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Amerika, we have a problem

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Was ich aber nicht verstehe: Man grenzt mit dem Begriff also zusätzlich noch alle anderen Ethnien von den „Weissen“ ab? Find ich sehr dämlich. Ich sage meiner Verlobten immernoch Latina. Meinem Freund aus Vietnam Asiate und nicht „ich bin Weisser und sie sind PoC“. Naja, ich gebs auf. Wichtig ist, die Menschen werden alle gleich respektiert als Mensch und nicht aufgrund ihrer Herkunft.
Es ist ein Sammelbegriff, unter dem Menschen gefasst werden, die aufgrund ihres 'Nicht-Weißseins' ähnliche Erfahrungen machen, also keine 'weißen' Privilegien haben.
D.h. aber nicht, dass alle PoC die selben Lebensrealitäten haben, weshalb es darüber hinaus noch weitere Selbstbezeichnungen gibt.
 
Es ist ein Sammelbegriff, unter dem Menschen gefasst werden, die aufgrund ihres 'Nicht-Weißseins' ähnliche Erfahrungen machen, also keine 'weißen' Privilegien haben.
D.h. aber nicht, dass alle PoC die selben Lebensrealitäten haben, weshalb es darüber hinaus noch weitere Selbstbezeichnungen gibt.

Also versucht man aus selbstverständlicher Toleranz, welche in ihrem Fehlen eigentlich das Grundproblem des Ganzen ist, ganz neue Bezeichnungen und Menschengruppen zu erzeugen, damit man noch mehr Abgrenzungsmöglichkeiten hat?

„Weisse Privilegien“...ist das auch was Neues? Klingt als müsste ich mich schlecht fühlen für etwas was ich weder getan habe noch genau weiss, was es ist. In meinem Umfeld haben die Meisten mit Migrationshintergrund mindestens einen Bachelor, einen guten Job und eine tolle Familie. Zumindest bei uns scheinen die gleichen Chancen zu bestehen. Wohlbemerkt, aus einem Stadtviertel, in dem es eine hohe Arbeitslosen- und Sozialhilfebezügerrate gibt. Dass es den Alltagsrassismus gibt ist schreckliche Realität. Der wird aber nicht verschwinden weil Leute wie wir, die sowieso weltoffen sind, irgendwelche neuen Bezeichnungen verwenden (sofern die alten respektvoll sind).

Wie man merkt, kann ich mit der ganzen trendigen Überkorrektheit wohl nicht viel anfangen, weil in meinen Augen Toleranz und Menschenliebe von innen kommt und nicht durch neue sozialwissenschaftliche Bezeichnungen. Es ist die Art wie man lebt und fühlt.

Kleine Anekdote aus einer anderen Sicht: Vor vielen Jahren hat ein schwarzer Freund von mir mal gesagt, er wünsche sich am allermeisten, dass die inflationäre Benutzung des N-Wortes unter den Schwarzen selber verschwinden würde. Solange das Wort weiterhin in jedem Rap-Text zelebriert wird, bestehe nie die Hoffnung, dass das Wort aus dem Sprachgebrauch verschwinden werde. Zumal die Zielgruppe heranwachsende Menschen oder junge Erwachsene sind. Was er meinte, es gibt auf allen Seiten Handlungsbedarf.
 
Außer auf deiner scheinbar.

Nichts für ungut, aber bei dem Standpunkt wird jede Diskussion müßig.

Was willst du denn? Ist es ein so grosses Problem für dich, dass ich „Schwarzer“ sage und nicht „PoC“? Noch dazu, du als „Weisser“ das grössere Problem damit hast als meine schwarzen Freunde? Ist das dein Ernst?

Ich denke du hast gar nichts verstanden von meinen Posts und wie ich lebe. Handlungsbedarf sehe ich bei mir definitiv nicht. Aber bitte zeig mir auf, was ich in meinem Leben falsch mache. Würde mich interessieren.

Es tut mir leid, aber eure Probleme möchte ich haben...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub den Fehler den einige schnell machen ist diesen sprachlich neuen Ansatz direkt als persönlichen Affront bezüglich ihrem eigenen Umgang mit PoC zu sehen. Das sind ja auch keine Ansätze die sich irgendein Alman in seinem kleinem Hinterzimmer ausgedacht hat, sondern stammt von den Betroffenen und wird auch von selbigen akzeptiert.

Es ist ein bisschen wie die Blacklist Diskussion. Irgendwie geht es immer schnell darum das man sich nichts wegnehmen lassen möchte, geschweigedenn vorschreiben lassen will wie man zu reden hat!! Wobei das hier kein schwanz tut. Keiner marschiert hier durch den thread und sagt: "das heißt PoC! Check your privilige! Ich melde deinen Beitrag!"

In der Regel kommen die spitzen immer nur von:
A) warum soll ich das sagen? Was kommt als nächstes? Wie nennen wir dann Aliens wenn sie kommen?

Oder

B) also ich hab ja Summe x PoC in meinem Freundeskreis....

