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Der Ukrainekrieg

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

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https://www.ft.com/content/0bfe39c1-6d68-4e72-9fe2-9f54b7efa2bd

Die Situation rund um Bakhmut wird leider zunehmend schwieriger.
 
Wenn man sich den Maßstab anschaut. Keine 10 Kilometer dieses Jahr.

Das zwar schon, aber Bakhmut gilt ja sowas wie eine Festung zu sein, und hat vor allem Symbolischen wert, den sowohl UA als RU nicht aufgeben wollen. Und zum ersten mal ist halt RU so nahe dran.

The battle of Bakhmut is approaching a tipping point, with Russia throwing waves of fresh troops into the fight as it tries to break Ukraine’s grip on the eastern city and secure President Vladimir Putin’s first significant battlefield victory since early summer.

After eight months of grinding combat, Russian forces are bearing down on the city from three directions, leaving Ukraine’s main supply line under severe pressure and Kyiv facing an agonising choice over the cost of holding its ground.

While analysts say Bakhmut has little military significance, the city has become the focal point of both Ukrainian resistance and Moscow’s drive to regain battlefield momentum.
(Zitat aus dem vorher verlinkten artikel)
 
Ja, aber es spricht nicht gerade für die zweitstärkste Armee in der Ukraine, wenn diese es nach fast einem Jahr immer noch nicht geschafft hat. Selbst wenn Bachmut fallen sollte, wird diese später wieder zurück erobert werden.
 
https://www.spiegel.de/ausland/port...iefern-a-abd841ff-8d9d-4661-878f-e100cb47d1fc

Ich sehe da wieder die Situation aufleuchten, dass in der deutschen Debatte ein Selbstbild aufgebaut wurde, dass Deutschland alles ausbremst und alle anderen Länder unbedingt viel mehr helfen möchten. Wenn man dann aber die polnische Provokation abzieht, dann bleibt da nicht mehr viel. Es ist ja auch nett (kein Sarkasmus), dass die Portugiesen ein paar Panzer schicken möchten, unter der Bedingung das Deutschland ihnen Ersatzteile schickt und Hilfe leistet. Im Endeffekt könnte Deutschland dann aber auch gleich die eigenen Kaputten reparieren oder entsprechende deutsche Firmen beauftragen, wo noch teilweise über 100 kaputte Leos auf den Firmengelände stehen und ein Refurbing längst angeboten wurde (Link hatte ich vor Wochen oben gepostet.)

Deshalb war der Deal von vor ca. 3 Wochen gar nicht schlecht, wo D, Fra und USA zusammen über 100 Tanks liefern. Das geschah übrigens ohne Polen und ohne Pressedruck. Trotzdem mussten Hofreiter und Strackz das kaputt reden und die Polen sprangen auf den Deutschlandkritikzug wieder mit auf. Ich hätte es besser gefunden, wenn man Kanzler Scholz nach dem ersten sehr erfolgreichen Panzerdeal in 2023 die paar Tage mehr gegegen hätte, um sich mit Partnern abzusprechen und europaweit eine gute Zahl an Leos zusammenzubekommen und da eventuell sogar einen gemeinsam Instandsetzungsfond zu haben. Sobald man das erste Bataillion voll gehabt hätte, hätte man dann in die Presse gehen und zeitgleich am nächsten arbeiten können. Aber den Erfolg hätte Scholz keiner gegönnt, ich weiß, aber für die Ukraine wäre es besser gewesen. Es ist eben - Einzelmeinung von mir, I know - nicht immer sinnvoll das alles in der Öffentlichkeit zu besprechen, während es noch in der Mache ist und damit teilweise zu zerreden. Jetzt haben wir stattdessen ein öffentliches Restesuchen in Europa, wo es unterm Strich nicht mehr Panzer geben wird und die Regierungschef weniger motiviert sein werden als vorher, weil sie politisch kein Kapital mehr rausschlagen können.
 
