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Der Politikthread

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Gibt es dafür Beispiele aus der Weltgeschichte?
Es war eigentlich klar, dass du dir mit deinen rhetorischen Fragen nur die Rampe bauen wolltest für das unvermeidliche Draufhauen auf den historischen/realen Kommunismus, den du dir als einzigen Gegenentwurf zum globalisierten, wachstumshungrigen Kapitalismus vorstellen kannst.
Aber diesen Strohmann bekommst du von mir nicht.
Es ist eine vollkommen legitime Kritik, wenn man auf Fehler hinweist. Und es sind nun mal systemische Fehler, die die Klimakatastrophe verursacht haben und die einer effektiven Bekämpfung selbiger im Wege stehen. Dass wir aus bestimmten Logiken ausbrechen müssen und das System transformieren müssen, das ist einfach eine Tatsache, die selbst der IPCC recht unmissverständlich benennt z.B. so: Shifting development pathways towards sustainability implies making transformative changes that disrupt existing developmental trends. Such choices would not be marginal, but include technological, systemic and socio-behavioural changes.
Der Bericht zeigt auch recht eindeutig, dass es de facto kein grünes Wachstum gibt, weil jeglicher Erfolg in Sachen Treibhausgasreduktion aufgefressen wird von einer wachsenden Wirtschaft, deren Energie- und Ressourcenhunger einfach größer ist als das, was man durch Klimaschutzbemühungen einspart.
Solange also Wirtschaftswachstum und Umwelt- und Klimazerstörung gekoppelt sind, bedeutet eine wachsende - ergo: florierende - Wirtschaft immer automatisch auch eine zunehmende Zerstörung des Klimas.
https://report.ipcc.ch/ar6wg3/pdf/IPCC_AR6_WGIII_FinalDraft_FullReport.pdf
Oder bereits aufgearbeitet hier: https://at.scientists4future.org/2022/04/19/mythos-vom-gruenen-wachstum/
 
Sie sollten dann aber auch so ehrlich sein und mitteilen, was das bedeuten wird. Denn dieser andere Weg wird bedeuten, dass Millionen oder gar Milliarden niemals ein Leben haben werden, das besser oder auch nur gleich gut wie das ihrer Eltern ist. Sowohl im Westen als auch ganz besonders in Entwicklungsländern. Das ist eine ziemlich schlechte Ausgangslage für Akzeptanz und dürfte der Grund sein, warum wir es nicht rechtzeitig schaffen werden. Nicht ohne technologische Durchbrüche.
 
Sie sollten dann aber auch so ehrlich sein und mitteilen, was das bedeuten wird. Denn dieser andere Weg wird bedeuten, dass Millionen oder gar Milliarden niemals ein Leben haben werden, das besser oder auch nur gleich gut wie das ihrer Eltern ist. Sowohl im Westen als auch ganz besonders in Entwicklungsländern. Das ist eine ziemlich schlechte Ausgangslage für Akzeptanz und dürfte der Grund sein, warum wir es nicht rechtzeitig schaffen werden. Nicht ohne technologische Durchbrüche.
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Ich weiß nicht, warum dein Beitrag wie ein "Ja, aber..." klingt, weil natürlich ist das ein entmutigendes Dilemma.
Die Situation, wie wir sie jetzt haben, ist das Ergebnis eines Versagens auf ganz vielen Ebenen.
Wir haben (zumindest in der reichen, westlichen Welt) einen breiten Wohlstand geschaffen, der so zur Normalität geworden ist, dass er nun nicht mehr wegzudenken ist. Dass bedeutet aber ja nicht, dass dieser Wohlstand nicht schon immer zu Kosten geschaffen wurde, die verschleiert wurden oder nicht sichtbar waren, also zu Kosten von Mensch und Natur gingen.
Dass dann auf insbesondere die sogenannten Entwicklungsländer gezeigt wird ist gerade in der politischen Debatte ziemlich zynisch bis heuchlerisch: denn dass diese derart abgehängt sind hat ja gerade damit zu tun, dass anderenorts ein derartiger Wohlstand entstehen konnte.

