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Der Ukrainekrieg

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Tatsächlich erlaubt die russische Atomdoktrin, das eigene Territorium mit Atomwaffen zu verteidigen - und dazu zählen explizit auch die vier ukrainischen Oblaste. Was du hier als "weiterdenken" bezeichnest, ist längst Realität, wird im Westen seit Monaten diskutiert und ist vom russischen Militär bereits kurz nach der Annexion in Vorschriften und Strategiepapiere gegossen worden. Es gibt allerdings ganz praktische Gründe, warum Russland bisher keine Atomwaffen eingesetzt hat und vermutlich auch nicht auf ukrainischem Boden einsetzen wird: Von der militärischen Unsinnigkeit von Atomwaffen generell über Chinas klare öffentliche Absage bis hin zu dem unkontrollierbarem Fallout, der ein NATO-Land oder russisches Kernland verseuchen könnte, sind die Gründe, die gegen einen Einsatz sprechen, sehr vielfältig. Tatsächlich "verletzt" die Ukraine aber bereits jetzt russisches Territorium aus Sicht Moskaus, da die annektierten Oblaste Gebiete umfassen, die die Russen (noch) gar nicht erobert haben.

Mir fällt bei deinen Posts immer wieder auf, dass Du Putins Denke ganz grundsätzlich missverstehst. Ich möchte dich daher einladen, dich intensiv damit zu beschäftigen. Glaub mir, es wird dir die Augen öffnen. Vor einem Jahr hätte ich wohl ähnlich argumentiert wie du heute. Ich habe auch viele hundert Stunden Podcasts und Hörbücher von Experten gebraucht, um zu verstehen, dass Putin ganz anders denkt als westliche Politiker - und dass er sich in einen Mafia-artigen Staat, eingewoben in ein komplexes Netzwerk aus Interessen und Machtstrukturen, eingenistet hat. Genau deshalb interessieren ihn die Hardliner nicht nur - sie werden zu einem bestimmten Zeitpunkt über sein Leben entscheiden! Es wäre ja schön, wenn er denken und handeln würde wie Staatschefs im Westen, dann könnte man ihm wirklich mit Wirtschaftshilfen besänftigen. Aber allein das ist ein Wunschtraum. Allein deine Aussagen zu den Hardlinern und den 0815-Russen zeigen mir, dass du Putin und seine Clique ganz grundsätzlich missverstehst.

Ich stimme dir in einem Punkt vollkommen zu: Den Automatismus, dass sich die Ukraine in einem (zwei, drei ...) Jahr/ren in einer militärisch günstigeren Ausgangssituation befindet als heute, sehe ich nicht. Es könnte so kommen, meiner Einschätzung nach arbeitet die Zeit aber eher gegen die Ukraine. Und auf dem Weg dorthin wird es weitere zigtausende Tote und Verwundete geben.
 
Sehr interessant fand ich auch dieses Buch von 2020:
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Hättest mein Post besser komplett gelesen.
Ok, der @Urgs hat recht und wir sterben alle im Atomkrieg. :nein: Hauptsache der doofe Soundwave hat unrecht, der dem Putin einen Knochen hinwerfen möchte, damit er zumindest irgendetwas hat, anstatt den Knopf zu drücken. Nein nein nein, das muss falsch sein, also lieber Atomkrieg. Immer noch besser als Verhandlungsversuche.

Warum schicken wir eigentlich keine Truppen in die Ukraine, wenn der Putin sowieso ganz Europa besetzen möchte? Angeblich will er ja gleich nach der Ukraine ins NATO Land Polen, wie ich hier lerne. Worauf warten wir denn? Wieso lassen wir die Ukraine dann die NATO verteidigen? Also langsam muss man sich mal entscheiden. Ok, die deutsche Regierung ist doof, schon klar. Wo bleiben die polnischen, amerikanischen, englischen und französischen Soldaten in der Ukraine?? Ach so ja, wenn wir Soldaten in die Ukraine schicken, dann fliegen Atomraketen, aber wenn wir die Ukraine mit Geld, Gütern und Waffen vollpumpen, dann fliegen keine. Weil Putin sich ja angeblich für irgendwelche juristischen Spitzfindigkeiten interessiert ... . Moment, ist das nicht der gleiche Putin, der uns "zerstören" möchte?
Hört auf die Apokalypse herbeizureden, verdammt nochmal!

