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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Ne da kommen wir nicht weiter bzw. liegen komplett auseinander. Wenn du eine absolute Abgrenzung schaffst, hast du die Menschen auch auf ewig verloren. Da kann man nur hoffen, dass du niemals ein Kind hast, dass mal auf den falschen Weg kommt. Zum menschlichen Zusammenleben gehören auch zweite Chancen und Fehler des anderen anerkennen und damit leben. Wenn du eine Gruppe Menschen komplett ausschließen willst bleiben sie auch nur in ihren Dunstkreisen.

Zu Ostdeutschland:

https://www.boeckler.de/de/auf-eine...d-soziale-situation-ostdeutschlands-17949.htm

Über 30 Jahre nach dem Mauerfall lässt sich festhalten: Der Lebensstandard in Ostdeutschland ist seitdem deutlich gestiegen. Dennoch zeigen sich nach wie vor ökonomische, soziale und politische Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.

Beschäftigte im Osten verdienen bei gleicher Qualifikation 14 Prozent weniger als im Westen – ein wichtiger Grund dafür ist die geringere Tarifbindung.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bei der Verteilung von Armut und Reichtum: Von den 95 dauerhaft Einkommensreichen in der Bundesrepublik leben in 95 Prozent West- und nur fünf Prozent in Ostdeutschland. Bei den Einkommensarmen ist es umgekehrt: 39 Prozent der Personen, die über mehrere Jahre mit weniger als 60% des mittleren Einkommens zurechtkommen mussten, leben in den neuen Ländern, obwohl dort nur ein Fünftel der Gesamtbevölkerung beheimatet ist.

Die ökonomische Unsicherheit macht sich auch politisch bemerkbar: Abstiegsängste sind in Deutschland bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitet. Rechtspopulisten machen sich dies zunutze, was sich an deutlich höheren Umfrage- und Wahlergebnissen für die AfD ablesen lässt. Das zeigt sich auch in dieser Studie.

Nach über 30 Jahren Wiedervereinigung haben wir noch immer keine Gleichheit zwischen West- und Ostdeutschland. Reden auch noch immer von West und Ostdeutschland. Das war was ich gestern meinte. Wenn du aufwächst und lebst mit dem Gefühl Deutscher 2. Klasse zu sein macht das doch was mit dir. Da kannst du noch so sehr die positiven Veränderungen hervor heben die seit Anfang der 90er entstanden sind. Du bleibst vom Bewusstsein her ein Deutscher 2. Klasse. Aber da können Ostdeutsche hier im Forum sicher mehr zu schreiben wie da die Empfindungen sind. Ich habe ja entfernte Bekannte aus Ostdeutschland gehabt und gerade die Zeit um die Jahrtausendwende einiges miterlebt was die so erleben. Da hat sich eben einfach ein Grundgefühl in einer wenn nicht sogar zwei Generationen festgesetzt. Und da schließt sich der Kreis auch wieder.

Aber im Kern bleibe ich bei meiner Aussage bzw. in dem Punkt auch Lebenserfahrung wie man sie überall macht wenn man mit Menschen zu tun hat: Reden Menschen nicht mehr miteinander sondern nur noch übereinander entstehen daraus nur mehr Missverständnisse, Unverständniss und Konflikte bis hin zu Streit. Zu radikales Denken - egal in welche Richtung - ist nie gut.

Ich bin ja z.B. absoluter Befürworter von mehr Waffenlieferungen und Unterstützung für die Ukraine und keinen Deut vor Russland zurück weichen. Und dennoch ist mir klar, wie wichtig es trotzdem ist, sich immer wieder versuchen mit Russland an einen Tisch zu setzen. Auch wenn jeder weiß mit wem er da spricht, aber der Kanal muss offen bleiben. Auf dem Schlachtfeld sind die wenigsten Konflikte endgültig geklärt worden.
 
ich weiß jetzt nicht wo du den Vergleich von einem eigenen Kind und irgendwelchen Random Personen her nimmst. das hat doch garnichts miteinander zu tun?
Auch das Thema zweite Chance hat garnichts damit zu tun.

