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„Klasse ergänzter und nach wie vor ungemein faszinierender Mix aus Highschool-Alltag und bizarrem Mystery-Thriller.”
Yo was geht denn nach dem ersten Castle ab, ob man auch nochmal selbst spielen darf?
Yo was geht denn nach dem ersten Castle ab, ob man auch nochmal selbst spielen darf?

Was halt lustig ist, weil bei mir genau andersrum die letzte Hälfte wesentlich weniger Spaß gemacht hatte (außer dem sechsten Palace).Man muss halt auf diese Alltagssims stehen. Ich habe jetzt nach über 20h auch schon Ermüdungserscheinungen. Die meiste Zeit hangelt man sich von relativ uninteressanten Confidant-Events zu völlig uninteressanten Daily Life-Events, und ich vermisse oft für Stunden einen Hauch von Story oder Gameplay. Besonders deprimierend wird es, wenn man nach Stunden der Leere endlich wieder in den Dungeon darf und dann nach zwei Kämpfen rausgeschickt wird und dann wieder zehn Tage warten muss bis die Handlung weitergeht.
Klingt jetzt aber härter als es ist. Mir macht es schon Spaß und die interessanten Abschnitte entlohnen dann die Geduld. Und später hat das Spiel auch ein besseres Pacing, wenn ich mich richtig erinnere. Aber ich merke direkt wieder, dass mir andere JRPGs doch mehr liegen.![]()
Trails hatte auch einfach mal Abschnitte über 30 Minuten bis einer Stunde, in denen (bis auf Dialoge und Sequenzen) nichts passiert ist. Aber wie schon gesagt, gerade wenn dieses ganze Daily Life Sim noch dazu kommt, hat man halt echt viel Downtime zwischen dem Gameplay. Immer halte ich das auch nicht aus, aber gerade passt es echt gut für mich. Davor die Wochen und Monate größtenteils nur Battlefield 5, Open-World-Kram wie Division 2 oder Sachen wie Zombie Army 4 gespielt. Da brauch ich irgendwann auch mal wieder was mit Handlung und Charakteren.
Auch wenn ich jetzt in Persona 5 Royal wirklich versuche jedem Anime-Klischee zumindest in den auswählbaren Dialogen zu umgehen. Diese ewigen Wiederholungen von Aussagen...![]()
Was halt lustig ist, weil bei mir genau andersrum die letzte Hälfte wesentlich weniger Spaß gemacht hatte (außer dem sechsten Palace).
Ich bin aber auch jemand, der in den Animes, die ich noch aktiv verfolge, insbesondere Conan, absolut kein Problem mit Fillern habe und große Folgen, die den Main Plot vorantreiben, hasse, meist weil das dann mit Veränderungen, entweder in der Zusammensetzung des Casts oder den Charakteren selber, verbunden ist und ich das überhaupt nicht brauche.
Wenn ein Medium es geschafft hat, Charaktere zu kreiieren, die likeable, unterhaltsam und liebenswert sind, dann brauch ich nix anderes mehr, man kann diese Charaktere in jede noch so x-beliebige Situation dumpen und ich werd das irgendwie unterhaltsam und cool finden.
Ändere aber fundamental etwas an diesen Charakteren, grade im Verlauf eines wichtigen Storyevents, was mir möglicherweise nicht gefällt, und man riskiert, dass ich mittendrin einfach aufhöre, weil z.B. mein fav. Charakter danach einfach scheiße ist, egal wie krass und unerwartet diese Wendung vielleicht sein mag und sich die Writer dafür dann feiern.