Wenn ich schreibe, dass Putin uns zerstören möchte, dann meine ich natürlich unsere Werte, unsere Demokratie und unsere gesellschaftliche Freiheit. Und natürlich möchte auch er unsere Wirtschaft beeinflussen und kontrollieren. Du bist offenbar derjenige, der die Apokalypse herbeiredet, wenn man Putin als das beschreibt, was er ist und Friedensverhandlungen für unrealistisch hält.

Ein Vergleich mit Hitler ist in meinen Augen völlig legitim und angebracht. Wir können alle froh sein, dass sich Putin verzockt hat mit der Ukraine und da auf massiven Widerstand gestoßen ist. Das hat er sich anders vorgestellt. Man stelle sich mal die Situation vor, er wäre damit durchgekommen. Was wäre als nächstes passiert? Wer jetzt immer noch die Augen verschließen und sich am alten Trugbild von Putin festhalten möchte und sogar die Schuld bei Deutschland selbst sucht, bitte schön. Gibt immer Menschen, die Schwierigkeiten mit der Realität haben. Aber ganz ehrlich, ich werde mich. nicht mit so absurden Phantasien auseinandersetzen, dass in möglichen Friedensverhandlungen Deutschland ja in die Waagschale werfen könnte, die wirtschaftlichen Beziehung zu Russland wieder zu 100% hochzufahren. Denn an der wirtschaftlichen Abhängigkeit so lange unbeirrt festzuhalten, war ja nun mal der große Fehler, den wir uns vorhalten müssen. Und an der Stelle bin ich jetzt wirklich mal blutrünstig: Bevor da nicht jemand den abgeschlagenen Kopf von Putin hochhält, darf das nicht passieren. Und auch dann ist genau zu gucken, wer von der Verbrecherbande da noch am Hebel sitzt.
 
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Mir fällt bei deinen Posts immer wieder auf, dass Du Putins Denke ganz grundsätzlich missverstehst. Ich möchte dich daher einladen, dich intensiv damit zu beschäftigen. Glaub mir, es wird dir die Augen öffnen. Vor einem Jahr hätte ich wohl ähnlich argumentiert wie du heute. Ich habe auch viele hundert Stunden Podcasts und Hörbücher von Experten gebraucht, um zu verstehen, dass Putin ganz anders denkt als westliche Politiker - und dass er sich in einen Mafia-artigen Staat, eingewoben in ein komplexes Netzwerk aus Interessen und Machtstrukturen, eingenistet hat. Genau deshalb interessieren ihn die Hardliner nicht nur - sie werden zu einem bestimmten Zeitpunkt über sein Leben entscheiden! Es wäre ja schön, wenn er denken und handeln würde wie Staatschefs im Westen, dann könnte man ihm wirklich mit Wirtschaftshilfen besänftigen. Aber allein das ist ein Wunschtraum. Allein deine Aussagen zu den Hardlinern und den 0815-Russen zeigen mir, dass du Putin und seine Clique ganz grundsätzlich missverstehst.

Ich gebe dir Grundsätzlich recht bei deinen Einschätzungen, ich komme da (auch nach vielen vielen Stunden der Recherche, auch unter Einbeziehung Russischer quellen) auf sehr ähnliche Ergebnisse.
Aber was die Person Putin betrifft denke ich mittlerweile das man ihn erst irgendwann nach seinem Ableben in der Retrospektive mit vielen Zeitzeugen wirklich zu 100% wird verstehen können. Was er wirklich denkt und erreichen möchte und was er tut um das sensible macht Gefüge im Gleichgewicht zu halten ist ohne viel Insiderwissen einfach sehr schwer nachvollziehbar.
 
Das was @Urgs schreibt.
Wandel durch Handel hat uns in diese Situation gebracht. Allein der Versuch Putin nicht zu provozieren, ist für ihn eine Provokation und jeder eventuelle Gewinn aus diesem Krieg legitimiert für ihn sein Vorgehen.
 
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Mir fällt bei deinen Posts immer wieder auf, dass Du Putins Denke ganz grundsätzlich missverstehst. Ich möchte dich daher einladen, dich intensiv damit zu beschäftigen. Glaub mir, es wird dir die Augen öffnen. Vor einem Jahr hätte ich wohl ähnlich argumentiert wie du heute. Ich habe auch viele hundert Stunden Podcasts und Hörbücher von Experten gebraucht, um zu verstehen, dass Putin ganz anders denkt als westliche Politiker - und dass er sich in einen Mafia-artigen Staat, eingewoben in ein komplexes Netzwerk aus Interessen und Machtstrukturen, eingenistet hat....

