möglichkeit stoppen sollen, denn das fehlt VW ja dieses Jahr.

Aber es gibt 3 Faktoren die massiv hierfür verantwortlich sind:

-Die Überkapazitäten in Europa die nunmal einfach da sind und auch bleiben solang keine Werke geschlossen werden.
-Die Politik die keine klaren Vorgaben macht und immer wieder schlingert, so können sich Unternehmen nicht richtig darauf einstellen.
-Die verfehlte Modellpolitik von VW, sowohl die ersten Modelle in Europa waren von minderer Qualität und in China haben sie auch massiv Marktenteile eingebüßt (was allerdings wenig mit den europ. Werken zu tun hat sondern eher mit dem Gesamtverlust bzw. das diesen China nicht wieder abfedert wie die letzten Jahre).
 
Zu Mercedes:

In China hält sich die betuchte Kundschaft wegen der Krise am Immobilienmarkt bei der Anschaffung von Top-Modellen wie S-Klasse und Maybach nach jahrelangem Boom stark zurück. Damit hat sich der Absatzmix im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Die Verkaufszahl von PKW war nach neun Monaten mit 1,46 Millionen Fahrzeugen nur 4,3 Prozent niedriger, während der Betriebsgewinn mit 44 Prozent zehnmal so stark sank.


Die Rendite der Sparte wird nur noch auf 7,5 bis 8,5 Prozent taxiert, nach 12,6 Prozent im vergangenen Jahr.


https://www.n-tv.de/wirtschaft/Prob...eutlichen-Gewinneinbruch-article25314170.html


Wenn man bedenkt, dass Mercedes jetzt seit einigen Jahren eine Luxus-Strategie fährt, dann müssten die Margen sogar noch viel höher sein. Das kann man nur richtig richtig übel nennen.

BMW sieht es noch minimal besser aus, aber auch die haben afaik weit im zweistelligen Prozentbereich in China verloren.
 
VW zahlt 50 Milliarden an Gehältern/Personalkosten. Pro Jahr. Bei über 600.000 Mitarbeitern. Eigentlich ein Wunder dass die bei den Zahlen überhaupt so lange durchgehalten haben. Das funktioniert auch nur, wenn du keine ernsthafte Konkurrenz hast.
Alle Automobiler zahlen gute Gehälter, das ist kein Geheimnis. Auch die Tarifverträge der IG Metall sind eigentlich das beste was man als Arbeitsvertrag bekommen kann. Wenn das jetzt stark beschnitten wird, wird es großen Einfluss auf die Löhne in Deutschland haben, das sollte man nicht unterschätzen. Sehr viele Firmen orientieren sich an den Tarifabschlüssen. Das wird weit über die Automobilindustrie hinaus Signalwirkung haben. Ich befürchte da kommt nichts Gutes auf uns zu.
 
Aber VW und einige andere deutsche Hersteller nehmen da schon ne Sonder-Rolle ein. Die Kombination aus Wochenstunden und Lohn/Gehalt ist bei denen deutlich höher als bei allen anderen Autoherstellern. Die "Sachbearbeiter" bei VW haben ein Durchschnittsgehalt von über 70.000 Brutto :O_o:.

Aber klar wird das alles die Gehälter in Deutschland drücken. Das was uns in Deutschland jetzt industrieweit wegbricht sind viele hochbezahlte Jobs. Das wird auch der Staat bei den Steuereinnahmen merken sobald die ganzen Abfindungen durch sind.
 
Man muss halt auch einfach konstatieren, dass die VW-Modellpalette einfach nur biederen Durchschnittsbrei zu bieten hat. Früher hat man mit den vergleichsweise günstigen Preisen und dem Zuverlässigkeits-Image trotz langweiligen Designs noch den Zeitgeist getroffen. Der hat sich aber halt leider komplett verändert. Heute geht es beim Thema Auto eben überwiegend um aufregende Designs, Emotionen, Lifestyle und Individualität. Alles, was VW nicht zu bieten hat. Mit Golf, Polo, Passat und Co. kannst du die heutige Käuferschaft nicht mehr hinter dem Ofen vorlocken. Wenn ich mir heute ein Auto kaufen wollen würde, wäre VW die letzte marke, die ich auf den großen Autoverkaufsportalen auswählen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das würde ich nicht mal sagen. Es gibt imo immer noch genug Leute, die langweiliges Design mögen. Aber in Zeiten wo ein VW Bus über 60.000 kostet, man (anders als andere Hersteller) weiterhin jede Fußmatte extra verkauft und auch noch das Image der guten Qualität und tadellosen Pannenstatistik verloren hat, ist das mittlerweile ein schwer zu vermittelndes Produkt. Neben den ganzen anderen Problemen wie E-Autos, Software usw.
 
