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Amerika, we have a problem (2 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich unterrichte Befreiungs- und Haltetechniken und hatte da zu mehrere Monate einen Lehrgang beim SEK. Das erste was wir gelernt haben, quasi noch bevor wir uns hingesetzt haben, ist: "kniet und setzt euch NIEMALS egal unter welchen Umständen auf Brustkorb oder Hals des zu haltenden". Das nennt man lagebedingten erstickungstod und ist absolute basic bei Polizei, schließern in Gefängnis/Forensik oder halt pflegenden. Ganz ehrlich, das kann in keiner Weise ein Zufall, versehen oder sonst was sein. Dafür muss man das Video nicht sehen.
Ok aber was wenn das dort gelehrt wird? Ich will den polizisten nicht in den Schutz nehmen aber anhand sämtlicher Ereignisse stell ich deren ausbildung zum polizisten schon in frage das denen gelehrt wird. Die polizei dort muss ja anders gelehrt werden da sie immer
Damit rechnen müssen dass jemand bewaffnet ist. Dieser move kann durchaus aus dem polizeitraining stammen.
 
Mein Quoten Ami auf Facebook, Trump supporter, Truck Fahrer, Waffen Freak und stolzer Besitzers eines gefühlt 8 Tonnen schweren Dodge RAMS (es wird einfach jedes Klischee so zielgenau erfüllt...) brachte den Kommentar heute:

I will always maintain the opinion that no matter what race you are, if you do not want a negative contact with police, dont break the law. But this crap in Minnesota was bad. I cant find much background on the officers involved. Was it racism? Was it a lack of awareness? Was it poor training? Are these guys former military suffering from ptsd? I'm typically not a person that immediately screams racism whenever something like this happens but these incidents need to stop before we start seeing our cops getting killed on the streets again in retaliation.

Bis zum letzten Satz dachte ich... "joa, geht klar (abgesehen von den Relativierungen". :nein:
 
Mein Quoten Ami auf Facebook, Trump supporter, Truck Fahrer, Waffen Freak und stolzer Besitzers eines gefühlt 8 Tonnen schweren Dodge RAMS (es wird einfach jedes Klischee so zielgenau erfüllt...) brachte den Kommentar heute:



Bis zum letzten Satz dachte ich... "joa, geht klar (abgesehen von den Relativierungen". :nein:
Unglaublich.
Ist wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis die NRA (oder wie der Waffenverband heisst) kommt und anbringt, dass es den Mord nicht gegeben hätte, wenn das Opfer bewaffnet gewesen wär.

‘Murica halt. :vogel:
 
Ok aber was wenn das dort gelehrt wird? Ich will den polizisten nicht in den Schutz nehmen aber anhand sämtlicher Ereignisse stell ich deren ausbildung zum polizisten schon in frage das denen gelehrt wird. Die polizei dort muss ja anders gelehrt werden da sie immer
Damit rechnen müssen dass jemand bewaffnet ist. Dieser move kann durchaus aus dem polizeitraining stammen.
Und warum werden dann weiße nicht so fest gepinnt? Weil die eher weniger bewaffnet sind? Davon ab das es simple Griffe gibt mit denen man jeden gefahrlos am Boden hält. Außerdem kann man auch einfach Abtasten und wenn man merkt er ist nicht bewaffnet lockern.
 
Dann haben wir wohl unterschiedliche Auffassung von konkret. Du sagtest Rassimus kann man nicht gewaltlos bekämpfen. Ich frag nach was du damit meinst (weil ich einfach nicht weiß welche Gewalt in welcher Form du meinst und ich wirklich interessiert daran bin, ohne irgend einen Hintergedanken) und deine Antwort lautet: manche sollten sich mit dem begriff Gewalt ausseinadersetzen. Seems legit ;)
Ja Sorry, soll ich jetzt hier einen Vortrag zum Gewaltbegriff halten? Da kann sich doch jede*r selbst schlau machen, dafür hab ich halt auch einfach nicht die Kapazitäten.
Aber drehen wir doch mal den Spieß um: jede*r, der hier nach Gewaltlosigkeit schreit, kann mir ja mal einen konkreten (!) Vorschlag machen, wie sich Rassismus gewaltlos überwinden lässt.
Und dieser konkrete Vorschlag muss dann meiner Antwort standhalten, die immer lauten wird: das rassistische System wird weiterhin Gewalt anwenden und damit immer mächtiger sein, als der gewaltlose Widerstand.