:D

Edit: und wenn man dann auf die Frage eingeht und erklärt woher der Begriff kommt und warum ihn manche wie nutzen, ist es immer so als würde einem niemand zuhören. Dann kommt nur ein Schwall von Rechtfertigungen warum man das nicht tut.

Und ehrlich? Ja schön, dann nennt die Menschen doch wie ihr wollt, aber dann fragt doch auch nicht und rantert hier rum. Erzählt nichts davon wie tolerant ihr seid und zeigt dann keine Toleranz für den sprachgebrauch anderer. :ugly:
 
Was willst du denn? Ist es ein so grosses Problem für dich, dass ich „Schwarzer“ sage und nicht „PoC“? Noch dazu, du als „Weisser“ das grössere Problem damit hast als meine schwarzen Freunde? Ist das dein Ernst?
Nein.
Und ich komme mir vor wie eine Schallplatte mit Sprung wenn ich jetzt nochmal schreiben muss dass a) PoC =/= Schwarz bedeutet und b) ich selbst von Schwarzen Menschen spreche und schreibe wenn ich Schwarze Menschen meine.
 
Nein.
Und ich komme mir vor wie eine Schallplatte mit Sprung wenn ich jetzt nochmal schreiben muss dass a) PoC =/= Schwarz bedeutet und b) ich selbst von Schwarzen Menschen spreche und schreibe wenn ich Schwarze Menschen meine.

Und? Ich habe dir darauf geantwortet. Soll ich nun alle meine Freunde als PoC bezeichnen? Ich denke, ich habe bereits alles richtig gemacht, sonst wären sie nicht so enge Freunde. Dieser Fakt scheint aber nicht zu interessieren.
 
Ich glaub den Fehler den einige schnell machen ist diesen sprachlich neuen Ansatz direkt als persönlichen Affront bezüglich ihrem eigenen Umgang mit PoC zu sehen. Das sind ja auch keine Ansätze die sich irgendein Alman in seinem kleinem Hinterzimmer ausgedacht hat, sondern stammt von den Betroffenen und wird auch von selbigen akzeptiert.

Es ist ein bisschen wie die Blacklist Diskussion. Irgendwie geht es immer schnell darum das man sich nichts wegnehmen lassen möchte, geschweigedenn vorschreiben lassen will wie man zu reden hat!! Wobei das hier kein schwanz tut. Keiner marschiert hier durch den thread und sagt: "das heißt PoC! Check your privilige! Ich melde deinen Beitrag!"

In der Regel kommen die spitzen immer nur von:
A) warum soll ich das sagen? Was kommt als nächstes? Wie nennen wir dann Aliens wenn sie kommen?

Oder

B) also ich hab ja Summe x PoC in meinem Freundeskreis....

:D

Edit: und wenn man dann auf die Frage eingeht und erklärt woher der Begriff kommt und warum ihn manche wie nutzen, ist es immer so als würde einem niemand zuhören. Dann kommt nur ein Schwall von Rechtfertigungen warum man das nicht tut.

Und ehrlich? Ja schön, dann nennt die Menschen doch wie ihr wollt, aber dann fragt doch auch nicht und rantert hier rum. Erzählt nichts davon wie tolerant ihr seid und zeigt dann keine Toleranz für den sprachgebrauch anderer. :ugly:

Du verdrehst da mächtig was...
 
Und? Ich habe dir darauf geantwortet. Soll ich nun alle meine Freunde als PoC bezeichnen? Ich denke, ich habe bereits alles richtig gemacht, sonst wären sie nicht so enge Freunde. Dieser Fakt scheint aber nicht zu interessieren.
Du kapierst ja nicht Mal was ich überhaupt schreibe.
Nochmal: ich nenne Schwarze Menschen genau so: Schwarz. Das ist eine Selbstbezeichnung und absolut unproblematisch.
PoC ist eine Bezeichnung für Nicht-Weiße Menschen, zu denen logischerweise auch Schwarze zählen.
Schwarze Menschen sind immer inkludiert wenn man von People of Color spricht. Aber nicht alle People of Color sind inkludiert wenn man von Schwarzen spricht.
Verständlich?
 
Du kapierst ja nicht Mal was ich überhaupt schreibe.
Nochmal: ich nenne Schwarze Menschen genau so: Schwarz. Das ist eine Selbstbezeichnung und absolut unproblematisch.
PoC ist eine Bezeichnung für Nicht-Weiße Menschen, zu denen logischerweise auch Schwarze zählen.
Schwarze Menschen sind immer inkludiert wenn man von People of Color spricht. Aber nicht alle People of Color sind inkludiert wenn man von Schwarzen spricht.
Verständlich?

Und genau auf das habe ich geantwortet :kaffee:
 
Nein hast du nicht.

Bzw. das mag sein, dass es deine Intention war. Aber dann hast du es anscheinend immer noch nicht verstanden, was ich dir sagen möchte.