Wenn ein AFD Wähler auf mich zukommt und interessiert ist an der Energiewende o.Ä. dann redet man natürlich mit ihm aber ich führe keine Diskussion über die Wiederaufnahme von Nordstream..... und wenn du mal Gespräche von offensichtlichen AFD Wählern mitbekommen hast oder hättest, dann wüsstest du das es quasi nur um die 4 Themen geht die ich schon genannt habe und genau so darüber geredet wird.
Ich glaub da bist du etwas weit weg von den einfachen Menschen.

edit: ich zitier mich da mal selbst

Die AFD Wähler sind richtige Stefans: "Nein, es bleibt alles so wie es ist!!!!1!"
Das sind Klimawandelleugner, Ausländerfeinde, Gegner der Energiewende und oft Putinfreunde.
Ich hab noch keinen AFD Wähler getroffen bei dem nicht mindestens 2 Punkte davon zutreffen.

und ich treff davon bei weitem genug.
 
Ich glaube, vielen ist nicht klar, wie gigantisch der Vermögens- und Lohnunterschied zwischen Ost und West noch immer ist.

Wir haben zwei Mitarbeiter, einer davon lebt in NRW, einer in Sachsen-Anhalt (100% Home Office). Beide erhalten denselben Stundenlohn, der gemessen an der Branche rund 15% über dem Durchschnitt liegt.

Der MA aus NRW liegt damit rund 20% UNTER dem Durchschnittslohn in NRW. Der MA in Sachsen-Anhalt liegt mit dem gleichen Lohn 20% ÜBER dem Durchschnitt in seinem Bundesland und gehört damit zum oberen Drittel.
 
Natürlich, darum dreht sich doch alles was du sagst. Alle deine Beiträge kommen so rüber, als würdest du dich sofort umdrehen wenn einer AfD Wähler ist und gehen.

Und würdest du das mit deinem eigenen Kind machen? Einem alten, besten Freund der einfach unverschuldet finanziell abgestiegen ist und im blauen Sumpf landet weil er so jemanden hat der ihm recht gibt bzw. ein Ziel dem er Schuld geben kann.

Wenn du ja mit ihm redest und ihm versuchst Themen zu erläutern und ernsthaft zu diskutieren ist das ja schon ein Schritt weiter. Wobei es umgekehrt tatsächlich nicht unsere Aufgabe ist, sondern das war ja mein Eingangsgedanke - wir können nur reden und versuchen zu überzeugen. Was aber letztlich schwer ist und kaum gelingt. Aber Fakten schaffen muss die Politik/Regierung. Und daran hapert es eben momentan imho leider stark. Also können wir nur auch versuchen Nichtwähler dazu zu bringen demokratisch zu wählen und die Wahlbeteiligung hoch treiben. Da bin ich dann auch stolz auf St. Wendel die wieder die höchste Wahlbeteiligung in Deutschland hatten.
 
ne, das mach ich erst wenn besagte Themen im genannten Ton aufkommen.

Ich habe schon sehr sehr viel in die Richtung diskutiert aber die Meisten wollen/können es einfach nicht verstehen. Und ich werde auchimmer wieder weiter diskutieren aber es gibt Themen da gibt es keine DIskussionsgrundlage mehr und das ist eben bei AFD WÄhlern oft der Fall, wie gesagt, der Edit oben beschreibt es ja ganz gut. Da kommen dann oft nur platte Attitüden und das wars.
Ich hab zumindest selbst noch keinen offensichtlichen AFD Wähler getroffen der nicht die meiste Zeit am haten ist.

ich muss auch sagen dass ich merke dass ich viel zu viel diskutiere und das irgendwann aufs Gemüt schlägt wenn du Menschen vor dir hast die einfach die WIssenschaft, politische Tatsachen etc. leugnen. Das macht einen mürbe.
Gestern gabs ne schöne Runde auf der Arbeit als sich 3 Leute aus meiner Abteilung erst über (kriminelle) Ausländer aufgeregt haben, was dann natürlich in plumpen Hass ausgeufert ist, dann kamen queere Menschen und dann die Ukraine..... ich bin dann relativ flott raus sonst hätt ich wohl jetzt ne Abmahnung. Für so einen Müll hab ich langsam keine Nerven mehr.

