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wir sollten hier aber mal 2 dinge unterscheiden. dass es probleme mit der integration gibt hat hier niemand bestritten. dass das auch an deutschland liegt ebensowenig (denke ich zumindest). dass aus diesem grund viele ausländer (nicht nur türken) weiter einen großen bezug zu ihrer herkunft haben ist auch nicht das problem (haben deutsche ja auch). aber dass das der grund (oder sogar die lösung) dafür ist erdogan zu wählen, DAS macht es in meinen augen halt kritikfähig. dass das auch anders geht zeigen die 30++%, die ihn eben nicht gewählt haben.

für mich: heimatbezug von türken != erdogan wählen (müssen).
 
@Seo
Das ist eine ähnlich arrogante Art, wenn man Argumente (und wissenschaftliche, neutrale Studien) degradiert, weil sie von einem "intellektuellen Elfenbeinthron" kommen.

Ist doch Standard, wenn jemand mit einer wissenschaftlichen Studie konfrontiert wird die derjenige nicht im vollen Umfang kennt oder versteht und diese dann auch noch über sein eigenes Sichtfeld hinaus ragt und dem entgegen steht. Dann kommt es halt dazu, dass diese Dinge, die man nicht versteht oder nicht verstehen will, mit Labels wie etwa dem Elfenbeinturm versehen werden. Ansonsten müsste man evtl. ja seine eigene Meinung mit dem Wissen eines spezifischen Faches updaten. Wo kämen wir denn da nur hin.
 
Ich hab mich wohl dran gestossen, lesen zu müssen, es sei "Fakt", dass "die Deutschen" hauptschuldig an fehlender Integration sind.
Sonst haut einem die Forenpolizei gleich auf die Finger, wenn man pauschalisiert, aber in diesem Zusammenhang isses dann wieder ok?

so herum ist das dann für manche vielleicht ok

kommt mir vor wie, wenn etwas am Islam kritisiert wird, erwidert wird "Es gibt nicht DEN Islam" und bei Greueltaten in dessen Namen von gleicher Seite kommt "Sowas entspricht gar nicht DEM Islam". Geht doch wohl beides am Problem vorbei.


aber egal, was mich wirklich mal interessieren würde, gerade von @eape und @CandleWaltz mit den direkten Kontakten/Freunden/Studien:
Was sagen eure Quellen, sollte in D anders laufen?
Also was genau wird von staatlicher Seite aus diskriminierend betrieben, was eure Freunde sagen/Studien ergeben, was dann die Integration hemmt?
Oder welche Mittel dagegen wenden alle Staaten an, was gute Früchte trägt und in D einfach unterlassen wird?

Was sind die Punkte, wenn man sagt, dass viel an der gescheiterten Integration auch an Deutschland liegt?

Und sind so manche negativen Folgen weniger erfolgreicher Integration nicht klar unterschiedlich verteilt bei den verschiedenen Einwanderungsgruppen? Dann kann es ja nicht allein am "Nährboden" liegen. Es werden unzähle Faktoren sein, sowohl für als auch gegen das Gelingen, aber vielleicht erhellt ihr mich mit ein paar Antworten.

Falls es darauf hinausläuft, dass zu viele Deutsche zu unempfänglich sind, ok, aber ich meine jetzt echt auf "Deutschland" bezogen, staatliche Sachen.
 
Ich glaube, der Elfenbeinthron ist eine sehr bildliche Darstellung von Arroganz und natürlich degradiert es seine Meinung, wenn du fragst, wie viel Kontakt er denn mit Türken hat. Aber gut, will das jetzt nicht ausweiten. Es wird hier nur so wenig mit Zahlen und Fakten diskutiert (auch von meiner Seite), dass es schade ist, wenn die Belege von jemandem, der sich mit dem Thema auf hohem intellektuellen Niveau auseinandersetzt, so abgeschmettert werden.
Ich bin es ja gewohnt, dass meine Disziplin von anderen nicht ernst genommen wird. Aber dafür auch noch angefeindet werden, dass ist auch eine neuere Entwicklung. Für mich zumindest.

Was ich auch einfach schade und traurig finde. Dass man sich die Arbeit macht (ich ja auch, nur nicht auf diesem Feld), sich intellektuell und professionell mit Themen beschäftigt und die dann von der eigenen Meinung anderer mir nichts dir nichts ausgehebelt werden, lässt auch mich zweifeln, wofür man das eigentlich alles macht.