Ich wills nicht anschauen, gabs einen grund dass die zu viert 10 minuten lang auf irgendwas warten? Checks nicht.
Rassismus ist der Grund.
Aber du weigerst dich ja anzuerkennen, dass das auch nur das Geringste damit zu tun haben könnte.
 
Ja Sorry, soll ich jetzt hier einen Vortrag zum Gewaltbegriff halten? Da kann sich doch jede*r selbst schlau machen, dafür hab ich halt auch einfach nicht die Kapazitäten.
Aber drehen wir doch mal den Spieß um: jede*r, der hier nach Gewaltlosigkeit schreit, kann mir ja mal einen konkreten (!) Vorschlag machen, wie sich Rassismus gewaltlos überwinden lässt.
Und dieser konkrete Vorschlag muss dann meiner Antwort standhalten, die immer lauten wird: das rassistische System wird weiterhin Gewalt anwenden und damit immer mächtiger sein, als der gewaltlose Widerstand.


Rassismus ist der Grund.
Aber du weigerst dich ja anzuerkennen, dass das auch nur das Geringste damit zu tun haben könnte.
Ich verweigere mir so ein video anzuschauen, ebenso schaue ich mir kein video an welches tiere foltert bzw. schlachtet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und warum werden dann weiße nicht so fest gepinnt? Weil die eher weniger bewaffnet sind? Davon ab das es simple Griffe gibt mit denen man jeden gefahrlos am Boden hält. Außerdem kann man auch einfach Abtasten und wenn man merkt er ist nicht bewaffnet lockern.

das wirst du ja jetzt als amerika experte beantworten können, bin gespannt auf die antworten.
 
Okay, dann sag du mir doch konkret was da uberhaupt von mir wissen willst?

Ein gewaltvolles System wie der Rassismus lässt sich nicht gewaltlos stoppen.

Vorweg: ich kann dir keine gewaltlose Art vorschlagen wie man Rassimus ausmerzen kann. Genausowenig kann ich mir eben keine gewaltvolle Form vorstellen. Deshalb meine Frage wie man die Aussage deuten soll. Meinst du damit, dass man den Polizisten mit Gewalt davon abhalten hätte müssen (wäre ich bei dir)? Letztendlich eventuell mit tödlicher Gewalt? Das hätte eventuell das Leben des Opfers gerettet, aber hätte es etwas am Rassimus Problem geändert?

Ich hoffe du glaubst mir, wenn ich mit der Frage nicht auf etwas hinauswollte (a la "Scheiben einschmeissen ist scheisse, Plündern muss echt nicht sein" usw).

Meine Frage war ernstgemeint, da ich mir einfach keinen Weg vorstellen kann wie man das massive Problem lösen kann. Entweder will die Politik nicht wirklich oder es geht anscheinend nicht. Sich darauf zu verlassen, dass es ein langsamer Prozess ist ist auch nicht wirklich das gelbe vom Ei.

Und da du dich viel tiefgreifender mit dem Thema beschäftigst auch meine Frage wie man die Aussage verstehen darf und was letztendlich dein Ansatz dazu wäre. Ob ich da mitgeh oder nicht spielt ja erstmal keine Rolle.
 
Ja Sorry, soll ich jetzt hier einen Vortrag zum Gewaltbegriff halten? Da kann sich doch jede*r selbst schlau machen, dafür hab ich halt auch einfach nicht die Kapazitäten.
Aber drehen wir doch mal den Spieß um: jede*r, der hier nach Gewaltlosigkeit schreit, kann mir ja mal einen konkreten (!) Vorschlag machen, wie sich Rassismus gewaltlos überwinden lässt.
Und dieser konkrete Vorschlag muss dann meiner Antwort standhalten, die immer lauten wird: das rassistische System wird weiterhin Gewalt anwenden und damit immer mächtiger sein, als der gewaltlose Widerstand.