Das ist jetzt aber nur eine Annahme deinerseits. Ich habe mich auch schon früher mit Russland beschäftigt und "Putin ist Mafia" haben mir Russen im RL schon vor Jahren erzählt, als er gerade "pausierte". Es ist im Endeffekt ein Krimineller, der seine Rolle umdefinieren möchte, aber dazu hatte ich bereits etwas geschrieben und dir das nochmal verlinkt. Er wollte bessere Nachrufe haben als Jelzin. Mich stört es allerdings relativ wenig, wenn hier einige Experten meinen, dass sie mehr über Putin wissen oder ihn besser einschätzen können als meine Person. Ich verfolge den Thread eher aus Interesse und z.B. um deine Beiträge zu lesen, aber nicht um Selbstvertrauen daraus zu ziehen.
Die andere Frage ist allerdings, warum die ganzen genialen Putinexperten nicht in den Jahren davor etwas getan haben. Als in Schleswig Holstein die Pipeline gegen die Ukraine gebaut wurde, wo waren die landesweiten Proteste? Frau Merkel wurde auch immer wieder gewählt. In Wahrheit sind die Leute jetzt auf den Antiputinzug aufgesprungen, nachdem er uns zum WIEDERHOLTEN Mal gezeigt hat, was er für ein Verbrecher ist und Ukrainer laut genug gerufen haben. Hätte man eigentlich u.a. schon merken können, als er Syrien bombadiert hat. Von daher bin ich jetzt weniger aufgeregt, weil Putin=schlimm für mich keine so große Überraschung ist, wie anscheinend für manche Zeitgenossen.

...
Ein Vergleich mit Hitler ist in meinen Augen völlig legitim und angebracht. ...

Es ist auch legitim, ihn mit dem Osterhasen zu vergleichen, aber was bringt das? Das führt nur schlechte informierte Leute auf dem Irrweg, dass man Putin mit konventionellen Waffen von Außen beseitigen kann die Hitler. Ich werde jedenfalls nicht für diese Diskssion mein Wochenende wegwerfen. Mit den ganzen Vergleichen hat man schon letztes Jahr einen Punkt erreicht, wo man sich gar nicht mehr steigern konnte und damit hat Putin ja fast schon freie Hand für jede weitere Schandtat, weil man sich rhetorisch nicht mehr steigern kann. Das wird auch Dauer deshalb problematisch, weil man dann den Support für die Ukraine langfristig schlechter halten kann, selbst wenn es noch schlimmer wird.

Das was @Urgs schreibt.
Wandel durch Handel hat uns in diese Situation gebracht. Allein der Versuch Putin nicht zu provozieren, ist für ihn eine Provokation und jeder eventuelle Gewinn aus diesem Krieg legitimiert für ihn sein Vorgehen.

Hinterher ist man immer schlauer. Bin ich ja ganz beeindruckt gewesen, als Leute im März 2022 zu solchen Erkenntnissen gekommen sind. Jetzt ist es 2023. So Kleinigkeiten wie die Bombardierung von Aleppo war vorher wohl Geheimwissen.

Naja, schönes Wochenende allerseits.
 
Also, Experten und Politiker, die vor Putin und Deutschlands Russlandkurs gewarnt haben, gab es lange vor dem 24.02.22. Es war nur nicht mehrheitsfähig in Deutschland.

Ich habe auch lange unterschätzt bzw. mich nicht dafür interessiert, was Putin so treibt. Ich bin da wie viele andere auch am 24.02.22 böse aufgewacht.
 
Wenn man den Anspruch hat, aus der Geschichte lernen zu wollen, dann muss man Parallelen auch erkennen. Und die sind hier gegeben. Man muss Putin nicht bis zum Endziel gewähren lassen, um dann endgültig festzustellen: Okay, er war doch irgendwie wie Hitler. Aber sich nach einem Jahr Krieg hier immer noch hinzustellen und der Meinung zu sein, Opa Putin wollte ja eigentlich nur in die Geschichtsbücher und jetzt weiß er nicht mehr, wie er aus der Nummer rauskommt, man müsse ihm die Hand reichen …. Nee, das war vor nem Jahr vielleicht mal ne Denkoption. Der Zug ist schon lange abgefahren.
 