Unangekündigt in Kiew - Pistorius: Europäische Länder liefern mehr als 100 Leopard-1-Panzer

Bundesverteidigungsminister Pistorius ist zu einem unangekündigten Besuch in Kiew eingetroffen – und hat die Lieferung von mehr als 100 Kampfpanzer des Typs Leopard 1 aus mehreren europäischen Ländern angekündigt.


https://www.deutschlandfunk.de/pist...iefern-mehr-als-100-leopard-1-panzer-100.html

Hätten sie doch dieses Bild genommen:
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:lol:

Klitschkos waren auch da:
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Zuletzt bearbeitet:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/leopard-1-ukraine-pistorius-101.html

178 Panzer genehmigt. Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, was ich schon oben beim Beispiel Portugal gesagt habe. Man kann in D jetzt die eigenen Panzer reparieren/aufrüsten oder die Kraft/Personal/Teile/Geld über ganz Europa verteilen, weil anscheinend sonst niemand Panzer reparieren kann ... oder in einigen Fällen besser gesagt "will". Es ist eben - dank innerdeutschem Zutun - jetzt legitim geworden alles an Deutschland zu hängen.
Ich vermute allerdings, dass man es von D doch über ganz Europa verteilen wird, damit es nach einer gemeinsamen Aktion aussieht.

Das Ganze werfe ich nicht einmal Polen vor, sondern den Leuten, die bei uns den Kram von dort nachgequatscht haben und jetzt regelrecht auf Beschwerden von xy warten nach dem Motto "wir wollen Panzer in die Ukraine schicken, aber die bösen Deutschland wollen Geld für Ersatzteile und schicken keinen sie einzubauen". Damit mag man es in einigen deutschen Kreisen (Hofreiter & Co) geschafft haben Deutschland außenpolitisch zu schaden und sich selber wichtig zu machen, aber im Endeffekt bedeutet es weniger Panzer für die Ukraine.
Ich vermisse übrigens nichtdeutsche Initiativen in Europa, um mal ein Batallion Leos zusammen zu bekommen. Stattdessen muss Scholz jetzt um Panzer betteln:
https://www.t-online.de/nachrichten...s-wohl-bei-verbuendeten-um-panzer-buhlen.html

Man muss sich einfach eingestehen, dass die Verengung der ganzen Waffendebatte auf Deutschland als angebliches Nadelöhr einfach nicht die Situation gezeigt hat. So richtig wollen viele andere europäische Länder nicht. Bei Kanada wurde auch kritisiert, ja, die haben aber über 100 Leos und die 4 machen nicht so viel aus usw, geschenkt. Aber die haben die Panzer wenigstens selber fertig gemacht und schicken sie auch selbstständig. Wenn wir das alleine in den EU Ländern hätten, dann wären wir weiter und hätten schon ein Batallion fertig, das übermorgen in der Ukraine ist.
 
Man kann schlicht nicht mit einem Regime verhandeln, das noch nie ein Interesse hatte - und jetzt schon gar nicht mehr - die Ergebnisse von Verhandlungen einzuhalten. Das haben sie immer und immer und immer wieder bewiesen. Und wir als Westen können uns dabei einen benefit of the doubt schlicht nicht leisten.
Sicher kann man, anders als am Verhandlungstisch wird dieser Konflikt auch nicht gelöst werden. Das weiß jeder. Aber solange die Ukraine meint abstruse Forderungen zu stellen, von wegen Krim muss wieder zur Ukraine, wird es natürlich keine Ergebnisse geben. Ist auch seltsam, dass der Verlierer immer mehr Forderungen stellt, je schlechter die Position wird. Es gab angeblich im März bereits große Annäherungen(donbass zu Russland) die würden dann aber wieder abgeblasen, wahrscheinlich weil man glaubte die Ukraine könne die Russen aus eigener Kraft tatsächlich vertreiben. 1 Jahr später dürften die Russen bald den Donbass mit Gewalt erobert haben.

Es muss leider erst noch mehr Leid über die Ukraine hereinbrechen, bevor es hier zu Verhandlungen kommen kann und wir können nur zusehen.
 
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