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Der Politikthread

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Was sollte das für ein bescheuerter Plan sein? Jeder Tag, den dieser Krieg länger dauert, ist eine Niederlage für Putin.

Und die Meldungen über das Verhalten der russischen Soldaten, die sich häufen, deuten daraufhin, dass sie tatsächlich geglaubt hatten, als gefeierte Befreier weitgehend ohne Gegenwehr einzumarschieren, so ähnlich wie damals die Wehrmacht in Österreich beim Anschluss. Das deckt sich auch mit angeblichen Aussagen von Russen, dass sie dachten, so eine Art verschärftes Manöver zu fahren. Putin hat sich wohl wirklich eher ein Anschluss-Szenario als ein Kriegsszenario vorgestellt, was allein schon Beweis genug ist, wie sehr er und sein innerer Zirkel in einer Alternativwelt leben.

Putin wäre nicht der erste Feldheer, der so überzeugt von seinem Plan war, dass seine Armee überhaupt nicht auf Unvorhergesehenes vorbereitet ist ...

Wenn die Russen nun jedenfalls die Erfahrung machen, dass sich ihnen singende und protestierende Zivilisten in den Weg stellen, dass Ukrainer zu Gewehren und Molotow-Cocktails greifen, um jeden Meter Boden zu verteidigen, werden viele merken, dass Putins Narrativ eine Lüge war.
 
Ja, man munkelt ja, dass das alles nicht geplant war, dass die so langsam voran kommen. Ich glaube, dass daran auch Putins große Taktik kaputt gegangen ist. Sein Plan wird gewesen sein, dass er das in drei Tagen schnell einnimmt und sich dann als Befreier feiern lässt.
Zeigt ja auch die Infos von gestern, dass die Staatsmedien am Samstag aus Versehen die News geleaked haben, dass der Krieg gewonnen sei.
Zudem darf man den moralischen Faktor nicht vergessen - es sterben DEUTLICH mehr Russen, als zu erwarten war. Das wird Putins Armee auch zu denken geben - die sind ihm nämlich egal.
Passend dazu auch, dass Moskau heute das bekannt gegeben hat:

Russland will Soldaten als Veteranen einstufen
7.20 Uhr: Die in der Ukraine kämpfenden russischen Soldaten sollen nach dem Willen des Verteidigungsministeriums in Moskau künftig als Veteranen gelten. Die Staatsagentur Tass zitierte am Dienstag aus einem entsprechenden Gesetzentwurf. Die Militärs können dann etwa mehr Rente und Gutscheine für eine Rehabilitation bekommen. Sie hätten zudem Urlaubsvorteile und könnten beispielsweise einfacher Prothesen bei Kriegswunden erhalten. Das Verteidigungsministerium schätzt dem Bericht zufolge die Kosten für das laufende Jahr auf umgerechnet fast 43 Millionen Euro. Die Führung in Moskau bezeichnet den Krieg gegen die Ukraine als »Sonder-Militäroperation«.

Das ist ein klarer Plan, damit ihm die Soldaten nicht meutern.
 
Letztlich sind sich allerdings alle Experten einig, dass Putin den Krieg gewinnen wird. Und ich frage mich, ob es ein realistisches Szenario gibt, indem dann nicht der alte Spruch "die Geschichte wird von den Siegern geschrieben" greift. Ich meine in 50-100 Jahren wäre das nur noch eine Randnotiz in der bewegten Kriegsgeschichte des Kontinent und wie natürlich wir die Ukraine zu Russland gehören. Über die aktuellen Opfer, auch wirtschaftlich, auf beiden Seiten wird dann nicht mehr berichtet werden. Und ich denke, Putin will sich tatsächlich in die Reihe der großen Staatslenker Russlands einreihen.
 
Letztlich sind sich allerdings alle Experten einig, dass Putin den Krieg gewinnen wird. Und ich frage mich, ob es ein realistisches Szenario gibt, indem dann nicht der alte Spruch "die Geschichte wird von den Siegern geschrieben" greift. Ich meine in 50-100 Jahren wäre das nur noch eine Randnotiz in der bewegten Kriegsgeschichte des Kontinent und wie natürlich wir die Ukraine zu Russland gehören. Über die aktuellen Opfer, auch wirtschaftlich, auf beiden Seiten wird dann nicht mehr berichtet werden. Und ich denke, Putin will sich tatsächlich in die Reihe der großen Staatslenker Russlands einreihen.

Da muss man differenzieren: die Experten sind sich einig, dass die Urkaine den Krieg nicht gewinnen kann. Das ist ein Unterschied.

Aber wie soll Putin das gewinnen? Klar er könnte die großen Städte erobern. Zu mehr reicht sein Kräfteansatz ohnehin nicht aus. Dann aber hat er sein neues Afghanistan mit andauerndem Partisanenkrieg, und er wird auf Jahre und Jahrzehnte Truppen im Land stationieren müssen, um den Deckel drauf zu halten.

Man muss konstatieren, dass Putin im Grunde jetzt schon gescheitert ist.
 
Sieg ist nicht gleich Sieg.
Er wird das Gebiet gewinnen, aber er wird es nicht besitzen.
Zudem die Sanktionen bleiben.
Aktuell merkt man, dass die Angriffe sich sehr auf den Osten und die Mitte konzentrieren.
Evtl. wird es auch zu einer Teilung der Ukraine kommen.
Ich denke, dass Putin Kiev auf alle Fälle holen will, bis er sich auf eine Waffenruhe einlässt - das wird für ihn symbolisch sein.
 
Da muss man differenzieren: die Experten sind sich einig, dass die Urkaine den Krieg nicht gewinnen kann. Das ist ein Unterschied.