Wird Trump dafür belächelt und attackiert, da er nicht an den Klimawandel und die Erderwärmung glaubt, weil es letztens ja so lange so kalt war und er wissenschaftliche Studien nicht anerkennt, dreht sich bei diesen Themen der Spieß.
Es erschüttert mich schon etwas: Wenn wir gegen Rechts argumentieren, gegen Straffälligkeit von Ausländern etc. und wir Statistiken heranziehen, Artikel und Studien, die das nicht untermauern, dass Ausländer böser sind und man sich gleichzeitig über die setzt, die auf ihre Meinungen und Erfahrungen pochen und Studien und Statistiken nicht ernst nehmen.
Dreht man es um, kommt man genau zu dem gleichen Bild, gut zu sehen hier.
Eigene Meinung = insgesamte Realität.
 
Was würde das an den persönlichen Erfahrungen, die komplett andere sind, als eine Studie einem aufzeigen will, ändern?

Nur, dass diese Erfahrungen deine persönlichen Erfahrungen darstellen (als solche eben per se recht eingeschränkt daher kommen) und nicht zu verallgemeinern sind, da das “Big Picture“ evtl. ein ganz anderes ist, als es dir deine Erfahrungen proklamieren.
 
Was würde das an den persönlichen Erfahrungen, die komplett andere sind, als eine Studie einem aufzeigen will, ändern?
Um mal ein Problem mit persönlichen Erfahrungen bzw. solchen anekdotischen Beweisen allgemein aufzuzeigen:

"Ich persönlich habe noch nie erlebt, dass jemand rassistisch beschimpft/angegriffen wurde, deswegen glaube ich nicht, dass es ein Problem mit Rassismus gibt."
 
@dweezzu
Ich habe keine einzige Studie gepostet und erzähle lediglich von persönlichen Erfahrungen, also bin ich vielleicht nicht der richtige Ansprechpartner dafür.

Für mich ist das ein gesellschaftliches Problem. Es gibt Bevölkerungsgruppen, die per se ein negatives Bild auf die deutsche Gesellschaft ausstrahlen. Ein Franzose oder Schwede kann sich problemlos in die deutsche Gesellschaft integrieren, ein Türke, Russe oder Pole (wo ich dazugezählt werde), kann das nicht. Das ist kein isoliertes deutsches Problem, es ist ein globales Problem, aber in Deutschland ist es stärker ausgeprägt als in den meisten anderen Ländern. Statistisch macht sich das z.B. bei den Gehältern für Menschen mit ausländischen Namen bemerkbar.

Meiner Erfahrung nach ist es in anderen Ländern wie Schweden oder den Niederlanden, speziell Amsterdam, besser. Menschen, die ich kenne, die sich selbst im recht internationalen Berlin unwohl gefühlt haben, fühlten sich dort direkt heimisch. Liegt zum großen Teil auch daran, dass dort Englisch weiter verbreitet und eher angenommen wird. Hier führt die Sprachbarriere schon oft zur Ausgrenzung. Selbst wenn man gutes Deutsch spricht, wird man oft wegen eines Akzents diskriminiert. Das Nachäffen der türkischen Mundart ist schon essentieller Bestandteil der kulturellen Identität Deutschlands, scheint es.

Wie man diese gesellschaftliche Ausgrenzung politisch bekämpfen kann? Schwer zu sagen. Das ist ein langwieriger Prozess und zumindest in Berlin gehen wir gefühlt in die richtige Richtung. In der Schule sollte den Kindern z.B. türkische Kultur näher gebracht werden. Wir haben in der Schule im Religionsunterricht auch viel über den Islam gelernt. Ich denke, das schafft Grenzen ab. Ich würde da ansetzen und trotz des großen Protestes vom Volk solche Dinge durchsetzen. So reflektieren deutsche und türkische Schüler mehr über ihre eigene und fremde Kulturen und lernen ehrliche Toleranz.
 
Ich persönlich habe keine Freunde, die Blasmusik nicht mögen. Ich bin mir deshalb sicher, dass jeder diese Art der Musik mag :D
hhn.gif
 
Ist doch Standard, wenn jemand mit einer wissenschaftlichen Studie konfrontiert wird die derjenige nicht im vollen Umfang kennt oder versteht und diese dann auch noch über sein eigenes Sichtfeld hinaus ragt und dem entgegen steht. Dann kommt es halt dazu, dass diese Dinge, die man nicht versteht oder nicht verstehen will, mit Labels wie etwa dem Elfenbeinturm versehen werden. Ansonsten müsste man evtl. ja seine eigene Meinung mit dem Wissen eines spezifischen Faches updaten. Wo kämen wir denn da nur hin.
Alter, DAS ist arrogant.
Alles was ich sagen wollte ist, dass es niemandem nutzt, wenn man sagt, in x-Studien steht, es sei Fakt, "der Deutsche" sei schuld.