Beim Klimawandel ist die ganze Sache ja noch offensichtlicher, da vergeht kein Tag wo gegen die Grünen, E-Autos oder sonstwas schwadorniert wird und ich denk mir wie blöd man eigentlich sein muss nachdem das halbe Saarland unter Wasser stand.
 
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Ich glaube, vielen ist nicht klar, wie gigantisch der Vermögens- und Lohnunterschied zwischen Ost und West noch immer ist.

Wir haben zwei Mitarbeiter, einer davon lebt in NRW, einer in Sachsen-Anhalt (100% Home Office). Beide erhalten denselben Stundenlohn, der gemessen an der Branche rund 15% über dem Durchschnitt liegt.

Der MA aus NRW liegt damit rund 20% UNTER dem Durchschnittslohn in NRW. Der MA in Sachsen-Anhalt liegt mit dem gleichen Lohn 20% ÜBER dem Durchschnitt in seinem Bundesland und gehört damit zum oberen Drittel.

ja aber das ist ja nur eine Seite der Medaille, dafür sind im Osten ja auch viele Kosten weitaus geringer.
aber natürlich sollte es das Ziel sein auf einen Level zu kommen, das ist aber auch im Westen nicht anders. Schau dir Bayern/BW und das Saarland an....da liegen Welten dazwischen....trotzdem ist das Saarland stabil, wenn auch leider nicht so wie ich mir das wünschen würde.
 
ne, das mach ich erst wenn besagte Themen im genannten Ton aufkommen.

Ich habe schon sehr sehr viel in die Richtung diskutiert aber die Meisten wollen/können es einfach nicht verstehen. Und ich werde auchimmer wieder weiter diskutieren aber es gibt Themen da gibt es keine DIskussionsgrundlage mehr und das ist eben bei AFD WÄhlern oft der Fall, wie gesagt, der Edit oben beschreibt es ja ganz gut. Da kommen dann oft nur platte Attitüden und das wars.
Ich hab zumindest selbst noch keinen offensichtlichen AFD Wähler getroffen der nicht die meiste Zeit am haten ist.

ich muss auch sagen dass ich merke dass ich viel zu viel diskutiere und das irgendwann aufs Gemüt schlägt wenn du Menschen vor dir hast die einfach die WIssenschaft, politische Tatsachen etc. leugnen. Das macht einen mürbe.
Gestern gabs ne schöne Runde auf der Arbeit als sich 3 Leute aus meiner Abteilung erst über (kriminelle) Ausländer aufgeregt haben, was dann natürlich in plumpen Hass ausgeufert ist, dann kamen queere Menschen und dann die Ukraine..... ich bin dann relativ flott raus sonst hätt ich wohl jetzt ne Abmahnung. Für so einen Müll hab ich langsam keine Nerven mehr.

Beim Klimawandel ist die ganze Sache ja noch offensichtlicher, da vergeht kein Tag wo gegen die Grünen, E-Autos oder sonstwas schwadorniert wird und ich denk mir wie blöd man eigentlich sein muss nachdem das halbe Saarland unter Wasser stand.

okay, das ist ja dann ne andere Situation. Die kenne ich leider auch zur Genüge. Den Punkt an dem man merkt, dass da kein Wille ist sich mit der Thematik auseinander zu setzen bzw. Zugänglichkeit für Argumente und Fakten, sondern nur festgefahrene - oftmals substanzlose Meinung.