Aber wie soll Putin das gewinnen? Klar er könnte die großen Städte erobern. Zu mehr reicht sein Kräfteansatz ohnehin nicht aus. Dann aber hat er sein neues Afghanistan mit andauerndem Partisanenkrieg, und er wird auf Jahre und Jahrzehnte Truppen im Land stationieren müssen, um den Deckel drauf zu halten.

Man muss konstatieren, dass Putin im Grunde jetzt schon gescheitert ist.

Der Partisanenkrieg wird aber nicht Jahrzehnte andauern. Und dass er eben das Volk unterdrücken muss und Armeepräsenz benötigt ändert ja auch nichts an der grundsätzlichen Lage. Ich meine der unterdrückt und belügt das eigene Volk. Da werden ihn und seine geistige Nachfolger ähnliche Methoden in der Ukraine auch nicht stören.
 
Aber nachwievor erstaunt es mich, dass Putin es überhaupt soweit kommen lassen konnte. Ich meine, jeder, den ich kenne, war der Meinung Putin marschiert ein. Der hat doch nicht aus Langeweile die Truppen alle verlegt. Diese ewige Gelaber-Politik des Westens ... man hätte von vornherein klar global kommunizieren müssen, dass der Westen die Ukraine militärisch unterstützen wird. Man hätte einige Dinge auch bereits stationieren können, um Putin zu signalisieren: Bis hier hin und da drüben bleibst du. NATO hin oder her, es geht um die Verteidigung der Freiheit, die wir in anderen Ländern auch militärisch verteidigen - und die liegen nicht einmal an der Europäischen Grenze.
Da haben die alle ihre Berater und Experten und sind dann überrascht, dass der russische Onkel tatsächlich einmarschiert. Ja, Herrgott, was hätte er denn sonst mit seinen Truppen erreichen wollen? Schutzgeld?
 
Die NATO darf sich nicht militärisch einmischen. Die Ukraine gehört weder den Nato Staaten an, noch gehört sie zur europäischen Union. Eine militärische Einmischung mit Nato Truppen würde einen 3. Weltkrieg provozieren. Und das weiß der Westen. Deshalb helfen hier nur harte Sanktionen und Verhandlungen.
 
Die Möglichkeit des Einmarsches gab es auch noch. Aber wenn dann ging man höchstens von Luhansk und Donezk aus.
Ich glaube so wie es jetzt gekommen ist, damit konnte man wirklich nicht rechnen.
 
Zugeständnisse.

Wenn man ein wenig die Berichterstattung der letzten 2-3 Monate verfolgt hat, dann sollte man das wissen.
Ja, hat ja viel genutzt. Ich empfand das alles nur als bla bla, und Herr P. scheinbar genauso.

Die NATO darf sich nicht militärisch einmischen. Die Ukraine gehört weder den Nato Staaten an, noch gehört sie zur europäischen Union. Eine militärische Einmischung mit Nato Truppen würde einen 3. Weltkrieg provozieren. Und das weiß der Westen. Deshalb helfen hier nur harte Sanktionen und Verhandlungen.
Dann machen es eben nicht NATO-Truppen. Ich meine, wir sind doch auch militärisch in Afghanistan und irgendwo in Afrika unterwegs gewesen. Aber in Europa geht nicht? Ich begreife dieses geopolitische Konstrukt nicht. Es müssen ja auch keine Truppen stationiert sein, ich meine: Jetzt schickt man Waffen und Raketen ... jetzt, hätte man auch vorher schon. Hätte abschreckend wirken können und im Kriegsfall vorteilhaft für die Ukraine. Aber wie immer berät (und ggf. entscheidet und handelt tatsächlich auch) man erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Die Möglichkeit des Einmarsches gab es auch noch. Aber wenn dann ging man höchstens von Luhansk und Donezk aus.
Ich glaube so wie es jetzt gekommen ist, damit konnte man wirklich nicht rechnen.
Macht das nen Unterschied? Krieg ist Krieg, ich meine, egal, wo er einfällt. Russland wäre Aggressor (erneut).
 
Ich glaube, dass das Thema Urlaub auch unterschätzt wird bisher. Russische Touristen gehören im Sommer doch im Grunde im gesamten Mittelmeerraum zum Inventar. Wenn die russische Oberschicht nun nicht mehr ihre Urlaubsziele ansteuern können, wird sie das sicherlich nicht erfreuen.
Urlaub werden die doch dennoch machen können.
Müssen halt paar mal im Flieger umsteigen, so dass die Maschine nicht mehr direkt von Russland kommt.
Einmal Zwischenlandung in Afrika oder so.
 
Bin mal gespannt ob Selensky das alles überlebt. Sehr unwahrscheinlich jetzt, wo er auchnoch die Gruppe Wagner am Hals hat:roll:
Das ist auch der Hauptgrund warum eine Ausgangssperre auferlegt wurde und jeder, der danach auf der Strasse gesehen wird, als Spion und Agent angesehen wird.
 
Bin mal gespannt ob Selensky das alles überlebt. Sehr unwahrscheinlich jetzt, wo er auchnoch die Gruppe Wagner am Hals hat:roll:
Das ist auch der Hauptgrund warum eine Ausgangssperre auferlegt wurde und jeder, der danach auf der Strasse gesehen wird, als Spion und Agent angesehen wird.

Ich denke Putin will ihn lebend, anklagen und wegsperren.
Ihn zu töten würde ihn zum absoluten Märtyrer machen - vor allem in Hinblick, dass Putin eine eroberte Ukraine auch halten muss.
 
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