Das mach ich ja auch nicht. Ich resümiere nur, dass ich im Laufe meines Lebens hauptsächlich Ärger mit Türken, Albanern, Libanesen und co hatte. Das ging schon früh in der Schule los. Und ich bin immer als freundlicher und offener Mensch aufgetreten.
Nichtsdestotrotz hüte ich mich davor diese Menschen pauschal in eine Schublade zu stecken. Es gibt defintitv auch sehr nette Menschen aus diesen Ländern. Aber der Anteil an Leuten die Ärger suchen oder eine sehr komische Einstellung vertreten, ist meiner Erfahrung nach einfach höher in diesen Bevölkerungsgruppen. Die Türpolitik vieler Clubs und Diskotheken kommt ja nicht von ungefähr.
Wo der Ursprung in diesem Verhalten liegt, steht aber auf nem anderen Papier und lässt sich sicher nicht einfach mit der Herkunft erklären.
aber diese gründe sind halt wichtig. denn wenn man sie außer acht lässt und immer nur vermittelt, dass man selber ja hauptsächlich ärger mit z.b. türken hatte, dann entsteht dieses grundrauschen, was einer partei wie der afd hilft. selbst, wenn man das selber gar nicht will oder unterstützt.
Gefährlich. Wenn Frequenzberaters persönliche Erfahrungen eben so sind wie sie sind, dann sollte er nicht so darüber reden um nicht ein Bild in der Gesellschaft zu erzeugen, dass so nicht in deiner Vorstellung der Realität entspricht? Ist ja nicht so, dass er nachbrüllt sondern es geht um selbst erlebte Tatsachenberichte. Filtern sollte man da nicht meiner Meinung nach und Grundrauschen ist in allen Belangen das natürlichste was es gibt.
Auch ist es glaube ich in der gesellschaftlichen Debatte nicht zielführend pauschal alle Argumente als Blödsinn abzutun weil man lieber auf der Definitionsfrage herumreitet, die aber mindestens ebenso am Problem vorbeischießt und dabei aber auch noch das Gros an den Leuten links liegen lässt. Ob es jetzt andere Gründe als die Herkunft sind, ist Max Müller doch vollkommen egal, wenn seine Konfrontationen mit Personen mit gebrochenem Deutsch und oder z. B. dunklerer Hautfarbe sind. Das wird dann eben alles unter einen Begriff gesammelt oder mit der Herkunft klassifiziert. Ja, bzgl. Definition eine glatte 6 und es wurde ja auch schon zehntausendfach diskutiert, aber das eigentliche Problem, dass er seine Konfrontationen mit einem differenzierbaren Personenkreis hat, wird damit genau 0 adressiert und er hat es weiterhin. Meist als Einzelschicksal und/oder Einbildung abgetan, redet er dann eben mit den anderen zig Tausenden mit ähnlichem Einzelschicksal. Filterblase olé. Es hilft übrigens dann glaube ich auch nicht, denjenigen dann noch selbst die Schuld zuzuschieben, weil sie ja offener integrieren hätten sollen und wenn schon nicht persönlich, dann haben sie als Volk die Schud, weil die Politik versagt hat. Auf jeden Fall selbst schuld. Allein schon immer die Integrationsfrage... wenn es darum doch gar nicht geht und damit nichts zu tun hat, warum dann aber das Argument in die Gegenrichtung feuern?
Das Leben ist halt einfach nicht so eindeutig optimierbar wie eine mathematische Gleichung, da kann man viel erzählen dass es so viel besser sein könnte, wenn man nur... und so weiter. Wenn das alles so einfach wäre, lebten wir in Utopia. Es ist ja auch kein Gedankenspiel für die betroffenen Leute sondern es hat direkten, dauerhaften Einfluss auf ihr Leben. Also alles was sie haben. Da will man halt nicht immer Kompromisse eingehen. Die Menschen sind so einfach nicht und über Nacht komplett umbiegen kann man sie sowieso nicht. Damit muss man auch umgehen können und das ist die Aufgabe der Politik.
Den meisten Betroffenen dürfte es vollkommen egal sein, ob es nun letztendlich an der Herkunft liegt oder nicht, sondern sie dürften diesbezüglich dann zufrieden sein, wenn sie - plump gesagt - nicht mehr so oft dumm angemacht werden weil sie z. B. gerade in die falsche Richtung geguckt haben.
edit: Falls das noch nicht jedem klar ist nach meiner ersten Wall of Text, ich verabscheue die ganze rechte Scheiße die sich gerade in unserem Land abspielt. Ich bin progressiv ausgerichtet. Ich habe in meinem täglichen Leben und Arbeitsumfeld mit schätzungsweise 40% Ausländern zu tun und ich liebe diese kulturelle Vielfalt. Es gibt Tage, da rede ich kaum ein deutsches Wort. Es ist ein Miteinander und kein Gegeneinander.
Ich denke lediglich, dass die ganze Sache komplett falsch angegangen wird und immer wieder der selbe Lösungsansatz gepredigt wird, der jedoch nicht funktioniert, anstatt sich lieber mal einen Meter von seinem Standpunkt wegzubewegen und die ganze Sache etwas anders beleuchtet oder anzugehen. Wie war das? - Ein Idiot ist jemand, der mit immerzu gleichen Handlungen unterschiedliche Resultate erwartet?