Und der Verweis auf die Ehrlichkeit wirkt ein wenig deplaziert. Wer soll ehrlich sein? Die Wissenschaft verweist seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts unaufhörlich auf die Auswirkungen des globalen Wirtschaftens und seine negative Konsequenzen für das Klima.
Die Politik war es, die unehrlich war und in großen Teilen bis heute ist. Das stimmt.
Aber jetzt so zu tun als seien gerade jene Akteure (aus der Wissenschaft, aber auch aus der Politik und der Gesellschaft), die seit jeher unermüdlich auf Veränderung pochen, die "doofen Spielverderber", ist ein wenig perfide.
 
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Witzlos was mal wieder am AKW abgeht...
 
Aber keine Sorge:

Anhang anzeigen 153429

Scholz "erwartet von den Unternehmen" dass die Entlastung an die Bürger*innen weitergegeben wird. Zwinker, Zwinker.
Follow Up.

Auch Habeck versucht es jetzt nochmal mit gut zureden, dass sich doch bitte hochprofitable Unternehmen nicht zu Lasten der Allgemeinheit die Taschen voll machen: Gasumlage - Robert Habeck nennt Verzicht weiterer Firmen "vernünftig" (rnd.de)

Nach dem erklärten Verzicht des Energiekonzerns RWE auf eine Erstattung aus der Gasumlage hat Wirtschaftsminister Robert Habeck auch anderen Unternehmen zu einem Verzicht geraten. „Es wäre auch vernünftig, wenn Unternehmen, die gute Gewinne machen, das tun“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag in Gelsenkirchen am Rande einer Werksbesichtigung.

Wegen der Rechtsgleichheit sehe das Gesetz vor, dass alle Unternehmen ihren russischen Gasanspruch geltend machen könnten. „Wir sehen aber natürlich auch, wie viel Trittbrettfahrer es jetzt gibt. So war es natürlich nicht unmittelbar mitgemeint.“

Was für ein Witz!
 
Die Trulla bei Lanz meinte das dee Ausschluss von den Unternehmen zu einer Klagewelle führt und die Abgabe dann kippen könnte. Dann wäre Uniper im Oktober in Gefahr.
 
Ganz ehrlich, sollen se lieber Klagen als das sich ein Unternehmen wie RWE, welches seit Monaten Milliarden scheffelt, da auch noch was direkt von abbekommt.

/edit
Ausserdem kann es für die Juristen und ganzen Berater doch nicht so schwer sein, das so zu formulieren das keiner klagt und nur die Kohle bekommen die es auch brauchen.

Bei Corona hat sich komischerweise keiner dran gestört das VW, Lufthansa Milliarden bekommen, VW dann sogar Gewinne an seine Aktionäre ausschüttet, während Teile des Mittelstands und noch kleiner Pleite gingen.
 
Jetzt doch? Nachdem man erst sagte man will nicht, dann doch rein ist, verzichtet man jetzt doch? So richtig oder nur bis nächste Woche?
 
Die Trulla bei Lanz meinte das dee Ausschluss von den Unternehmen zu einer Klagewelle führt und die Abgabe dann kippen könnte. Dann wäre Uniper im Oktober in Gefahr.
Ja eben, was für ein Witz von einem Gesetz!
Ganz ehrlich, sollen se lieber Klagen als das sich ein Unternehmen wie RWE, welches seit Monaten Milliarden scheffelt, da auch noch was direkt von abbekommt.
Gerade RWE scheint ja von sich aus zu verzichten. Deren PR wird sich freuen.
 
RWE hat sich auf die Liste setzen lassen ohne einen relevanten Betrag. Von den 34 Mrd gehen 90 Prozent an Uniper. Der Rest ist natürlich fraglich da 6 Unternehmen zur Zeit ordentlich Gewinn machen. Mit schmeckt das auch nicht aber die Umlage ist ja kein fester Wert und wird angepasst.
 
Mal was anderes, vielleicht kann mir das einer näher bringen.
9€ Ticket, Sprit Rabatt z.B. zahlt jeder von uns, egal ob man es nutzt/braucht oder nicht.

Aber warum lässt man die Leute die jetzt auf Gas zu Hause angewiesen sind das allein ausbaden? Und da vor allem die, die erstmal keine Preisbindung haben.
 
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