Aber gerade darum ist aus meiner Sicht dann auch die Politik in der Verantwortung. Und da besteht leider ein gewisser Mangel oder fehlende "Bürgernähe". Im Kleinen wie im Großen. Diesbezüglich bin ich zum Beispiel bei uns in Saarbrücken extrem frustriert. Ich bin hier verwurzelt, kenne viele Leute und es ist ja auch klein hier, so dass viel gesprochen wird. Und wenn ich dann mitbekomme, wie in allen sensiblen Bereichen von den Ämtern und Ministerien agiert wird bzw. Vetternwirtschaft betrieben wird, geht mir eben auch der Hut hoch. Wenn ich das auf die Bundespolitik projiziere wird mir schlecht.
 
ja aber das ist ja nur eine Seite der Medaille, dafür sind im Osten ja auch viele Kosten weitaus geringer.
aber natürlich sollte es das Ziel sein auf einen Level zu kommen, das ist aber auch im Westen nicht anders. Schau dir Bayern/BW und das Saarland an....da liegen Welten dazwischen....trotzdem ist das Saarland stabil, wenn auch leider nicht so wie ich mir das wünschen würde.

Das stimmt nur bedingt für Wohnkosten, die im Osten aber auch ordentlich zugelegt haben, vor allem in Städten, und für Dienstleistungen, deren Preis sich hauptsächlich an Arbeitszeit bemisst (Frisör zum Beispiel). Alles andere ist kostentechnisch identisch. Ich bin ja öfter bei meinem Mitarbeiter. Dort im Aldi oder Rewe kostet alles exakt das gleiche wie hier im Ruhrgebiet. Egal ob Auto, Strom, Konsole, Urlaub ... ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Was bleibt, ist ein riesiger Lohnnachteil bei nahezu gleichen Kosten.
 
@Mandos Das mit den Ämtern kann ich vollends nachvollziehen, meine Frau haut da auch jeden 2. Tag Hasstiraden raus die ich vollends verstehen kann.
Natürlich müssen wir die Politik in die Verantwortung nehmen aber das machen wir halt nicht mit der AFD sondern mit dem Wählen anderer Parteien.

ich kann natürlich nur aus meinem Blickwinkel sprechen. Ich hab noch keinen offensichtlichen AFD Wähler getroffen der daran interessiert war ne anständige Diskussion auf Faktenbasis zu führen.
 
Das stimmt nur bedingt für Wohnkosten, die im Osten aber auch ordentlich zugelegt haben, vor allem in Städten, und für Dienstleistungen, deren Preis sich hauptsächlich an Arbeitszeit bemisst (Frisör zum Beispiel). Alles andere ist kostentechnisch identisch. Ich bin ja öfter bei meinem Mitarbeiter. Dort im Aldi oder Rewe kostet alles exakt das gleiche wie hier im Ruhrgebiet. Egal ob Auto, Strom, Konsole, Urlaub ... ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Was bleibt, ist ein riesiger Lohnnachteil bei nahezu gleichen Kosten.

aber es nähert sich zunehmend an. Das ist ein schwacher Trost aber der Ausblick und das Gefühl sollten doch etwas anders sein, oder nicht?
 
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aber es nähert sich zunehmend an. DAs ist einschwacher Trost aber der Ausblick und das Gefühl sollten doch etwas anders sein, oder nicht?

Finde ich nicht, denn es nähert sich zwar an, aber in winzigen Schrittchen. Wenn es in dem Tempo weitergeht, haben wir die Angleichung vielleicht in zwei bis drei Generationen erreicht. Die Menschen im Osten sind einkommens- und vermögenstechnisch deutlich benachteiligt, es gibt viel weniger Erbmasse im Osten, viel weniger erfolgreiche Unternehmen, hinzu kommt eine Flut von westdeutschen Führungskräften in den 1990er Jahren, die dann im Osten den Ton angaben und angeben, ferner die Treuhand, die lückenhaften Lebensläufe und das ständige Herabschauen der Westdeustchen auf die Ostdeutschen, das sich in dummen Sprüchen, in der tausendfachen Verballhornung ostdeutscher Dialekte in deutschen Komödien bis hin zum ständigen Anprangern der Ostdeutschen für ihr Wahlverhalten in den Medien (meist durch Westdeutsche!) manifestiert. Die Ostdeutschen haben jeden Grund, sauer zu sein und die AfD zu wählen, bis sich in Berlin endlich mal jemand wirklicher ihrer Belange annimmt und ihnen zuhört.
 