Also, Experten und Politiker, die vor Putin und Deutschlands Russlandkurs gewarnt haben, gab es lange vor dem 24.02.22. Es war nur nicht mehrheitsfähig in Deutschland.

Ich habe auch lange unterschätzt bzw. mich nicht dafür interessiert, was Putin so treibt. Ich bin da wie viele andere auch am 24.02.22 böse aufgewacht.

Irgendjemand warnt immer vor irgendetwas. Wie gesagt, ich bin da nicht erst am 24.2. aufgewacht und daher auch nicht so aufgeregt. Diese "Putin ist böse" Tiraden mit zeitgleichem Wunsch nach Beifall benötige ich nicht für mein Ego. Mir sind jetzt bereits die Schweinereien in China bewusst oder was Erdo so treibt und von den Saudis fange ich gar nicht erst an. All das kratzt aber bei uns keinen und hat auch keinerlei Konsequenz. Es ist einfach schlimm, was auf der Welt so abgeht und das ist leider im diesen Jahrtausend nicht erst seit der Ukraine der Fall.


Wenn man den Anspruch hat, aus der Geschichte lernen zu wollen, dann muss man Parallelen auch erkennen. Und die sind hier gegeben. Man muss Putin nicht bis zum Endziel gewähren lassen, um dann endgültig festzustellen: Okay, er war doch irgendwie wie Hitler. Aber sich nach einem Jahr Krieg hier immer noch hinzustellen und der Meinung zu sein, Opa Putin wollte ja eigentlich nur in die Geschichtsbücher und jetzt weiß er nicht mehr, wie er aus der Nummer rauskommt, man müsse ihm die Hand reichen …. Nee, das war vor nem Jahr vielleicht mal ne Denkoption. Der Zug ist schon lange abgefahren.

Wer erst 2022 beim Einmarsch in die Ukraine etwas gelernt hat, der braucht mir hier nichts von aus der Gechichte lernen zu erzählen. Das wird jetzt langsam albern. Aber du, wenn du dich besser fühlst mir seltsames Zeug an den Kopf zu knallen, was mit mir außerdem gar nichts zu tun, außer in deiner Einbildung, dann mach ruhig. Ich verbuche das unter der üblichen Diffamierung gegen Menschen, die nicht unnötig jede Option ausschließen. Dann solltest du wenigstens konsequent fordern, dass auch deutsche Soldaten in der Ukraine kämpfen sollen und zwar so schnell wie möglich. Wie stehst du dazu? Du willst doch nicht etwa aus der Geschichte nichts gelernt haben und Hi.. äh ... Putin nicht so früh wie möglich entgegentreten. Warum warten, bis der Putin Vernichtungslager baut? Das wäre dann genau das gleiche Wegschauen wie vorher.

Diese Panik vor dem Versuch von Friedensverhandlungen irritiert mich zunehmend. Der Krieg läuft doch parallel weiter und durch Verhandlungsversuche stirbt niemand zusätzlich. Abgesehen davon gab es doch schon letztes Jahr die Treffen in Antalya und zwar in mehreren Etappen und die Ukrainer sind hingegangen.Und nein, Putin war vor einem Jahr kein anderer Mensch. Man muss es immer wieder versuchen und dafür werden Politiker doch auch bezahlt, egal in welchem Land.
 
Wer erst 2022 beim Einmarsch in die Ukraine etwas gelernt hat, der braucht mir hier nichts von aus der Gechichte lernen zu erzählen. Das wird jetzt langsam albern. Aber du, wenn du dich besser fühlst mir seltsames Zeug an den Kopf zu knallen, was mit mir außerdem gar nichts zu tun, außer in deiner Einbildung, dann mach ruhig. Ich verbuche das unter der üblichen Diffamierung gegen Menschen, die nicht unnötig jede Option ausschließen. Dann solltest du wenigstens konsequent fordern, dass auch deutsche Soldaten in der Ukraine kämpfen sollen und zwar so schnell wie möglich. Wie stehst du dazu? Du willst doch nicht etwa aus der Geschichte nichts gelernt haben und Hi.. äh ... Putin nicht so früh wie möglich entgegentreten. Warum warten, bis der Putin Vernichtungslager baut? Das wäre dann genau das gleiche Wegschauen wie vorher.

