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Der Boulevardpresse Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Meiner bescheidenen Meinung nach wird ja der rechte Schlepper mit gezogen.

Also Backbord ist die Turbine am durchdrehen. Auf Full Power. Sag ich jetzt mal.
 
Jaein, der Kapitän hat zwar formal noch das letzte Wort, aber de facto hat der Lotse das sagen. Wem rechtlich die Schuld zugewiesen wird, müssen die Seegerichte entscheiden, aber der Kapitän wird nicht gegen den Lotsen entscheiden, sofern es nicht absolut offensichtlich ist.
 
Was für ne Turbine? :ugly:

Edit: dürfte letztendlich wirklich ein Lotsenfehler gewesen sein, wenn die Timeline bei Seanews stimmt.

https://www.seanews.com.tr/containe...ided-with-cranes-in-busan-one-injured/186443/

Sagt man das nicht so, in der modernen Schiffahrt? Oder sagt man Schiffmotor?
Kann es denn
sein, das der die ganze Zeit im Video full Power nach links
läuft und das Schiff an die Bande drückt.

:gerri:
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Zuletzt bearbeitet:
Ja, man sagt Antrieb oder Motor, wenn man die Kraftquelle meint, die ist idR schlicht ein Diesel. Turbinen kommen bei solchen Schiffen nicht zum Einsatz. Du meinst vermutlich das Ruder, das ist aber die ganze Zeit auf Steuerbord/Rechts eingeschlagen (kann man im Video schön erkennen), weshalb das Heck nach Backbord/Links wegdriftetet. Schiffe verhalten sich steuerungstechnisch quasi wie ein Auto bei Rückwärtsfahrt oder wie ein Gabestapler, deswegen ist das manövrieren nicht ohne. Weiß jeder, der sich schon mal in eine enge Marina-Tasche einfädeln wollte :gerri:

Ein Problem könnte ggf gewesen sein, daß das Schiff komplett unbeladen war und deswegen weit aus Wasser ragte. Das mindert die Ruder- und Antriebsleistung erheblich. Wenn der Lotse das nicht beachtet, läuft das schnell aus dem Ruder (höhö).
 
Die Schiffe haben teilweise auch nen Anhalteweg vom 15-fachen ihrer eigentlichen Länge und oftmals sogar mehr. Das wären bei dem hier über 5 Kilometer. Das Schiff war natürlich schon nicht mehr mit normaler Geschwindigkeit unterwegs und hatte zusätzlich noch Schlepper, daher wären es hier viel weniger, aber man kann sich vorstellen, was für eine Trägheit die haben, wenn es um Korrekturen geht.
 
Die Masseträgheit bei so einem Monster darf man echt nicht unterschätzen, da ist Vorausplanen das ein und Alles. Für Rudermanöver und die Maschine gilt das Gleiche. Dazu kommt ja noch, daß mit geringer Geschwindigkeit die Manövrierfähigkeit massiv abnimmt. Schnelles Reagieren nützt da gar nichts, da der Kahn nicht oder kaum darauf anspricht..
 
Habe solch grosse Schiffe nicht auch Seitenantriebe (Querstrahlsteueranlage -> musste dies googlen ;))? Nur mit dem Ruder steuert man heute solche Kähne doch nicht mehr?! Oder was meinen die Experten?
 
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