Jeden Grund die AFD zu wählen? .......ok...... sehr steile Begründung. Und all das was du beschreibst trifft auch auf Saarländer zu. Trotzdem bleiben wir stabil.

v.a. frag ich mich was sich z.b. an der Erbmasse tun soll? Wenn da vorher nichts da war, wo soll es herkommen?

edit: und gleichzeitig, was ich hier jetzt schon mehrmals geschrieben habe, wird z.b. die Lausitz massiv gefördert für den Strukturwandel nach der Braunkohle, trotzdem AFD Hochburg, trotzdem werden Windparks abgelehnt (weil abgebaggerte Flächen ja so schön sind).
Wie soll man an solche Menschen herankommen? Da ist doch Irrsinn, die Menschen wollen ja garnicht sehen dass sie unterstützt werden.
 
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Jeden Grund die AFD zu wählen? .......ok...... sehr steile Begründung. Und all das was du beschreibst trifft auch auf Saarländer zu. Trotzdem bleiben wir stabil.

v.a. frag ich mich was sich z.b. an der Erbmasse tun soll? Wenn da vorher nichts da war, wo soll es herkommen?

Hör auf mit dem Saarland, echt. Der Durchschnittslohn im Saarland liegt monatlich mindestens 400€ über jedem neuen Bundesland und 700€ (!) über dem ostdeutschen Schlusslicht.

Quelle: https://de.statista.com/statistik/d...land-nach-bundeslaendern-und-geschlecht-2010/

"Wenn da vorher nichts da war, wo soll es herkommen?", fragt der Westdeutsche den Ostdeutschen, der 40 Jahre Kommunismus und 10 Jahre Treuhand hinter sich hat. :ugly: Genau diese Frage und das Denken, das sich dahinter verbirgt, ist Teil des Problems!
Und nichts von dem, was ich beschrieben habe, trifft auf das Saarland zu.
 
Das ganze Thema "mit den Leuten reden" ist leider eine äußerst romantische Wunschvorstellung und spätestens seit Corona ist der Zug da auch komplett abgefahren. Hab da mittlerweile dutzende Dislussionen in irgendwelchen Bier/Grill/Feierrunden durch, da machst du nix mehr. Du kannst noch so sachlich argumentieren, man bekommt im Grunde nur oneliner entgegen geworfen und mit jedem Satz steigt auch direkt die Lautstärke.
 
Hör auf mit dem Saarland, echt. Der Durchschnittslohn im Saarland liegt monatlich mindestens 400€ über jedem neuen Bundesland und 700€ (!) über dem ostdeutschen Schlusslicht.

Quelle: https://de.statista.com/statistik/d...land-nach-bundeslaendern-und-geschlecht-2010/

"Wenn da vorher nichts da war, wo soll es herkommen?", fragt der Westdeutsche den Ostdeutschen, der 40 Jahre Kommunismus und 10 Jahre Treuhand hinter sich hat. :ugly: Genau diese Frage und das Denken, das sich dahinter verbirgt, ist Teil des Problems!
Und nichts von dem, was ich beschrieben habe, trifft auf das Saarland zu.

und 400€ unter dem westdeutschen Schnitt obwohl mitten in Westdeutschland gelegen.

und das mit Erbmasse versteh ich nicht. Wo soll sie denn herkommen? soll man sie hinzaubern? Dafür wird der Osten doch massiv subventioniert um da etwas auszugleichen aber zaubern kann eben auch niemand.


edit: und natürlich trifft da ncihts auf das Saarland zu aber gerade weil die Ostdeutschen in einer Diktatur gelebt haben sollten sie doch sensibilisiert sein. Und dort gehts ja bergauf, mit dem Saarland immer nur weiter bergab....
und weißte was: das sind alles keine Gründe Nazis zu wählen. Aus Protest andere Parteien wälen, ja, Nazis nein, schon garnicht mit der Vergangenheit.
 
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Das Saarland mag zu den schwächeren Ländern Westdeutschlands gehören, ist aber immer noch deutlich stärker als jedes einzelne ostdeutsche Land, das ist der springende Punkt.