Diese Ironie die du seit Seiten hier durchziehst, du beschwerst dich über Diffamierung, bist aber selbst der Meister drin. Alles was dir nicht passt wird durch irgendwelche fadenscheinige Gründe von dir diffamiert. Wenn man mal argumentieren kann (also ich nicht) wird natürlich von diffamierung gesprochen. Auch so nen grund warum ich gar keine Lust habe dir ausführlich zu antworten, neben der Tatsache natürlich das deine Beiträge länger sind als Twitter Beiträge. (um mal einen weiteren Seitenhieb von dir aufzufassen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Niemand ist grundsätzlich gegen Friedensverhandlungen. Ich bin allerdings für eine harte Linie und eine starke Unterstützung der Ukraine, damit es in einigen Jahren eben nicht zu der Situation kommt, dass meine Kinder in diesen endlosen Konflikt ziehen müssen, weil man meinte, man müsse sich eine Friedenspause mit wirtschaftlichen und territorialen Zugeständnissen erkaufen, während im Hintergrund Putins Mafiastaat Europa unterwandert. Das russische Regime ist in meinen Augen völlig verbrannt. Man kann diesen Leuten überhaupt nicht mehr trauen. Und nochmal: Putin und sein Regime wollen diesen Krieg! Sie selbst haben ihre gesamte politische Existenz damit verknüpft.
 
Irgendjemand warnt immer vor irgendetwas. Wie gesagt, ich bin da nicht erst am 24.2. aufgewacht und daher auch nicht so aufgeregt. Diese "Putin ist böse" Tiraden mit zeitgleichem Wunsch nach Beifall benötige ich nicht für mein Ego. Mir sind jetzt bereits die Schweinereien in China bewusst oder was Erdo so treibt und von den Saudis fange ich gar nicht erst an. All das kratzt aber bei uns keinen und hat auch keinerlei Konsequenz. Es ist einfach schlimm, was auf der Welt so abgeht und das ist leider im diesen Jahrtausend nicht erst seit der Ukraine der Fall.

Ich verstehe deine wiederholten Verweise auf dein Ego nicht. Was möchtest Du uns damit sagen?
 
Es ist auch schwierig, mit jemanden zu verhandeln, dessen Wort nichts wert ist, den man absolut nicht trauen kann.
Ich sehe da momentan gar keine Grundlage für Verhandlungen, man würde nur aneinander vorbeireden.

Glücklicherweise gibt es Satelliten und Aufklärung. Sollte also beispielsweise ein Abzug von der ukrainischen Grenze in einem gewissen Radius ausgemacht sein, dann kann man sehen, ob das wirklich passiert. Eine Wiederformierung zu neuem Angriff kann man auch sehen. Immerhin haben die Amis den Angriff im letzten Februar schon sehen können.

Ich habe jedenfalls soeben den neuen Spiegel in meinem Briefkasten vorgefunden. Mal sehen, in welche Richtung sich die Antwort bewegt.

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Glücklicherweise gibt es Satelliten und Aufklärung. Sollte also beispielsweise ein Abzug von der ukrainischen Grenze in einem gewissen Radius ausgemacht sein, dann kann man sehen, ob das wirklich passiert. Eine Wiederformierung zu neuem Angriff kann man auch sehen. Immerhin haben die Amis den Angriff im letzten Februar schon sehen können.

Das ändert doch absolut nichts an @kingpin68 berechtigtem Einwand. Putin hat in der Vergangenheit so viele Verträge und Zusagen gebrochen, dass man sich fragen muss, was Absprachen mit ihm noch wert sein können. Und es ist da auch unerheblich, was man mittels Satellitenaufklärung bereits im Vorfeld eines neuen Angriffs sehen kann - dir sind halt die Hände gebunden oder soll der Westen präventiv russische Truppenansammlungen angreifen, die Putin als Übungen deklariert bis zum Tag X? Das ist doch gerade die Krux in einem Angriffskrieg: Der Aggressor allein bestimmt den Ort und die Zeit des Angriffs.
 
