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MULTI RDR2: The Good, the Bad and the Metacritic (Reviews, Ersteindrücke & Co)

Eure RDR2 Wertung


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    67

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Seit heute Vormittag schon verliere ich mich in RDR2, und nach der anfänglichen Skepsis hat mich der Hype-Train mittlerweile auch voll erwischt. Die Spielwelt mit ihrer Flora und Fauna sucht gepaart mit der brillanten Optik wirklich ihresgleichen. Wenn sich die Welt erst einmal öffnet und man auf sich allein gestellt durch die grünen Wiesen reitet, während vor einem schier unzählige Wildtiere umherlaufen und man die nächste Farm am Horizont sieht, geht einem das Herz auf.

Gepaart mit den dynamischen Interaktionen, Quests und Aktivitäten fühlt sich die Welt unheimlich lebendig an. Die unintuitive Steuerung bleibt mir zwar ein Dorn im Auge, aber der generell eher langsame Spielstil funktioniert ansonsten hervorragend.
 
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nailed it
 
Gerade wieder so eine Mission mit grenzgenialer Dramaturgie und Inszenierung erlebt. Das ist ein verdammtes OW Spiel und es zeigt allen linearen Titeln wo in dieser Disziplin der Hammer hängt. Unfassbar.

Als wäre das nicht genug, bindet das Spiel auch unscheinbare, eigene Entscheidungen mit in die Inszenierung ein und erschafft so eine mMn noch nie da gewesene Dynamik. Beispiel vorhin: Werden in einer toll inszenierten Mission zur Flucht gezwungen, doch statt sofort zu flüchten, entscheide ich mich vorher noch den Hut vom Boden aufzuheben. Die Gang schnauzt Arthur augenblicklich an ob er verrückt ist und er endlich seinem Arsch in Bewegung setzen soll, dieser schnauzt sofort etwas von Asshole und “can't leave that nice hat behind“ zurück. Das ist Next Level Inszenierung :huldig:
 
Wirkt schon fast lächerlich, wie die Naughty Dog Details gehypet werden (und das zurecht, weil sie viel mehr machen als die Konkurrenz) und dann kommt Rockstar und haut für jede wirklich zufällige Szene gefühlt unendlich dynamische Reaktionen, Animationen, Dialoge und Simulationen raus. Verrücktes Spiel.
Und dazu dann eine Regie und ein Drehbuch, die nicht mit Videospielen konkurrieren, sondern Tarantino und Co. :waah:
 
Zweiter Ersteindruck: In der Open-World blüht das Spiel definitiv auf.

Den Einstieg fand ich elendig langweilig. Während der Jagd hatte ich ernsthaft keinen Bock mehr. Ist der lineare, dir bestimmte Spielmechaniken aufzwingende Tutorial Part aber vorbei, entfaltet sich eine unbeschreiblich lebendige Welt.

Selten (noch nie?) etwas gespielt, das so organisch wirkt. Abgesehen von den Mainquestgebern, deren Missionen noch klassisch angezeigt, ausgewählt und erledigt werden, ist es ein dynamisches und grenzenloses Abenteuer, dessen Versatzstücke so fließend ineinander greifen als würde ich einen minutiös durchgetakteten Schlauch spielen. Aber trotzdem bin ich es selber, der hier das Tempo und die Richtung bestimmen kann. It's magic. Es ist schlichtweg bemerkenswert, wie erzählerisch homogen und absurd verspielt inszeniert und animiert hier alles zusammenfließt. In dieser riesigen Open-World. Das hat man so tatsächlich noch nicht gesehen.

Steuerung bleibt hingegen bescheiden. Dürfte das erste Spiel überhaupt sein, bei dem ich auch nach vier Stunden noch die kontextsensitiven Butteneinblendungen lesen muss, um die richtige Aktion auszuführen. Irgendwie alles total edgy belegt. Genre-Standards werden hier getrost ignoriert und durcheinander geworfen, Buttons, je nach Situation, doppelt und dreifach belegt oder vertauscht. Dazu ein Radial- und Pferdeinventar mit zig Ebenen. Wahrscheinlich ging es bei der Fülle an Möglichkeiten nicht anders, aber intuitiv ist das so ganz sicher nicht. Wieso man zum Sprinten wiederholt A drücken muss, erschließt sich mir auch nicht. Hat mich schon immer genervt. Vor allem, weil mir R* Charaktere meist zu lahmarschig unterwegs sind und ich deswegen durchgehend A hämmern darf. Sehe schon wie sich demnächst der A Button verabschiedet.

Die Simulationsaspekte sind mir momentan auch noch etwas too much. Mal sehen, ob ich mich noch daran gewöhne. Ist alles sehr natürlich und authentisch, dadurch aber auch verhältnismäßig gemächlich.


Die Spielwelt ist grandios. Nicht nur ihre audiovisuelle Umsetzung, sondern vielmehr noch das, was dahinter steckt: eine so noch nie dagewesene Simulation, deren Dynamik und Detailreichtum selbst die linearsten Spiele aussticht. In diesem Punkt bereits jetzt ein Meilenstein der Videospielgeschichte. Gameplay muss mich hingegen noch überzeugen. Ist im Aufbau und seiner Umsetzung halt typisch R* (beispielsweise die langen Lauf/Reitwege inkl. endlosem Gelaber) und da bin ich einfach nicht der größte Fan von. Weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich das 60+ Stunden durchstehe. Wäre nicht das erste R* Spiel, das ich, trotz all seiner Qualitäten, abbreche.


(meh, meine meisten Screenshots sind nicht brauchbar, weil das HDR da irgendwie reinfuscht)
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Zuletzt bearbeitet:
Nein, die Steuerung ist gut und flutscht.

(Achtung Ironie)
Ne, keine Ironie. Ist so, wenn man sich ein wenig damit beschäftigt hat.

Mit verantwortlich für dieses Trägheitsempfinden dürfte vor allem sein, dass hier Bewegungsabläufe zu Ende animiert wurden und nicht so abgehackt sind wie in 95% anderer Videogames.

Man hebt Dinge wirklich auf und verstaut diese realistisch.
Man übergibt Dinge wirklich an sein Gegenüber. Im Vergleich dazu verschwinden in anderen Games Gegenstände meisten irgendwo im Off. Das nur als Beispiel...
Man interagiert hier halt wirklich zu 100% mit seiner Umwelt und es wird einem nicht nur vorgegaukelt.
 

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