Habeck sendet Signal Richtung Ampel-Koalition
Grünen-Co-Parteichef Robert Habeck deutet im Deutschlandfunk an, eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP zu bevorzugen. Alles hänge bei den anstehenden Sondierungen zur Bildung einer neuen Regierung von den Inhalten ab. Die SPD liege bei der Bundestagswahl aber relativ deutlich vor der Union und habe auch progressivere Ansätze. "Eine Ampel ist nicht Rot-Grün, sondern es ist ein Bündnis, das nach eigenen, völlig anderen Regeln funktioniert." Das würde auch für ein Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP gelten, ergänzt Habeck. Eine eigene Identität sei nötig, die nun ausgelotet werden müsse. "Es macht Sinn, am Anfang nicht das Trennende zu suchen." Klar sei: "Die Menschen wollen Olaf Scholz als Kanzler, nicht Armin Laschet."
Auch Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner wirbt für ein Bündnis mit der SPD. Die Sozialdemokraten seien der Lieblingspartner nach der Wahl, hier gebe es die meisten Überschneidungen. Und: "Ich finde es richtig, dass wir auch mit der FDP reden", sagt Kellner im ARD-Morgenmagazin. Es sei kein Geheimnis, dass die FDP und die Grünen keine besonders innige Beziehung in den vergangenen Jahren hatten, jetzt aber gehe es darum, nach vorne zu blicken und eine stabile Regierung für Deutschland zu bilden. "Da ist es richtig, dass wir auch mit der FDP reden und schauen, wo wir zusammenkommen können".