Auch wenn ich den "Twist" ziemlich gut umgesetzt fand in P5, wenn es technisch möglich wäre, würde mir ein Spiel bei dem ich einfach immer neue Paläste im "Monster of the Week"-style erledige, mit den Charakteren, die ich cool und sympathisch finde, und dann immer neue unterhaltsame Situationen im Social Part erleben könnte, wesentlich lieber, aber ist natürlich klar, dass das vom Format her unmöglich wäre...![]()
Also gegen eine Stunde Dialoge und Sequenzen habe ich nichts. Bei Trails wird ja ständig damit die Story weitergeführt. Zwar oft auch eher die Hintergrundstory, aber nur selten hat man Ereignisse, die nichts mit dem übergeordneten Plot zu tun haben. Bei Persona 5 kommt es halt regelmäßig vor, dass man mehrere Stunden weder die Story weiterführt noch (Kampf-)Gameplay hat, sondern nur ein "honest school life" führt.Paar Confidants gehen auch noch, aber einige sind nur langweilig. Leider gerade auch die Party-Confidants. Bei Trails of Cold Steel 3 zuletzt hatte ich Tränen in den Augen bei den Free Time Events. Hier sind die Social-Sachen schon extrem banal. Und es hilft auch wirklich nicht, dass jede Aussage, in Story oder den Sideevents, teilweise zig Mal wiederholt wird. Oft ergibt es auch keinen Sinn. Da werden Mysterien schon längst aufgelöst und trotzdem wird dann noch ewig so getan als wäre man hier etwas Großem auf er Spur.
Fair enough, ist natürlich auch reine Geschmackssache, wen man wie sympathisch findet. Mit Ann kann ich zum Beispiel nachvollziehen auch wenn ich sie geromanced hatte.Kann ich auch nachvollziehen, aber so viel Partychemie gibt es dafür nicht imo. Ryuji und Mona sind immer ganz lustig zusammen, aber sonst interagiert die Party sehr wenig miteinander. Sehr viel weniger als in Persona 4 z.B. Und die Szenen in den Dungeons mag ich auch alle. Das macht mir dann auch viel Spaß. Aber abseits der Story/der Dungeons, also im Sim-Teil finde ich die Events nicht sonderlich interessant. Anns Events sind z.B. unglaublich langweilig und banal. Ryuji geht noch halbwegs, aber kann mich jetzt auch nicht mitfühlen lassen. Sojiro ist zumindest in der ersten Hälfte völlig inhaltslos. Maruki - neu in Royal - ist bisher aber super geschrieben. Das hat Potenzial. Tae gefällt mir bisher am besten, und das ist auch der einzige Confidant, an den ich mich überhaupt noch erinnern konnte nach den vier Jahren. Und alle anderen Aktivitäten bieten halt echt absolut gar nichts. Also Bücher lesen, arbeiten, lernen, etc. erhöht halt wirklich nur die Stats und bietet inhaltlich nichts. Bei einem Trails hingegen fühlen sich auch Nebencharaktere deutlich bedeutender an und werden besser in den großen Plot integriert. Da erinnere ich mich besser an random Shopkeeper, obwohl sie im Verhältnis sehr viel weniger Screentime haben als in Persona.
Mir gefällt halt die Story und das Dungeon-Gameplay sehr und das kommt bisher ziemlich kurz. Der Rest fühlt sich an als würde man ein Mobile Game für Stats grinden.
Das stimmt natürlich, die Nebenhandlungen sind in Persona 5 recht banal oder klischeehaft. Bei Trails (hab bis jetzt nur Teil 1 gespielt) ist selbst jeder noch so in der hintersten Ecke stehender NPC mit einer fortlaufenden Handlung ausgebarbeitet. Was allerdings für jemanden wie mich, der wirklich alles mitbekommen will, die Spielzeit krass streckt, weil vor jeder Progression noch mal jeder NPC abgeklappert wird. Selbst wenn das heißt, dass ich noch mal kreuz und quer über die gesamte Map reiten muß, weil der eine Soldat am Außenposten X neuen Dialog hat.
Wobei die Handlung in Trails auch voller Klischees ist, aber über allem liegt noch diese krass ausgearbeitete Welt mit dem politischen Geflecht und den Machtspielen der einzelnen Fraktionen, was den eigentlichen Konflikt im Spiel um so spannender macht.
Ich hoffe nur ich finde heute Abend mal wieder Zeit zum Zocken.![]()
Tipp für Trails: Spiel mit Guide für die missable Szenen. Das spart sehr viel Zeit und so viele sind es auch nicht, also man muss nicht die einzige Zeit am Guide hocken.Sonst geht es mir nämlich so wie dir und das hat es sehr viel besser gemacht.
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