Vielleicht einmal ganz direkt: du kannst deine Schwarzen Freunde weiterhin Schwarz nennen, ich habe damit überhaupt kein Problem. Du kannst auch gänzlich auf den Begriff PoC verzichten, sofern du ihn und seine Verwendung nicht lächerlich machst (und auch das kannst du natürlich tun, das wäre dann allerdings ignorant und problematisch).
 
Letzter Post Seite 82... :kaffee:
Erster Post Seite 83.
PoC ersetzt keinen der Begriffe, die du in deinem Beitrag erwähnt hast und die du so gerne verwendest.
PoC ist eine Ergänzung zu bestehenden Selbstbezeichnungen, die einem einen weiteren sprachlichen Handlungsraum eröffnet.
Weil es ist müßig von Asiat*innen, Schwarzen, Sinti und Roma etc. pp zu sprechen ohne damit jemand auszugrenzen, während diese Personengruppen ganz selbstverständlich und sprachlich elegant in PoC inkludiert sind.
 
Erster Post Seite 83.
PoC ersetzt keinen der Begriffe, die du in deinem Beitrag erwähnt hast und die du so gerne verwendest.
PoC ist eine Ergänzung zu bestehenden Selbstbezeichnungen, die einem einen weiteren sprachlichen Handlungsraum eröffnet.
Weil es ist müßig von Asiat*innen, Schwarzen, Sinti und Roma etc. pp zu sprechen ohne damit jemand auszugrenzen, während diese Personengruppen ganz selbstverständlich und sprachlich elegant in PoC inkludiert sind.

Na also, eine Ergänzung. Ich mache weder den Begriff lächerlich noch ignoriere ich ihn. Ich benutze ihn nur nicht und sehe auch durchaus Kritik in ihm, weil es wieder eine Art Abgrenzung suggeriert. Eine persönliche Meinung, die zu respektieren ist. Würde dies von meinem Freundeskreis gefordert werden, sieht die Sache natürlich anders aus. Dies ist aber nicht der Fall.

Bevor ich gehe, bist du mir noch die Antwort schuldig, wo bei mir Handlungsbedarf im Umgang mit Mitmenschen besteht. Ausser der Verwendung eines ergänzenden Begriffs. Würde mich brennend interessieren.
 
Bevor ich gehe, bist du mir noch die Antwort schuldig, wo bei mir Handlungsbedarf im Umgang mit Mitmenschen besteht.
Ich bin dir mit Sicherheit keine Antwort "schuldig".
Kurz und bündig: dein Happyhippo-Mikrokosmos, von dem du weiter oben berichtet hast, ist möglicherweise kein Gradmesser für das gesamtgesellschaftliche Problem 'Rassismus'.
Und dass du dein Umfeld als einen solchen Happyhippo-Mikrokosmos beschreibst liegt möglicherweise eher an einer selbstgewählten Scheuklappen-Perspektive als daran, dass es tatsächlich ein Happyhippo-Mikrokosmos ist. Könnte doch sein, oder?
 
Ich bin dir mit Sicherheit keine Antwort "schuldig".
Kurz und bündig: dein Happyhippo-Mikrokosmos, von dem du weiter oben berichtet hast, ist möglicherweise kein Gradmesser für das gesamtgesellschaftliche Problem 'Rassismus'.
Und dass du dein Umfeld als einen solchen Happyhippo-Mikrokosmos beschreibst liegt möglicherweise eher an einer selbstgewählten Scheuklappen-Perspektive als daran, dass es tatsächlich ein Happyhippo-Mikrokosmos ist. Könnte doch sein, oder?

Wenn du schon in deinem Post darauf anspielst, dass ich Handlungsbedarf habe, zeugt es von Anstand, mir diesen auch aufzuzeigen. Also doch, in gewisser Weise bist du mir eine Antwort schuldig.

Da kann ich dich auch fragen: Kann es sein, dass du ein fanatischer Gutmensch bist, der bei Leuten (die er nicht kennt) Probleme sieht, die gar nicht existieren oder Rassismus dort sieht wo keiner ist?

Vom Vorhandensein des gesellschaftlichen Rassismus war nie die Rede, der ist leider zweifellos allgegenwärtig. Hat aber überhaupt nichts mit unserer Diskussion zu tun. Mir Scheuklappen zu unterstellen finde ich sehr lustig. Junge, du hast aber absolut gar keine Ahnung von mir oder meinem Werdegang. Aber ok, ich werde beim nächsten Feierabendbier mein Mikrokosmos thematisieren :ugly:

Aber danke für die doch sehr lehrreiche Unterhaltung :dhoch:
 
Nur weil einem selbst etwas nicht rassistisch oder diskriminierend erscheint heisst das halt noch lange nicht, dass es nicht so ist.

Auf jeden Fall.

Aber natürlich wird es auch Fälle geben, in denen es genau andersrum gelagert ist.

Und es wird auch Sachverhalte geben, in denen sowohl einige (Betroffene) A sagen, während die anderen es als B sehen. Es wird da nie die eine allgemeingültige, feststellbare Wahrheit geben.
 
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