Mehr will ich jetzt auch gar nicht dazu sagen, sonst heißt es wieder, ich würde jemanden "anfeinden"...:ugly:
 
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Ich persönlcih finde es interessant, das sich hier auch keiner über die Chinesen beschwert.
Die leben auch sehr isoliert, hatte letzte Woche eine Frau vorm Haus die ihre Tochter zum Kindergeburtstag gebracht hat, da habe ich auch kein Wort verstanden.
Stört mich auch nicht, auch nicht bei Türken by the way ;)
 
´
Die leben auch sehr isoliert, hatte letzte Woche eine Frau vorm Haus die ihre Tochter zum Kindergeburtstag gebracht hat, da habe ich auch kein Wort verstanden.
Du verstehst das falsch wir sprechen chinesisch, wenn wir nicht wollen, dass es verstanden wird. Das kapiert schon meine 4 jährige Tochter. :D
Ach ja ist übrigens auch nicht so dass wir nicht mit Rassismus konfrontiert werden. Meine Tochter wurde irgendwie im Kindergarten diskriminiert und meine Frau war so sehr getroffen, dass sie geheult hat. Die Kleine hat aber gar nichts mitgekriegt. Ich habe mich in der Kindheit auch damit herumschlagen müssen. Meine Taktik war hat sowenig wie möglich aufzufallen.
 
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Alter, da bin ich anderer Meinung.
Ich muss mir Arroganz vorwerfen lassen, aber wenn man mir unterstellt, ich wäre zu dumm, Studien zu verstehen und könne nicht über den Tellerrand hinausblicken, ist das selbstverständlich was anderes. :ugly:
Jetzt fehlt nur noch einer, der mir sagt, ich käme aus der rechten Ecke, dann haben wir alles zusammen, was das Diskutieren im KT mittlerweile so anstrengend macht. :)
 
Du verstehst das falsch wir sprechen chinesisch, wenn wir nicht wollen, dass es verstanden wird. Das kapiert schon meine 4 jährige Tochter. :D
Hatte nicht den Eindruck das die überhaupt mitgekriegt haben dass ich sie gesehen habe :D
Kann ich mir auch vorstellen, nur wird hier immer über eine bestimmte Zielgruppe gejammert das fällt mir halt auf.
Unterdückter Rassismus erlebt meine Frau oft genug erzähl mir nix.
 
Hatte nicht den Eindruck das die überhaupt mitgekriegt haben dass ich sie gesehen habe :D
Kann ich mir auch vorstellen, nur wird hier immer über eine bestimmte Zielgruppe gejammert das fällt mir halt auf.
Unterdückter Rassismus erlebt meine Frau oft genug erzähl mir nix.
Kann gut sein, dann war das wahrscheinlich ein Chinesin erster Generation. Die in der 2. unterhalten sich auch untereinander nur noch in Deutsch.
 
Ich muss mir Arroganz vorwerfen lassen, aber wenn man mir unterstellt, ich wäre zu dumm, Studien zu verstehen und könne nicht über den Tellerrand hinausblicken, ist das selbstverständlich was anderes. :ugly:
Jetzt fehlt nur noch einer, der mir sagt, ich käme aus der rechten Ecke, dann haben wir alles zusammen, was das Diskutieren im KT mittlerweile so anstrengend macht. :)

der Begriff "Seo-Nazi" würde sich schon anbieten
 
Du verstehst das falsch wir sprechen chinesisch, wenn wir nicht wollen, dass es verstanden wird. Das kapiert schon meine 4 jährige Tochter. :D
Ach ja ist übrigens auch nicht so dass wir nicht mit Rassismus konfrontiert werden. Meine Tochter wurde irgendwie im Kindergarten diskriminiert und meine Frau war so sehr getroffen, dass sie geheult hat. Die Kleine hat aber gar nichts mitgekriegt. Ich habe mich in der Kindheit auch damit herumschlagen müssen. Meine Taktik war hat sowenig wie möglich aufzufallen.
Wie kann man nur ein chinesisches Kind diskrimieren, das sind doch mit die süßesten. :dhoch:
 
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