Und die Erbmasse hätte man längst schaffen können - man hatte jetzt 40 Jahre Zeit. Man hätte mit massiven Steuervergünstigungen Konzerne locken können, Standorte im Osten zu eröffnen. Auch neue Bundesbehörden wurden lange ausschließlich im Westen angesiedelt. Siehe die Verteilung von Bundesbehörden deutschlandweit oder von Standorten der Bundeswehr, da herrscht ein immenses Ungleichgewicht. Man hätte so vieles machen können, Einmalzahlungen an Ostdeutsche, Rente früher angleichen, nicht mit der Treuhand alles kurz und klein schlagen. Die gemachten Fehler sind seit Jahrzehnten bekannt, und noch immer geschieht fast nichts, stattdessen werden AfD-Wähler von Politikern und (meist westdeutschen) Medienschaffenden verunglimpft und belehrt.
 
Als Reaktion auf Kritik: Bildungsministerium wollte Fördermittel streichen (daserste.de)
Dem NDR liegen Unterlagen vor, wonach das Bundesministerium für Bildung prüfen wollte, ob kritischen Hochschullehrenden ihre Fördermittel gestrichen werden können. Grundlage der Prüfung ist ein offener Brief von Hochschullehrern, gegen die Räumung der kurzzeitigen Besetzung an der Berliner FU.

Das ist schon ein ganz starkes Stück, dazu unbedingt auch den verlinkten E-Mail-Verkehr lesen sowie auch nochmal den offenen Brief, der für die Bildungs- und Forschungsministerin (!) Anlass genug scheint, um mal eben handstreichartig in die Wissenschaftsfreiheit eingreifen zu wollen.
Und das von einer vorgeblich liberalen Ministerin, das ist wirklich ein Skandal der sie für dieses Amt absolut disqualifiziert. Ich bin gespannt, ob wir die notwendigen Konsequenzen erleben werden, Rücktritte in Folge politischer Skandale sind ja nicht mehr so in Mode.
 
Wobei diese ganzen Wende-Themen mittlerweile doch eher nur noch eine untergeordnete Rolle spielen im aktuellen Diskurs. Was natürlich immer noch massiv mitschwingt ist ein gewisses Maß an Arroganz und Überheblichkeit gegenüber den neuen Bundesländern. Das kann man nicht leugnen. Sowas bekommen die Leute natürlich mit.
 
Das Saarland mag zu den schwächeren Ländern Westdeutschlands gehören, ist aber immer noch deutlich stärker als jedes einzelne ostdeutsche Land, das ist der springende Punkt.

Und die Erbmasse hätte man längst schaffen können - man hatte jetzt 40 Jahre Zeit. Man hätte mit massiven Steuervergünstigungen Konzerne locken können, Standorte im Osten zu eröffnen. Auch neue Bundesbehörden wurden lange ausschließlich im Westen angesiedelt. Siehe die Verteilung von Bundesbehörden deutschlandweit oder von Standorten der Bundeswehr, da herrscht ein immenses Ungleichgewicht. Man hätte so vieles machen können, Einmalzahlungen an Ostdeutsche, Rente früher angleichen, nicht mit der Treuhand alles kurz und klein schlagen. Die gemachten Fehler sind seit Jahrzehnten bekannt, und noch immer geschieht fast nichts, stattdessen werden AfD-Wähler von Politikern und (meist westdeutschen) Medienschaffenden verunglimpft und belehrt.
und welcher Sinn soll dahinter stecken dann die AFD zu wählen? Dann sollte man sich doch eher an Parteien orientieren die eben genau das wollen was du beschreibst....
 
Aus Ohnmacht. Der Osten hat lange CDU, SPD und Linke gewählt und keine Partei hatte oder konnte etwas ändern. Jetzt versuchen sie es mit der AfD, weil es die einzige Partei ist, deren Wahl in Berlin zu Reaktionen führt und tatsächlich die Bundespolitik beeinflusst.

Und natürlich gehört auch eine Ecke Romantisierung & Verklärung dazu. Die AfD wird den Osten nicht retten. Aber sie versteht es als einzige Partei, genau diese von mir beschriebene Gefühlslage zu adressieren und die Menschen emotional abzuholen.
 
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