Vor dem Reichstag soll offenbar ein Burggraben gebaut werden:

"Burggraben vor dem Reichstag: Ein törichtes Projekt, das Angriffe heraufbeschwört"

https://www.berliner-zeitung.de/ope...jekt-das-angriffe-heraufbeschwoert-li.2190978

Was sagt es über den Zustand einer Republik aus, wenn sie versucht, ihr Parlament mit Gräben vor bewaffneten Angriffen zu schützen?

Bringt es imho wunderbar auf den Punkt.

Besonders schön auch das hier:

Anfragen, ob im neuen Sicherheitskonzept auch Pechkübel auf den Zinnen vorgesehen seien, blieben unbeantwortet. Das BER-geschmälerte Planungstalent der Deutschen zeigt sich hier einmal mehr, denn eine Zugbrücke ist für den Graben nicht vorgesehen. Auch die Möglichkeit eines Katapultangriffs scheinen die Architekten nicht bedacht zu haben. All das tut dem Optimismus der „Entwicklungsstadt Berlin“ jedoch keinen Abbruch – auf der Website zum Projekt heißt es:

„Der Aha-Graben soll auf dem Platz der Republik vor dem Hauptportal des Gebäudes errichtet werden. Mit dem Aha-Graben wird dabei ein seit dem 19. Jahrhundert gängiges Gestaltungselement der Gartenbaukunst, dessen Ursprünge in der Planung englischer Landschaftsparks liegen, angewandt.“

:D

Dachte zuerst das Ganze wäre ein Scherz.
 
da seh ich vieles Anders.

Ein 10Mio Gehalt ist imo überzogen aber das entscheidet nicht über ne Werkschließung, da geht es um Milliardensummen. Die Dividendenausschüttung hätte man letztes Jahr nach Möglichkeit stoppen sollen, denn das fehlt VW ja dieses Jahr.

Aber es gibt 3 Faktoren die massiv hierfür verantwortlich sind:

-Die Überkapazitäten in Europa die nunmal einfach da sind und auch bleiben solang keine Werke geschlossen werden.
-Die Politik die keine klaren Vorgaben macht und immer wieder schlingert, so können sich Unternehmen nicht richtig darauf einstellen.
-Die verfehlte Modellpolitik von VW, sowohl die ersten Modelle in Europa waren von minderer Qualität und in China haben sie auch massiv Marktenteile eingebüßt (was allerdings wenig mit den europ. Werken zu tun hat sondern eher mit dem Gesamtverlust bzw. das diesen China nicht wieder abfedert wie die letzten Jahre).

Mit den wichtigsten Faktor hast du vergessen:
Die haben Jahrzehnte über ihre Verhältnisse gelebt! Deren Personalkosten waren schon immer viel zu hoch. Das ist ein Wunder das es da nicht schon viel früher geknallt hat!
 
Vor dem Reichstag soll offenbar ein Burggraben gebaut werden:

"Burggraben vor dem Reichstag: Ein törichtes Projekt, das Angriffe heraufbeschwört"

https://www.berliner-zeitung.de/ope...jekt-das-angriffe-heraufbeschwoert-li.2190978



Bringt es imho wunderbar auf den Punkt.

Besonders schön auch das hier:



:D

Dachte zuerst das Ganze wäre ein Scherz.

Noch polemischer wäre der Artikel aber auch nicht gegangen. Alter, wie man sich so über einen Graben aufregen kann und dabei in populistischer Art und Weise Dinge zusammenbringen, deren Gemeinsamkeiten sich scheinbar nur dem Schreiber erschließen. Der ganze Artikel ist darauf ausgelegt zu spalten, einen Keil zwischen die amtierende Regierung und das Volk zu treiben in einer Art und Weise, wie es der "Graben" niemals könnte.

Aber schauen wir doch mal auf den Autor des Artikels:
"Der Autor ist Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Union, zuständig für Kultur- und Medienpolitik."

Ach na sowas, ein Mitglied der Jungen Union. Dass sich die CDU kritisch ggü. den Regierungsparteien äußert ist ja ganz was anderes. Außer hetzen, blockieren, vergessen und schlechtreden können die in ihrer Rolle in der Opposition auch nicht.
 
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