Ok, dann machen wir also grundsätzlich keinen Frieden und keine Absprachen und das Sterben geht weiter. Der Nachfolger von Putin wird auch nicht verlässlicher sein, wenn er aus der gleichen Clique kommt. Mir fällt da langsam nichts mehr ein und wenn sich Leute hier im hoffnungslosen Elend suhlen möchten, dann bitte schön. Leider sterben da aber im Moment Menschen. Wenn man jede Friedenslösung mit konstruierten Szenarien abblocken möchte, ohne sich über Lösungen dafür Gedanken zu machen, dann wird das nie etwas. Ja, wenn man einen Vertrag hat, dass da soundsoviele Kilometer keine Truppen sein dürfen und der olle Putin das als Übung verkaufen möchte, dann reagiert man trotzdem, weil das die Bedingungen verletzt. Das ist nix mit Hände gebunden und die Chinesen sehen ja auch, was da abgeht. Ansonsten gibt es keinen Relevanten, der bei einer offensichtlichen Putinprovokation hinterher einen auf "aber der hat doch nur Übungen gemacht und nur aus versehen die Sperrzone verletzt" machen könnte.
Vielleicht gehe ich auch einfach davon aus, dass die Unterhändler aus der Ukraine und ein paar westliche Ratgeber nicht absolute Idioten sind, die sich von Lawrow über den Tisch ziehen lassen.
 
Warum so aggro? Warum ziehst du alles ins Superlative? Niemand will sich im hoffnungslosen Elend suhlen.

Aber es sind einfach veritable Fragen, auf die auch du bisher keine echte Antwort geliefert hast. Wie kommt man zu einer Vereinbarung mit jemandem, der nicht vertragsfähig ist? Da sagen einige eben, man müsse Russland die Fähigkeit nehmen, auf lange Zeit überhaupt irgendwen angreifen zu können - natürlich geschieht das auf Kosten von Menschen, die in der Ukraine tagtäglich sterben.

Aber nochmal: Es gibt keine gute Lösung. Mir geht es aber gelinde gesagt langsam auf die Eier, wie du jeden, der es wagt, dir zu widersprechen, unterstellst, er sei an Frieden nicht interessiert, zudem albern und könne längere Beiträge ohnehin nicht verstehen. Du legt hier so ein oberlehrerhaftes Auftreten an den Tag, als seien deine Diskussionspartner kleine Kinder, die du belehren müsstest, statt erwachsene Menschen mit legitimen Meinungen. Und auf viele Posts von Menschen, die sich die Zeit nehmen, dir zu antworten, fällt dir nichts Besseres ein, als ihre Beiträge ins Lächerliche zu ziehen. "Oh, dann werfen wir uns halt alle mit Atombomben tot" und so weiter. Was soll das denn? Wie soll denn so eine fruchtbare Debatte zustandekommen?

Wenn ich du wäre, würde ich mal in mich gehen und deine letzten 10 oder so Beiträge nochmal lesen und Revue passieren lassen. Es hat schon einen Grund, warum viele User hier so konfrontativ auf dich reagieren. Und das liegt nicht an deiner Meinung. Das liegt an deinem Auftreten in diesem Thread!
 
Ich antworte auf Soundwaves Beiträge gar nicht in der Annahme, er würde sich damit ernsthaft auseinandersetzen. Mir geht es dabei um eventuelle Mitlesende, die in ihrer Meinungsbildung vielleicht noch unsicher sind. Der friedensbetonte Ansatz, gepaart mit der Angst vor atomarer Vergeltung, klingt erstmal nachvollziehbar und nach gesundem Menschenverstand. So sind wir in der westlichen Welt aufgewachsen. Wir sind stets um Ausgleich bemüht und wollen Konflikte so befrieden. So funktionieren unsere Gesellschaften, in denen wir darauf bedacht sind einen Konsens auszuhandeln. Das ist das Wesen von Demokratien. Das wird aber mit dem aktuellen Russland nicht funktionieren. Es zieht sich wie ein roter Faden durch Putins Karriere irgendwas zu behaupten und etwas komplett anderes zu machen. Das sind Vorgehensweisen aus dem KGB-Handbuch. Jeder soll sich seine Meinung selbst bilden, daher sollten wir auch nicht müde werden zu betonen, dass Putin genau solche Ängste gezielt befördert und sich aus taktischen Gründen in eine Opferrolle bringt, die ihm nicht zusteht. Seine Politik kennt keinen Respekt und keine Teilhabe, sondern nur hemmungslose Bereicherung von wenigen.
 
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