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Wer 'schreit' denn hier nach Gewaltlosigkeit? :?
Ich persönlich habe vollstes Verständnis für die Randale, bin mir aber sicher, dass die überhaupt nichts bringen und alles nur schlimmer machen. Oder haben die Randale von LA irgendwas gebracht, außer einem Haufen Toten? Am Rassismus an sich haben sie offensichtlich nichts geändert.
Gewalt mag lokal begrenzt etwas ändern, aber um ein rassistisches System zu überwinden brauchts mehr als ein paar in Flammen aufgehende Häuser und eingeschlagene Scheiben. Das weißt du genauso gut wie ich.
Das fängt bei der Bildung an, geht über eine Reformation des Wahlsystems (und der Parteienlandschaft) und hört bei der Art der Berichterstattung der Medien noch lange nicht auf. Das Thema ist doch viel zu komplex, um das hier abzuhandeln. Und es ist auch zu komplex, um es mit Gewalt zu lösen.
 
Ich unterrichte Befreiungs- und Haltetechniken und hatte dazu mehrere Monate einen Lehrgang beim SEK. Das erste was wir gelernt haben, quasi noch bevor wir uns hingesetzt haben, ist: "kniet und setzt euch NIEMALS egal unter welchen Umständen auf Brustkorb oder Hals des zu haltenden". Das nennt man lagebedingten erstickungstod und ist absolute basic bei Polizei, schließern in Gefängnis/Forensik oder halt pflegenden. Ganz ehrlich, das kann in keiner Weise ein Zufall, versehen oder sonst was sein. Dafür muss man das Video nicht sehen.


Dein Lehrgang war dann wohl länger, als eine Ausbildung zum Polizeibeamten in den USA. Dürfte neben dem existierenden Rassismus sicher ein weiteres Hauptproblem sein, wird nur selten drüber berichtet.
Keine Ahnung wie man in vier Monaten jemanden ausbilden will, schon gar nicht einen Polizisten.

Und zum Admin fällt mir ehrlich gesagt schon lange nichts mehr ein, muss entweder ein Bot oder ein Troll sein. Wie sagte letztens Luke Mockridge passend, "Ich wünschte mir einfach mal weniger Meinung von Leuten, die keine Ahnug haben".

Ausbildung

Die Ausbildung von Polizisten in den USA ist je nach Behörde unterschiedlich geregelt. Für lokale Polizeien ist sie meist im internationalen Vergleich sehr kurz. Viele Polizeibehörden haben Probleme, überhaupt Interessenten für den Job als Polizist zu finden.

Maki Haberfeld, Professorin für Recht und Polizei in New York kritisierte 2015, dass die Rekruten oft zu jung seien und oft nur einen Schulabschluss besäßen. Haberfeld sagte dem US-Sender NPR, im Durchschnitt dauere die Polizeiausbildung 15 bis 16 Wochen. Polizeischüler lernen dabei vor allem den Gebrauch der Schusswaffe und etwas lokales und Bundesrecht. Zudem kommen ein paar Stunden in verschiedenen Sozialwissenschaften hinzu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Polizei_(Vereinigte_Staaten)#Ausbildung
 
Ich vermute jetzt einfach mal, aber die Leute sind ja nicht frisch aus der Ausbildung oder verfügen über keinerlei Erfahrung. Die Ausbildung mag grundsätzlich minderwertiger oder kürzer oder was weiß ich sein, aber etwas Menschenverstand kann man auch erwarten plus die Erfahrung von Kollegen. Der Kerl war ja nicht allein. Da gab es noch andere Kollegen die hätten intervenieren können. Nein, intervenieren müssen.

Wenn jemand am Boden gefesselt ist, sich nicht wehrt und über Atemprobleme klagt, man außerdem nicht allein vor Ort ist, sondern Kollegen hat, dann gibt es keinen guten Grund sich auf den Hals eines Mensch zu knieen. Ist ja nicht so, als wenn der Polizist um sein Leben hätte bangen müssen oder es Notwehr gewesen wäre.
 
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Diese Fälle passieren ja leider immer wieder in den Staaten. Da will man gar nicht wissen was die Dunkelziffer ist. Nicht umsonst ist die Sterblichkeitsrate bei Afro Amerikanischen Jungen Männern so hoch in Amerika ( hat auch andere Ursachen aber die mal außen vor).
Ich befürchte nur leider das es wie immer laufen wird. Der Aufschrei ist groß und es wird Proteste und viele Kundgebungen geben (trotz corona) aber auch das wird wieder abebben bis zum nächsten Fall von Polizeigewalt. In dem
Land ist der Rassismus immernoch leider zu sehr verwurzelt.
 
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